CERA

ESAs (Erythropoietin Stimulating Agents)

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Erythropoetin(EPO)         EPO-Berichte-Presse-News
 Übereinkommen gegen Doping  Straßburg/Strasbourg, 16.XI.1989

EPO-Nachweis   Erythropoietin

Praktische Höhenmedizin.
Two-in-one-edition.

von Andrew J. Pollard,
David R. Murdoch

Preis: EUR 24,95

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Erscheinungsdatum: 1998
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Höhentraining. Das Erfolgskonzept der Ausdauersportarten.
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- 128 Seiten
Erscheinungsdatum:
1990

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Neues Erythropoetin bereits in Phase-II-Studien
Modifiziertes rekombinantes Hormon aktiviert kontinuierlich Rezeptoren auf Vorläuferzellen der Erythrozyten
MÜNCHEN (ple). Bereits in der Phase II der klinischen Prüfungen befindet sich derzeit ein neues Erythropoetin, das bei Anämie wesentlich besser die Zahl der Erythrozyten im Blut normalisiert als die bisher verfügbaren rekombinanten Hormonpräparate. Entwickelt wurde es zur Therapie bei Krebs und Nierenerkrankungen.
Das neue Präparat des Unternehmens Hoffmann-La Roche wird als CERA bezeichnet. Das Akronym steht für "Continuous Erythropoiesis Receptor Activator", was damit auch seine Funktion beschreibt: Das modifizierte Erythropoetin-Molekül bindet reversibel an einen Rezeptor auf den Vorläuferzellen der Erythrozyten und aktiviert dadurch kontinuierlich diesen Zelltyp. Die pharmakologischen Eigenschaften wurden bereits in vier Studien analysiert. Nach intravenöser Applikation beträgt die Halbwertzeit 80 bis 120 Stunden, nach subkutaner etwa 150 Stunden. Bisher verwendete Erythropoetin-Medikamente haben eine Halbwertzeit von 25 Stunden nach intravenöser und 48 Stunden nach subkutaner Verabreichung.
Das Präparat verlängert die Dauer der Stimulation und hat damit einen starken Effekt auf die Erythropoese. Die dosisabhängige Stimulation war nach subkutaner und intravenöser Applikation gleichermaßen effektiv. Durch die Injektion von 20 Mikrogramm CERA pro Kilogramm Körpergewicht stieg in Tierversuchen die Zahl der Retikulozyten um 13 Prozent.
Es tauchen mehr Retikulozyten auf als bisher erreichbar war
Mit der gleichen Dosis Erythropoetin stieg die Zahl der Zellen dagegen nur um 7,8 Prozent. Die klinischen Studien belegten, daß das Präparat sehr gut vertragen wird.
Wie es auf einer Veranstaltung des Unternehmens in München hieß, befindet sich das neue Mittel in der Phase II der klinischen Entwicklung. Es werde daraufhingearbeitet, das Medikament sowohl subkutan als auch intravenös nutzen zu können und zudem in der Dosierung nur einmal innerhalb eines Zeitraums von drei bis vier Wochen möglich zu machen, so ein Sprecher des Unternehmens. Geplant sei zudem, die zeitgleiche Zulassung in der EU und in den USA zu erreichen. In der Pipeline des Unternehmens befindet sich darüber hinaus ein komplett synthetisches Erythropoetin. Ärzte Zeitung, 12.03.2003


19.07.2006
CERA: Andersartige Wechselwirkung mit dem Erythropoietin-Rezeptor als Epoetin
Forschungsresultate wurden vorgestellt, die den einzigartigen Wirkmechanismus von CERA hervorheben. Dabei handelt es sich um einen im Entwicklungsstadium befindlichen kontinuierlichen Aktivator für die Bildung roter Blutkörperchen (continuous erythropoietin receptor activator, CERA), der für die Behandlung der renalen Anämie vorgesehen ist(1). Gemäß diesen Forschungsergebnissen ist die Wechselwirkung dieses neuartigen Präparats mit den Erythropoietin-Rezeptoren, welche die Bildung roter Blutkörperchen stimulieren, ganz anders geartet als diejenige von Epoetin.

Diese Resultate, die aus einer Reihe von Tests zur Beurteilung der Aktivität des CERA-Präparats stammen, wurden heute am Jahreskongress der European Renal Association - European Dialysis and Transplant Association (ERA-EDTA) in Glasgow, Schottland, vorgestellt.

Einschränkungen der heutigen medikamentösen Therapien

Der einzigartige Wirkmechanismus von CERA bedeutet gleichzeitig, dass es die Grenzen der heute verfügbaren Medikamente überwindet. Die heute verfügbaren EPO-Medikamente müssen Patienten häufig verabreicht werden, da sie nur eine kurze Wirkungsdauer haben. Dadurch stimulieren sie die Erythropoietin-Rezeptoren im Organismus in kurzen Zeitabständen sehr stark, was jedoch der normalen Funktionsweise des Körpers nicht entspricht. Im Gegensatz dazu zeigen die vorliegenden Studien mit diesem CERA-Präparat, dass - aufgrund der gegenüber EPO-Präparaten lockereren und langsameren Bindung - CERA länger im Organismus verweilt und eine nachhaltigere Stimulierung der Bildung roter Blutkörperchen bewirkt, die der körpereigenen Produktion roter Blutkörperchen näher kommt.

Zwei In-vitro-Tests wurden durchgeführt, um die Bindungskapazität von CERA im Vergleich zu einem Epoetin-Präparat zu messen. Die Forscher folgerten aus den zwei Studien, dass CERA aufgrund seiner geringeren Affinität für den Rezeptor an dieser Bindungsstelle anders wirkt. Der Unterschied äußert sich vor allem darin, dass die Bindung bei CERA gegenüber EPO wesentlich langsamer vor sich geht. Die Autoren erklärten: "Dieser Unterschied trägt möglicherweise zu den anders gearteten pharmakologischen Eigenschaften von CERA bei, die in den klinischen Studien der Phasen II und III beobachtet wurden und zu denen eine längere Halbwertzeit gehört, mit entsprechend grösseren Abständen zwischen den Verabreichungen."


LITERATUR
1. M. Brandt, M. Lanzendofer, J. Frische, A. Haselbeck, M. Jarsch.
Different Receptor Binding Activity Of C.E.R.A. (Continuous Erythropoietin Receptor Activator) Compared With Epoetin Beta Determined By Surface Plasmon Resonance And Competition Assay On Ut-7 Cells, XLIII ERA-EDTA Congress, July 15-18, 2006, Glasgow, United Kingdom.
journalonko online - www.journalonko.de


CERA -
das neue Medikament zur Bildung roter Blutkörperchen
ROCHE REICHT BEI DER FDA DAS ZULASSUNGSGESUCH FüR CERA ZUR BEHANDLUNG DER RENALEN ANäMIE EIN
20-04-2006 05:30

Base, Schweiz, April 20 /PRNewswire/ --
- Das Gesuch basiert auf den Ergebnissen eines umfassenden Phase-III-Programms mit vier Studien zur Erhaltungstherapie und zwei Studien zur Anämiekorrektur bei dialysierten und nicht dialysierten Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen
Roche, ein weltweit führendes Unternehmen auf dem Gebiet der Biotechnologie, hat heute bekannt gegeben, dass sie bei der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA das Zulassungsgesuch für CERA zur Behandlung der Anämie im Zusammenhang mit chronischen Nierenerkrankungen bei dialysierten und nicht dialysierten Patienten eingereicht hat.
CERA ist ein innovatives Prüfmedikament gegen Blutarmut. Es handelt sich dabei um den ersten und einzigen kontinuierlichen Aktivator der Rezeptoren für die Bildung roter Blutkörperchen (Continuous Erythropoietin Receptor Activator, CERA). Das bedeutet, dass sich seine Wirkung auf die Rezeptoren, die an der Stimulation der Bildung roter Blutkörperchen beteiligt sind, vom Effekt der heute verwendeten Epoetinen unterscheidet. Man nimmt an, dass diese anders geartete molekulare Wechselwirkung wesentlich zur gezielten, stabilen und anhaltenden Kontrolle der Anämie beiträgt. CERA ist das einzige Medikament gegen Anämie, für dessen Erstzulassungsgesuch lange Dosierungsintervalle von bis zu einmal alle vier Wochen geprüft worden sind.
Eduard Holdener, weltweiter Leiter von Pharma Development bei Roche: "Indem wir in den USA das Zulassungsgesuch für CERA einreichen, kommen wir dem Ziel, dieses wichtige Medikament den Patienten verfügbar zu machen, ein gutes Stück näher. Einer der primären Endpunkte, die wir untersucht haben, war die Wirkung auf das Hämoglobin sowie der Hämoglobinspiegel im Verlauf der Zeit, da wir wissen, wie schwierig es für die Ärzte ist, den Hämoglobinwert der Patienten im empfohlenen Zielbereich zu halten.[1],[2] Wir glauben, dass das klinische Profil CERA dieses Problem angehen kann."
Das Zulassungsgesuch stützt sich auf die Ergebnisse des umfassendsten klinischen Programms, das je für ein Medikament zur Behandlung der renalen Anämie unternommen worden ist. Das Programm umfasst sechs Phase-III-Studien, die in 29 Ländern mit 2400 Patienten durchgeführt wurden. Die Studien untersuchten die Wirksamkeit von CERA bei intravenöser und subkutaner Gabe in Abständen von bis zu einmal alle vier Wochen.
Vergangenen Dezember konnten die vier Studien zur Erhaltungstherapie erfolgreich abgeschlossen werden, und vor Kurzem gingen auch die letzten beiden Studien zur Behandlung (Korrektur) der Anämie zu Ende. Die Studien erreichten ihren primären Endpunkt und zeigten, dass sowohl die intravenöse als auch die subkutane Gabe von CERA auch in ausgedehnten Dosierungsintervallen die Anämie nach den Richtlinien für beste Praxis wirksam korrigierten und die Hämoglobinspiegel zu halten vermochten. Das Sicherheitsprofil war insgesamt charakteristisch für das untersuchte Patientenkollektiv.
Über Anämie
In den USA leben rund 530 000 nicht dialysierte und 324 000 dialysierte Patienten mit einer chronischen Nierenerkrankung, die an Anämie leiden. Von Anämie spricht man dann, wenn die Zahl der roten Blutkörperchen bzw. das in ihnen enthaltene Hämoglobin unter den normalen Wert sinkt. Das Hämoglobin ermöglicht es den roten Blutkörperchen, den ganzen Organismus mit Sauerstoff zu versorgen. Bei ungenügender Sauerstoffzufuhr setzt starke Ermüdung ein, verbunden mit Schwindel, bleichem Aussehen und weiteren Symptomen. Weitere klinisch bedeutsame Komplikationen folgen, wenn sich der Körper - insbesondere das Herz - zusätzlich anstrengen muss, um den Sauerstoffmangel zu kompensieren.
Normalerweise wird zusätzliches Erythropoietin (ein in den Nieren gebildetes Protein) produziert, wenn der Körper einen Rückgang des verfügbaren Sauerstoffs registriert. Dieses Protein stimuliert die Bildung roter Blutkörperchen im Knochenmark, wodurch die Zahl dieser Sauerstoff transportierenden Zellen erhöht wird. Ist dieser natürliche Mechanismus beeinträchtigt (wie bei Patienten mit Nierenkrankheiten), müssen die Rezeptoren zur Bildung roter Blutkörperchen stimuliert werden. Und genau diese Aufgabe erfüllt CERA Das Ziel einer Behandlung ist es, das Hämoglobin wieder auf einen gesunden Wert anzuheben und es langfristig dort zu halten.
Roche
Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein global führendes, forschungsorientiertes Healthcare-Unternehmen in den Bereichen Pharma und Diagnostika. Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die der Früherkennung, Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten dienen, trägt das Unternehmen auf breiter Basis zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Menschen bei. Roche ist einer der weltweit bedeutendsten Anbieter von Diagnostika, der grösste Hersteller von Krebs- und Transplantationsmedikamenten und nimmt in der Virologie eine Spitzenposition ein. 2005 erzielte die Division Pharma einen Umsatz von 27,3 Milliarden Franken und die Division Diagnostics Verkäufe von 8,2 Milliarden Franken. Roche beschäftigt rund 70 000 Mitarbeitende in 150 Ländern und unterhält Forschungs- und Entwicklungskooperationen und strategische Allianzen mit zahlreichen Partnern. Hierzu gehören auch Mehrheitsbeteiligungen an Genentech und Chugai. Weitere Informationen zur Roche-Gruppe finden sich im Internet (www.roche.com).
Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt. Medienstelle Roche-Gruppe Telefon: +41-61-688-8888 / E-Mail: basel.mediaoffice@roche.com - Baschi Dürr - Alexander Klauser - Daniel Piller (Leiter Medienstelle Roche-Gruppe) - Katja Prowald (Leiterin Wissenschaftskommunikation) - Martina Rupp
Hintergrundinformation:
Das Phase-III-Programm umfasste zwei Studien über die Korrektur von Anämie und vier Studien zur Erhaltungstherapie. Von Korrektur der Anämie spricht man in der ersten Behandlungsphase von Patienten mit Nierenerkrankungen, bei denen eine Anämie diagnostiziert worden ist, die zuvor jedoch noch nicht mit Arzneimitteln zur Erhöhung der Hb-Spiegel behandelt worden sind. Die Erhaltungstherapie hat demgegenüber die Stabilisierung der Hb-Spiegel innerhalb eines festgelegten Bereichs im zeitlichen Verlauf zum Ziel; bei diesen Patienten ist zuvor bereits eine Korrektur der Anämie vorgenommen worden.
Die erste Studie über die Korrektur der Anämie untersuchte bei 182 dialysierten Patienten die Veränderung des Hb-Wertes nach intravenöser Gabe von CERA einmal alle zwei Wochen während der ersten 24 Wochen. Während der Erhaltungstherapie über die verbleibenden 28 Wochen befolgten die Patienten das gleiche Dosierungsschema oder erhielten CERA einmal alle vier Wochen. Die mit CERA behandelten Patienten wurden mit Patienten verglichen, die mit einem Epoetin in der zugelassenen Dosierung von drei Gaben pro Woche behandelt wurden.
Die zweite Studie über die Korrektur der Anämie beurteilte bei 324 nicht dialysierten Patienten mit einer chronischen Nierenerkrankung die in den ersten 28 Wochen erreichte Veränderung des Hb-Wertes und die Veränderung der Hb-Konzentration zwischen dem Wert zu Studienbeginn und nach 10 Wochen. Die Anämie wurde mit subkutaner Gabe von CERA einmal alle zwei Wochen korrigiert. Dann, während der 24-wöchigen Erhaltungsphase, wurden zwei Dosierungsintervalle untersucht: einmal alle zwei Wochen oder einmal alle vier Wochen. Diese Patienten wurden mit Patienten verglichen, die mit Darbepoetin alfa gemäss Behandlungsvorschriften einmal wöchentlich oder einmal alle zwei Wochen behandelt worden waren.
[1] Lascon E et al: Effect of Variability in Anemia Management on Hemoglobin Outcomes in ESRD. Am J Kidney Dis:41:111-124, 2003. [2] Fishbane S and Berns J: Hemoglobin cycling in hemodialysis patients treated with recombinant human erythropoietin. Kidney International, Vol. 68 (2005), pp. 1337-1343.


Roche reicht den europäischen Marketingantrag für das neue Anämiemedikament CERA ein
27.04.2006 - 13:49 Uhr, Roche Pharmaceuticals [Pressemappe]
Basel, Schweiz (ots/PRNewswire) -


- Neue monatliche Therapie treibt die Behandlung von renaler Anämie weit über die Möglichkeiten bestehender Medikamente(i) voran

Roche, weltführend auf dem Gebiet der Biotechnologie, kündigte
heute an, dass es einen Marketingantrag bei der europäischen
Arzneimittelagentur für seine neue Behandlung von Anämie eingereicht
hat, die mit chronischer Nierenkrankheit (CKD) in Verbindung steht.
Dieser Antrag, der auf das Ansuchen in den USA vom 19. April folgt,
betrifft sowohl Dialysepatienten als auch Patienten ohne
Dialysebehandlung.

Roches innovativer, noch im Untersuchungsstadium befindlicher
antianämischer Wirkstoff ist die erste CERA (Continuous
Erythropoietin Receptor Activator=erster und einziger
kontinuierlicher Aktivator der Rezeptoren für die Bildung roter
Blutkörperchen), die einer neuen Medikamentenklasse angehört. Die
Aktivität von CERA bei Rezeptorstellen, die für die Stimulation der
Bildung von roten Blutkörperchen verantwortlich sind, unterscheidet
sich von denen anderer Epoetin-Medikamente. Es wird angenommen, dass
die klare molekulare Interaktion dieser CERA eine wichtige Rolle bei
zielgerichteter, stabiler und nachhaltiger Kontrolle von Anämie
spielt. Diese CERA ist das einzige antianämische Medikament, das mit
langen Dosierungsintervallen (bis zu einmal monatlich) für das
Erstzulassungsgesuch geprüft wurde.

"Wir haben bei Roche zu Beginn die strategische Entscheidung
getroffen, diese CERA in längeren Dosierungsintervallen zu
untersuchen, da wir erkannten, dass sich die Bedürfnisse von Ärzten
und Patienten ändern", sagte Eduard Holdener, Leiter der Abteilung
pharmazeutische Entwicklung bei Roche. "Aufgrund der langen
Halbwertzeit, die der Wirkstoff natürlicherweise hat, können wir eine
vorhersehbarere und nachhaltigere Kontrolle des Hämogoblin in
Patienten erreichen und zukünftig Behandlungswirksamkeit mit seltenen
Dosen anbieten."

Die CKD (1), die zu einem gewissen Grad bei ungefähr jedem Zehnten
der Allgemeinbevölkerung diagnostiziert wird, wird als zunehmende
weltweite Epidemie angesehen und wird mit den beiden häufigsten
Erkrankungen, Diabetes und Herzerkrankung, in Verbindung gebracht.
Renale Anämie ist eine oft auftretende Erscheinung, die mit CKD
einhergeht, und die Krankheits- und Sterbeziffer sowie die allgemeine
Lebensqualität beeinflusst. Die Aufrechterhaltung des
Hämoglobinniveaus, einem wichtigen Indikator von Anämie, innerhalb
der Richtlinien steht bei der Behandlung im Zentrum. Renale Anämie
bleibt eine enorme Herausforderung, da beinahe 60% der
Dialysepatienten, die diesbezüglich behandelt werden, ein Hb-Niveau
aufweisen, das sich nicht innerhalb der akzeptablen Grenzen befindet
(2).

Das grösste und umfassendste Programm in Phase III, das je
durchgeführt wurde, wurde im Jahre 2004 mit dem Ziel gestartet, das
Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil dieser CERA in CKD-Patienten zu
etablieren. Im Ganzen wurden sechs verschiedene Untersuchungen in 29
Ländern weltweit durchgeführt, die sich auf die Behandlung
(Korrektur) von Anämie und die Wahrung des Status quo (Änderung einer
bestehenden Therapie) von mehr als 2400 Patienten konzentrierten.

Unter Verwendung von modernstem Protokolldesign und strengen
statistischen Untersuchungsmethoden boten diese sechs Studien die
Möglichkeit, die Wirksamkeit und Sicherheit von CERA mit langen
Dosierungsintervallen (einmal jede zweite Woche in der
Korrekturgruppe und in der Status-quo-Gruppe einmal jede vierte
Woche) in Patienten mit und ohne Dialyse zu testen, die an CKD
leiden. Patienten, die noch niemals ESA erhielten sowie Patienten,
die damit bereits behandelt wurden, waren unter der Verwendung aller
zugelassenen und verfügbaren ESAs zum Vergleich eingeschlossen. Alle
sechs Untersuchungen der Phase III wurden erfolgreich abgeschlossen
und erreichten ihre primären Endpunkte.

Über renale Anämie

Bei Anämie handelt es sich um eine Krankheit, die durch zu wenige
rote Blutkörperchen oder zu geringes Hämoglobin in diesen
gekennzeichnet ist. Hämoglobin ermöglicht es den roten
Blutkörperchen, Sauerstoff in den gesamten Körper zu transportieren.
Erhält der Körper nicht ausreichend Sauerstoff, beginnen extreme
Ermüdungserscheinungen mit Schwindel, blasser Haut und anderen
Symptomen. Es kommt zu weiteren ernsthaften klinischen
Komplikationen, die dann auftreten, wenn das Herz schwerer arbeiten
muss, um den Sauerstoffmangel auszugleichen.

Üblicherweise produziert der Körper mehr Erythropoietin (ein von
den Nieren produziertes Protein), wenn ein Abfall an Sauerstoff
bemerkt wird. Dieses Protein stimuliert die Produktion von
sauerstofftransportierenden roten Blutkörperchen im Knochenmark und
hebt die Zahl der roten Blutkörperchen an. Ist dieser natürliche
Mechanismus unterbrochen (wie bei Patienten mit Nierenerkrankung),
müssen die Rezeptoren angeregt werden, um rote Blutkörperchen zu
produzieren, was CERA bewirken soll. Das Behandlungsziel ist es,
Hämoglobin auf ein wünschenswertes Niveau zu bringen und dieses
langfristig aufrechtzuerhalten.

Firmenprofil Roche

Roche, mit dem Firmensitz in Basel (Schweiz), ist eines der
weltweit führenden, auf Forschung konzentrierten, pharmazeutischen
und diagnostischen Unternehmen. Als Hersteller von innovativen
Produkten und Dienstleistungen zur Früherkennung, Vorbeugung,
Diagnose und Behandlung von Krankheiten trägt der Konzern dazu bei,
die Gesundheit und Lebensqualität von Patienten zu verbessern. Roche
ist weltführend auf dem Gebiet der Diagnostika, führend bei Krebs-
und Transplantationsmedikamenten und marktführend auf dem Gebiet der
Virologie. Der Umsatz der pharmazeutischen Abteilung im Jahre 2005
betrug 27,3 Milliarden Schweizer Franken; der Umsatz der
Diagnostika-Abteilung betrug 8,2 Milliarden. Roche beschäftigt rund
70.000 Mitarbeiter in 150 Ländern und hat R&D-Vereinbarungen sowie
strategische Allianzen mit zahlreichen Partnern abgeschlossen,
darunter Mehrheitsbesitz der Aktien von Genentech und Chugai.
Weitere Informationen zum Roche-Konzern finden Sie auf dem Internet
unter www.roche.com.

Alle Handelsmarken, die in dieser Pressemitteilung verwendet oder
erwähnt wurden, sind gesetzlich geschützt.

Medienbüro des Roche Konzerns
Telefon: +41-61-688-8888; Email: basel.mediaoffice@roche.com
- Baschi Durr
- Alexander Klauser
- Daniel Piller (Leiter des Medienbüros des Roche Konzerns)
- Katja Prowald (Leiter der R&D-Kommunikationen)
- Martina Rupp

Hinweis an den Herausgeber:

(i) ESAs (Erythropoietin Stimulating Agents) ist der Name von
Medikamenten, die die Produktion roter Blutkörperchen anregen. Die
ersten ESAs auf dem Markt waren rekombinante menschliche
Erythropoietins (die als rhEPOs, EPOs oder Epoetins bezeichnet
wurden), die in den späten 80er oder frühen 90er-Jahren zugelassen
wurden. Diese Medikamente mit kurzfristiger Wirkungsdauer werden im
Allgemeinen dreimal pro Woche zur Korrektur von Anämie
vorgeschrieben. Zur Zeit existiert kein im Verkauf erhältliches
Medikament, das ein pegyliertes Epoetin ist. Darauf folgte ein neues
Erythropoietin stimulierendes Protein (NESP), dessen Wirkstoff
Darbepoetin Alfa ist. Dieses Medikament wird einmal wöchentlich oder
jede zweite Woche angewandt, um Anämie zu korrigieren. Die neue
Verbindung von Roche ist die erste einer neuen Klasse, die als CERA
(Continuous Erythropoietin Receptor Activator) bezeichnet wird. CERA
ist eine Abkürzung, die eine Substanzklasse beschreibt und kein
Markenname ist. Dieses Medikament wurde beim Versuch der Korrektur
von Anämie einmal in jeder zweiten Woche angewandt und zur Wahrung
des Hämoglobin-Status in Patienten mit chronischer Nierenerkrankung
einmal im Monat verabreicht.

(1) International Federation of Kidney Foundations fact sheet; World
Kidney Day 2006.www.ifkf.net.
(2) Lascon E et al: Effect of Variability in Anemia Management on
Hemoglobin Outcomes in ESRD. Am J Kidney Dis:41:111-124, 2003.

Website: http://www.roche.com

ots Originaltext: Roche Pharmaceuticals
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.ch

Pressekontakt:
Medienbüro des Roche Konzerns: +41-61-688-8888 oder
basel.mediaoffice@roche.com


MIRCERA (C.E.R.A.)erstes Arzneimittel, mit dem Dialysepatienten direkt auf die einmal monatliche Verabreichung umgestellt werden können

16.07.2006 - 16:33 Uhr, Roche Pharmaceuticals [Pressemappe]
Basel, Schweiz (ots/PRNewswire) -

- Erste öffentliche Präsentation von Phase-III-Daten aus dem
bislang grössten klinischen Entwicklungsprogramm über renale Anämie

Klinische Studien haben erstmals aufgezeigt, dass
Dialysepatienten, die mit einem kurzwirkenden und häufig zu
verabreichenden Epoetin gegen Blutarmut (Anämie) behandelt werden,
direkt auf ein Arzneimittel umgestellt werden können, das nur einmal
pro Monat verabreicht werden muss, um den Hämoglobinspiegel zu
stabilisieren (1,2). Bei diesem neuen in Entwicklung befindlichen
Medikament MIRCERA(R) von Roche handelt es sich um einen
kontinuierlichen Aktivator der Rezeptoren für die Bildung roter
Blutkörperchen (Continuous Erythropoietin Receptor Activator
[C.E.R.A]). Der noch nie auf diese Weise geprüfte Ansatz der einmal
monatlichen Verabreichung erweist sich als Meilenstein bei der
Behandlung der Anämie.

Dialysepatienten werden heute - je nach Arzneimittel und Zustand -
bis mehrmals wöchentlich mit Medikamenten gegen Anämie behandelt (3).
Das einmal monatlich zu verabreichende Roche-Medikament C.E.R.A
könnte sich durch Verringerung des Aufwands und Erhöhung der
Effizienz positiv auf die Therapie der Anämie bei Dialysepatienten
auswirken. (1,2)

Die Ergebnisse von drei Phase-III-Studien zum Thema
Erhaltungstherapie - diese sind Bestandteil des umfassendsten
klinischen Entwicklungsprogramms, das je mit einem Arzneimittel gegen
renale Anämie durchgeführt wurde - sind am Jahreskongress der
European Renal Association - European Dialysis and Transplant
Association (ERA-EDTA) in Glasgow, Schottland, präsentiert worden.
Das Prüfprogramm umfasste zwei Studien mit Epoetin alfa/beta als
Vergleichsmedikament und eine Studie mit Darbepoetin alfa. (1,2,4)

Nathan Levin, medizinischer Leiter und Direktor der Forschung am
Renal Research Institute, New York, und einer der leitenden
Prüfärzte, der die Resultate der ersten Studie vorstellte, erklärte:
"Es handelt sich hierbei um die allererste Meldung einer
Phase-III-Zulassungsstudie, in der ein Verabreichungsintervall von
einem Monat geprüft wurde, und wir waren erfreut festzustellen, dass
sich mit diesem C.E.R.A Präparat von Roche durchwegs stabile
Hämoglobinspiegel bei Patienten mit fortgeschrittenen
Nierenkrankheiten aufrechterhalten liessen. Hämoglobin spielt eine
wichtige Rolle bei der Verbesserung der körperlichen
Leistungsfähigkeit und der Senkung des Risikos von Herzerkrankungen,
aber die Aufrechterhaltung stabiler Hämoglobinspiegel kann eine
klinische Herausforderung sein. Die mit diesem C.E.R.A Präparat
erzielten Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Behandlung mit dem
Medikament die Anämietherapie in der Praxis einen wesentlichen
Schritt weiterbringen könnte."

Roche reichte im April bei den Gesundheitsbehörden in den USA und
der EU Zulassungsgesuche für die Behandlung der Anämie in Verbindung
mit chronischen Nierenerkrankungen - bei Patienten mit oder ohne
Dialysebedarf - ein. Diese Gesuche stützten sich teilweise auf die
vorliegenden Ergebnisse. Die Resultate der verbleibenden
Phase-III-Studien zur Anämiekorrektur werden im spätern Verlauf
dieses Jahres bekannt gegeben.

Über die Phase-III-Erhaltungsstudien

Mit diesen Studien sollte in erster Linie aufgezeigt werden, dass
mittels intravenöser (i.v.) oder subkutaner (s.c.) Verabreichung von
C.E.R.A die Hämoglobin(Hb)-Konzentrationen bei Dialysepatienten, die
zuvor mit Epoetin alfa/beta oder Darbepoetin alfa behandelt worden
waren, aufrechterhalten lassen.(1,2,4) Das Ziel dieser Studien
besteht im Wirksamkeitsnachweis, indem aufgezeigt wird, dass dieses
C.E.R.A-Präparat mindestens gleich gut wirkt wie existierende
Medikamente, die nach den zugelassenen Behandlungsschemen
verabreicht werden (1,2,4). Dieser Umstand ist von Bedeutung, da
Patienten im Rahmen dieser Studien direkt von Therapieschemen mit
sehr häufiger Verabreichung auf ein monatliches
Verabreichungsintervall umgestellt wurden.(1,2,4)

In diesen Erhaltungsstudien, welche die Stabilisierung der
korrigierten Hb-Konzentrationen von Dialysepatienten innerhalb eines
festgelegten Bereichs im zeitlichen Verlauf zum Ziel haben, wurden
die Patienten nach dem Zufallsprinzip entweder einer fortgesetzten
Therapie mit häufigen Verabreichungen oder der direkten Umstellung
auf C.E.R.A mit Verabreichungen alle zwei Wochen oder einmal pro
Monat zugeteilt (1,2,4). Der primäre Endpunkt war die
durchschnittliche Veränderung des Hb-Spiegels zwischen dem
Ausgangswert und der Beurteilungsperiode. In diesen Studien wurde die
Dosis so angepasst, dass sich die Hb-Werte innerhalb von + oder - 1,0
g/dl des Ausgangswertes bewegten.(1,2,4)

- Die erste Studie diente der Beurteilung von i.v. C.E.R.A bei
Verabreichung in zweiwöchentlichen oder monatlichen Abständen zur
Aufrechterhaltung des Hb-Spiegels bei Dialysepatienten, die zuvor eine
Erhaltungstherapie mit i.v. Epoetin alfa/beta mit bis zu drei
wöchentlichen Verabreichungen erhalten hatten.(1) Fast 90% der
Patienten erhielten zum Zeitpunkt der Umstellung dreimal wöchentliche
Verabreichungen eines Epoetins.(1) Der zwischen der Verabreichung von
i.v. C.E.R.A einmal pro Monat und derjenigen eines Epoetins in kurzen
Abständen in Bezug auf die durchschnittliche Veränderung des
Hb-Spiegels beobachtete Unterschied war verschwindend gering
(0,05 g/dl), was auf eine gleich bleibende Erhaltung des Hb-Spiegels
hinweist. Gemäss Prüfplan weisen diese Resultate darauf hin, dass die
einmal monatliche i.v. Verabreichung von C.E.R.A den Hb-Spiegel ebenso
wirksam aufrechterhält wie i.v. verabreichtes Epoetin (p<0,0001).(1)
- Die zweite Studie war identisch zur ersten, diente jedoch der Prüfung
von s.c. C.E.R.A in den gleichen Verabreichungsintervallen und in der
Patientengruppe, die zuvor eine s.c. Erhaltungstherapie mit Epoetin
alfa/beta erhalten hatte.(2) Der Unterschied zwischen der einmal
monatlichen s.c. Gabe von C.E.R.A und einem Epoetin bezüglich der
durchschnittlichen Hb-Veränderung war verschwindend gering
(-0,02 g/dl), was auf eine gleich bleibende Erhaltung des Hb-Spiegels
hinweist. Gemäss Prüfplan weisen diese Resultate darauf hin, dass die
einmal monatliche s.c. Verabreichung von C.E.R.A den Hb-Spiegel ebenso
wirksam aufrechterhält wie s.c. verabreichtes Epoetin (p<0,0001).(2)
- Die dritte Studie diente der Beurteilung von i.v. C.E.R.A bei
Verabreichung einmal alle zwei Wochen zur Aufrechterhaltung der
Hb-Spiegel bei Dialysepatienten, die zuvor eine Erhaltungstherapie mit
i.v. Darbepoetin alfa erhalten hatten.(3) Darbepoetin alfa wurde einmal
wöchentlich oder einmal alle zwei Wochen verabreicht.(3) Der
Unterschied zwischen i.v. C.E.R.A und Darbepoetin bezüglich der
durchschnittlichen Hb-Veränderung war verschwindend gering (0,18 g/dl),
was auf eine gleich bleibende Erhaltung des Hb-Spiegels hinweist.
Gemäss Prüfplan weisen diese Resultate darauf hin, dass die zweimal
monatliche i.v. Verabreichung von C.E.R.A den Hb-Spiegel ebenso wirksam
aufrechterhält wie i.v. verabreichtes Darbepoetin (p<0,0001).(3)

Die Resultate dieser drei multizentrischen
Phase-III-Erhaltungsstudien zeigen, dass sowohl die i.v. als auch die
s.c. Verabreichung dieses C.E.R.A-Präparats zweimal oder einmal pro
Monat eine nahtlose Aufrechterhaltung der Hb-Spiegel bei
Dialysepatienten gestattete.(1,2,4) C.E.R.A war gut verträglich, und
das Sicherheitsprofil war für das Patientenkollektiv
charakteristisch. (1,2,4)

Über C.E.R.A

Beim innovativen Prüfmedikament von Roche handelt es sich um den
ersten kontinuierlichen Aktivator der Rezeptoren für die Bildung
roter Blutkörperchen (Continuous Erythropoietin Receptor Activator,
C.E.R.A), der zu einer neuen Klasse von Medikamenten gehört. Seine
Aktivität an den Rezeptoren, die an der Stimulierung der Bildung
roter Blutkörperchen beteiligt sind, unterscheidet sich von der
Wirkung herkömmlicher Epoetin-Medikamente. Man nimmt an, dass die
anders geartete molekulare Wechselwirkung von C.E.R.A wesentlich zur
gezielten, stabilen und anhaltenden Kontrolle der Anämie beiträgt.

Über Roche

Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein global führendes,
forschungsorientiertes Healthcare-Unternehmen in den Bereichen Pharma
und Diagnostika. Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die
der Früherkennung, Prävention, Diagnose und Behandlung von
Krankheiten dienen, trägt das Unternehmen auf breiter Basis zur
Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Menschen bei.
Roche ist einer der weltweit bedeutendsten Anbieter von Diagnostika,
der grösste Hersteller von Krebs- und Transplantationsmedikamenten
und nimmt in der Virologie eine Spitzenposition ein. 2005 erzielte
die Division Pharma einen Umsatz von 27,3 Milliarden Franken und die
Division Diagnostics Verkäufe von 8,2 Milliarden Franken. Roche
beschäftigt rund 70 000 Mitarbeitende in 150 Ländern und unterhält
Forschungs- und Entwicklungskooperationen und strategische Allianzen
mit zahlreichen Partnern. Hierzu gehören auch Mehrheitsbeteiligungen
an Genentech und Chugai. Weitere Informationen zur Roche-Gruppe
finden sich im Internet (www.roche.com).

MIRCERA(R) ist eine eingetragene Marke von F. Hoffmann-La Roche AG
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Sheila Gies, Roche
Tel.: +1-973-235-4347
Handy: +1-973-687-0188
Literatur:
(1) N. Levin, S. Fishbane, S. Zieg, G. Nassar, J. Moran, G. Villa, F.
Dougherty. Poster Submitted to EDTA. Intravenous (IV) C.E.R.A.
(Continuous Erythropoietin Receptor Activator) Administered Once
Every 2 Weeks Or Once Monthly Maintains Haemoglobin (Hb) Levels in
Patients With Chronic Kidney Disease, XLIII ERA-EDTA Congress,
July 15-18, 2006, Glasgow, United Kingdom.
(2) W. Sulowicz, F. Locatelli, J. Balla, B. Csiky, C. Rikker, J.
Aldigier, F. Dougherty. Poster Submitted to EDTA. Subcutaneous (SC)
C.E.R.A. (Continuous Erythropoietin Receptor Activator) Administered
Once Every 2 Weeks or Once Monthly Maintains Haemoglobin (Hb) Levels
in Patients with Chronic Kidney Disease (CKD) on Dialysis, XLIII
ERA-EDTA Congress, July 15-18, 2006, Glasgow, United Kingdom.
(3) National Kidney Foundation: K/DOQI Clinical Practice Guidelines: 2000
Update.
(4) B. Canaud, J. Braun, F. Locatelli, G. Villa, B. Vlem, D. Guajardo, F.
Dougherty. Intravenous (IV) C.E.R.A. (Continuous Erythropoietin
Receptor Activator) administered once every 2 weeks maintains stable
haemoglobin (Hb) levels in patients with chronic kidney disease (CKD)
on dialysis, XLIII ERA-EDTA Congress, July 15-18, 2006, Glasgow,
United Kingdom.

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Pressekontakt:
Sheila Gies of Roche, Tel, +1 973-235-4347, or Mobile,
+1-973-687-0188
 


Neuer Wirkstoff mildert die renale Anämie

SAN DIEGO (eb). Der Wirkstoff Mircera aktiviert kontinuierlich Rezeptoren, die eine Bildung roter Blutkörperchen anregen. Von einer Therapie mit Mircera profitieren Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen, die an renaler Anämie leiden.
Das haben zwei Phase-III-Studien ergeben, die bei einem Kongreß in San Diego in den USA vorgestellt wurden. In der einen Studie bekamen 324 nicht-dialysepflichtige Nierenkranke mit Anämie entweder alle zwei Wochen Mircera oder einmal wöchentlich Darbepoetin alpha, ein Erythropoetin-Analogon.
Auf Mircera sprachen 98 Prozent der Patienten an, auf Darbepoetin 96 Prozent. In der zweiten Studie erhielten 181 dialysepflichtige Patienten alle zwei Wochen intravenös Mircera oder ein- bis dreimal wöchentlich Epoetin, ein gentechnisch hergestelltes Erythropoetin. 93 Prozent der Mircera-behandelten Patienten erreichten den angestrebten Hämoglobin-Wert, mit Epoetin waren es 91 Prozent.
Damit ist Mircera so wirksam wie herkömmliche Mittel, braucht aber seltener eingenommen zu werden. Im Frühjahr 2006 wurde die Zulassung von Mircera in der EU und den USA beantragt, wie das Unternehmen Roche mitteilt. Ärzte Zeitung, 08.12.2006


Erneut FDA-Warnungen zu Erythropoese-stimulierenden Medikamenten nach Studienabbrüchen

www.aerzteblatt.de  12. März 2007

Washington - Die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA fordert in einem Public Health Advisory die Ärzte zu einem zurückhaltenden Einsatz von Erythropoese-stimulierenden Medikamenten (ESA) auf. Die Medikamente sollten nicht höher als unbedingt nötig zur Vermeidung zusätzlicher Bluttransfusionen dosiert werden. Beim Anheben des Hämoglobinwerts auf mehr als 12 mg/dl steige das Risiko kardiovaskulärer Komplikationen, heißt es in umrahmten Warnhinweisen in den Fachinformationen von Aranesp® (Wirkstoff Darbepoetin alfa), Epogen® (Epoetin alfa) und Procrit® (Epoetin alfa). Dort wird davor gewarnt, dass ESA bei Tumorpatienten unter Umständen die Tumorprogression fördert. Bei präoperativem Einsatz zur Vermeidung von Bluttransfusionen bei elektiven Operationen drohen nach Einschätzung der FDA vermehrt thromboembolische Komplikationen.

Die kardiovaskulären Risiken waren in zwei im November 2006 im New England Journal of Medicine publizierten Studien zutage getreten. Seither sind der FDA die Ergebnisse mehrerer neuer Studien bekannt geworden, die ebenfalls in die neue Risikobewertung einflossen, auch wenn die Analysen nach Angaben der FDA noch nicht vollständig beendet sind.

Im Dezember 2006 hatte Amgen die FDA über die Zwischenergebnisse einer Studie der Danish Head and Neck Cancer Study Group (DAHANCA 10) informiert. In dieser offenen randomisierten Studie war ein Teil der Patienten mit fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren zusätzlich zur Strahlentherapie mit Darbepoetin alfa behandelt worden. Dabei wurde ein Hb-Wert von 14,0-15,5 mg/dl angestrebt. Die Fragestellung der Studie war, ob die Behandlung der Anämie die lokoregionale Tumorkontrolle verbessern könnte.

Im Endergebnis zeigten die mit Darbepoetin alfa behandelten Patienten nach 3 Jahren eine signifikant schlechtere lokoregionale Tumorkontrolle. Auch im Endpunkt Gesamtüberleben war Darbepoetin alfa schlechter, wenn auch nicht signifikant. Die Studie wurde im Dezember abgebrochen. Die Studie ähnelt laut Angaben der FDA in Design und Ergebnissen einer Studie, die am 4. Mai 2004 auf einem FDA-Gutachtertreffen (Oncologic Drugs Advisory Committee) vorgestellt wurde. Dort war ebenfalls eine erhöhte Rate von Tumorprogressionen und eine erhöhte Mortalität aufgefallen, was Eingang in die US-Fachinformationen fand.

Im Januar 2007 wurde die FDA auf die Ergebnisse einer randomisierten kontrollierten Studie an 998 Krebspatienten hingewiesen, die an einer nicht chemotherapiebedingten Tumoranämie litten. Ein Teil der Patienten war mit Darbepoetin alfa behandelt worden, um den Hb-Wert auf 12 g/dl zu heben. Es gelang indes nicht, dadurch die Rate der Bluttransfusionen zu senken. Stattdessen war die Mortalität der mit Darbepoetin alfa behandelten Patienten im Vergleich zum Placeboarm signifikant um 25 Prozent erhöht (Hazard Ratio 1,25; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,04-1,51). Die Ergebnisse waren Anlass für einen Safety Alert zu Aranesp®.

Im Februar 2007 wurde die FDA über die Endergebnisse einer Doppelblindstudie zu Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) informiert. Die Studie ging der Frage nach, ob die Behandlung einer nicht chemotherapiebedingten Tumoranämie mit Epoetin alpha die Lebensqualität verbessert. Angestrebt wurde ein Hb-Wert von 12 bis 14 g/dl. Die Studie, die 300 Patienten einschließen sollte, wurde nach den ersten 70 Patienten für weitere Teilnehmer geschlossen, da die Sterblichkeit im Epoetin-alfa-Arm höher war. Die mediane Überlebenszeit betrug bei den mit Epoetin alpha behandelten Patienten 68 Tage gegenüber 131 Tagen im Placebo-Arm, ein signifikanter Unterschied (p = 0,04). Die meisten Patienten starben an einer Tumorprogression. Auch in dieser Studie konnte Epoetin alfa den Bedarf an Bluttransfusionen nicht signifikant senken oder die Lebensqualität verbessern.

Ebenfalls im Februar 2007 informierte Hoffmann-La Roche die FDA über den Abbruch einer Studie zu einem neuen ESA. Es handelte sich um eine multizentrische randomisierte Dosisfindungsstudie zu einem pegylierten Epoetin-beta-Produkt, das an anämischen Patienten mit NSLCL im Stadium IIIB oder IV evaluiert wurde, die eine erste Chemotherapie erhielten. In der Studie wurden drei Dosierungen des neuen ESA mit Darbepoetin alfa (in einer FDA-zugelassenen Dosierung) verglichen. Mit dem neuen Medikament wurde ein Hb-Wert von 11-13 g/dl angestrebt. In einer Zwischenauswertung nach Randomisierung von 153 Patienten wurde ein numerisches Ungleichgewicht („numerical imbalance“) bei den Todesfällen festgestellt. Sie veranlasste die Suspendierung der Studie.

Ebenfalls im Februar 2007 unterrichtete Ortho Biotech die FDA von den Ergebnissen einer präliminaren „non-inferiority“ Multicenterstudie an 681 Patienten, bei denen elektive Eingriffe an der Wirbelsäule durchgeführt wurden. Ein Teil der Patienten war, entsprechend den Angaben in den Fachinformationen in der Zeit vor der Operation mit Procrit® (Epoetin alfa) behandelt worden, um den Hb-Wert auf über 10, aber unter 13 g/dl zu steigern. Die Rate von tiefen Venenthrombosen war bei den mit Epoetin alfa behandelten Patienten mit 4,7 Prozent (16 Patienten), mehr als doppelt so hoch wie in der Vergleichsgruppe (2,1 Prozent; sieben Patienten). © rme/aerzteblatt.de

Links zum Thema

FDA Informationen
http://www.fda.gov/cder/drug/infopage/RHE/default.htm

FDA Pressemitteilung
http://www.fda.gov/bbs/topics/NEWS/2007/NEW01582.html

DAHANCA
http://frejacms.au.dk/dahanca//home/httpd/html/dahanca_ver4

Hinweis auf ein FDA-Gutachtertreffen am 4. Mai 2004
http://www.fda.gov/ohrms/dockets/ac/cder04.html#Oncologic

Safety Alert der FDA zu Aranesp
http://www.fda.gov/medwatch/safety/2007/Aranesp_DHCP_012707.htm

aerzteblatt.de (26.01.2007) Studie: Erythropoetin-Analogon Darbepoetin alpha erhöht Sterberisiko von Patienten mit tumorbedingter Anämie
/v4/news/news.asp?id=27279

aerzteblatt.de (16.11.2006) Kardiale Risiken von Erythropoetin - Zielwerte für Hämoglobin zu hoch
/v4/news/news.asp?id=26423


Erneut FDA-Warnungen zu Erythropoese-stimulierenden Medikamenten nach Studienabbrüchen,

Schlüsselwörter: Erythropoese-stimulierende Medikamente, Epogen, Procrit, Aranesp, Darbepoetin alpha, Erythropoetin-Analogon, ESA, Anämie-Korrektur, Krebs, Blutarmut, Chronisches Nierenversagen, Dialyse, KHK, Herzinfarkt, Risiko, Erythropoetin, EPO, Zielwert für Hämoglobin ,Krankheit, Studie, Therapie, Behandlung, Medikament und Studien.  "Die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA fordert in einem Public Health Advisory die Ärzte zu einem zurückhaltenden Einsatz von Erythropoese-stimulierenden Medikamenten (ESA) auf. Die Medikamente sollten nicht höher als unbedingt nötig zur Vermeidung zusätzlicher Bluttransfusionen dosiert werden. Beim Anheben des Hämoglobinwerts auf mehr als 12 mg/dl steige das Risiko kardiovaskulärer Komplikationen, heißt es in umrahmten Warnhinweisen in den Fachinformationen von Aranesp® , Epogen® (Epoetin alfa) und Procrit® (Epoetin alfa). Dort wird davor gewarnt, dass ESA bei Tumorpatienten unter Umständen die Tumorprogression fördert. Bei präoperativem Einsatz zur Vermeidung von Bluttransfusionen bei elektiven Operationen drohen nach Einschätzung der FDA vermehrt thromboembolische Komplikationen..."Mehr im DÄ... 12. März 2007 
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26.07.2007 15:49
Anämietherapie: Hohe Effizienz bei geringem Aufwand / MIRCERA® erhält Zulassung in der EU
Grenzach-Wyhlen (ots) - Die Roche Pharma AG hat heute die Zulassung des innovativen Arzneimittels MIRCERA zur Behandlung der renalen Anämie bei chronischer Nierenerkrankung durch die EMEA (European Medicines Agency) bekannt gegeben. Die Markteinführung ist für den 1. Oktober 2007 geplant.

MIRCERA ist der erste Vertreter einer neuen Klasse lang wirkender, chemisch synthetisierter Erythropoese-stimulierender Arzneimittel (ESAs), der einen bedeutenden Fortschritt bei der Therapie der renalen Anämie darstellt. Im Unterschied zu den ersten kurz wirkenden ESAs hat MIRCERA eine stark verminderte Affinität zu den Erythropoetinrezeptoren, die es möglich macht, die Bildung der roten Blutkörperchen ohne sofortige Internalisierung und raschen Abbau zu stimulieren. Man nimmt an, dass diese anders geartete molekulare Wechselbeziehung eine wesentliche Rolle bei der Erreichung einer gezielten, stabilen und anhaltenden Kontrolle der Anämie spielt. Eine einmal monatliche Gabe von MIRCERA ist ausreichend, um vorhersagbare, stabile Hämoglobinspiegel zu erreichen.

"MIRCERA besitzt großes Potential in der Behandlung der renalen Anämie und bietet die richtige Behandlungsfrequenz für alle Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz", erklärte William M. Burns, CEO der Pharma Division bei Roche. Die von Ärzten aus aller Welt durchgeführten begleitenden Studien bilden das bisher größte klinische Programm, das je mit einem Präparat zur Behandlung der renalen Anämie durchgeführt wurde. "Seit fast 20 Jahren sind wir führend in der Anämiebehandlung. Die Zulassung von MIRCERA belegt das Engagement unserer Wissenschaftler", berichtete William Burns.

Weniger ist mehr

MIRCERA ist das erste in der EU zugelassene ESA, das ein bequemes Dosierungsschema für bisher unbehandelte Anämie-Patienten bietet: Sie erhalten eine Dosis alle zwei Wochen. Weiterhin ist MIRCERA das erste renale Anämie-Präparat, mit dem alle bisher mit einem ESA behandelten Patienten direkt auf eine einmal monatliche Gabe umgestellt werden können.

Die heute erteilte Zulassung basiert auf den Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit aus dem bisher größten klinischen Prüfprogramm für ein Arzneimittel zur Behandlung der Anämie. Das Programm umfasst weltweit zehn Studien mit über 2.700 Patienten aus 29 Ländern. MIRCERA ist dabei das einzige Arzneimittel seiner Klasse, das in seinem Zulassungsprogramm mit drei anderen ESAs (Epoetin alfa, Epoetin beta und Darbepoetin alfa) verglichen wurde. Im Phase III-Programm wurden zwei Studien zur Anämiekorrektur und vier Studien zur Erhaltungstherapie durchgeführt. Ziel der Anämiebehandlung ist es, niedrige Hämoglobin-Spiegel sicher und gleichmäßig bis in den gewünschten Zielbereich zu erhöhen, um gesundheitliche Komplikationen zu vermeiden.

In den klinischen Studien wurden 948 Patienten mit MIRCERA und 1.789 mit einem anderen ESA behandelt. Bei etwa sechs Prozent der mit MIRCERA behandelten Patienten traten unerwünschte Nebenwirkungen auf, am häufigsten eine Hypertonie.

Chronische Nierenerkrankungen und Anämie

Weltweit leiden mehr als 500 Millionen Menschen an einer chronischen Nierenerkrankung (CKD = chronic kidney disease) unterschiedlichen Grades. Etwa jeder Zehnte der Allgemeinbevölkerung ist betroffen. Bei ihnen kommt es oftmals über Jahre zu einer progressiven Verschlechterung der Nierenfunktion, bis schließlich eine Dialyse erforderlich wird.

Die Nieren sind an der Bildung des Hormons Erythropoetin beteiligt, das die Menge des Hämoglobins kontrolliert und damit die Fähigkeit der roten Blutkörperchen, den Sauerstoff zu transportieren. Eine Abnahme der Nierenfunktion kann zu einem komplexen Spektrum von Krankheiten führen, da die Nieren nicht mehr in der Lage sind, ihre Hauptaufgaben zu erfüllen. Dies führt zu einer Anhäufung von Abfallprodukten, Stoffwechselstörungen sowie einer Störung des Körperflüssigkeitsspiegels und des normalen Blutdrucks. Die Auswirkungen können Anämie, Bluthochdruck und kardiovaskuläre Erkrankungen sein. Nierenkranke Patienten haben eine Prävalenz von Herz-Kreislauf-Erkrankungen von etwa 35 bis 40 Prozent.

Literaturhinweise:

(1) Saueressig U (2007). Staff Time and Costs for Anaemia Management with Erythropoietic Stimulating Agents in Patients on Haemodialysis, ERA-EDTA.

(2) European Public Assessment Report (EPAR), Scientific Discussion. http://www.emea.europa.eu

(3) International Federation of Kidney Foundations. http://www.ifkf.net/resources.php

(4) Levin A (2002). The role of anaemia in the genesis of cardiac abnormalities in patients with chronic kidney disease. Nephrol Dial Transplant, 17:207-210.

Originaltext: Roche Pharma AG Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=7431 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_7431.rss2

Ansprechpartner: Dr. H.-U. Jelitto Roche Pharma AG Emil-Barell-Straße 1 79639 Grenzach-Wyhlen Tel.: 0 76 24 / 14 37 15 Fax: 0 76 24 / 14 33 66 www.roche.de

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Roche erhält Mircera-Zulassung in EU

Mircera erhält Zulassung in der Europäischen Union zur Behandlung der Anämie bei chronischen Nierenerkrankungen.
Erstes Arzneimittel gegen Anämie mit einfacher einmal monatlicher Gabe zur Erhaltungstherapie

BASEL. roche.- Roche hat am Donnerstag, 26. Juli 2007, bekanntgegeben, dass die Europäische Kommission ihr innovatives Arzneimittel Mircera zur Behandlung der Anämie bei chronischen Nierenerkrankungen zugelassen hat. Mircera erhält damit eine einzige Marktzulassung mit einer einheitlichen Produktinformation, die für alle 27 Mitgliedstaaten der EU gilt. Die Entscheidung der Kommission erfolgte nach einer positiven Stellungnahme des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) im Mai 2007, welcher die Erteilung der Marktzulassung empfahl.

Mircera, ein kontinuierlicher Aktivator der Erythropoetinrezeptoren, hat an diesen Rezeptoren, die an der Stimulierung der Bildung roter Blutkörperchen beteiligt sind, eine andere Aktivität, indem es den körpereigenen physiologischen Prozessen noch ähnlicher ist. Dies gilt als wesentlich, um mit einer einmaligen Gabe pro Monat vorhersehbare und stabile Hämoglobinspiegel zu erreichen.

"Wir sind seit fast 20 Jahren führend in der Anämiebehandlung und die Zulassung von Mircera belegt einerseits das Engagement unserer Wissenschaftler, ein neuartiges Medikament zu entwickeln und andrerseits das der Ärzte in aller Welt, die an dem bisher grössten klinischen Prüfprogramm beteiligt waren, das je für ein Arzneimittel zur Behandlung der renalen Anämie durchgeführt wurde," so William M. Burns, CEO der Pharma Division bei Roche. "Mircera hat das Potenzial, bei der Behandlung der renalen Anämie echte Vorteile zu bringen und die richtige Behandlungsfrequenz bei allen Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz bieten zu können."

Mircera ist das erste in der EU zugelassene ESA (erythropoiesis stimulating agent) mit einem bequemen Dosierungsschema von einmal alle 2 Wochen zur Korrektur der Anämie bei bisher unbehandelten Patienten. Mircera ist auch das erste ESA, mit dem alle bisher mit einem ESA behandelten Patienten direkt auf eine einmal monatliche Behandlung umgestellt werden können. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Mircera bei anderen Anwendungsgebieten wurden nicht untersucht.

Dank der nur einmal monatlichen Verabreichung von Mircera bleibt dem medizinischen Personal mehr Zeit, sich anderen Aspekten der Behandlung von Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen zu widmen. Eine vor kurzem vorgestellte Studie ergab sogar, dass die Umstellung von Dialysepatienten von häufiger verabreichten ESAs auf Mircera einmal monatlich den jährlich notwendigen Zeitaufwand für die Anämiebehandlung in einem Dialysezentrum um fast die Hälfte verkürzen konnte (1).
Die heute erteilte Zulassung basiert auf den Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit aus dem bisher grössten klinischen Prüfprogramm für ein Arzneimittel zur Behandlung der Anämie bei chronischen Nierenerkrankungen, das 10 weltweite Studien mit über 2.700 Patienten aus 29 Ländern umfasste. Mircera ist das einzige Arzneimittel, das in seinem Zulassungsprogramm mit drei anderen ESAs verglichen wurde, mit Epoetin alfa, beta und Darbepoetin alfa. In der Phase III wurden zwei Studien zur Anämiekorrektur und vier Studien zur Erhaltungstherapie durchgeführt. Ziel der Anämiebehandlung ist es, niedrige Hämoglobin-(Hb)-Spiegel sicher und gleichmässig bis in einen gewünschten Zielbereich zu erhöhen und diesen bei den Patienten aufrechtzuerhalten, um gesundheitliche Komplikationen zu vermeiden.

Die Sicherheitsdaten aus klinischen Studien stammen von 2.737 Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen, darunter 1.789 mit Mircera und 948 mit einem anderen ESA behandelten Patienten. Bei etwa 6% der mit Mircera behandelten Patienten sind unerwünschte Reaktionen zu erwarten. Die am häufigsten angegebene unerwünschte Reaktion war eine Hypertonie (2).

Über chronische Nierenerkrankungen und Anämie
Weltweit leiden über 500 Millionen Menschen - etwa 1 von 10 der Gesamtbevölkerung - an einer chronischen Nierenerkrankung von unterschiedlichem Schweregrad (3). Bei Menschen mit chronischer Nierenerkrankung kommt es - häufig über eine Reihe von Jahren - zu einer zunehmenden Verschlechterung der Nierenfunktion, bis schliesslich eine Nierenersatztherapie notwendig wird. Bei Patienten, deren Nieren nicht mehr richtig arbeiten, versiegt die Bildung von Erythropoetin, einem von den Nieren gebildeten Protein, das die Bildung roter Blutkörperchen im Knochenmark stimuliert. Die renale Anämie ist eine häufige und erhebliche Komplikation bei chronischen Nierenerkrankungen und für einen signifikanten Anteil der belastenden und behindernden Symptome verantwortlich, die den Gesundheitszustand und die Lebensqualität von Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen beeinträchtigen. Die Anämie ist auch massgeblich an der Entwicklung potenziell tödlicher Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei chronisch nierenkranken Patienten beteiligt; die Prävalenz von Herz-Kreislauf-Erkrankungen liegt in der Gesamtpopulation nierenkranker Patienten (nicht dialysierte Patienten, Dialysepatienten und nierentransplantierte Patienten) bei etwa 35-40 % (4).

Über Roche
Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein global führendes, forschungsorientiertes Healthcare-Unternehmen in den Bereichen Pharma und Diagnostika. Als weltweit grösstes Biotechnologieunternehmen trägt Roche mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die der Früherkennung, Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten dienen, auf breiter Basis zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Menschen bei. Roche ist einer der weltweit bedeutendsten Anbieter von Diagnostika, der grösste Hersteller von Krebs- und Transplantationsmedikamenten und nimmt in der Virologie eine Spitzenposition ein. Roche ist auch in anderen wichtigen therapeutischen Bereichen wie Autoimmunkrankheiten, Entzündung, Stoffwechsel und Zentralnervensystem tätig. 2006 erzielte die Division Pharma einen Umsatz von 33,3 Milliarden Franken und die Division Diagnostics Verkäufe von 8,7 Milliarden Franken. Roche beschäftigt rund 75'000 Mitarbeitende weltweit und unterhält Forschungs- und Entwicklungskooperationen sowie strategische Allianzen mit zahlreichen Partnern. Hierzu gehören auch Mehrheitsbeteiligungen an Genentech und Chugai.


Neue Ein-Monats-Spritze hält den Hb-Wert bei renaler Anämie stabil
Verändertes Erythropoetin-Molekül stimuliert
kontinuierlich Retikulozyten


FRANKFURT AM MAIN (ner). Für Patienten mit renaler Anämie wird es ab 17. September 2007 eine neue Arznei geben. Bei dem Wirkstoff handelt es sich um ein verändertes Erythropoetin-Molekül. Das Präparat muss in der Erhaltungstherapie nur einmal monatlich intravenös oder subkutan gespritzt werden.
Die pharmakologischen Eigenschaften des Medikamentes Mircera® ermöglichen eine stabile Einstellung des Hämoglobin-Wertes mit Zielwerten zwischen 11 und 12 g/dl, sagte der Nephrologe Professor Danilo Fliser von der Medizinischen Hochschule Hannover. Starke Fluktuationen des Hb-Wertes mit häufig notwendigen Dosisanpassungen sowie mit ungünstigen Auswirkungen wie erhöhtem Blutdruck oder verstärkten kardiovaskulären Risiken würden vermieden, so Fliser auf einer Veranstaltung von Roche Pharma in Frankfurt am Main.
In Zulassungsstudien erwies sich das neue Präparat, das in den Studien C.E.R.A. (Continious Erythropoietin Receptor Activator) genannt wurde, als mindestens ebenso effektiv wie verschiedene Erythropoetine. So erreichten etwa in der sechsmonatigen ARCTOS*-Studie mit 324 Niereninsuffizienz-Patienten 97,5 Prozent der Teilnehmer unter der neuen Arznei - einmal alle zwei Wochen verabreicht - den Hämoglobin-Zielwert. Mit Darbepoetin alfa (einmal wöchentlich verabreicht) waren es 96,3 Prozent. Doch hatte jeder dritte Patient in der Vergleichs-Gruppe in den ersten acht Wochen Hb-Werte deutlich über 13 g/dl, mit der neuen Arznei nur jeder zehnte.
Das neue Arzneimittel ist ein kontinuierlicher Aktivator von Erythropoetin-Rezeptoren. Aufgrund des Wirkmechanismus würden signifikant mehr Retikulozyten stimuliert als mit Epoetin beta, sagte Dr. Michael Jarsch vom Unternehmen. Das entspreche der natürlichen Erythropoese-Stimulation. Das Molekül bleibt lange erhalten und stimuliert so die Rezeptoren immer wieder.
Ärzte Zeitung, 10.09.2007
*Administration of C.E.R.A. in CKD Patients to Treat Anaemia with a Twice Monthly Schedule