ASTHMASPRAYS
![]() |
Sportmedizinische
Newsletter zu Vitaminen, Doping, Antioxidantien und Sportmedizin eintragen! oder über diese Mail anfordern |
|
| Zur Bücherecke |
Asthmasprays |
| I.C.2. Beta-2-Agonisten Verbotene Substanzen - Dopingliste gültig ab 1.3.2000 | ||
| Bambuterol Clenbuterol Fenoterol |
Formoterol Orciprenalin Reproterol |
Salbutamol * Salmeterol * Terbutalin * |
| * Einzig Salbutamol (z.B.
Ventolin),
Salmeterol (z.B.
Serevent) und Terbutalin sind bei Asthma und Anstrengungsasthma zur
Inhalation zugelassen. Bei Wettkämpfen muss der Sportler dafür besorgt sein,
dass der Gebrauch dieser Medikamente mittels ärztlichem Attest durch einen
Pneumologen der zuständigen medizinischen Instanz vorgängig gemeldet wird.
Herausgegeben durch den Schweizerischen Olympischen Verband (SOV). Weitere Exemplare können kostenlos bezogen werden bei: SOV. Postfach 202. 3000 Bern 32 Telefon 031/359 71 11 Telefax 031/352 33 80 eMail doping@swiss-sport.ch N.B. Da Beta-2-Agonisten auch stimulierende Eigenschaften besitzen; werden sie vom IOC auch unter den Stimulantien aufgeführt. |
||
|
Ärzte Zeitung, 08.02.2001 Beta-Agonist Formoterol von der Dopingliste gestrichen NEU-ISENBURG (eb): Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat jetzt das langwirksame Betasympathomimetikum Formoterol von der Liste der verbotenen Substanzen gestrichen. Um die Zahl der Sportler mit belastungsinduziertem oder intermittierendem Asthma zu vermindern, die zwei Asthma-Medikamente - ein kurzwirksames und ein langwirksames Sympathomimetikum - einnehmen, hat das IOC jetzt die Inhalation von Formoterol zugelassen. Nach der Freigabe des Präparates, das als Oxis® Turbohaler® in Deutschland vertrieben wird, wurde das Beta-2-Sympathomimetikum Terbutalin von dem Komitee nun ohne Ausnahme-Genehmigung auf die Dopingliste gesetzt. Bisher waren Beta-Sympathomimetika bei Olympischen Spielen nur in inhalativer Anwendungsform und nach Antragstellung zugelassen worden. Noch in diesem Jahr will die medizinische Kommission des IOC einen Workshop veranstalten, während dem praktikable Verfahren diskutiert werden sollen, mit denen Asthma bei Sportlern zweifelsfrei diagnostiziert und die Notwendigkeit der Therapie mit inhaliertem Beta-2-Agonisten bestätigt werden kann.
Ärzte Zeitung, 22.09.2000
Anstrengungsasthma bei Sportlern -- Mehr Tests bei Asthma im Sport! Von Dr. Martin Ehlers
22.9.2000 Ärzte Zeitung,26.5.1998 Drei Beta-Mimetika gelten nicht als
Doping-Mittel Änderungen in der IOC-Dopingliste-Der bislang zur Inhalation
Sport kann sich günstig bei Anstrengungsasthma auswirken Spitzensportler: Vier von fünf leiden an Asthma Spitzensportler leiden oft unter Asthma - aber so oft wie angezeigt? Asthma und Sport Ullrich entlastet - Zwei Telekom-Fahrer vor Gericht--Ullrichs Asthma-Erkrankung Sport erhöht bei Kindern mit Asthma die BelastbarkeitLang anhaltendes Training in kalter und trockener Luft ist jedoch zu vermeiden / Gute Erfahrungen mit Kombipräparat aus DNCG und ReproterolKAMPEN (zdo). Für Kinder und Jugendliche mit Anstrengungsasthma ist es am besten, schon ab einem Alter zwischen sechs und 13 Jahren regelmäßig Sport zu treiben. Wichtig ist es, die Betroffenen und ihre Eltern zum Sport zu beraten. Asthma ist zwar nicht wegtrainierbar, aber die Hyperventilationsphase kann mit Sport zu höheren Belastungsgraden hin verschoben werden, hat Professor Carl Peter Bauer auf einer Fachpressekonferenz in Kampen auf Sylt berichtet. Entscheidende Auslösefaktoren für Asthma-Anfälle sind jedoch vor allem kalte Temperaturen, trockene Luft, Allergene, Schadstoffe sowie Infektionen. Die Patienten sollten daher beim Sport eher vermeiden, sich lange in kalter und trockener Luft, aber auch in chlorhaltigem Wasser beim Schwimmen oder durch Ozonexposition über Stunden beim Radfahren zu belasten. Entscheidend sei auch, daß die Betroffenen beim Sport einzuschätzen lernen, wieviel sie sich unter welchen Bedingungen zumuten können. "Bis zu 90 Prozent aller Kinder mit Asthma leiden unter Anstrengungsasthma, das im Einzelfall durchaus nicht unbedingt harmlos ist," betonte Bauer auf der vom Unternehmen Aventis Pharma unterstützten Veranstaltung. Auch sehr schwere Anfälle mit Dyspnoe bis hin zur Bewußtlosigkeit seien möglich. Die Diagnose läßt sich am besten durch Laufbelastung erstellen, erläuterte der an der Fachklinik Gaißach der LVA Oberbayern und der Kinderklinik Schwaben der TU München tätige Pneumologe. Durch Fahrradergometrie sei in der Regel kein Reiz auszulösen. Auch müsse das FEV1 lange genug nach der Belastung, das heißt bis zu 20 Minuten, nachgemessen werden, um eine klare Diagnose zu erzielen. Wenn Sport als Therapie nicht ausreicht, empfiehlt Bauer zusätzlich die Inhalation eines kortisonfreien Kombinationspräparates aus DNCG und dem Broncho-spasmolytikum Reproterol, wie es das Unternehmen als Aarane® N anbietet. Das Medikament wirke vorbeugend, entzündungshemmend, bronchialerweiternd, fördere die mukoziliäre Clearance und zeige bei leichtem bis persistierendem mittelschweren Asthma gute Therapieergebnisse. Die Wirkung trete rasch ein und halte bis zu sechs Stunden an. Ärzte Zeitung, 12.04.2002 Zum Einsatz von Beta-2-Agonisten zur Behandlung 2003 Zur Behandlung einer obstruktiven Lungenerkrankung, eines allergischen oder eines Anstrengungsasthmas dürfen Ephedrin wie auch systemisch eingesetzte Kortikosteroide nicht angewandt werden. Mittel der Wahl sind heute Beta-2-Agonisten. Diese unterliegen jedoch dem Dopingverbot. Sie werden als Stimulantien bzw. als anabole Wirkstoffe (Clenbuterol, Salbutamol) klassifiziert. Um den betroffenen Sportlern zu helfen, hat das IOC nachfolgende vier Wirkstoff für Wettkämpfe zur Inhalation (by inhaler) zugelassen. Darunter fallen die Darreichungsformen wie Dosier-Aerosole, Pulver zur Inhalation, Diskus, Inhalationslösung, Fertiginhalat, EasyHaler u.ä.. Der Nachweis der Erkrankung hat durch ein lungen- oder mannschaftsärztliches Attest gegenüber der medizinischen Stelle des Verbandes zu erfolgen. Ebenso ist die Medikation mit den Beta-2-Agonisten dem Verband mitzuteilen. Die vier Wirkstoffe mit Beispielen (Rote Liste 2003): Formoterol Foradil® P Kapseln mit Pulver zur Inhalation, Foradil® Dosieraerosol, Oxis® Turbohaler® Salbutamol Apsomol® N Aerosol, Apsomol® Inhalationslösung, Apsomol® Fertiginhalat Lösung, Bronchospray® novo Dosier-Aerosol, Broncho Inhalat Lösung, Broncho Fertiginhalat Lösung, Bronchospray® Autohaler®, Cyclocaks Salbutamol, Epaq,® Pädiamol® Inhalationslösung, Pädiamol® Fertiginhalat, Pentamol® Fertiginhalt, Salbu-Fatol® Inhalationslösung, Salbuhexal® Easyhaler® , Salbuhexal® Fertiginhalat, Salbuhexal® Inhalationslösung, Salbuhexal® Dosieraerosol,Salbulair® N Autohaler® , Salbulair® Dosieraerosol, Salbulind® Lösung für Vernebler, Salbu Novolizer® Pulver z. Inhalation, Salbupp® Inhalationslösung, Salbupp® Fertiginhalat, Salbutamol AL Inhalat, Salbutamol AL Salbutamol, Salbutamol-ratiopharm® Inhalationslösung, Salbutamol-ratiopharm® Fertig-inhalat, Salbutamol-ratiopharm® Dosieraerosol, Salbutamol STADA® Inhalat, Salbutamol STADA® Fertig-inhalat, Salbutamol STADA® Dosieraerosol, Salbutamol Trom® Fertiginhalat, Salbutamol Trom® Inhalationslösung, Sultanol® Fertiginhalat, Sultanol® forte Fertiginhalat, Sultanol® Inhalationslösung, Sultanol® N Dosier-Aerosol, Sultanol® Rotadisk®, Ventilastin® Novolizer® Salmeterol aeromax® Dosier-Aerosol, aeromax® Diskus®, Serevent® Dosier-Aerosol, Serevent® Diskus® Terbutalin Aerodur® Turbohaler®, Bricanyl® 1% Lösung zur Inhalation, Die systemische Einnahme dieser Wirkstoffe z. B. als Tabletten, Kapseln, Injektion, Tropfen oder Saft ist nicht gestattet. Bei Kontrollen außerhalb der Wettkämpfe werden Clenbuterol und Salbutamol als anabole Wirkstoffe eingestuft. Clenbuterol ist grundsätzlich verboten. Salbutamol ist bis zu einem Grenzwert von 1.000 ng/ml erlaubt.. Der Einsatz von Kortikosteroiden in Form von Inhalationen wird geduldet. Die systemische Anwendung von Kortikosteroiden ist verboten. Dazu einige Beispiele erlaubter – nicht anzeigepflichtiger - Medikamente:
Beclometason Aero Bec® Autohaler, Aero Bec® Dosieraerosol, Beclohexal® Easyhaler, Bronchocort®- Dosieraerosol, Junik® Dosieraerosol, Synasthmax® Dosieraerosol, Sanasthmyl® Dosieraerosol, Sanasthmyl® Rotadisk, Ventolair Budesonid Benosid® Aerosol Suspension, Budecort® Novolizer, Budeflat® V, Budes® Dosieraerosol, Budesonid acis® Dosieraerosol, Budesonid-ratiopharm® Dosieraerosol, Budesonid-ratiopharm® Jethaler, Budesonid STADA® Dosieraerosol, Budesonid von ct® Dosieraerosol, Novopulmon® Novolizer® , Pulmicort® Turbohaler, Pulmicort® Dosieraerosol, Respicort® Dosieraerosol,
Fluticason
atemur®
Dosieraerosol,
atemur® Rotadisk,
|
Doping, von der Analyse Hormon Report.
Doping im Spitzensport (2000) Doping.
Blut und/oder Urin zur Dopingkontrolle.
Verlorene Spiele.
Hormone
im Ausdauersport "EPO, Steroide,
Der Klassiker zum
Die Grenzen der Dopingverbote.
Sterbliche Maschinen. Doping und
Rekorde durch Doping?
Doping im Bodybuilding.
Doping.
Tödliche Tour. Der Radsport- Krimi.
Die Verfassungsmäßigkeit
Doping im Spitzensport.
STH, Steroide,
Muskel-Guide
Lebenslauf.
Das Doping-Problem.
Doping. Spitzensport als
gesellschaftliches Problem.
|
Salbutamol zur Inhalation ergibt keine Vorteile für nicht-asthmatische sportler
Salbutamol zur inhalation steht zwar auf der Dopingliste, darf aber bei medizinischer Indikation unter Einhaltung bestimmter Uringrenzwerte und Abgabe einer Erklärung des Arztes (TUE) an Sportler verabreicht werden. Immer wieder wurden dabei Zweifel laut an der hohen Zahl derartiger TUEs, die manche Teams aufweisen. Sollte die Gabe einen Sportler doch in seiner Leistung auch ohne asthmatische Beschwerden positiv beeinflussen? 30 nicht asthmatische trainierte Sportler (Triathleten, Radfahrer) führten an 4 aufeinander folgenden Tagen ein 20km Zeitfahren durch. 15 min zuvor erhielten sie entweder Placebo oder aber 200, 400 oder 800mg Salbutamol (als Aerosol). Es zeigte sich kein Dosiseffekt auf die mittlere Leistung, die Herzfrequenz oder aber die erbrachte Zeit. Auch auf weitere Stoffwechselparameter ergab sich kein Einfluss. Die Urinkonzentration stieg dosisabhängig an, blieb aber unter dem von der WADA angegebenen Grenzwert von 1000ng/ml. Allerdings zeigten sich interindividuell große Unterschiede, bei denen der Hydrationszustand eine große Rolle zu spielen schien. Es scheint sich durch Gabe eines Salbutamol-Inhalationssprays kein Leistungsvorteil bei nicht-asthmatischen Personen zu ergeben. Interessanter Nebenbefund dieser Studie: Da man Sportler mit einem unbekannten möglichen belastungsabhängigen Asthma (EIA), die in jedem Fall von der Salbutamolgabe profitieren würden, ausschließen wollte, wurde zuvor ein entsprechender Provokationstest gemacht. 19% der untersuchten Sportler zeigten dabei eine erhöhte Sensibilität für Bronchospasmen unter Belastung. Dieser Wert liegt deutlich über dem Wert von 4-7% in der Normalbevölkerung und entspricht dem Wert, der sich anhand der in Sydney eingereichten TUE für Radfahrer ergab. Sportler, v.a. Radfahrer scheinen also sensibler gegenüber einem EIA zu sein und nicht nur eine TUE zum Zwecke einer möglichen Leistungssteigerung einzureichen.
(Sporer BC, Sheel AW, McKenzie DL: Dose response of inhaled salbutamol on exercise performance and urine concentrations. Med Sci Sports Exerc 40 (2008) 149-157) Jahrgang 59, Nr. 3 (2008) Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
Inhalation von Sympathomimetika –wenigstens bei Kälte leistungsfördernd?
Kein Nutzen ließ sich bisher bei einer akuten ß2-Sympathomimetikagabe auf die Leistungsfähigkeit gesunder Athleten nachweisen. Untersuchungsgrundlage waren dabei allerdings immer normale Umgebungsbedingungen. Nicht auszuschließen wäre ein ergogener Effekt in der Kälte, die bekanntermaßen bei Athleten mit einer Bronchokonstriktion einhergehen kann. Vor dieser Fragestellung führten 20 gesunde männliche Athleten bei -20°C eine Laufbandbelastung bis zur Erschöpfung durch. Die Gabe von Formoterol (Inhalationsspray)
führte auch in dieser Untersuchung zu keiner Leistungsverbesserung (274s) im Vergleich zu Plazebogabe (270s). Auch wenn es zu einer verbesserten Lungenfunktion (PEV1, FEF50 und PEF) und einer Abnahme der Herzfrequenz 4min nach Belastungsbeginn kam, waren neben der Leistung auch VO2max, Ventilation, Sauerstoffsättigung und Laktatkonzentrationen unter Formoterol unverändert gegenüber Plazebobedingungen. Die Studie belegt, dass ein ß2 Sympathomimetikum zur Inhalation selbst bei kalten Bedingungen zwar die Lungenfunktion verbessert, aber keinen Effekt auf die Leistung und spiroergometrische Werte in einem Maximaltest hat. (Tjorhom A, Ruer A, Carlsen KH: Effects of formoterol on endurance performance in athletes at an ambient temperature of -20°C. Scand J Med Sci Sports 17 (2007) 628-635) Jahrgang 59, Nr. 3 (2008) Deutsche Zeitschrift für sportmedizin
Inzidenz von Asthma bei Sportlern und wie sieht die Therapie aus?
Eine weitere Studie beschäftigte sich direkt mit der Häufigkeit eines Asthmas unter Athleten im Vergleich zu Normalpersonen. Zusätzlich ging sie der Frage nach, ob sich die therapeutischen Maßnahmen in beiden Populationen unterscheiden. Unter 424 Spitzensportlern, die sich der jährlichen Gesundheitskontrolle an der Queensland Academy of Sport unterzogen, wurde in 14% aktuell ein Asthma diagnostiziert. Eine vergleichbare Kontrollgruppe wies einen Prozentsatz von 11% auf. 27% der Athleten kamen dabei ohne Medikation aus, 25% benutzten ausschließlich kurzwirksame b-Agonisten. Langwirkende Betasympathomimetika kamen ebenfalls bei 25% zum Einsatz. Auch diese Zahlen entsprachen den Daten der Normalbevölkerung. Höher war der Verbrauch von Kortikoiden mit 44% gegenüber 27% in der Normalbevölkerung. Deutlich höhere Zahlen an Asthmatikern ergaben sich auch in dieser Studie für Ausdauerathleten mit 22%. Auch diese Studie bestätigt, dass es bei Spitzensportlern lediglich im Ausdauerbereich zu einer erhöhten Inzidenz von Asthma kommt und dass die Therapieschemen von Sportlern im Wesentlichen denen von Nicht-Sportlern entsprechen.
(Locke S, Marks G: Are the prevalence and treatment of asthma similar in elite
athletes and the age-matched non-athletic population? Scand J Med Sci Sports 17 (2007)
623-627) Jahrgang 59, Nr. 3 (2008) Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
|