ASTHMASPRAYS

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Asthmasprays
im Doping-Missbrauch-erlaubtes-Vorraussetzungen-Verbote
Dopingliste IOC   Dopingliste IAAF
 

I.C.2. Beta-2-Agonisten      Verbotene Substanzen - Dopingliste   gültig ab 1.3.2000 
Bambuterol
Clenbuterol
Fenoterol
 
Formoterol
Orciprenalin
Reproterol
 
Salbutamol *
Salmeterol *
Terbutalin *
 
* Einzig Salbutamol (z.B. Ventolin), Salmeterol (z.B. Serevent) und Terbutalin sind bei Asthma und Anstrengungsasthma zur Inhalation zugelassen. Bei Wettkämpfen muss der Sportler dafür besorgt sein, dass der Gebrauch dieser Medikamente mittels ärztlichem Attest durch einen Pneumologen der zuständigen medizinischen Instanz vorgängig gemeldet wird.
Herausgegeben durch den Schweizerischen Olympischen Verband (SOV). Weitere Exemplare können kostenlos bezogen werden bei: SOV. Postfach 202. 3000 Bern 32 Telefon 031/359 71 11 Telefax 031/352 33 80   eMail doping@swiss-sport.ch
N.B. Da Beta-2-Agonisten auch stimulierende Eigenschaften besitzen; werden sie vom IOC auch unter den Stimulantien aufgeführt.
 
Ärzte Zeitung, 08.02.2001 Beta-Agonist Formoterol von der Dopingliste gestrichen
NEU-ISENBURG (eb): Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat jetzt das langwirksame
Betasympathomimetikum Formoterol von der Liste der verbotenen Substanzen gestrichen. Um die Zahl der Sportler mit belastungsinduziertem oder intermittierendem Asthma zu vermindern, die zwei Asthma-Medikamente - ein kurzwirksames und ein langwirksames Sympathomimetikum - einnehmen, hat das IOC jetzt die Inhalation von Formoterol zugelassen. Nach der Freigabe des Präparates, das als Oxis® Turbohaler® in Deutschland vertrieben wird, wurde das Beta-2-Sympathomimetikum Terbutalin von dem Komitee nun ohne Ausnahme-Genehmigung auf die Dopingliste gesetzt. Bisher waren Beta-Sympathomimetika bei Olympischen Spielen nur in inhalativer Anwendungsform und nach Antragstellung zugelassen worden. Noch in diesem Jahr will die medizinische Kommission des IOC einen Workshop veranstalten, während dem praktikable Verfahren diskutiert werden sollen, mit denen Asthma bei Sportlern zweifelsfrei diagnostiziert und die Notwendigkeit der Therapie mit inhaliertem Beta-2-Agonisten bestätigt werden kann.

Ärzte Zeitung, 22.09.2000 
Weltkongreß für Lungenheilkunde in Florenz    Asthma bremst viele Sportler aus  
Florenz (ksch). Eine fast alarmierende Zahl von Top-Sportlern, so auch viele Athleten in Sydney, leidet unter asthmatischen Beschwerden. Gerade die Wettkämpfer in den Ausdauersportarten sind besonders häufig betroffen. Was sind die Gründe dafür? Darüber haben Forscher auf dem Weltkongreß für Lungenheilkunde in Florenz diskutiert. Eine Umfrage unter 58 finnischen Marathonläufern ergab, daß etwa ein Viertel saisonal asthmatische Symptome zeigte. Professor Kai-Håkon Carlsen vom Asthma und Allergie Zentrum für Kinder in Oslo nannte als Gründe dafür Pollenflug im Frühling oder winterliche Kälte. Eine weitere Befragung von 71 Langstrecken-Läufern ergab, daß die Sportler dreimal häufiger von Asthma betroffen waren als die Normalbevölkerung.
Auch Schwimmer haben überdurchschnittlich häufig Atemprobleme wegen einer Hyperreagibilität des Bronchialsystems. Von i Norwegen untersuchten 29 Top-Athleten gaben etwa die Hälfte asthmaartige Beschwerden an. Ähnlich hoch war der Anteil der Asthmatiker unter den Radsportlern, die 1996 an der Olympiade in Atlanta teilnahmen. Die Ursachen, warum intensives Training zu den Veränderungen im Atemwegstrakt führt, sind vielfältig. Einerseits könnte es an der ständigen körperlichen Belastung der Sportler liegen, die das Immunsystem schwächt. Andererseits sind die Bronchien der Athleten stärker Allergenen ausgesetzt. Das liegt zum Teil an dem erhöhten Atemumsatz bei Hochleistungssport, aber auch am engen Kontakt mit Reizstoffen. Schwimmer etwa atmen große Mengen an Chlordämpfen ein, die das Bronchialsystem schädigen.  Spekulationen gehen aber auch dahin, daß sich mancher Sportler als Asthmatiker ausgibt, ohne tatsächlich erkrankt zu sein. Er darf dann nämlich legal Medikamente einnehmen, die auch leistungsfördernd wirken und verstößt nicht gegen die Doping-Verordnung. Erlaubt sind zum Beispiel die Beta2-Mimetika Terbutalin, Salbutamol und Reproterol. Durch die bronchodilatatorische Wirkung können sie zwar kurzfristig die Ausdauerleistung erhöhen, allerdings haben sie keinen anabolen Effekt.

Anstrengungsasthma bei Sportlern --
Ergebnisse einer Untersuchung bei olympischen Wintersportlern

Asthma und Sport schließen einander nicht aus. Asthmakranke profitieren vom regelmäßigen Training und auch Sportler können an
Asthma erkranken, ohne dass sie ihre sportlichen Aktivitäten aufgeben müssen. Zu welchen sportlichen Leistungen Asthmakranke fähig sind, zeigen am besten die Beispiele von olympischen Spitzensportlern. In den letzten Jahren mehren sich jedoch Berichte über häufigeres Auftreten von Asthma bei Sportlern und Spitzensportlern. Ging man früher nach unterschiedlichen Angaben von einer Häufigkeit asthmakranker Sportler von bis zu 15 Prozent aus (1), so zeigen neuere Untersuchungen, dass ein hyperreagibles Bronchialsystem bei mehr als 50 Prozent der untersuchten Sportler vorzufinden ist (2). Dokument

Mehr Tests bei Asthma im Sport!  Von Dr. Martin Ehlers 22.9.2000
Leistungssportler werden gelegentlich verdächtigt, ein Asthma bronchiale vorzutäuschen, um legal Beta-2-Mimetika oder Kortikosteroide zur Steigerung der Leistungsfähigkeit benutzen zu dürfen. Es sei nicht glaubhaft, daß der Anteil der Asthmatiker unter ihnen weitaus höher sei als in der Normalbevölkerung, wird angeführt. So gaben bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta von 700 befragten Athleten 117 an, Asthma zu haben, darunter jeder zweite befragte Radsportler. Daß Asthma-Raten bei Sportlern erhöht sind, belegen Studienergebnisse, die jetzt beim Kongreß der European Respiratory Society in Florenz vorgestellt worden sind. Offenbar begünstigt intensives Training bei verschiedenen Sportarten, daß sich ein überempfindliches Bronchialsystem entwickelt. Bei Marathon- oder Skilangläufern wird als asthmafördernd angeführt, daß große Volumina trokkener und kalter Luft ventiliert werden, die die Bronchialschleimhaut abkühlen und austrocknen; bei Schwimmern gilt ständiges Einatmen chlorid-haltigen Wassers als asthmafördernd. Ob ein Leistungssportler oder auch ein normaler Patient an Asthma leidet, ist heute mit Lungenfunktionstests sicher zu diagnostizieren. So läßt sich mit Provokationstests und nachfolgender Messung der Atemwegsweite ein Asthma bronchiale erkennen und ein anstrengungsinduziertes Asthma durch Messung der Atemwegsweite vor und nach standardisierter körperlicher Belastung. Bisher werden Angaben zu solchen Tests in der "declaration of drug use" - in der Sportler anzeigen, welche Erkrankungen sie haben und welche Medikamente sie brauchen - nicht für die Diagnose Asthma gefordert. Dies sollte geändert werden, damit sich Athleten nicht länger dem Verdacht aussetzen, die Erlaubnis zur Einnahme leistungsfördernder Mittel erreichen zu wollen, indem sie eine Erkrankung vortäuschen. Die Vorlage der Testergebnisse könnte betreuenden Ärzten mehr Sicherheit bei Diagnose und Therapie geben und durch die Transparenz der Maßnahme dem Sport zu mehr Ansehen verhelfen. 
Aus http://www.aerztezeitung.de


Ärzte Zeitung,26.5.1998 Drei Beta-Mimetika gelten nicht als Doping-Mittel
Therapie bei Asthma / Terbutalin, Salbutamol und Reproterol sind von der Internationalen Doping-Kommission freigegeben
Berlin (aza). Bei Leistungssportlern mit Asthma sollte in der Auswahl des Beta2-Mimetikums auf die Unterschiede innerhalb dieser Substanzgruppe geachtet werden. Während einige Beta2-Mimetika in Deutschland zu den Doping-Mitteln gerechnet werden, sind andere überhaupt nicht meldepflichtig.Darauf hat der Pharmakologe Professor Niels-Peter Lüpke von der Universität Osnabrück bei den 20. Berliner Pneumologischen Gesprächen hingewiesen. Nach seinen Worten haben Beta2-Mimetika zwar alle keine direkt anabole Wirkung, doch für einige Vertreter dieser Substanzgruppe ist bei hochdosierter parenteraler Gabe eine Hemmung des Eiweißabbaus belegt. Auch dadurch könne indirekt eine Zunahme der Muskelmasse erreicht werden.Weil dieser Einfluß auf den Eiweißstoffwechsel nicht bei  allen Betamimetika nachweisbar ist, sind von der Internationalen Doping-Komission drei Substanzen aus dieser Gruppe zur Anwendung bei Leistungssportlern freigegeben: Terbutalin, Salbutamol und Reproterol. Diese drei unterliegen deshalb auch bei Wettkämpfen keiner Meldepflicht.Es gibt noch weitere Effekte, in denen sich die Beta2-Mimetika unterscheiden, so der Osnabrücker Pharmakologe auf einem vom Unternehmen Asta Medica AWD unterstützten Workshop. So können
einige Betamimetika, die er als Beta-Mimetika vom Reproterol-Typ bezeichnete, als Radikalfänger wirken und die bei der Entzündungsreaktion verstärkt gebildeten Peroxid-Ionen neutralisieren. Darüber hinaus entwickelt diese Untergruppe von Beta2-Mimetika synergistische Effekte mit entzündungshemmenden Substanzen, wie zum Beispiel DNCG, während bei den Betamimetika vom sogenannten Fenoterol-Typ dieser Effekt nicht nachweisbar ist. Der Synergismus von DNCG und Reproterol ist auch ein wichtiger Grund, warum fixe Kombinationen dieser beiden Wirkstoffe, zum Beispiel die von dem Frankfurter Unternehmen als Allergospasmin® angeboten wird, als sinnvoll angesehen werden und Teil der Empfehlungen der Deutschen Atemwegsliga zur Therapie bei Asthma sind.


Änderungen in der IOC-Dopingliste-Der bislang zur Inhalation
erlaubte Beta2-Agonist Terbutalin ist im Sport jetzt verboten
NEU-ISENBURG (Smi). In den gültigen Dopingbestimmungen gibt es eine aktuelle Änderung, die die zugelassenen Asthma-Medikamente betrifft. Der bislang nach schriftlicher ärztlicher Anzeige in inhalativer Form erlaubte Beta2-Agonist Terbutalin ist für Hochleistungssportler nunmehr verboten. Diese Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hält Professor Klaus Müller, Leiter des Instituts für Dopinganalytik und Sportbiochemie in Kreischa, für unbegründet. "Wer das entschieden hat, war schlecht beraten", so Müller. Bislang hat das IOC die Oberhoheit über die international gültige Dopingliste. Die nächste Liste soll dagegen von der World Anti Doping Agency (WADA) erarbeitet werden, deren Kommissions-Mitglied Müller ist. Die WADA-Kommission jedoch, so Müller, wolle Terbutalin wieder eingeschränkt zur Inhalation zulassen.  In der derzeitigen Übergangssituation rät der Dopinganalytiker allen Sportlern jedoch dringend dazu, auf die anderen zugelassenen Beta2-Agonisten Salbutamol und Salmeterol sowie neuerdings auch Formoterol zurückzugreifen. "Da ist man auf der sicheren Seite." Die aktuellen Änderungen konnten in einer von Müller und Professor Dirk Clasing herausgegebenen Info-Broschüre, über die auch die "Ärzte Zeitung" berichtet hat, nicht mehr berücksichtigt werden, weshalb im Hinblick auf die medikamentöse Behandlung von Sportlern mit Asthma zum Teil falsche Angaben darin stehen. Korrekt ist also, daß zur Zeit die Beta2-Agonisten Salbutamol, Salmeterol und Formoterol zur inhalativen Therapie zugelassen sind. Bei den Kortikosteroiden wird der Einsatz von Beclometason, Budesonid, Flunisolid, Dexametason und Fluticason in Form von Inhalationen geduldet. Ärzte Zeitung, 09.03.2001


Sport kann sich günstig bei Anstrengungsasthma auswirken
Werden Kindern und Jugendliche vom Schulsport ausgeschlossen, führt dies mitunter dies zu erheblichen Entwicklungsdefiziten
MÜNCHEN (sto). Kinder mit Asthma sollten nicht generell vom Sport ausgeschlossen werden. Denn trotz eines Anstrengungsasthmas wirken sich Sport und körperliches Training positiv auf die  Entwicklung junger Menschen aus.Daran hat der Bonner Pädiater und Pneumologe Professor Stefan Zielen erinnert. Bevor die Patienten  mit Asthmasymptomen jedoch mit einem Training beginnen, sollte der behandelnde Arzt eine gründliche Anamnese und Diagnose sowie eine Lungenfunktionsprüfung mit einem Belastungstest vornehmen, empfahl Zielen bei einer Pressekonferenz der Barmer Ersatzkasse und des Unternehmens MSD Sharp &   Dohme in München. Sport und körperliche Aktivitäten führen bei Kindern mit Asthma oft zu einer anstrengungsbedingten Verengung der Atemwege, erinnerte Zielen. Deswegen würden viele asthmakranke Kinder dauerhaft  vom Schulsport befreit. Das sei aber nicht richtig. Denn weil gerade Kinder und Jugendliche einen     starken Bewegungsdrang haben, könne die Ausgrenzung vom Schulsport und die Vermeidung  körperlicher Aktivitäten erhebliche Entwicklungsdefizite nach sich ziehen. Tatsächlich habe sich sogar  gezeigt, daß sich sportliche Aktivitäten günstig auf das Anstrengungsasthma auswirken können.Wichtig sei allerdings eine sinnvolle Prämedikation zur Behandlung bei belastungsinduziertem Asthma. Da sich Kinder und Jugendliche jedoch vor allem an der häufigen Anwendung von Sprays stören, sollte ein Medikament mit einer einfachen Anwendung und einer länger anhaltenden Wirkung gewählt werden. Der Leukotrien-Antagonist Montelukast müsse nur einmal täglich eingenommen werden, sagte Zielen. Beobachtungen hätten gezeigt, daß das Präparat in einer Dosierung von 5 Milligramm (Singulair® junior) bei Kindern von 6 bis 14 Jahren und 10 Milligramm (Singulair®) bei Erwachsenen gut vertragen wird. Ärzte Zeitung, 21.05.2001


Spitzensportler: Vier von fünf leiden an Asthma
Hamburg (dpa) - Der deutsche Rad-Profi und Olympiasieger Jan Ullrich (Merdingen) scheint nicht der einzige Sportler zu sein, der unter Asthma leidet. Bei internationalen Veranstaltungen gaben bis zu 80 Prozent der Sportler an, Asthmatiker zu sein – im Bevölkerungsschnitt seien es nur 4 Prozent, schreibt das Nachrichtenmagazin "Spiegel" in seiner neuesten Ausgabe. Belegt ist allerdings, dass Ausdauersportler durch hartes Training im Freien leicht Asthma bekommen können. Ullrich hatte in der vergangenen Woche erklärt, die nach der Razzia beim Giro d'Italia bei ihm gefundenen Kortikoide wegen seines Asthmas zu benötigen. Laut Spiegel lassen sich viele Athleten attestieren, Asthmatiker zu sein, um dadurch legal kortisonhaltige Präparate einnehmen zu können. Die ab 1. September gültigen Doping-Bestimmungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) verlangen zwar "umfangreiche medizinische Begründungen" für Inhalationspräparate, für Kortikoide, die eine bessere Energiebereitstellung im Muskel ermöglichen sowie schmerzlindernd wirken, reichte aber weiter das Attest des Arztes. Der Hamburger Bronchial-Allergologe Martin Ehlers, der Schwimmer der deutschen Nationalmannschaft betreut, fordert, dass künftig auch die Methode, mit der Belastungsasthma festgestellt wurde, im Attest genannt werde. Wie die "Bild am Sonntag" weiter berichtet, drohen französische Ärzte jetzt mit einem Boykott der Tour de France. Veranstalter und Juristen sollen ihnen garantieren, dass sie den Fahrern die laut Gesundheitspass erlaubten Medikamente auch verabreichen dürfen.(ths) 17. Juni 2001


Spitzensportler leiden oft unter Asthma - aber so oft wie angezeigt?
Warum gibt es unter den Berufssportlern so viele Asthmatiker? Täusche sie ihre Krankheit bloß vor, um auf diese Weise offiziell verbotene Medikamente nehmen zu dürfen? Seitdem bekannt geworden ist, daß die Staatsanwaltschaft Florenz auch gegen den deutschen Berufsradfahrer Jan Ullrich ermittelt, wird das Thema Doping und Asthma in der Öffentlichkeit diskutiert. Bei Ullrich waren während des Giro inhalative Kortikoide beschlagnahmt worden. Nach Auskunft von Telekom-Arzt Dr. Lothar Heinrich leidet der ehemalige Tour-Sieger seit Jahren unter Pollenallergie und Asthma, weshalb er die Präparate benötige. Die Medizinische Kommission des IOC definiert Doping unter anderem als die "Verabreichung von Wirkstoffen, die verbotenen Gruppen pharmakologischer Wirkstoffe angehören". Eine entsprechende Verbotsliste wird den Athleten und ihren Ärzten ausgehändigt. Zur Behandlung einer obstruktiven Lungenerkrankung, eines allergischen oder eines Anstrengungsasthmas sind systemisch eingesetzte Kortikosteroide verboten. Auch die Beta2-Agonisten unterliegen grundsätzlich dem Dopingverbot. Um kranken Sportlern jedoch zu helfen,
hat das IOC Wirkstoffe zur Inhalation zugelassen. Darunter fallen Dosier-Aerosole, Pulver zur Inhalation, Diskus, Inhalationslösung, EasyHaler und ähnliche Darreichungsformen. Zur inhalativen Therapie sind derzeit die Beta2-Agonisten Salbutamol, Salmeterol und Formoterol zugelassen. Der Einsatz von inhalativen Kortikosteroiden wird geduldet. Die Erkrankung muß in jedem Fall von einem Facharzt bestätigt und angezeigt werden. Genau daran entzündet sich die Kritik. Als im vergangenen Jahr bekannt wurde, daß der Schwimmstar Sandra Völker an Asthma erkrankt ist, gab es die gleichen Dopingverdächtigungen gegen sie wie jetzt gegen Ullrich. Hintergrund dieser Spekulationen sind die hohen Zahlen an angezeigten Asthma-Erkrankungen unter Hochleistungssportlern. Danach litt im vergangenen Jahr jeder fünfte Teilnehmer der Olympischen Spielen von Sydney an Asthma. Bei den Winterspielen 1994 in Lillehammer sollen Berichten zufolge 70 Prozent aller Athleten Asthma-Bescheinigungen präsentiert haben, bei der Schwimm-WM in Perth sogar 80 Prozent. Studien belegen, daß Ausdauersportler wie Läufer, Schwimmer, Radfahrer und Skilangläufer in der Tat häufiger Asthma bekommen als der Bevölkerungsdurchschnitt. Allerdings liegt die dokumentierte Rate von zehn Prozent deutlich unter jener Zahl von Erkrankungen, die vor Wettkämpfen gemeldet wird. Von Pete Smith Ärzte Zeitung, 21.06.2001


Asthma und Sport
Bei 80% aller Kinder mit Asthma kommt es beim Lauftraining im Freien zur belastungsinduzierten Bronchialobstruktion., dem sog. Anstrengungsasthma.
Auch 11% der US-Olympioniken mit Medallie hatten  sportbedingte Atemnot erlebt. Aktuell Studien zeigen, dass eine Therapie mit DNCG (Aarane) plus ein Beta 2 Antagonist  dem Anstrengungsasthma vorbeugt.  Asthma und Sport , Fachpressegespräch 31.3.2001 Kampen-Sylt, Aventis.


Ullrich entlastet - Zwei Telekom-Fahrer vor Gericht--Ullrichs Asthma-Erkrankung 
Florenz (dpa) - Gegen den wegen seiner Asthma- Medikamente unter Dopingverdacht geratenen Telekom-Kapitän Jan Ullrich wird nicht mehr ermittelt. Die beiden Telekom-Profis Alberto Elli (37) und Roberto Sgambelluri (27) müssen sich dagegen in Florenz wegen Dopings vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft leitete nach der größten Doping-Razzia in der Geschichte des Radsports beim 84. Giro d'Italia am Freitagabend ein Verfahren gegen die italienischen Telekom-Fahrer und 50 weitere Personen ein. Neben Elli und Sgambelluri müssen sich nach Angaben der "La Gazzetta dello Sport" vom Samstag 38 weitere Radprofis sowie jeweils sechs sportliche Leiter und Teamärzte wegen Verstoßes gegen das Dopinggesetz und Sportbetrugs verantworten. Bei einer Verurteilung drohen den Dopingsündern Haftsstrafen von bis drei Monaten bis zu drei Jahren. Belli wird, unabhängig von dem Verfahren, seine Karriere nach Abschluss der Saison beenden. Nach dem Giro-Ende hatte Team Telekom erklärt, es werde sich von Sgambelluri trennen, weil der Italiener die sportlichen Erwartungen nicht erfüllt habe. Bei den unter Dopingverdacht geratenen Radprofis seien Wachstumshormone und Insulin gefunden worden. Das Blutdopingmittel Erythropoetin (Epo) sei bei der Untersuchung von 160 zunächst unidentifizierbaren Medikamenten, Spritzen und Ampullen jedoch nicht aufgetaucht, berichtete die "La Gazzetta dello Sport" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Florenz. Nach der Dopingrazzia am 6. Juni in San Remo, bei der rund 200 Polizisten vor der ersten schweren Bergetappe des Giro alle Fahrerhotels durchsuchten, hatte der Florentiner Staatsanwalt Luigi Bocciolini zunächst gegen 86 Personen ermittelt. Zeitungsberichten zu Folge gehörte damals auch Telekom-Kapitän Jan Ullrich zu den Verdächtigten, weil bei ihm Asthma-Präparate gefunden worden waren. Da das Team Telekom wegen Ullrichs Asthma-Erkrankung jedoch eine Genehmigung für die beschlagnahmten Medikamente vorlegen konnte, wurden die Ermittlungen eingestellt. netdoctor 19. August 2001 


Sport erhöht bei Kindern mit Asthma die Belastbarkeit

Lang anhaltendes Training in kalter und trockener Luft ist jedoch zu vermeiden / Gute Erfahrungen mit Kombipräparat aus DNCG und Reproterol

KAMPEN (zdo). Für Kinder und Jugendliche mit Anstrengungsasthma ist es am besten, schon ab einem Alter zwischen sechs und 13 Jahren regelmäßig Sport zu treiben. Wichtig ist es, die Betroffenen und ihre Eltern zum Sport zu beraten.

Asthma ist zwar nicht wegtrainierbar, aber die Hyperventilationsphase kann mit Sport zu höheren Belastungsgraden hin verschoben werden, hat Professor Carl Peter Bauer auf einer Fachpressekonferenz in Kampen auf Sylt berichtet. Entscheidende Auslösefaktoren für Asthma-Anfälle sind jedoch vor allem kalte Temperaturen, trockene Luft, Allergene, Schadstoffe sowie Infektionen. Die Patienten sollten daher beim Sport eher vermeiden, sich lange in kalter und trockener Luft, aber auch in chlorhaltigem Wasser beim Schwimmen oder durch Ozonexposition über Stunden beim Radfahren zu belasten. Entscheidend sei auch, daß die Betroffenen beim Sport einzuschätzen lernen, wieviel sie sich unter welchen Bedingungen zumuten können. "Bis zu 90 Prozent aller Kinder mit Asthma leiden unter Anstrengungsasthma, das im Einzelfall durchaus nicht unbedingt harmlos ist," betonte Bauer auf der vom Unternehmen Aventis Pharma unterstützten Veranstaltung. Auch sehr schwere Anfälle mit Dyspnoe bis hin zur Bewußtlosigkeit seien möglich. Die Diagnose läßt sich am besten durch Laufbelastung erstellen, erläuterte der an der Fachklinik Gaißach der LVA Oberbayern und der Kinderklinik Schwaben der TU München tätige Pneumologe. Durch Fahrradergometrie sei in der Regel kein Reiz auszulösen. Auch müsse das FEV1 lange genug nach der Belastung, das heißt bis zu 20 Minuten, nachgemessen werden, um eine klare Diagnose zu erzielen. Wenn Sport als Therapie nicht ausreicht, empfiehlt Bauer zusätzlich die Inhalation eines kortisonfreien Kombinationspräparates aus DNCG und dem Broncho-spasmolytikum Reproterol, wie es das Unternehmen als Aarane® N anbietet. Das Medikament wirke vorbeugend, entzündungshemmend, bronchialerweiternd, fördere die mukoziliäre Clearance und zeige bei leichtem bis persistierendem mittelschweren Asthma gute Therapieergebnisse. Die Wirkung trete rasch ein und halte bis zu sechs Stunden an. Ärzte Zeitung, 12.04.2002


Zum Einsatz von Beta-2-Agonisten zur Behandlung     2003

Zur Behandlung einer obstruktiven Lungenerkrankung, eines allergischen oder eines Anstrengungsasthmas dürfen Ephedrin wie auch systemisch eingesetzte Kortikosteroide nicht angewandt werden. Mittel der Wahl sind heute Beta-2-Agonisten.

Diese unterliegen jedoch dem Dopingverbot. Sie werden als Stimulantien

bzw. als anabole Wirkstoffe (Clenbuterol, Salbutamol) klassifiziert.

Um den betroffenen Sportlern zu helfen, hat das IOC nachfolgende vier Wirkstoff für Wettkämpfe zur Inhalation (by inhaler) zugelassen. Darunter fallen die Darreichungsformen wie Dosier-Aerosole, Pulver zur Inhalation, Diskus, Inhalationslösung, Fertiginhalat, EasyHaler u.ä.. Der Nachweis der Erkrankung

hat durch ein lungen- oder mannschaftsärztliches Attest gegenüber der medizinischen Stelle des Verbandes zu erfolgen.

Ebenso ist die Medikation mit den Beta-2-Agonisten dem Verband mitzuteilen.

Die vier Wirkstoffe mit Beispielen (Rote Liste 2003):

Formoterol               Foradil® P Kapseln mit Pulver zur Inhalation, Foradil®

                                    Dosieraerosol, Oxis® Turbohaler®

Salbutamol              Apsomol® N Aerosol, Apsomol® Inhalationslösung, Apsomol®

                                    Fertiginhalat Lösung, Bronchospray® novo Dosier-Aerosol,

                                    Broncho Inhalat Lösung, Broncho Fertiginhalat Lösung, Bronchospray® Autohaler®, Cyclocaks Salbutamol, Epaq,® Pädiamol® Inhalationslösung, Pädiamol® Fertiginhalat, Pentamol® Fertiginhalt, Salbu-Fatol® Inhalationslösung, Salbuhexal® Easyhaler® , Salbuhexal® Fertiginhalat, Salbuhexal® Inhalationslösung, Salbuhexal® Dosieraerosol,Salbulair® N Autohaler® , Salbulair® Dosieraerosol, Salbulind® Lösung für Vernebler, Salbu Novolizer® Pulver z. Inhalation, Salbupp® Inhalationslösung, Salbupp® Fertiginhalat, Salbutamol AL Inhalat, Salbutamol AL Salbutamol, Salbutamol-ratiopharm® Inhalationslösung, Salbutamol-ratiopharm® Fertig-inhalat, Salbutamol-ratiopharm® Dosieraerosol, Salbutamol STADA® Inhalat, Salbutamol STADA® Fertig-inhalat, Salbutamol STADA® Dosieraerosol, Salbutamol Trom® Fertiginhalat, Salbutamol Trom® Inhalationslösung,       Sultanol® Fertiginhalat, Sultanol® forte Fertiginhalat, Sultanol® Inhalationslösung, Sultanol® N Dosier-Aerosol, Sultanol® Rotadisk®,               Ventilastin® Novolizer®

Salmeterol                aeromax® Dosier-Aerosol, aeromax® Diskus®, Serevent® Dosier-Aerosol, Serevent® Diskus®

Terbutalin                 Aerodur® Turbohaler®, Bricanyl® 1% Lösung zur Inhalation,

Die systemische Einnahme dieser Wirkstoffe z. B. als Tabletten, Kapseln, Injektion, Tropfen oder Saft ist nicht gestattet.

Bei Kontrollen außerhalb der Wettkämpfe werden Clenbuterol und Salbutamol als anabole Wirkstoffe eingestuft. Clenbuterol ist grundsätzlich verboten. Salbutamol ist  bis zu einem Grenzwert von 1.000 ng/ml erlaubt..

Der Einsatz von Kortikosteroiden in Form von Inhalationen wird geduldet. Die systemische Anwendung von Kortikosteroiden ist verboten.

Dazu einige Beispiele erlaubter – nicht anzeigepflichtiger - Medikamente:

 

Beclometason                                Aero Bec® Autohaler, Aero Bec® Dosieraerosol, Beclohexal® Easyhaler, Bronchocort®- Dosieraerosol, Junik® Dosieraerosol, Synasthmax® Dosieraerosol, Sanasthmyl® Dosieraerosol, Sanasthmyl® Rotadisk, Ventolair

Budesonid                                       Benosid® Aerosol Suspension, Budecort® Novolizer, Budeflat® V, Budes® Dosieraerosol,   Budesonid acis® Dosieraerosol, Budesonid-ratiopharm® Dosieraerosol, Budesonid-ratiopharm® Jethaler, Budesonid STADA® Dosieraerosol, Budesonid von ct® Dosieraerosol, Novopulmon® Novolizer® , Pulmicort® Turbohaler, Pulmicort® Dosieraerosol, Respicort® Dosieraerosol,

Fluticason                                        atemur® Dosieraerosol, atemur® Rotadisk,                         
                         atemur
® Diskus, Flutide® Diskus, Flutide®                         
                         Rotadisk
, Flutide
® Dosieraerosol

Flunisolid                                          Inhacort® Dosier-Aerosol,­

Die Kombinationspräparate admadisc® (Salmeterol, Fluticason), Symbicort® (Formoterol, Budesonid) und Viani® (Salmoterol, Fluticason) sind wegen ihres Beta-2-Agonistenanteils anzeigepflichtig.

Gegen die Verwendung von Cromoglicinsäure als Spray, Tropfen, Inhalat und Gra­nulat bestehen keine Bedenken.

Vorsicht: Die Kombinationspräparate Aarane® und Allergospasmin® enthalten zusätzlich den verbotenen Beta-2-Agonisten Repoterol.Die Methylxantine Aminophyllin und Theophyllin (z.B. Euphyllin®) sowie Ipratropiumbromid (z.B. Atrovent®) können indikationsgerecht eingesetzt werden. 22.05.03
http://www.nada-bonn.de

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Salbutamol zur Inhalation ergibt keine Vorteile für nicht-asthmatische sportler

Salbutamol zur inhalation steht zwar auf der Dopingliste, darf aber bei medizinischer Indikation unter Einhaltung bestimmter Uringrenzwerte und Abgabe einer Erklärung des Arztes (TUE) an Sportler verabreicht werden. Immer wieder wurden dabei Zweifel laut an der hohen Zahl derartiger TUEs, die manche Teams aufweisen. Sollte die Gabe einen Sportler doch in seiner Leistung auch ohne asthmatische Beschwerden positiv beeinflussen? 30 nicht asthmatische trainierte Sportler (Triathleten, Radfahrer) führten an 4 aufeinander folgenden Tagen ein 20km Zeitfahren durch. 15 min zuvor erhielten sie entweder Placebo oder aber 200, 400 oder 800mg Salbutamol (als Aerosol). Es zeigte sich kein Dosiseffekt auf die mittlere Leistung, die Herzfrequenz oder aber die erbrachte Zeit. Auch auf weitere Stoffwechselparameter ergab sich kein Einfluss. Die Urinkonzentration stieg dosisabhängig an, blieb aber unter dem von der WADA angegebenen Grenzwert von 1000ng/ml. Allerdings zeigten sich interindividuell große Unterschiede, bei denen der Hydrationszustand eine große Rolle zu spielen schien. Es scheint sich durch Gabe eines Salbutamol-Inhalationssprays kein Leistungsvorteil bei nicht-asthmatischen Personen zu ergeben. Interessanter Nebenbefund dieser Studie: Da man Sportler mit einem unbekannten möglichen belastungsabhängigen Asthma (EIA), die in jedem Fall von der Salbutamolgabe profitieren würden, ausschließen wollte, wurde zuvor ein entsprechender Provokationstest gemacht. 19% der untersuchten Sportler zeigten dabei eine erhöhte Sensibilität für Bronchospasmen unter Belastung. Dieser Wert liegt deutlich über dem Wert von 4-7% in der Normalbevölkerung und entspricht dem Wert, der sich anhand der in Sydney eingereichten TUE für Radfahrer ergab. Sportler, v.a. Radfahrer scheinen also sensibler gegenüber einem EIA zu sein und nicht nur eine TUE zum Zwecke einer möglichen Leistungssteigerung einzureichen.

(Sporer BC, Sheel AW, McKenzie DL: Dose response of inhaled salbutamol on exercise performance and urine concentrations. Med Sci Sports Exerc 40 (2008) 149-157) Jahrgang 59, Nr. 3 (2008) Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin

Inhalation von Sympathomimetika –wenigstens bei Kälte leistungsfördernd?

Kein Nutzen ließ sich bisher bei einer akuten ß2-Sympathomimetikagabe auf die Leistungsfähigkeit gesunder Athleten nachweisen. Untersuchungsgrundlage waren dabei allerdings immer normale Umgebungsbedingungen. Nicht auszuschließen wäre ein ergogener Effekt in der Kälte, die bekanntermaßen bei Athleten mit einer Bronchokonstriktion einhergehen kann. Vor dieser Fragestellung führten 20 gesunde männliche Athleten bei -20°C eine Laufbandbelastung bis zur Erschöpfung durch. Die Gabe von Formoterol (Inhalationsspray)

führte auch in dieser Untersuchung zu keiner Leistungsverbesserung (274s) im Vergleich zu Plazebogabe (270s). Auch wenn es zu einer verbesserten Lungenfunktion (PEV1, FEF50 und PEF) und einer Abnahme der Herzfrequenz 4min nach Belastungsbeginn kam, waren neben der Leistung auch VO2max, Ventilation, Sauerstoffsättigung und Laktatkonzentrationen unter Formoterol unverändert gegenüber Plazebobedingungen. Die Studie belegt, dass ein ß2 Sympathomimetikum zur Inhalation selbst bei kalten Bedingungen zwar die Lungenfunktion verbessert, aber keinen Effekt auf die Leistung und spiroergometrische Werte in einem Maximaltest hat. (Tjorhom A, Ruer A, Carlsen KH: Effects of formoterol on endurance performance in athletes at an ambient temperature of -20°C. Scand J Med Sci Sports 17 (2007) 628-635) Jahrgang 59, Nr. 3 (2008) Deutsche Zeitschrift für sportmedizin


Inzidenz von Asthma bei Sportlern und wie sieht die Therapie aus?

Eine weitere Studie beschäftigte sich direkt mit der Häufigkeit eines Asthmas unter Athleten im Vergleich zu Normalpersonen. Zusätzlich ging sie der Frage nach, ob sich die therapeutischen Maßnahmen in beiden Populationen unterscheiden. Unter 424 Spitzensportlern, die sich der jährlichen Gesundheitskontrolle an der Queensland Academy of Sport unterzogen, wurde in 14% aktuell ein Asthma diagnostiziert. Eine vergleichbare Kontrollgruppe wies einen Prozentsatz von 11% auf. 27% der Athleten kamen dabei ohne Medikation aus, 25% benutzten ausschließlich kurzwirksame b-Agonisten. Langwirkende Betasympathomimetika kamen ebenfalls bei 25% zum Einsatz. Auch diese Zahlen entsprachen den Daten der Normalbevölkerung. Höher war der Verbrauch von Kortikoiden mit 44% gegenüber 27% in der Normalbevölkerung. Deutlich höhere Zahlen an Asthmatikern ergaben sich auch in dieser Studie für Ausdauerathleten mit 22%. Auch diese Studie bestätigt, dass es bei Spitzensportlern lediglich im Ausdauerbereich zu einer erhöhten Inzidenz von Asthma kommt und dass die Therapieschemen von Sportlern im Wesentlichen denen von Nicht-Sportlern entsprechen.

(Locke S, Marks G: Are the prevalence and treatment of asthma similar in elite

athletes and the age-matched non-athletic population? Scand J Med Sci Sports 17 (2007)

623-627) Jahrgang 59, Nr. 3 (2008) Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin


Pseudoephedrin wieder auf der Doping-Verbotsliste

Frankfurt/Main (dpa) - Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat ein neues Mittel auf die Liste der verbotenen Mittel gesetzt. Die in Montreal veröffentlichte Verordnung, die am 1. Januar 2010 in Kraft tritt, enthält die Substanz Pseudoephedrin.

Das unter anderem in Hustensäften enthaltene Stimulanzmittel wurde nach sieben Jahren ab 150 Mikrogramm per Milliliter wieder in die Verbotsliste aufgenommen. Das in Asthmasprays enthaltene Salbutamol ist hingegen nicht mehr verboten - sofern es nach ärztlicher Verordnung für die Inhalation verschrieben wird. Zudem gibt es künftig keine weitere Tests oder Analysen, wenn der Testosteron/Epitestosteron-Quotient über 4 liegt.