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 Übereinkommen gegen Doping  Straßburg/Strasbourg, 16.XI.1989


Blutpaß zur Dopingkontrolle

FLORENZ (mp). Ein Mittel im Kampf gegen Doping könnte der Blutpaß werden, der jetzt bei einem Treffen des Europäischen Verbandes der Hämatologen in Florenz vorgestellt worden ist. Der Paß zeigt Blutparameter an, die sich auch bei Anstrengungen kaum ändern - sehr wohl aber bei der Zufuhr von Erythropoetin. Finanziert werden soll das Projekt von der Anti-Doping-Weltagentur. Ärzte Zeitung, 12.06.2002


 Positiver Dopingbefund bei Crosslauf-Weltmeister
(sid)- Dopingverdacht bei einem Europarekordler: Der zweimalige Crosslauf-Weltmeister Mohamed Mourhit aus Belgien ist bei einer Dopingkontrolle positiv auf das Blutdopingmittel Erythropietin (EPO) und ein zur Verschleierung gebräuchliches Entwässerungsmittel getestet worden. Das gab der Leichtathletik-Weltverband IAAF am Freitag vor dem Golden League Meeting in Monte Carlo bekannt. Dem 31 Jahre alten gebürtigen Marokkaner, der die Europarekorde über 3000, 5000 und 10.000 Meter hält droht eine Zwei-jahres-Sperre.
"Spuren von EPO und eines Diuretikums sind in seiner Urin- und Blutprobe gefunden worden, die am 5. Mai unangekündigt vorgenommen wurde", erklärte IAAF-Kommunikationsdirektor Nick Davis. Zwei Tage nach der Kontrolle fanden die Halbmarathon-Weltmeisterschaften in Brüssel statt.
Der belgische Leichtathletik-Verband (LRBA) bestätigte die Positiv-Kontrolle und erklärte, dass der Athlet für den 1. August zu einer Anhörung eingeladen worden sei. Während der Prozedur ist Mourhit suspendiert. Wegen angeblicher Rückenbeschwerden hatte der Belgier seinen Start bei den Europameisterschaften in München bereits abgesagt. 19. Juli 2002


Winterspiele vor größtem Doping-Skandal: Mühlegg unter Verdacht

Salt Lake City (dpa) - Die Olympischen Winterspiele stehen offenbar vor dem größten Doping-Skandal ihrer Geschichte. Der dreimalige Langlauf-Olympiasieger Johann Mühlegg steht unter dringendem Verdacht, das Blutdopingmittel Darbepoetin alfa benutzt zu haben.  Bei einer unangemeldeten Trainingskontrolle am vergangenen Donnerstag wurde der Wahl-Spanier nach einer Mitteilung des spanischen Sportministeriums positiv getestet. Damit droht ihm möglicherweise die Aberkennung seiner am Samstag gewonnen Goldmedaille über 50 km. Im Falle einer Disqualifikation würden die zweit- und drittplatzierten Michail Iwanow (Russland) und Andrus Veerpalu (Estland) nachträglich Gold und Silber erhalten. Bronze bekäme der Norweger Odd-Björn Hjelmeset, der Oberhofer Andreas Schlütter würde auf Rang vier vorrücken. Die zuvor von Mühlegg erkämpften Olympiasiege über 30 km Freistil und im Verfolgungsrennen sind nach den Regeln nicht gefährdet. «Johann Mühlegg war völlig überrascht, hat aber gelassen reagiert», berichtete Juan Antonio Gómez Angulo, Staatssekretär für Sport, in der Nacht zum Samstag auf einer Pressekonferenz. Der 31- jährige «Juanito» habe das spanische Nationale Olympische Komitee (NOK) um Beistand gebeten. «Wir werden ihm helfen», sagte Angulo. Geschockt zeigte sich der deutsche Langlauf-Koordinator und ehemalige Mannschafts-Kollege, Jochen Behle. «Das haut mich vom Sockel. Ich bin total konsterniert», sagte Behle, der Mühlegg nach seinen ersten beiden Triumphen noch mit Ausnahmeathleten wie dem ehemaligen Rad-Star Eddy Merckxs verglichen hatte. Ähnlich fassungslos äußerte sich auch der dreifache Rodel-Olympiasieger Georg Hackl: «Das ist irre. Das kann ich nicht glauben.» Für den Chef de Mission Walther Tröger ist die unerfreuliche Neuigkeit «ein Schlag zum Ende der Spiele». Bei der Analyse der Mühlegg-Probe fanden die Kontrolleure das Blutdopingmittel Darbepoetin alfa, das auch unter dem Begriff NESP bekannt ist. Es ist vom Erythropoietin (EPO) abgeleitet, wirksamer, aber mit einer Halbwertzeit von 25,3 Stunden drei Mal so lange nachweisbar wie EPO. NESP hatte erstmals im Zusammenhang mit der Spanien-Rundfahrt für Radprofis im vergangenen Jahr für Aufmerksamkeit gesorgt. Darbepoetin alfa steht jedoch nicht explizit auf der Verbotsliste des IOC. Die Medizinische Kommission des IOC muss nun entscheiden, ob sie zu den EPO artverwandten Substanzen zu zählen ist. Mühlegg wurde von einer vom deutschen IOC-Vizepräsidenten Thomas Bach geleiteten Kommission unmittelbar nach der Medaillen- Verleihung angehört. Endgültig wird über diesen vermeintlichen Fall das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am Abschlusstag der Winterspiele entscheiden. Mühlegg startet seit Ende 1999 für Spanien, nachdem er 1998 im Unfrieden den Deutschen Skiverband (DSV) verlassen hatte. Auslöser war die so genannte «Spiritisten- Affäre» bei der WM 1995, in deren Folge er aus der deutschen Nationalmannschaft ausgeschlossen wurde. Vor seinem Olympiasieg über 50 km hatte es bei Mühlegg bereits Irritationen um die obligatorische Blutkontrolle gegeben. Der Weltmeister hatte nach dem Rennen zugegeben, dass die erste Probe leicht über dem erlaubten Grenzwert von 17,5 lag. Nach Angaben des Leiters des Büro Nordisch im Ski-Weltverband FIS, Bengt-Erik Bengtsson, sei daraufhin ein zweiter Test vorgenommen und ihm Grünes Licht für einen Start gegeben worden. Mühlegg hatte das erhöhte erste Ergebnis mit einer Spezial-Diät und Durchfall in der Nacht vor dem Rennen begründet. 24. Februar 2002


Eiskalt erwischt: In allen Wintersportarten wird gedopt

Den größten Skandal erlebte der finnische Skilanglauf bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft im eigenen Land

Von Pete Smith  Ärzte Zeitung, 08.02.2002

Der finnische Skilanglauf erlebte bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2001 in Lahti den Super-Gau: Sechs einheimische Stars, darunter der Olympiasieger und Weltmeister Mika Myllylä, wurden im Februar vergangenen Jahres als Dopingsünder entlarvt. Ausgerechnet Finnland. Ein Mythos wurde zerstört und der weiße Sport endgültig seiner scheinbaren Unschuld beraubt.

Doping im Wintersport - lange Jahre war das kein Thema für Schlagzeilen. Dabei lag der Verdacht nahe, daß auch Bobfahrer ihre Muskelkraft mit Anabolika aufpeppen, Skispringer mittels Diuretika abnehmen und Skilangläufer ihre Ausdauer mit Hilfe von Erythropoetin (EPO) erhöhen. Erst mit der Ausweitung der Kontrollen kamen immer mehr Fälle ans Licht. Betroffen sind nahezu alle Disziplinen - eine Übersicht:

  • Snowboard: Die Südtirolerin Carmen Ranigler gibt drei Wochen vor Olympia zu, Anabolika konsumiert zu haben. Ihr Physiotherapeut habe ihr ein Präparat verabreicht, ohne sie darüber aufzuklären, was es sei.
  • Bob: Nur wenige Wochen vor den Olympischen Winterspielen meldet der Bob-Weltverband FIBT mehrere Dopingfälle: Bei dem WM-Vierten Sandis Prusis aus Lettland sind bei einer Dopingkontrolle Anfang Dezember Spuren von Nandrolon analysiert worden. Prusis wird für drei Monate rückwirkend gesperrt, darf aber in Salt Lake City starten, weil seine Sperre am 9. Februar endete (die "Ärzte Zeitung" berichtete).  Die ehemalige Hürden-Weltmeisterin Ludmila Engquist, die in Salt Lake City als Bobfahrerin an den Start gehen wollte, hat vor wenigen Monaten unter Tränen zugegeben, bewußt anabole Steroide zu sich genommen zu haben. Sie war 1993, damals noch als Läuferin, schon einmal gesperrt worden. Der amerikanische Bobfahrer Paul Jovanovic wird von einem US-Schiedsgericht für neun Monate gesperrt. Der Anschieber des favorisierten Bobteams von Todd Hays ist der Einnahme des Anabolikums Norandrostendion überführt worden.
  • Eisschnell-Lauf: Schon im März 2001 protestieren 100 Aktive gegen den möglichen Olympia-Start der zweimal wegen Dopings gesperrten russischen 1500-Meter-Spezialistin Swetlana Fedotkina, deren lebenslängliche Sperre 1999 in eine dreijährige Sperre umgewandelt worden ist.
  • Skilanglauf:Bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft im finnischen Lahti wird der Finne Jari Isometsä des Gebrauchs des Blutplasma-Expanders HES überführt. HES steht auf der internationalen Verbotsliste, damit kann die Einnahme von EPO verschleiert werden. Im Zuge der Ermittlungen wird der größte Dopingskandal der finnischen Sportgeschichte aufgedeckt. Im Koffer des Mannschaftsarztes werden Dopingpräparate entdeckt, sechs Langläufer später für jeweils zwei Jahre gesperrt. Vier Monate nach dem Skandal wird der ehemalige Skilanglauf-Cheftrainer Kari-Pekka Kyro wegen des Verdachts, Drogen geschmuggelt zu haben, verhaftet. Sein Verband hat ihn lebenslänglich gesperrt.
  • Biathlon: Die Internationale Biathlon-Union weitet nach Gerüchten um eine Zunahme von EPO-Doping ihre Kontrollen aus. Künftig wird jeder ertappte Athlet für zwei Jahre und im Wiederholungsfall lebenslänglich gesperrt.
  • Skispringen: Im Februar 2001 wird der erste Dopingfall in der Geschichte des Skisprungs offiziell bestätigt: Der Internationale Skiverband FIS sperrt den 21jährigen Russen Dmitri Wassiljew wegen der Einnahme von Diuretika für zwei Jahre.
  • Eiskunstlauf: Im März 2000 wird der Eiskunstlauf durch seine ersten Dopingfälle erschüttert: Der russischen Paarläuferin Elena Bereschnaja (gemeinsam mit Anton Sicharulidse Welt- und Europameisterin) wird ebenso wie dem usbekischen Paarläufer Ewgeni Swiridow die Einnahme verbotener Stimulanzien nachgewiesen. Beide sind geständig und erklären, eine Erkältung und eine Bronchitis bekämpft zu haben. Beresch-naja wird später der Europameister-Titel aberkannt.
  • Eishockey: Bill McDougal, kanadischer Spieler der Münchner Barons, wird im März 2000 der Einnahme von Pseudo-Ephedrin überführt. Der Stürmer erklärt, er habe ein kanadisches Hustenmittel eingenommen.
  • Rodeln: Der internationale Rodelsport meldet im September 1999 seinen ersten Dopingfall: Der amerikanische Doppelsitzer-Pilot Christian Niccum, vierfacher Junioren-Weltmeister, ist ein halbes Jahr zuvor positiv getestet worden. Unbestätigten Angaben zufolge soll es sich um Drogenmißbrauch handeln. Niccum wird für zwei Jahre gesperrt.
    Erst im Oktober 2000 beschließt der Rodel-Weltverband FIL, auch außerhalb der Wettbewerbe Dopingkontrollen vornehmen zu lassen.

Spanischer Verband auf Konfrontationskurs mit UCI
Trotz positivem EPO-Test keine Sperre für Del Olmo
20.12.01 (rsn) - Der Baske Txema del Olmo war am 5. Juli in den Voruntersuchungen der Tour de France in einem der neuen Urintests positiv auf EPO-Doping getestet worden und daraufhin von seinem Euskaltel-Team suspendiert worden. Der spanische Verband (RFEC) entschied nun, von einer Sperre abzusehen, weil man Zweifel hat an der neuen Urinnachweismethode, an der die UCI weiter festhält. "Die Urinmethode steht nicht in Frage. Ich bin überzeugt von ihr, ebenso wie es das Dopinglabor in Lausanne ist, das eng zusammenarbeitet mit dem Labor in Châtenay-Malabry (das die Methode entwickelt hat, die Red.)", hatte vor wenigen Wochen UCI-Präsident Hein Verbruggen erklärt. Der spanische Verband ist genau anderer Ansicht und ging jetzt im Fall Del Olmo auf Konfrontations- kurs zur UCI. Der Baske, der im kommenden Jahr beim portugiesischen "Maia"-Team unter Vertrag ist, wird trotz positivem Test nicht gesperrt. Eine Kommission des spanischen Verbands begründete die Entscheidung mit Zweifeln an der neuen EPO-Nachweismethode. Jacques de Ceaurriz, Chef des Pariser Dopinglabors, das das Verfahren entwickelt hat, habe selbst eingeräumt, dass die Methode nicht perfekt sei, so der spanische Verband. Die Entscheidung im Fall Del Olmo erfolgt wenige Wochen nachdem der Spanier Juan Llaneras und der Italiener Massimo Strazzer von Dopingvorwürfen freigesprochen worden waren. In beiden Fällen erwies sich die Urin-Nachweismethode als nicht schlüssig. Nach Ansicht von UCI-Präsident Verbruggen lag dies jedoch an individuellen Fehlern im Ablauf des Verfahrens, nicht am Verfahrensprinzip selbst. Auch der Däne Bo Hamburger war freigesprochen worden, nachdem A-und B-Probe mit dem neuen Urinverfahren, das die UCI im April als erster Sportverband einführte, unterschiedliche Ergebnisse erbrachten. Das Internationale Olympische Komitee erkennt das Verfahren noch nicht in vollem Umfang an. Die UCI kündigte unterdessen in einer offiziellen Erklärung am Donnerstagabend an, im Fall Del Olmo den internationalen Sportgerichtshof in Lausanne anzurufen. Die Entscheidung des spanischen Verbands basiere auf "einer falschen Interpretation des Reglements und allgemeiner Kritik an der (neuen EPO-Nachweismethode)", hieß es in dem Statement.


Entsetzen über Finnlands Dopingsystem      02.03.2001

Sportministerin will Rücktritt der Verbandsspitze -  Berliner Zeitung

HELSINKI/BERLIN, 1. März. "Finnlands Skisport wurde beerdigt. " Mit diesem Nachruf in riesigen Lettern beschrieb die Zeitung "Iltalehti" die Stimmung im Land nach dem größten Dopingskandal in der Geschichte des Langlaufs. Die Entlarvung von sechs Athleten, denen die Einnahme des verbotenen Blutexpanders HES während der WM nachgewiesen wurde, hat die Öffentlichkeit entsetzt: Die beliebtesten finnischen Sportler mischten mit beim Blutdoping: Der stets als sauber geltende Olympiasieger und Weltmeister Mika Myllylä (31), der noch populärere Harri Kirvesniemi (42) sowie die Weltmeisterin Virpi Kuitonen und Milla Jauho.

Ungläubig hörten die Finnen bei einer auf allen TV-Sendern live übertragenen Pressekonferenz, wie der finnische Langlauf-Cheftrainer Kari-Pekka Kyrö bewusstes Doping zugab: "Ja, wir haben HES benutzt, um unsere Erfolgsaussichten zu erhöhen. " Kyrö, die Ertappten und zwei Ärzte seien dabei "wie Amateure" vorgegangen, berichtete der suspendierte Trainer: Man habe der Auskunft von Experten geglaubt, dass nach dem seit 1999 bekannten und seit 2000 verbotenen HES bei der WM nicht gesucht werde. Auch Kirvesniemi erklärte relativ frank und frei, er hätte das verbotene Mittel "nie und nimmer" eingenommen, wenn ihm nicht allseits erklärt worden sei, dass man Tests auf Plasmaexpander ausschließen könne.

Tatsächlich, so erklärte am Donnerstag der Generalsekretär der Welt-Doping-Agentur (Wada), der Finne Harri Syväsalmi, seien zurzeit nur die Doping-Labors in Köln und Helsinki in der Lage, HES-Tests durchzuführen. Oslo arbeite noch an der Umsetzung. Die Wada hatte bei der WM in Lahti 28 finnische Athleten auf Doping kontrollieren lassen. Allerdings hatte Finnlands Verband die Wada nach den ersten Dopingfällen, die der Ski-Weltverband (Fis) im Rahmen der regulären Wettkampfkontrollen aufdeckte, explizit dazu aufgefordert. "Es gibt offensichtlich eine Doping-Subkultur in Finnland", sagte Syväsalmi.

Dass Kirvesniemi als Doper aufflog, schockte auch Frank Ullrich, den Biathlon-Bundestrainer: "Ich hätte nie gedacht, dass Harri Kirvesniemi es auch macht, denn er ist ja die Symbolfigur schlechthin. " Aus Ärger über ihre gedopten Teamkollegen will Kati Sundqvist, die WM-Zweite im Langlauf-Sprint, möglicherweise zum Biathlon wechseln.

"Was mich schockiert, ist die Tatsache, dass in Finnland sämtliche Ärzte und Trainer in das Vergehen verwickelt sind", sagte das schwedische IOC-Mitglied Arne Ljungqvist. "Der Verband gibt weiter nur das zu, was beim besten Willen nicht mehr abzustreiten ist", kommentierte die Zeitung "Helsingin Sanomat". Harte Konsequenzen verlangte Finnlands Sportministerin Suvi Linden. Sie habe die Nase voll von den Lügereien des Skiverbandes. Die Ministerin will den Rücktritt der kompletten Verbandsspitze durchsetzen. Sie plant außerdem, alle Verbandsaktivitäten der letzten Jahre durch Außenstehende auf Anwendung von Doping durchleuchten lassen. (dpa, sid/kli. )

DPA/MATTI BJOERK Vom Saubermann zum Betrüger: Olympiasieger Mika Myllyä.


Pantani--vor der nötigen Operation Hämatokritwerte von 60,1 Prozent

12. Dezember 2000 Pantani wehrt sich gegen Gefängnisstrafe 
Forli – Marco Pantanis härtester Kampf findet derzeit nicht auf einem Rad, sondern vor Gericht statt. Der Italiener ist von einem Gericht im norditalienischen Forli wegen „Sportbetrugs“ zu einer dreimonatigen Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Dagegen will Pantani Berufung einlegen. Das kündigte der Anwalt des populärsten italienischen Radprofis nach der Verhandlung an, an der Pantani - wie an den vier vorangegangenen - nicht teilgenommen hatte. Pantani traf damit als ersten Sportler die härteste Anti-Doping-Gesetzgebung der Welt, die seit November in Italien in Kraft ist. Nicht nur die Einnahme von Doping-Mitteln ist hier nun strafbar, sondern auch die medizinische Anwendung verboten, wenn keine gesundheitliche Indikation vorliegt. Dopingsündern drohen Gefängnisstrafen von bis zu drei Jahren und Geldstrafen von umgerechnet 100.000 Mark. Das Vergehen des populären Glatzkopfs geht auf den 18. Oktober 1995 zurück. Der Giro- und Toursieger von 1998 prallte bei dem Rennen Mailand-Turin bei einer Abfahrt frontal mit einem Jeep zusammen und wurde mit schweren Bein-Verletzungen ins Krankenhaus von Turin eingeliefert.
Ein Hämatokritwert weit über der Norm
Dort stellten die Ärzte vor der nötigen Operation Hämatokritwerte von 60,1 Prozent fest, die weit über der Norm lagen. Diese Blutwerte fielen innerhalb weniger Tage auf unter 50 Prozent, was auf die Gabe des als Blut-Doping-Präparat eingesetzten Mittels EPO schließen ließ. Während des Krankenhaus- Aufenthaltes stiegen die Werte wieder erheblich. Der behandelnde Arzt Prof. Cartesegna sprach vor Gericht vom „Yo-Yo-Effekt“ der Blutwerte. Es sei davon auszugehen - so Cartesegna - dass Pantani auch im Krankenhaus EPO spritzte. Der 30-jährige Bergspezialist, der EPO-Doping bis heute abstreitet, begründete seine außerordentlich hohen Werte mit einem Trainingsaufenthalt in Kolumbien vor dem Rennen im Herbst. In Höhenlage vermehren sich die roten Blutkörperchen, verantwortlich für den Sauerstofftransport, ebenso wie nach der Gabe des künstlich hergestellten Hormons Erythropoietin (EPO).
Wiederholungstäter Pantani
Pantani, der zuletzt in die Schlagzeilen geriet, als er an einem Nachmittag drei Autounfälle produzierte, hat als „Wiederholungstäter“ zu gelten. Auf der vorletzten Etappe des Giro d'Italia von 1999 wurde er mit einem unzulässig hohen Hämatokritwert (52 Prozent) als Spitzenreiter aus dem Rennen genommen und 14 Tage gesperrt. 1997 hatte der Radsport-Weltverband UCI einen Höchstwert von 50 Prozent festgelegt. Danach fuhr Pantani fast ein Jahr keine Rennen mehr und feierte erst beim Giro 2000 ein Comeback. Nach zwei Etappensiegen bei der anschließenden Tour stieg er aus und trat danach sportlich nicht mehr in Erscheinung. Inzwischen hat Pantani mit seinen Team-Kollegen von Mercatone-Uno die Vorbereitung auf die kommende Saison begonnen. Der Italiener ist nicht der einzige Topfahrer, für den sich die Justiz zurzeit interessiert. Richard Virenque, der vor dem Gericht in Lille den Gebrauch von EPO und anderen Drogen nach jahrlangem Leugnen gestanden hatte, erwartet sein Urteil in den nächsten Tagen. Der Franzose kann mit einem Freispruch rechnen. Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den zweifachen Toursieger Lance Armstrong (USA), der eine aggressive Verteidigung ankündigte und sogar mit Tour-Verzicht für 2001 drohte, falls die „Hexenjagd“ auf ihn in Frankreich kein Ende fände. Alle bei der Tour in diesem Jahr in
seinem Team eingesetzten Medikamente seien angemeldet und autorisiert gewesen.

EPO aus Leichen
Nach Berichten eines französischen Wissenschaftlers gehen Sportler immer mehr dazu über, das natürlich im Körper vorkommende Hormon EPO von Leichen entnehmen zu lassen und damit ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Das Hormon Erythropoietin (EPO) werde als Sekret von den Nieren und der Leber ausgeschieden und sei für die Benutzer wirksamer als das künstlich hergestellte EPO, berichtete der Sportarzt Van Den Steene dem auf Medizin spezialisierten französischen Fernsehsender Sante-Vie-Plus am Mittwoch. Natürliches EPO sei nur schwer nachzuweisen. Vorteil für die Benutzer des natürlichen EPO sei außerdem, dass die herkömmlichen EPO-Tests das natürliche Hormon "weitaus schwieriger nachweisen können als das künstlich hergestellte."
Es vermische sich leichter mit dem Blut als der artifiziell hergestellte Stoff. Das bislang künstlich hergestellte EPO-Präparat zählt bei den Ausdauerathleten zu den wirksamsten leistungssteigernden Drogen. Das Mittel vermehrt die Zahl der roten Blutkörperchen und sorgt damit für einen erhöhten Sauerstofftransport im Körper. 
(Quelle: Sport 1)

Schock: EPO-Doping weit verbreitet? 19. November 2000
Oslo - Die Eisschnelllauf-Szene ist geschockt. Hervorgerufen durch Hinweise auf mögliche Manipulationen mit dem
Blutdopingmittel EPO. Nach Aussagen des norwegischen Arztes Jim Stray Gunderson sollen bei der
Mehrkampf-Weltmeisterschaft in Milwaukee und der Einzelstrecken-Weltmeisterschaft in Nagano nicht weniger als zehn
bis 15 Prozent der Bluttests anormale Werte aufgewiesen haben. Die erhöhten Hämatokritwerte, die Rückschlüsse auf die
Einnahme von EPO zulassen, sowie weitere Indikatoren seien allerdings keine direkten Beweise, erklärte der Mediziner
im norwegischen Fernsehen und gegenüber der niederländischen Zeitung «De Telegraaf». «Die Ergebnisse lassen jedoch
auf einen großzügigen Gebrauch verbotener stimulierender Mittel schließen», fügte er hinzu. Die Namen von Betroffenen
wollte der Norweger nicht preisgeben. «Das ist eine Sache des Weltverbandes», sagte er. Die Nachricht aus Oslo schlug
wie eine Bombe vor allem im niederländischen Eisschnelllauf-Team ein. «Gunderson ist ein guter Mann, aber seine
Aussagen sind rücksichtslos. Sie gefährden die gesamte Sportart. Solange er nicht die Namen nennt, setzt er alle
Eisschnellläufer ins schlechte Bild», erklärte Ab Krook, der frühere deutsche Bundestrainer und heutige Sportdirektor des Niederländischen Eissportverbandes (KNSB). Er zeigte sich erstaunt von den jetzt bekannt gewordenen Test-Resultaten. «In Milwaukee und Nagano beglückwünschte Gunderson noch alle Teilnehmer zu dem bestandenen Test. Und jetzt kommt er mit solchen Spekulationen.» Bereits bei den Einzelstrecken-WM hatte es hinter vorgehaltener Hand geheißen, dass elf Sportler zu hohe Hämatokritwerte aufgewiesen hätten. ISU-Vizepräsident Gerd Zimmermann bezeichnete die nun auch vom niederländischen Arzt Hans van Kuyk genannte Zahl von elf Athleten, mit überhöhten Hämatokritwerten, als reine Spekulation. Bekannt wurde nur der Fall von Doppel-Olympiasiegerin Marianne Timmer, die bei den Tests einen Wert von 47,4 aufwies. Der Weltverband ISU hatte den Höchstwert für Frauen auf 47 festgelegt.

Doping-Produkte in fast der Hälfte der Urinproben
Französischer Verband: "Schwerwiegendes Problem" / Alles legal verordnet?

08.08.00 - In fast der Hälfte aller Urinproben bei der diesjährigen Tour de France sind Doping-Mittel gefunden worden. Dies teilte der französische «Ausschuss zum Kampf gegen Doping» (CPLD) am Dienstag in Paris mit. «Das zuständige Labor hat uns mitgeteilt, dass 45 Prozent der 96 Urinproben aufputschende Mittel enthielten», erklärte CPLD-Präsident Michel Boyon in einem Kommunique. Gleichzeitig hieß es aber auch, es stehe noch nicht fest, ob es sich bei den Medikamenten um zugelassene, legal verordnete Präparate oder illegale Doping-Mittel handelt. 
Die 96 Kontrollen sind den Angaben zu Folge bei 71 Fahrern ausgeführt worden. Bei jeder Etappe habe es vier Kontrollen gegeben: Zum Test wurden der Etappensieger, der Träger des Gelben Trikots sowie zwei ausgeloste Fahrer gebeten. Zudem wurden bei der 16. und 20. Etappe zwölf spontane Kontrollen vorgenommen.
Boyon sagte, in 28 Fällen habe man das Mittel Corticosteroid festgestellt, das gegen Müdigkeit und Schmerzen wirkt und in einen gewissen euphorischen Zustand versetzt. In weiteren zehn Fällen seien die Wirkstoffe Salbutamol oder Terbutaline gefunden worden, Mittel die die Atmung stärken und den Stoffwechsel aufbauen. In fünf Fällen sei eine Kombination von Corticosteroiden und Salbutamol festgestellt worden. Sechs weitere Fälle konnten nach den Informationen noch nicht exakt durch die vorgenommenen Analysen bestimmt werden. Am Nachmittag war es zunächst nicht möglich, einen der Tour-Organisatoren für eine Stellungnahme zu erreichen.
"Dass 45 Prozent der kontrollierten Fahrer Spuren von Corticosteroiden und Salbutamol im Körper hatten, stellt ein schwerwiegendes Problem dar", sagte Daniel Baal, der Präsident des französischen Radsportverbands FFC in einer ersten Reaktion. Baal erklärte, die FFC habe bereits gegen einen Tourfahrer, dessen Namen er nicht nennen wollte, ein Disziplinarverfahren eröffnet. Näheres wollte er dazu noch nicht sagen.
Der Conseil de prévention et de lutte contre le dopage (CPLD) ist ein Gremium, das nach dem Skandaljahr 1998 gegründet wurde. Der CPLD hat neun Mitglieder (drei aus dem Bereich des Staates, drei Wissenschaftler, drei Sporler), die auf sechs Jahre in das Gremium gewählt werden und die nicht wiedergewählt und auch nicht abberufen werden können. Der unabhängige Rat kann eigene Dopingkontrollen anordnen und den Sportverbänden Empfehlungen aussprechen. Unter bestimmten Bedingungen kann der CPLD auch des Dopings für schuldig erachtete Sportler mit Strafen belegen.
Die Nachricht des CPLD kam überraschend, weil der Welt- Radsportverband UCI noch vor knapp einer Woche mitgeteilt hatte, die Doping-Proben bei der diesjährigen Tour de France seien durchweg ohne auffällige Werte ausgefallen. Es habe lediglich in einigen Fällen den Nachweis von Substanzen gegeben, die zur medizinischen Betreuung von erkrankten Fahrern benutzt wurden und in den jeweiligen Gesundheitspässen vermerkt waren, so wie es die in diesem Jahr veränderten Anti-Doping-Bestimmungen vorsehen. Lediglich im Falle von zwei Sportlern, die nicht im Vorderfeld der Gesamtwertung platziert waren und bei denen derartige Substanzen entdeckt wurden, würden noch weitere Ermittlungen angestellt, hieß es vom UCI am vergangenen Mittwoch in Lausanne.
Die eingefrorenen Urinproben, die für den Nachweis des Blutmittels Erythropoietin (EPO) herangezogen werden sollen, konnten noch nicht getestet werden. Die UCI wartet auf die definitive Freigabe des neuen Tests durch das Internationale Olympische Komitee (IOC), das nach der Unbedenklichkeits-Erklärung für die in Frankreich und Australien entwickelten EPO-Tests durch ein Experten-Gremium noch auf Grünes Licht von juristischer Seite wartet. (dpa/Red.)
Dopingkontrolle: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat am Dienstag in Lausanne den Weg für die Einführung von Tests auf das Blutdoping-Mittel Erythropoietin (EPO) bei den Sommerspielen in Sydney geebnet. Damit kommt es erstmals bei Olympia auch zu Blutproben. Ein 15-köpfiges Expertengremium erkannte die Testmethoden von einer französischen und einer australischen Wissenschaftler-Gruppe an. Die neue Testmethode kann zwischen körpereigenem und von außen zugeführtem EPO unterscheiden. Dabei wird eine kombinerte Blut- und Urinuntersuchung durchgeführt. (dpa, 01.08.2000)pd

Tour de France: Giorgio Squinzi, Chef des italienischen Mapei-Teams, glaubt nicht an die Wirksamkeit der nach der Tour de France angewendeten neuen Methode zum Nachweis des als Blut-Doping-Mittel eingesetzten Hormons EPO.

«Niemand kann eine Tour de France mit einem natürlichen Hämatokritwert gewinnen», sagte der Italiener in einem Interview mit der «L'Equipe». Das Klassement der Tour spiegele «seit Jahren» nicht die natürliche Qualität der Athleten wider. Die neue Methode des Pariser Chatenay-Malabry-Labors, die in Urin-Proben drei Tage zurückliegenden EPO-Gebrauch nachweisen kann, würde an der gängigen Doping-Praxis im Radsport laut Squinzi nichts ändern. Zumal es «unmöglich ist, jemandem nach sechs Monaten zu sagen, er hätte die Tour verloren». Der Chef des größten Profistalls (Jahresetat: rund 20 Millionen Mark) zweifelt «keine Sekunde» an der fehlenden Verbindlichkeit der Kontrollen, die nach der Tour vorgenommen werden sollen. 
(dpa, 20.07.2000)

"Wir haben gedopt!" Plötzlich gestehen Tour-Stars alles
Schon 1959 wurden Pillen für den Luxemburger Charly Gaul beschlagnahmt. Erste Rufe nach Doping-Kontrollen.
1960 erwischt's Gastone Nenzini. Der Italiener spritzt sich männliche Hormone.
1966 die 1. Doping-Kontrolle bei der Tour. Trotzdem stirbt Tom Simpson am Mount Ventoux. Im Trikot des Engländers sind Amphetamine.
1967 das 1. Geständnis. Jacques Anquetil (Frankreich): "Ich ziehe eine Spritze Coffein drei Tassen Kaffee vor."
1969 gerät Superstar Eddy Merckx unter Verdacht. Aber erst
1988 gibt der Belgier zu: "Auf Amphetamine folgten Cortison, Anabolika, dann Verschleierungspräparate."
Die Kontrollen werden dichter, die Tricks nehmen zu:
1978 gibt Michel Pollentier (Belgien) fremden Urin ab. 
1979 gesteht Bernard Thevenet (Frankreich): "Ich habe mich 3 Jahre mit Cortison gedopt."
1980 ist Dietrich Thurau dreimal positiv. Tour-Aus, wie 1987, als ihm Anabolika-Konsum nachgewiesen wird.
1988 der größte Skandal: Pedro Delgado gewinnt gedopt die Tour. Glück für den Spanier: Die Mittel stehen "nur" auf der IOC-, nicht aber auf der UCI-Liste. Auch der Gewinner des Grünen Trikots, Eddy Planckaert (Belgien), gibt EPO-Blutdoping zu.
1989 verrät der Franzose Didier Garcia: "Bei den Profis entkommst du Doping nicht."
Das bestätigen 1990 Francesco Moser ("Ich habe mit Doping experimentiert") und John van der Velde ("Während der Tour war es jeden Tag dasselbe: Eine Injektion am Morgen, abends Pillen.")
1991 steigt das PDM-Team "vergiftet" aus. Grund: Unsachgemäße Lagerung von Doping-Präparaten.
1997 fliegt der Usbeke Dschamolidin Abduschaparow nach Einnahme von Clenbuterol und Bromantan aus der Tour. Claudio Chiappucci fällt durch den Bluttest. Erwan Mentheour (Frankreich) schildert das Dilemma eines Wasserträgers: "Nimmst du nichts, kannst du nicht mithalten. Hälst du nicht mit, verwarnt dich dein Team. Ändert sich nichts, gibt's eine zweite Verwarnung. Bei der dritten wird dein Vertrag nicht erneuert." Andere dagegen wollen dopen! Eddy Planckaert (Belgien): "EPO ist phantastisch. Wenn du es nimmst, hast du 12 bis 15 Prozent Vorteil." 
23. Juni 2000-Test-Verzicht als vertane Chance
Berlin (dpa) - Mit dem überraschenden Verzicht auf das neue EPO- Testverfahren bei der in acht Tagen beginnenden Tour de
France wurde eine Chance vertan. Etwas mehr Transparenz im Doping-Dickicht hätte sicher nicht nur dem Radsport gut getan. Das von IOC-Ärzten und dem Radsport-Weltverband UCI vorerst gestoppt
Ein Kontroll-Verfahren, das das französische Malabry-Chatenay-Labor entwickelt hatte, sollte auch ein Testlauf für Sydney sein.
Auch bei den Olympischen Spielen wird die Methode wohl nicht angewendet werden.
«Ich bin maßlos enttäuscht. Es sollte ein Auftakt für einen sauberen Sport, nicht nur bei uns Radfahrern, sein», sagte der italienische Mapei-Chef Giorgio Squinzi, Direktor des größten Profi- Teams, das jährlich rund 20 Millionen Mark in seine Mannschaft investiert. »Das war eine kalte Dusche», schrieb «France Soir» am Freitag nach der Ablehnung. «Das ist nicht der richtige Weg», monierte die italienische «Gazzetta dello Sport». «Ich war fest davon überzeugt, dass der Test kommt. Es ist natürlich schade, dass das jetzt offensichtlich nicht passiert. Aber wenn das Risiko bestanden hätte, dass wir eine falsche positive Doping-Analyse bekommen, ist es sicher richtig, dass die Einführung der neuen Methode noch aufgeschoben wurde», sagte Telekom-Teamchef Walter Godefroot. Zwei der drei IOC-Ärzte hatten offensichtlich noch Bedenken, dem neuen Verfahren, das vorher im angesehenen britischen Wissenschafts-Magazin «Nature» auf einer knappen Seite vorgestellt worden war, «Grünes Licht» zu geben. Björn Ekblom (Schweden) war dafür, Jordi Segura (Spanien) und Peter Hemmerbach (Norwegen) nicht. Tour-Direktor Jean-Marie Leblanc, der fest mit Einführung der Methode gerechnet hatte, und die französische Gesundheits- und Sport- Ministerin Marie-George Buffet, die die Entwicklung des neuen Tests mit hohen Geldmitteln forciert hatte, waren perplex. Zwei Stunden vor der offiziellen Bekanntgabe des Aufschubs durch die UCI am Donnerstag Nachmittag hatte die Ministerin erklärt, sie rechne mit der Zulassung des neuen Kontroll-Systems «am Abend oder in den nächsten Tagen».
Schon einmal halfen staatliche Stellen den Sportlern bei der Doping-Bekämpfung auf die Sprünge, als in der Skandal-Tour 1998 illegale Praktiken offen gelegt wurden. Auch vor zwei Jahren war die Ministerin Buffet der Motor der kompromisslosen Polizei-Aktionen. Als eine Art Bremser betätigte sich UCI-Präsident Hein Verbruggen (Niederlande) im Vorjahr, als er den Tourstart des mutmaßlichen Doping-Sünders und -Verteilers Richard Virenque gegen den Willen der Veranstalter durchdrückte. Der beliebte Franzose muss sich am 23. Oktober vor einem Zivil-Gericht verantworten. Zum ersten Mal bestand jetzt die Chance, über Urin-Tests zwischen körpereigenem und synthetisch hergestelltem EPO zu unterscheiden und die wahrscheinlich verbreitete Droge im Ausdauersport so gut wie unschädlich zu machen. Bisher war über Blutkontrollen nur ein Annäherungswert gefunden worden, der keinen schlüssigen Doping- Nachweis zuließ. Bei einem Hämatokritwert von über 50 Prozent fester Bestandteile im Blut folgte bisher durch die UCI eine Wettkampfverbot für 14 Tage aus «Gesundheitsschutz». So wird es vorerst bleiben. Ein auffällig hoher Hämatokritwert, wie er beispielsweise im Vorjahr beim Giro d'Italia dem Spitzenreiter Marco Pantani aus Italien zum Verhängnis geworden war, muss nicht zwingend auf die Gabe von EPO zurückzuführen sein. Ein Wasserverlust im Körper oder Training in der Höhe über 3000 Meter vermehren ebenfalls die roten Blutkörperchen und erhöhen den Hämatokritwert.Nach eigenen Angaben können die Mediziner in Chatenay-Malabry EPO bis drei Tage nach der Injektion im Urin nachweisen. Pro Woche können maximal 80 Proben analysiert werden. Die Dauer dafür betrage 48 bis 72 Stunden, wie Labor-Chef Jacques de Caurriz mitteilte.
Der 1998 bei der Tour enttarnte Betreuer des Festina-Teams, Willy Voet (Belgien), hatte in einem Enthüllungsbuch geschrieben, dass sich verschiedene Profis während der Tour ständig EPO gespritzt hätten. Von der Polizei vernommene Spitzenfahrer gaben EPO-Gebrauch zu und bestätigten indirekt Voets Version. Caurriz und sein Team untersuchten 102 eingefrorene Urinproben der Tour'98, davon wiesen 28 erhöhte EPO-Konzentrationen auf. Die 14 höchsten wurden analysiert - alle zeigten das Muster von gentechnisch produziertem EPO. Vor zwei Jahren gab Ex-Profi Eddy Planckaert (Belgien), unter anderem Sieger von Paris-Roubaix, den regelmäßigen Gebrauch von EPO, das die Leistung um rund 15 Prozent steigern soll, zu: «Das ist ein wahres Wundermittel. Hätte ich es öfter genommen, wäre ich jetzt ein reicher Mann.»
Die neue EPO-Nachweismethode: Dopingexperte de Ceaurriz: Die Wende ist geschafft 
Laborchef rechnet mit Anlaufen der ersten EPO-Urintests in zwei Monaten  

29.06.00 - «Der kollektive, abgestimmte Gebrauch von EPO dürfte im Sport der Vergangenheit angehören - auch wenn es wohl weiterhin individuelle Entgleisungen geben wird». Jacques de Ceaurriz (51) ist sicher, dass der von seinem Labor entwickelte Anti-Doping-Test im Sport eine Zäsur darstellen wird.  Für die am 1. Juli im Freizeitpark Futuroscope (bei Poitiers) startende 87. Tour de France sieht er die Gefahr einer allgemeinen Anwendung des alsBlutdoping-Mittels Erythropoietin (EPO) jedenfalls gebannt. «Es wird zwar keine brüske 180-Grad-Kurve, aber doch eine Wende geben», ist der Chef des nationalen Anti-Doping-Labors in Chateny-Malabry überzeugt. 
Hintergrund
Das verkehrsgünstig zwischen den Pariser Flughäfen Orly (zivil) und Villacoublay (militärisch) im regionalen Sportzentrum angesiedelte Labor hat einen weltweit einmaligen Urintest entwickelt, der der Ethik in der Welt des Sports wieder auf die Sprünge helfen soll. Es erlaubt vor allem die Unterscheidung zwischen körpereigenem und synthetisch hergestellten EPO-Hormonen. Bisher war über Blutkontrollen nur ein Annäherungswert gefunden worden. 
Die Nachfrage nach den Aufsehen erregenden EPO-Urintests, die de Ceaurriz' Team in zweijähriger Forschungsarbeit entwickelte, ist so gewaltig, dass das Labor seine Fläche von 750 Quadratmeter demnächst ebenso wie die Zahl der zurzeit 24 Mitarbeiter aufstocken wird. «Das Problem liegt darin, dass diese Tests nur schwer zu automatisieren sind. Wir sind gegenüber der Analyse von anfangs 20 Proben pro Woche mittlerweile bei 120 angelangt - zwei Personen sind damit vollauf beschäftigt», sagte de Ceaurriz, der in zwei bis drei Monaten mit dem Anlaufen der ersten EPO-Urintests von der Tour de France rechnet.  Momentan ist sein Labor eher internationale Ausbildungsstätte: «Wir wollen zunächst Mitarbeiter von zwei bis drei weiteren Laboratorien ausbilden, die dann wiederum schnellstens die anderen vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) zugelassenen Einrichtungen anlernen sollen». Sein eigenes Zentrum besitzt diese Zulassung seit Beginn der achtziger Jahre und ist auch für Tests bei internationalen Sportveranstaltungen in Österreich, Luxemburg und den nordafrikanischen Staaten zuständig. Auf jährlich rund 9 000 Analysen kommt das zu 75 Prozent vom Staat finanzierte Labor, das de Ceaurriz seit Juli 1989 leitet - den Rest zum Budget von umgerechnet 4,5 Millionen Mark steuern öffentliche Einrichtungen bei. Den wissenschaftlichen Durchbruch brachte der von seiner Mitarbeiterin Francoise Lasne entwickelte Nachweis von künstlichem EPO in Urinproben. «Wir waren weltweit die einzigen, die diesen originellen Weg gewählt hatten, die anderen hatten sich auf Bluttests konzentriert», sagt der Professor. Betrübt darüber, dass der Test trotz aller Bemühungen nun doch nicht seine Premiere bei der Tour de France haben wird, ist er nicht: «Nein, das ist normal. Außerdem steht die Wissenschaft der Methode sehr positiv gegenüber. Es ist eher eine Art juristische Vorsorgemaßnahme: Man will auch vor diesem Hintergrund alles hieb- und stichfest haben.» 
Am positiven Ausgang der Entscheidung des IOC Ende Juli zum Einsatz der EPO-Tests bei den Olympischen Spielen in Sydney hat er daher auch kaum Zweifel. In der Zwischenzeit konzentriert sich de Ceaurriz bereits auf die Dopingmittel der Zukunft - vor allem genveränderte Produkte, deren Nachweis noch schwieriger werden dürfte. Auch diverse Blutersatzstoffe hat er im Visier: Neben Hämoglobin-Polymerisaten die so genannten Perfluorcarbon (PFC), die beide in der medizinischen Notfallversorgung als Plasma-Ersatz verabreicht werden und den Sauerstofftransport im Blut ankurbeln. (dpa) 
Neue EPO-Nachweise bei der Tour -- Expertenkommission hat noch Zweifel 
22.06.00
- Die Entscheidung über ein neues Testverfahren zum Nachweis von Doping mit dem Hormon Erythropoietin (EPO) ist am Donnerstag vom Radsport-Weltverband UCI verschoben worden. Die von der UCI eingesetzte Expertenkommission hat nach einer ersten Prüfung noch Zweifel an der neuen Analysemethode. Dies teilte die UCI am Abend mit.  Drei vom IOC benannte Ärzte - Jordi Segura (Spanien), Peter Hemmerbach (Norwegen) und Björn Ekblom (Schweden) - haben das neue Testverfahren geprüft und sollten es für praktikabel erklären. Zwei dieser Wissenschaftler sind bislang nicht hundertprozentig überzeugt von der  Methode und verlangten eine weitergehende Überprüfung "anderer Aspekte", bevor man eine Entscheidung treffen könne. 
Hintergrund
In einem offiziellen UCI-Statement hieß es, man werde nun "in den nächsten Tagen die Auswirkungen dieses Expertenurteils prüfen und über das weitere Vorgehen beraten". Ob die verbleibenden neun Tage bis zum Beginn der Tour de France ausreichen, das Verfahren doch noch durchzubringen, ist nun eher zweifelhaft. Tour-Direktor Jean-Marie Leblanc, der fest mit Einführung der Methode gerechnet hatte, und die französische Gesundheits- und Sport- Ministerin Marie-George Buffet, die die Entwicklung des neuen Tests forciert hatte, waren perplex. Zwei Stunden vor der offiziellen Bekanntgabe des Aufschubs durch die UCI hatte die Ministerin erklärt, sie rechne mit der Zulassung des neuen Kontroll-Systems «am Abend oder in den nächsten Tagen». Auf jeden Fall sollte die 87. Tour durch das neue Verfahren etwas mehr Transparenz und Glaubhaftigkeit in den Doping-Kampf bringen. Diese Hoffnung scheint nun vorerst zerstört. 
Zum ersten Mal bestand die Chance, über Urin- Tests zwischen körpereigenem und synthetisch hergestelltem EPO zu unterscheiden. Bisher war über Blutkontrollen nur ein Annäherungswert gefunden worden, der keinen schlüssigen Doping- Nachweis zuließ. Bei einem Hämatokritwert von über 50 Prozent fester Bestandteile im Blut folgte bisher durch die UCI eine Wettkampfverbot für 14 Tage aus «Gesundheitsschutz». 
Ein auffällig hoher Hämatokritwert, wie er beispielsweise im Vorjahr beim Giro d'Italia dem Spitzenreiter Marco Pantani aus Italien zum Verhängnis geworden war, muss nicht zwingend auf die Gabe von EPO zurückzuführen sein. Ein Wasserverlust im Körper oder Training in der Höhe über 3 000 Meter vermehren ebenfalls die roten Blutkörperchen und erhöhen den Hämatokritwert. Nach eigenen Angaben können die Mediziner in Chatenay-Malabry EPO bis drei Tage nach der Injektion im Urin nachweisen. Pro Woche können maximal 80 Proben analysiert werden. Die Dauer dafür betrage 48 bis 72 Stunden, wie Labor-Chef Jacques de Caurriz mitteilte. Die Testpremiere im Wettkampf sollten am kommenden Sonntag bei den französischen Straßen-Meisterschaften stattfinden.  Der 1998 bei der Tour enttarnte Betreuer des Festina-Teams, Willy Voet (Belgien), hatte in einem Enthüllungsbuch geschrieben, dass sich verschiedene Profis während der Tour ständig EPO gespritzt hätten. Von der Polizei vernommene Spitzenfahrer, unter anderen Ex- Weltmeister Alex Zülle (Schweiz), gaben EPO-Gebrauch zu und bestätigten indirekt Voets Version. Caurriz und sein Team untersuchten 102 eingefrorene Urinproben der Tour'98, davon wiesen 28 erhöhte EPO-Konzentrationen auf. Die 14 höchsten wurden analysiert - alle zeigten das Muster von gentechnisch 
Anklage gegen Pantani wegen "Sportbetrug" Pantanis Anwälte geben sich "zuversichtlich" 
07.06.00
- Die Anwälte von Marco Pantani, gegen den ein Verfahren wegen "Sportbetrugs" im Zusammenhang mit einem ins Jahr 1995 zurückreichenden Dopingverdacht läuft, haben sich "zuversichtlich" gezeigt, dass man in einem Gerichtsverfahren die
"Schwäche der Anklagepunkte" deutlich machen könne.  Nach zahlreichen anderen Doping-Ermittlungen gegen den Italiener in
Turin, Brescia, Trento und Ferrara wurde es für Pantani am Dienstag zum ersten Mal wirklich ernst. Grund der definitiven ersten Anklage gegen Pantani sind die Vorfälle vom 18. Oktober 1995. Bei einer Operation in Folge eines schweren Sturzes beim Klassiker Mailand - Turin war bei dem kleinen Kletterspezialisten ein ungewöhnlich hoher Hämatokrit-Wert (60,1 Prozent) festgestellt worden. Solch hohe Blutwerte gelten als Indiz für Doping mit EPO. "Wir sind zuversichtlich", sagte Pantani-Anwalt Gaetano Insolera nachdem ein Richter am Dienstag seine Einsprüche gegen die Klageerhebung letztinstanzlich verwarf. "In dem Gerichtsverfahren, von dem wir hoffen, dass es schnell beginnt, werden wir die Schwäche der Anklage sowohl auf medizinischer als auch juristischer Ebene beweisen." Pantanis Verteidigung, die neben Gaetano Insolera auch der Anwalt Bruno Guazzaloca unternimmt, will insbesondere darauf abstellen, dass eine Gegenanalyse den klinischen Laborergebnisse vom Oktober 1995 widerspricht. "Die Gegenanyalyse zeigt, dass es nie einen Beweis gab, dass die Abweichungen beim Hämatokritwert auf die Einnahme verbotener Produkte zurückzuführen ist", sagte Pantani-Anwalt Insolera. Nach italienischem Recht droht bei erwiesenem "Sportbetrug" eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr. Doping: Das Ende der EPO-Plage?  UCI gibt grünes Licht für neue EPO-Nachweismethode Erstmals ist ein EPO-Nachweis möglich / Start bei der Tour / Breite Zustimmung 
25.05.00 - Der Präsident des internationalen Radsportverbands, Hein Verbruggen, hat am Donnerstagabend bei einer
Pressekonferenz in Genf seine Zustimmung erklärt zur Einführung eines neuartigen Testverfahrens, mit dem Doping mit dem Hormon Erythropoietin (EPO) zweifelsfrei nachgewiesen werden kann. Das neue Verfahren soll erstmals bei der Tour de France (ab 1. Juli) Anwendung finden.
UCI-Präsident Verbruggen, sowie Leon Schattenberg, der Vorsitzende der UCI-Anti-Doping-Kommission, und UCI-Justiziar
Philippe Verbiest waren am Donnerstag nachmittag am Flughafen von Genf zusammengetroffen mit einer hochrangigen französischen Delegation u.a. mit Tour de France-Direktor Jean-Marie Leblanc, Vertreter des französischen Sportministeriums und Jacques de Ceaurris, der Chef des Dopinglabors von Chatenay-Malabry, das den neuen EPO-Urintest entwickelt hat. 
Die UCI akzeptierte die von den Franzosen vorgeschlagene Einführung der neuen EPO-Tests bei der Tour de France unter
bestimmten Vorbedingungen. "Die Radsportbewegung mit all ihren Gliederungen akzeptiert die neuen Tests, wenn bis zum 20. Juni die Überprüfung der Methode keine Zweifel ergeben haben", sagte der UCI-Präsident nach der Konferenz, die nach vier Stunden gegen 18:00 Uhr zu Ende ging. Eine der UCI-Vorbedingungen ist es, dass das Dopinglabor in Chatenay-Malabry, das das neue Test-Verfahren entwickelt hat, die Methode in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht. "Das
Labor hat uns versichert, dass dies bereits in die Wege geleitet wurde", sagte Verbruggen.
Weiteres Erfordernis der UCI ist es, dass der neue Urin-EPO-Test in einem so genannten doppelten Blindtest überprüft wird anhand von 220 Probanten. Die Ergebnisse dieser Überprüfung sollen bis zum 20. Juni vorliegen, hieß es. Dritte Voraussetzung für die Zulassung der neuen tests schon bei der in fünf Wochen beginnenden Tour de France ist es, dass drei unabhängige Experten, die vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC benannt werden, das Verfahren begutachten. "Wir sind bereit, bestimmte Risiken in Kauf zu nehmen", sagte UCI-Präsident Verbruggen. "Aber wenn unsere drei Bedingungen erfüllt werden, reicht uns das. Der Direktor der Tour de France, Jean-Marie Leblanc, gratulierte der UCI zu ihrer Entscheidung. Leblanc hatte zuvor davon gesprochen, dass mit dem neuen Nachweis-Verfahren "90 Prozent der Probleme im Radsport gelöst" würden. Der Verband der Rennställe Association internationale des groupes cyclistes professionnels
(AIGCP) begrüßte die neuen Dopingtests. "Die AIGCP ist sehr zufrieden, dass EPO nun nachgewiesen werden kann und hofft, dass das IOC die Methode so bald wie möglich absegnet", hieß es in einem offiziellen Statement. Von Seiten der AIGCP waren ihr Vorsitzender Manolo Saiz (ONCE) und Mapei-Teamchef Patrick Lefevere bei dem Treffen in Genf dabei.
Die neue Urin-Testmethode wurde vom Anti-Doping Labor Chatenay-Malabry bei Paris entwickelt. Neu daran ist nicht die
Tatsache, dass Erythropoetin im Urin nachgewiesen werden kann, -dies kann man schon lange ohne Probleme - , sondern, dass man natürliches, körpereigenes und künstlich zugegebenes EPO unterscheiden kann. Damit wäre erstmals ein zweifelsfreier Nachweis für EPO-Doping möglich.

Donnerstag, 24. Februar 2000, 15:36 Uhr  Erneut belasteter Pantani gab auf - Armstrong hinkt hinterher
Valencia (dpa) - Marco Pantani, der von der Staatsanwaltschaft in Trient wieder in Zusammenhang mit Doping belastet wird, brach am Donnerstag seinen Comeback-Versuch in Spanien vorerst ab. Der Tour- und Giro-Gewinner des Jahres 1998 trat zur 3. Etappe der Valencia- Rundfahrt, auf der am Donnerstag über 186 km fünf Berge zu erklettern waren, nicht mehr an.«Ich bin müde, aber kein Grund zur Panik. Ich halte mich am Anfang der Saison immer zurück und übertreibe nicht. Am Sonntag beim Rennen in Almeria trete ich wieder an», erklärte der 30- jährige Italiener. Am Mittwochabend war Pantani, der erstmals seit seiner Disqualifikation am 5. Juni 1999 als Spitzenreiter des Giro wegen erhöhter Blutwerte wieder ein Rennen bestritt, von Nachrichten aus der Heimat aufgeschreckt worden. Die Staatsanwaltschaft in Trient hatte ihren Untersuchungsbericht abgegeben, der Pantani erneut belastet. Zwei medizinische Gutachten der Universitäten in Parma und Genua sind danach zum übereinstimmenden Ergebnis gekommen, dass Pantanis Blutwerte nicht auf natürliche Umstände zurückzuführen seien; auch Stress sei nicht die Ursache.Die einzige «nicht übernatürliche Erklärung» sei die Einnahme von Medikamenten.Der Glatzkopf, der ab 1. März bei der Murcia-Rundfahrt auch direkt auf Jan Ullrich treffen wird, war mit dem Blutdoping-Mittel Erythropoietin (EPO) in Verbindung gebracht worden, hatte Doping aber stets vehement bestritten. Beim vergangenen Giro war er mit einem Blutwert weit oberhalb der erlaubten 50-Prozent-Grenze aufgefallen.


Mittwoch, 23. Februar 2000     Pantani schwer belastet 
(sid)- Der "Pirat" scheint sich selbst seiner sportlichen Zukunft zu berauben. Kurz nach seinem sportlichen Comeback ist Italiens Radsportstar Marco Pantani erneut ins Zwielicht des Dopingverdachts geraten. Während die Zeitungen des Landes seine vielversprechende Rückkehr bei der Valencia-Tour feiern, haben sich laut der Staatsanwaltschaft von Trient die Anzeichen verdichtet, dass der 30-Jährige vor dem Giro-Ausschluss Anfang Juni 1999 "unerlaubte" Medikamente zu sich genommen hat. Bei seinem ersten Start nach achteinhalb Monaten war der Italiener in einer Verfolgergruppe gut drei Minuten nach dem Spanier Pascual Llorente ins Ziel gekommen - keine schlechte Leistung auf der anspruchsvollen Bergetappe. Tour-Sieger Lance Armstrong und Telekom-As Erik Zabel (Unna) folgten erst weitere sechs Minuten zurück. "Ich bin zufrieden mit mir. Ich fühle mich zwar etwas müde, aber das ist besser als die geistige Leere der letzten Monate", sagte Pantani. Gleichzeitig aber gab die Staatsanwaltschaft Trient ihren Untersuchungsbericht ab, der den Giro- und Tour-Sieger von 1998 erneut schwer belastet. Zwei medizinische Gutachten der Universitäten in Parma und Genua sind danach zu übereinstimmenden Ergebnissen gekommen: "Pantanis erhöhte Blutwerte beim Giro 1999 können nicht auf natürliche Umstände zurückzuführen sein, auch nicht auf Stress",heißt es in den Analysen der Professoren Vittorio Rizzoli (Parma) und Giovanni Menioli (Genua). Die einzige "nicht übernatürliche Erklärung" sei die Einnahme von Medikamenten.


Ärzte Zeitung, 23.4.1999    
Australische Wissenschaftler: EPO bewirkt "unglaubliche Leistungsschübe"

Neu-Isenburg (Smi). Durch die Gabe von Erythropoietin (EPO) an Sportler sind "unglaubliche Leistungsschübe" zu erzielen. Das ist ein Ergebnis jener Tests, die das Nationale Australische Sportinstitut (AIS) derzeit an 22 Probanden vornimmt. Die Hälfte der 22 Athleten hatte EPO, die andere Hälfte Placebos erhalten. Bei ersteren waren "erhebliche Leistungsfortschritte gemessen" worden. Hintergrund der Testreihe ist das Vorhaben, einen standardisierten Urin- oder Bluttest zu entwickeln, mit dem die Zufuhr von künstlich hergestelltem EPO zweifelsfrei nachgewiesen werden kann. Das Testprogramm war von der Ethik-Kommission und der australischen Anti-Doping-Agentur gebilligt worden. Ziel ist die Einführung eines Tests noch vor Beginn der Olympischen Spielen 2000 in Sydney.


Montag, 10. Januar 2000   Doping-Vorwürfe gegen dänischen Rad-Profi Rolf Sörensen
Kopenhagen (dpa) - Der dänische Radsport-Profi Rolf Sörensen soll seine größten internationalen Erfolge mit  systematischem Doping erreicht haben. Der Fernsehsender DR 1 strahlte am Sonntagabend ein Dokumentarprogramm aus, wonach Sörensen nach Unterlagen der italienischen Justizbehörden 1993 als Fahrer der Carrera-Mannschaft mit dem Blutverdünnungs-Mittel EPO gedopt worden sein soll. Der selbe Sender hatte zuvor bereits international stark beachtete Programme mit Doping-Vorwürfen gegen das Team Deutsche Telekom sowie den Dänen Bjarne Riis ausgestrahlt, der 1996 die Tour de France als Telekom-Fahrer gewann. Als medizinisch Verantwortlicher für das Doping mit Sörensen wurde in dem Programm der Italiener Giovanni Grazzi genannt, der Mannschaftsarzt bei Carrera war. Ebenfalls am Sonntag schlug der Präsident des dänischen Radsport- Verbandes DCU, Peder Pedersen, eine generelle Amnestie für Radsportler vor, die Doping zugeben. Ein solches «freies Geleit» für reuige Sportler sei die einzige Möglichkeit, mit dem weit verbreiteten Missbrauch der letzten Jahre aufzuräumen und einen neuen Start zu ermöglichen. Pedersens Vorschlag wurde von führenden Spitzenfunktionären anderer Verbände abgelehnt. Das Interesse am Radsport, vor allem durch die Erfolge von Riis seit 1995 enorm angestiegen, hatte bereits im letzten Sommer wegen immer neuer Doping-Enthüllungen drastisch abgenommen. Dies schlug sich sowohl in den Einschaltquoten bei Übertragungen von der Tour de France und anderen Rennen wie auch den nur noch sporadischen Reisen von Fans zu Großveranstaltungen nieder.


Mediziner und Sportler: Epo-Doping wurde in Italien vertuscht      Freitag, 31. Dezember 1999
Rom (dpa) - Das Nationale olympische Komitee Italiens (Coni) und seine Verbände sollen ersten Anzeichen für systematisches Blutdoping bei italienischen Ausdauersportlern jahrelang nicht ernsthaft nachgegangen sein.
Diesen Vorwurf erhob am Freitag der ehemalige Arzt der U 23-Rad-Nationalmannschaft, Prof. Luigi Pressi, in der «La Gazzetta dello Sport». Der ehemalige Ski-Langläufer Silvano Barco warf dem italienischen Radsportverband in der «La Repubblica» vor, Athleten Mitte der 90er Jahre zu Blutdoping mit Erythropoietin (EPO) gedrängt zu haben. «Wer es nicht benutzte, flog raus. Ich bin aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen worden, weil ich mich gewissen Behandlungen nicht unterzogen habe», sagte Barco. Wären die zuständigen Stellen in Rom den Hinweisen auf Blutdoping sofort nachgegangen, wäre der größte Doping-Skandal in der Geschichte des italienischen Sports bereits vor Jahren aufgeflogen. 1996 unterrichtete der Sportmediziner Prof. Luigi Pressi nach eigenen Angaben die Antidoping-Kommission des Coni über verdächtig schwankende Blutwerte bei einigen Radrennfahrern der U 23- Nationalmannschaft. «Ich lieferte Namen und Blutwerte, aber es geschah nichts», sagte Pressi. Anstatt den besorgten Hinweisen des Mediziners nachzugehen, habe der Radsportverband vielmehr unmittelbar nach seiner Aussage die Zusammenarbeit mit ihm beendet, erklärte Pressi. Radfahrer, Ski-Langläufer und andere Ausdauersportler sollen jahrelang in Italien systematisch mit Epo gedopt worden sein. Das vom Coni finanzierte Sportinstitut von Prof. Conconi in Ferrara gilt dabei als das Zentrum des Blutdopings in Italien. Gegen Conconi wird ermittelt, dessen Schüler Michele Ferrari wurde in Bologna am Dienstag wegen Dopings angeklagt. Bei Hausdurchsuchungen bei den beiden Medizinern fielen den Staatsanwälten Listen in die Hände, die über mehrere Jahre hinweg verdächtig schwankende Blutwerte von dutzenden von Weltklasse-Athleten zeigen. Experten führen vor allem die jeweils während der Wettkampfphasen deutlich ansteigenden Hämatokritwerte der Athleten auf Epo-Doping zurück.Zu den unter Dopingverdacht geratenen gehören auch die erst kürzlich ins Internationale Olympische Komitee (IOC) gewählte ehemalige Ski-Langläuferin Manuela Di Centa und Radstars wie der Giro d«Italia und Tour-de-France-Sieger von 1998,
Marco Pantani, die Giro- Sieger Pawel Tonkow (Russland) und Ivan Gotti,Stundenweltrekordler Tony Rominger (Schweiz) und die Zeitfahr-Weltmeister Abraham Olano (Spanien) und Laurent Jalabert.

In Italien Doping-Verdacht durch CONI vertuscht     Freitag, 31. Dezember 1999
Rom - In Italiens Presse werden verstärkt Anklagen gegen das Nationale olympische Komitee Italien (CONI) und seine Verbände erhoben, weil den Anzeichen für systematisches Blutdoping bei Ausdauersportlern nicht ernsthaft nachgegeangen worden ist. So hat der ehemalige Arzt der U 23-Rad-Nationalmannschaft, Prof. Luigi Pressi, in "Gazetta dello Sport" erklärt, dass er schon 1996 die Anti-Doping-Kommission des CONI über verdächtig schwankende Blutwerte bei einigen Radrennfahrern der U 23-Nationalmannschaft unterrichtet hätte. Pressi übermittelte alle Details, ohne das daraufhin Überprüfungen erfolgten. Die einzige Reaktion war, die Zusammenarbeit mit ihm wurde beendet. Radfahrer, Ski-Langläufer und andere Ausdauersportler sollen jahrelang in Italien systematisch mit Epo gedopt worden sein. Das vom Coni finanzierte Sportinstitut von Prof. Conconi in Ferrara gilt dabei als das Zentrum des Blutdopings in Italien. Gegen Conconi wird ermittelt, dessen Schüler Michele Ferrari wurde in Bologna in dieser Woche wegen Dopings angeklagt. Bei Hausdurchsuchungen bei den beiden Medizinern fielen den Staatsanwälten Listen in die Hände, die über mehrere Jahre hinweg verdächtig schwankende Blutwerte von dutzenden von Weltklasse-Athleten zeigen. Experten führen vor allem die jeweils während der Wettkampfphasen deutlich ansteigenden Hämatokritwerte der Athleten auf Epo-Doping zurück. Zahlreiche prominente Namen gehören zu den unter Doping-Verdacht stehenden Athleten. Tour-de-France-Sieger 1998 Marco Pantani (Foto), Giro- Sieger Pawel Tonkow (Russland), Stundenweltrekordler Tony Rominger (Schweiz), die Zeitfahr-Weltmeister Abraham Olano (Spanien) und Laurent Jalabert (Frankreich) sowie die erst kürzlich in Internationale Olympische Komitee (IOC) gewählte ehemalige italienische Ski- Langläuferin Manuela Di Centa.

EPO-Skandal in Italien
Mittwoch, 29. Dezember 1999
Neue «Doping-Liste» mit Tonkow und Gotti
Bologna (dpa) - Italiens Staatsanwälte ziehen die Schlinge im größten Doping-Skandal des Landes immer enger zu. Die Staatsanwaltschaft in Bologna erhob am Dienstagabend Anklage gegen den Sportmediziner Michele Ferrari. Der Schüler und frühere Mitarbeiter von Prof. Francesco Conconi soll vor allem Rad-Profis mit Erythropoietin (EPO) gedopt haben. Die «La Gazzetta dello Sport» veröffentlichte am Mittwoch eine Liste mit neun von Ferrari betreuten Rad-Profis, deren Hämatokritwerte regelmäßig vor den Rennen unnatürlich hoch angestiegen seien, was als deutliches Indiz für Blutdoping gelte. Ähnlich verdächtig schwankende Blutwerte waren bereits von Italiens Radsport-Idol und Tour-de-France-Sieger Marco Pantani veröffentlicht worden. Auf der neuen Liste stehen Weltklassefahrer wie die Giro d«Italia-Sieger Pawel Tonkow (Russland) und Ivan Gotti, Stundenweltrekordler Tony Rominger (Schweiz), die Zeitfahr- Weltmeister Abraham Olano (Spanien) und Laurent Jalabert (Frankreich), Berg-Spezialist Fernando Escartin (Spanien), Gianlucca Bortolami und Girogio Furlan sowie die nicht von Ferrari betreuten Cross-Weltmeister Daniele Pontoni und Davide Bramati.Die mutmaßliche Doping-Liste, die Staatsanwalt Pierguido Soprani in den Büros von Ferrari beschlagnahmt hatte, liegt bereits der Anti- Doping-Kommission des Nationalen Olympischen Komitee Italiens (Coni) in Rom vor. Deren Vorsitzender, Giacomo Aiello, kündigte Ermittlungen gegen die Profis an. Die in der Liste verzeichneten Hämatokritwerte der Profis steigen in Wettkampfphasen um bis zu 16,5 Prozent wie im Fall Tony Romminger an. «Solche Schwankungen sind nur auf die Einnahme von verschiedenen Substanzen zurückzuführen», erklärte Prof. Plebani von der Universität Padua. Bei Pawel Tonkow wurde während seines Giro-Triumphs 1996 ein Hämatokritwert von 51,5 Prozent gemessen. Drei Monate später lag er nur noch bei 40,9 Prozent. Der Giro-Sieger von 1999, Ivan Gotti, hatte im Jauar 1997 einen Hämatokritwert von 35,2 Prozent. Im Juni 1998 lag er bei 50,7.Einige Profis, deren geheime Blutanalysen bei Ferrari beschlagnahmt wurden, tauchen auch auf der so genannten Epo-Doping- Liste von Prof. Conconi auf, gegen den die Staatsanwaltschaft in Ferrara wegen jahrelangen systematischen Blutdopings mit Epo ermittelt. Die in Ferrara beschlagnahmten Blutanalysen belasten neben anderen auch die erst kürzlich ins Internationale Olympische Komitee (IOC) gewählte ehemalige Skilangläuferin Manuela Di Centa, die Skilangläufer Silvio Fauner und Maurilio De Zolt sowie die früheren Rad-Profis Claudio Chiappucci und Gianni Bugno sowie auch Marco Pantani. Die Hämatokritwerte des Giro- und Tour-Siegers von 1998 seien zwischen 1993 und 1995 jeweils in den Wettkampfphasen um bis zu 41 Prozent angestiegen. Bis auf den Rad-Profi Gianluigi Barsotelli, der Epo-Doping zugab, bestritten bislang alle unter Verdacht geratenen Sportler, je Epo genommen zu haben. Di Centa versuchte die Schwankungen ihres Hämatokritwerts mit einer Schilddrüsenerkrankung zu erklären. Auch Conconi wies die Anschuldigungen zurück. Er wolle die Vorwürfe vor Gericht entkräften. «Ich setze auf die Richter», sagte der jahrelang vom Coni finanzierte Sportmediziner der «La Gazzetta dello Sport», die Conconis Institut als das «Epizentrum des nationalen Dopings» bezeichnet hatte. Auf Grund der engen Verbindung von Conconi zum Coni hatte die «La Repubblica» gar von «Staatsdoping» gesprochen.Italiens Sportministerin Giovanna Melandri forderte Coni auf, den Doping-Skandal schonungslos aufzuklären. «Auch auf die Gefahr hin, dass unser Medaillenspiegel dann weniger reichhaltig, dafür aber ehrlicher ist», sagte die Ministerin in Rom. Coni-Präsident Gianni Petrucci versicherte, «Coni werde im Interesse aller absolute Klarheit schaffen.» Unterdessen kündigten Parlamentarier in Rom an, dass das italienische Doping-Gesetz bis Februar verabschiedet werde.

Mittwoch, 29. Dezember 1999
(sid)- Die Schlagzeilen um Doping im Radsport reißen nicht ab. In Italien ist am Mittwoch ein weiterer prominenter Sportarzt und damit auch der deutsche Radprofi Andreas Kappes aus Köln in den Sog des Dopingskandals geraten. Die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Ferrara hat die Eröffnung eines Strafverfahrens gegen den Mediziner Michele Ferrari beantragt. Ferrari gilt als Vertrauensmann von Professor Francesco Conconi, der mehreren italienischen Hochleistungssportlern zwischen 1992 und 1995 das Blutdoping-Mittel Erythropoietin (EPO) verabreicht haben soll.Ferrari soll laut den Staatsanwälten bekannten Radprofis wie Abraham Olano, Fernando Escartin, Andreas Kappes sowie den Ex-Profis Claudio Chiappucci und Tony Rominger EPO verschrieben haben. Ferrari und Conconi erklärten sich aber zuversichtlich, dass ihre Unschuld bewiesen werde. "Prozesse finden in den Gerichtssälen und nicht in Zeitungsredaktionen statt", betonte Conconi nach Angaben des Mailänder Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport". Von Conconi wurden Radstar Marco Pantani sowie die Ski-Langläuferin Manuela Di Centa behandelt.Italiens Ski- und Radprofis wiesen am Dienstag engagiert den Vorwurf zurück, von Francesco Conconi mit dem Blutdoping-Mittel Erythopoietin (EPO) behandelt worden zu sein. Auf der Liste der Staatsanwälte von Ferrara, die gegen Dutzende von Athleten die Ermittlungen aufgenommen haben, die von Conconi zwischen 1993 und 1995 behandelt worden sind, steht neben Kappes auch Pantani.
30. Dezember 1999
Coni will Doping-Sumpf trockenlegen
Rom (dpa) - Das Nationale Olympische Komitee Italiens (Coni) geht bei der Aufklärung des größten Doping-Skandals in der Geschichte des Landes in die Offensive. «Wir werden nicht aufhören, bis wir alles bis auf den Grund aufgeklärt haben», versprach Coni-Präsident Gianni Petrucci in Rom. Der Chef der Antidoping-Kommission des Coni, Giacomo Aiello, kündigte die ersten Vorladungen der unter Dopingverdacht stehenden Sportler, Mediziner und Sportfunktionäre für Anfang Januar an. Unterdessen gab der bislang einzig geständige Doping-Sünder, der ehemalige Radprofi Gianluigi Barsotelli, gegenüber dem Bologneser Staatsanwalt Pierguido Soprani am Mittwoch zu, «sich selbst mit EPO gedopt zu haben, während er von Prof. Conconis Sportinstitut in Ferrara betreut wurde».Den Dopingfahndern in Rom liegen mittlerweile die brisanten Ermittlungsergebnisse verschiedener Staatsanwaltschaften Italiens vor. Demnach sollen in den 90er Jahren in Italien Ausdauersportler wie die erst kürlich ins Internationale Olympische Komitee (IOC) gewählte ehemalige Ski-Langläuferin Manuela Di Centa und Radstars wie der Giro d«Italia und Tour-de-France-Sieger von 1998 Marco Pantani, die Giro-Sieger Pawel Tonkow (Russland) und Ivan Gotti, Stundenweltrekordler Tony Rominger (Schweiz) und die Zeitfahr- Weltmeister Abraham Olano (Spanien) und Laurent Jalabert systematisch mit Erythropoietin (EPO) gedopt worden sein. Sie alle müssen mit einer Vorladung der Antidoping-Kommission des Coni rechnen.
Den Anfang machen die Doping-Fahnder in Rom am 7. Januar mit den Teamchefs und Ärzten der italienischen Rad-Rennställe «Veneta Trevigiani», «Futura Team» und «Vellutex Vigorplant». Ab 15. Januar werden nach Angaben der «La Gazzetta dello Sport» vom Donnerstag mindestens fünfzehn Weltklasse-Radprofis vorgeladen, die in Ferrara und Bologna von Prof. Francesco Conconi und seinem Schüler Michele Ferrari betreut wurden.
Das jahrelang vom Coni finanzierte Sportinstitut von Conconi gilt als das «Epizentrum» des Blutdopings in Italien. Gegen Conconi wird ermittelt, Ferrari wurde in Bologna am Dienstag wegen Dopings angeklagt. Bei Hausdurchsuchungen bei den beiden Medizinern fielen den Staatsanwälten Listen in die Hände, die über mehrere Jahre hinweg verdächtig schwankende Blutwerte von Dutzenden von Weltklasseathleten zeigen. Experten führen vor allem die jeweils während der Wettkampfphasen deutlich ansteigenden Hämatokritwerte der Athleten auf Epo-Doping zurück.
Parallel zu den Ermittlungen des Coni in Rom gehen die Nachforschungen der Staatsanwälte weiter. In Bologna erwartet man, dass das IOC-Mitglied Manuela Di Centa erneut angehört werden wird. Die Ski-Langläuferin hatte ihre unnatürlich hohen Hämatokritwerte mit einer Schilddrüsenerkrankung erklärt und wie fast alle anderen unter Verdacht geratenen Sportler bislang alle Doping-Anschuldigungen zurückgewiesen.


Erythropoetindoping ist nicht nachzuweisen Ärztezeitung 5.10.1999
Auch in den nächsten Jahren wird es nicht gelingen, ein Doping mit EPO nachzuweisen. Die bisher verwandten Techniken können nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit darauf hindeuten , dass Sportler die Bildung roter Blutkörperchen mit rekombinanten EPO verbotener Weise stimuliert haben. Allerdings gibt es inzwischen Erkenntnisse ,dass Doping mit EPO offenbar nur selten einen zusätzlichen Leistungsfördernden Effekt  bei trainierten Sportlern hat.  Es gibt derzeit keine praktikable Methode , um Blutdoping mit EPO bei Sportlern nachzuweisen, wie Professor  Klaus Müller vom Institut für Dopinganalytik in Kreischa beim 36. Deutschen Kongreß für Sportmedizin und Prävention in Freiburg gesagt hat. Indirekte Methoden wie Hämatokrit, des Gesamthämoglobins oder Erythrozytenmange reichten nicht aus für einen Nachweis. Die Wirkung von EPO auf die Leistungsfähigkeit werde von Sportlern jedoch hysterisch überbewertet.Es ist zwar klar belegt, dass bei Sportlern mit zunehmender Hämoglobin und Erythrozytenkonzentration im Blut auch die max. mögliche Sauerstoffaufnahme und damit die Leistungsfähigkeit steigt.Nach Angaben von Dr. Huonker von der Abteilung für Sportmedizin der medizinischen Universitätsklinik in Freiburg gibt es jedoch offenbar einen oberen Grenzwert, der bei etwa 16 Gramm Hb pro Deziliter Blut liegt.Ab diesem Limit bringe eine weitere Erhöhung der Hämoglobinkonzentration keine weitere Leitungssteigerung mehr.. Huonker begründet dies mit Befunden bei Spitzensportlern. Obwohl bei  solche Athlethen in Untersuchungen Hb-Werte in einer Streubreite von 15-18 g/dl gefunden würden,sei die max. Sauerstoffaufnahme beiihnen Ähnlich.Ob EPO bei den meisten Sportlern zu einer Leistungsteigerung führt ist daher fraglich,schloß  Professor Keul aus  Freiburg aus den Befunden.
Ärzte Zeitung, 17.6.1999 
Kölner Biochemiker  "Auf absehbare Zeit kein Nachweis von EPO möglich"

Neu-Isenburg (Smi). Von einem direkten Nachweisverfahren für Erythropoetin (EPO) ist die Wissenschaft noch sehr weit entfernt. Diese Auffassung hat Professor Wilhelm Schänzer, Leiter des Instituts für Biochemie an der Deutschen Sporthochschule in Köln, in einem Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" vertreten.Er antwortete damit auf eine Ankündigung des französischen Mediziners Professor Gerard Dime, Leiter des Instituts für Biotechnologie in Troyes. Dieser hatte auf einem Kongreß in Barcelona erklärt, die Einführung von EPO-Tests sei bereits zur Tour de France (Beginn: 3. Juli) möglich. Der potentielle Test basiere auf der Tatsache, daß sich die Molekularstruktur von körpereigenem und infundiertem Erythropoetin deutlich unterscheide.Dem widerspricht Schänzer. "So deutlich sind diese Unterschiede nicht. Es gibt Unterschiede quantitativer Art in den Zuckerketten. Aber das ist an großen Mengen EPO dokumentiert worden, und zwar bei Kranken, die sehr viel EPO produzieren." Auch die verschiedenen rekombinanten EPO-Formen unterschieden sich voneinander, so Schänzer. Die qualitativen Unterschiede zwischen körpereigenem und zugeführtem EPO seien so gering, daß sie mit der zur Verfügung stehenden Analytik nicht erfaßt werden könnten. "Kurz: Wir kennen derzeit keine Methodik, die diese Unterschiede eindeutig herausarbeiten kann." Zukünftig werde dies sogar noch weiter erschwert, da für die Produktion von rekombinantem EPO bald auch menschliche Zellen verwendet würden.


Ärzte Zeitung, 17.5.1999    Radsport-Masseur bezichtigt auch Bjarne Riis der EPO-Einnahme
Neu-Isenburg (Smi). Der französische Radprofi Richard Virenque gerät immer mehr unter Druck. Willy Voet, ehemaliger Masseur des Festina-Teams, hat den 29jährigen Virenque jetzt erneut der bewußten Doping-Einnahme beschuldigt. In dem Vorabdruck eines so titulierten Enthüllungsbuchs von Voet, das am 18. Mai erscheinen soll, wird außer Virenque auch der Däne Bjarne Riis vom Team Deutsche Telekom des Dopings bezichtigt.In dem von Voet gelenkten Festina- Mannschaftswagen waren im vergangenen Jahr jene Dopingpräparate gefunden worden, die den Skandal rund um die Tour de France ins Rollen gebracht haben. Virenque hat stets bestritten, sich der unerlaubten Leistungsmanipulation schuldig gemacht zu haben. Bei dieser Aussage sei er auch bei seiner Vernehmung durch die Pariser Polizei geblieben. Voet behauptet in seinem Buch jedoch, Virenque sei bereits 1993 mit Doping in Berührung gekommen.Weiter heißt es in dem Buch, Bjarne Riis, 1996 Gewinner der Tour de France, werde von den übrigen Fahrern "Monsieur 60 Prozent" genannt. Dies sei als eine Anspielung auf den  über 50 Prozent, auf eine Einnahme des Dopingpräparats Erythropoietin (EPO) hinweist.


Ärzte Zeitung, 10.5.1999   Blutdoping / Kontrollen-EPO - dreißig Radprofis überführt
Neu-Isenburg (Smi). Seit Einführung der Blutkontrollen durch den Internationalen Radsport-Verband UCI am 1. Januar 1997 sind 30 Profis der Einnahme des Hormons Erythropoietin (EPO) überführt worden. Insgesamt wurden 2147 Sportler untersucht, teilte der Verband mit. Australische Forscher arbeiten derzeit an einer eindeutigen Nachweismethode für das Blutdoping. Bislang gibt es nur den indirekten Nachweis: Wenn der Hämatokrit-Wert über 50 Prozent und der Hämoglobinwert über 11,5 Millimol pro Liter Blut liegt, gilt ein Athlet als Blutdoping-verdächtig. Inzwischen hat der ehemalige Radprofi Francesco Moser zu einem Boykott der diesjährigen Tour de France (3. bis 25. Juli) aufgerufen. "Es muß endlich entschieden werden, was wichtiger ist, der Sport oder die Justiz", sagte der Italiener nach seiner Anhörung durch die Anti-Doping-Kommission des italienischen NOK. Moser, der in einem Interview mit der Sportzeitung "L‘Equipe" zugegeben hatte, während seiner Karriere EPO genommen zu haben, hatte sich der Kommission freiwillig als Zeuge zur Verfügung gestellt. Moser forderte für den Kampf gegen Doping die Einigkeit aller Verbände.


"Pro Blutkontrollen" - Langläufer starten Initiative gegen EPOVon Pete Smith  8.7.99
Derzeit vergeht kein Tag ohne neue Spekulationen oder Verdächtigungen rund um das Lipoprotein Erythropoetin, besser bekannt als EPO. Drei Verbände (Radsport, Skilanglauf, Biathlon) haben auf die anhaltende Diskussion reagiert und Blutkontrollen eingeführt. Die Tests, ausdrücklich als Präventivmaßnahmen bezeichnet, sollen den Sportler schützen, zum direkten EPO-Nachweis taugen sie bekanntlich nicht. Wohl aber ließen sich mit Hilfe regelmäßiger Blutkontrollen Hormonprofile erstellen, auffällige Abweichungen von diesen Durchschnittswerten könnten dann als indirekter EPO-Nachweis gelten. Regelmäßige Blutkontrollen setzen jedoch die Zustimmung der Betroffenen voraus - und an dieser mangelt es bislang.Eine entsprechende Initiative kommt derzeit von ungewohnter Seite. Es sind nicht die oft gescholtenen Radprofis, sondern deutsche Langstreckenläufer, die per Internet zu einem aktiven Kampf gegen EPO aufrufen. "Pro Blutkontrollen" nennen Martin Block, deutscher Vizemeister über 10 000 Meter, André Green, Deutscher Meister über 3000-Meter-Hindernis, sowie dessen Kollege Mark Ostendarp ihre im Dezember vergangenen Jahres gestartete Initiative. Auf ihrer Homepage (http://members.xoom.com/problut) fordern sie ihre Langlaufkollegen auf, ihrem Beispiel zu folgen und sich für freiwillige Blutkontrollen zur Verfügung zu stellen.
Datei warnt vor Gefahren des EPO-Konsums
Es ist das erste Mal, daß Kaderathleten eine solch breit angelegte Initiative gestartet haben. Block verfolgt dabei auch ein kurzfristiges Ziel. Unmittelbar nämlich will er seine Sportlerkollegen aufklären, weshalb er unter anderem eine umfangreiche Datei über Erythropoetin ins Internet gestellt hat, in der er besonders auch auf die Gefahren durch EPO-Konsum eingeht.Der 26jährige Student der Sportwissenschaft betrachtet seine Aktion als überfällig. "Wir sind doch alle verdächtig", stellt er im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" fest. "Da sollten wir doch auch alle dafür sorgen, daß die, die panschen, erwischt werden, und die, die es nicht tun, als sauber zu gelten haben."Bereits im vergangenen Jahr hatte der DLV ein Rundschreiben verschickt, worin er seine Kaderathleten um das Einverständnis für Blutkontrollen bat. Von 122 Athleten hatten 104 reagiert. 101 haben sich mit Blutkontrollen einverstanden erklärt. Doch seither sei nichts passiert, so Block: "Manchmal hat man schon den Eindruck, als ob der DLV das Thema am liebsten unter den Teppich kehren würde."Eine Unterschriftenaktion von Aktivenseite, da ist sich Block sicher, erhöht die öffentliche Glaubwürdigkeit, daß die Athleten den Kampf gegen Doping wirklich ernst nehmen. Unglücklich ist der Kölner Student jedoch über die derzeitige Resonanz seiner Internet-Aktion. Bislang nämlich haben erst 53 Athleten den Aufruf unterschrieben, darunter einige Breitensportler. Nur wenige Prominente unterstützen Blocks Initiative. Dieter Baumann el (Deutscher Meister über 1500 Meter) gehören dazu.Nicht reagiert haben bislang die Marathon-Läuferinnen Katrin Dörre-Heinig und Uta Pippig sowie der 800-Meter-Europameister Nils Schumann oder sein Konkurrent Nico Motchebon.Auch der Europameisterschafts-Dritte über 10 000 Meter, Stephane Franke, sowie der Europameister über 3000-Meter-Hindernis, Damian Kallabis, ignorieren die Aktion. Beide hatten während der EM in Budapest im vergangenen Jahr eine Infusion mit dem Blutplasmaexpander HES erhalten. Das verschreibungspflichtige Medikament verhindert die Verklumpung des Blutes, die bei auch EPO-Konsum auftreten kann. Da HES nicht auf der Dopingliste stand, konnten Franke und Kallabis nicht belangt werden. Der Fall hat jedoch das Thema EPO in der Leichtathletik erstmals öffentlich gemacht.Block will auf jeden Fall weiterkämpfen. "Ich glaube, wir können nur über Druck etwas bewegen", sagt der 26jährige. Sein Credo hat er von DLV-Arzt Dr. Karlheinz Graff übernommen, der den Fall Franke/Callabis seinerzeit publik gemacht hatte: "Wenn gedopte Athleten weit über die Grenzen des Erlaubten hinaus handeln, dann muß man bei der Bekämpfung des Dopings bis an die Grenze des Erlaubten gehen, sonst ist man chancenlos.


UCI beschließt Bluttests
Der Radsport-Weltverband UCI hat die Einführung von Bluttests beschlossen, um intensiver gegen das Doping-Mittel EPO (Erythropoetin) vorgehen zu können. Die Fahrer, die bei den Kontrollen auffallen, werden zunächst nicht bestraft, sind aber bis zu einem erneuten Test von den Rennen ausgeschlossen. Der Fahrer wird in dieser Zeit als nicht rennbereit eingestuft.Die Anti-Doping-Kommission des UCI hat in langen Sitzungen sich auf die genauen Bestimmungen für die Bluttests geeinigt und legte einen Grenzwert für dieDickflüssigkeit des Blutes (Hämatokrit-Wert) auf 50 fest. Das Überschreiten dieses Wertes führt zu entsprechenden Maßnahmen. Die Tests sollen zum ersten Mal bei Paris-Nizza durchgeführt. Bei den dreiwöchigen Rundfahrten sind Kontrollen vor dem Start, zur Hälfte sowie am Schluß geplant.Die Einführung der Bluttests war von den Fahrern gefordert worden, weil EPO (das zur Vermehrung der roten Blutkörperchen dient und somit die Sauerstoffaufnahmekapazität vergößert) immer häufiger im Radsport angewendet wird und es sich nicht im Urin nachweisen läßt. Zusätzlich soll das Hormon zum Tode von einigen Fahrern geführt haben.Im Team Telekom erklärte man sich mit dem Entschluß der UCI einverstanden. "Wenn das stimmt, was man aus Italien hört, dann ist die Einführung der Bluttests notwendig, um wieder eine gleiche Ausgangsbasis für alle zu schaffen", erklärte der Tour-de-France-Zweite Jan Ullrich.
Umstritten ist aber noch der Hämatokrit-Grenzwert von 50. Der deutsche Meister Christian Henn hält den Grenzwert, wie die meisten Fahrer, zu niedrig: "Allein ein Höhentrainingslager oder ein Flüssigkeitsverlußt lassen diesen Wert schnell auf 50 steigen. Dann darf man nicht starten und das kommt einer Bestrafung gleich, auch wenn man nichts genommen hat." BDR-Präsident Werner Göhner, Mitglied der Anti-Doping-Kommission der UCI, sieht das anders: "Mancher plädiert sogar für einen Wert um 45, aber Tatsache ist, daß ab einem Hämatokrit-Wert von über 50 die Gesundheit des Sportlers gefährdet ist, und wir wollen unsere Fahrer schützen."
Dennnoch räumt Werner Göhner ein, daß der Grenzwert nur eine Übergangslösung sein kann, weil ein Überschreiten des Wertes allein kein Beweis für Doping sein kann. Erst wenn Tests das synthetische EPO vom natürlichen unterscheiden können, ist ein Nachweis tatsächlich möglich. "Diese Tests gibt es derzeit noch nicht, doch wir wollten in unserem Kampf gegen EPO einen ersten Schritt machen", erklärte Göhner.


Tour de France  -----  Leblanc: "EPO ist praktisch verschwunden"
25.07.99 - Tour de France-Direktor Jean-Marie Leblanc glaubt,der Radsport hat seine dunkelsten Tage überwunden und ist nachden Dopingskandalen, die die Tour im letzten Jahr an den Rande des Abbruchs brachten, auf dem Weg zu einer besseren undsaubereren Zukunft. Die Frankreich-Rundfahrt 1999 war eine"Übergangs-Tour" auf dem Weg dahin, so Leblanc am Sonntag in einem Interview mit der spanischen Tageszeitung El Pais "Ich glaube, wir haben eine Tour des Übergangs erlebt, aber der Übergang zu etwas Positivem. Nach dem, was ich in den Zeitungen las und nach Gesprächen mit Fahrern und derenSportdirektoren, bin ich zu der Überzeugung gekommen, daß wirauf dem richtigen Weg sind", so Leblanc. Er sei beeindruckt von dem Fortschritt, der im Kampf gegenDoping in den letzten zwölf Montaten gemacht wurde. "EPO istpraktisch verschwunden", so Leblanc, der bei der Tour in diesemJahr "eine andere Mentalität bei den Sportdirektoren undTeamärzten sowie den Fahrern" festgestellt hat. Die künstliche Zugabe von EPO, Erythropoetin, einem Hormon,das die Produktion der sauerstofftragenden roten Blutkörperchenanregt, war in den vergangenen Jahren zu dem weitverbreitestenDopingprodukt geworden. EPO ist immer noch nicht nachweisbar. Im Radsport behilft man sich mit dem Messen desHämatokritwertes, dessen Höhe ein Indiz für EPO-Doping ist. Beider Tour de France 1999 war in zahlreichen Tests kein einzigerFahrer mit einem verdächtig hohen Hämatokritwert aufgefallen.Im Rückblick auf die von polizeilichen Durchsuchungen undVerhaftungen überschattete Tour im letzten Jahr sprach Leblancvon einem "höchst angespannten psychologischem Klima", fürdas aber nicht er verantwortlich war. "Leute wie Manolo Saiz (der ONCE-Sportdirektor, der aus Protest sein Team damals zurückzog und später Leblanc aufübelste beleidigte, die Red.) dachten , der Direktor der Tour deFrance kann die Polizei einfach stoppen - aber ich konnte garnichts tun."


Künstliches Blut bald marktreif
Erstmals hat eine Firma künstliche Sauerstoffträger unter "echten" Produktionsbedingungen hergestellt. Bald soll das synthetische Blut marktreif werden, verkündet die SanguiBioTech AG Witten. Das auf Schweine-Hämoglobin basierende Produkt wurde bereits im Juni 2000 beim Deutschen Patentamt München zum Patent eingereicht. "Wir haben alle Zwischenschritte auf dem Weg zur Herstellung der künstlichen Sauerstoffträger zu einer Produktionskette erbracht", so Bernd Fiedler, Leiter der Entwicklungsabteilung des Unternehmens. In einer nächsten Stufe soll die Herstellung größerer Mengen vorbereitet werden. Fiedler bezeichnet die erfolgreiche Pilotproduktion als Meilenstein für eine industrielle Herstellung von künstlichem Blut. Bei Tierversuchen haben sich die künstlichen Sauerstoffträger bereits bewährt. Die Einsatzmöglichkeiten des neuen Produkts sind vielfältig, beispielweise in der Notfallmedizin. Das künstliche Blut ist in großen Mengen verfügbar, ermöglicht also Unabhängigkeit von Spenderblut. Auch bei chronischem Sauerstoffmangel von Geweben, wie nach akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einem Schlaganfall könnte das künstliche Blut eingesetzt werden.  In der Krebstherapie ist ein Einsatz als Blut-Additiv (Blutzusatz) denkbar. Durch verbesserte Sauerstoff-Versorgung von Tumoren wird die Wirksamkeit der Strahlen- und Chemotherapie erhöht. Im kosmetischen Bereich sind Anwendungen in Form von Gelen und Emulsionen zur Regeneration der Haut denkbar.  Das Marktpotenzial für den künstlichen Sauerstoffträger ist nach. Angaben des Unternehmens, ein Tochterunternehmen der Sangui BioTech Inc. Santa Ana in Kalifornien, riesig. Allein in den USA wird das Potenzial auf jährlich 1,5 Milliarden Dollar geschätzt. 
http://www.wissenschaft.de  Jutta Perkert   09.03.2001


Ausblick-bald im Doping?? EPO und kein Ende? -
Erythropoese stimulierende Protein (Novel Erythropoiesis Stimulating Protein: NESP)


Derzeit wird ein neuartiges, hyperglykosyliertes und in dieser Form natürlicherweise nicht vorkommendes modifiziertes Molekül des rHuEPO entwickelt. Dieses noch nicht zugelassene, die Erythropoese stimulierende Protein (Novel Erythropoiesis Stimulating Protein: NESP) regt spezifisch die Bildung und Reifung der Erythrozyten an. Im Vergleich zum normalen Erythropoetin sind seine Halbwertszeit um das Dreifache und seine Clearance-Rate deutlich
verlängert. NESP wird z. Zt. in mehreren klinischen Studien bei Dialyse- und Tumorpatienten untersucht. Sein therapeutischer Einsatz könnte sich für den
Patienten erheblich effektiver und einfacher gestalten, weil es infolge seiner Langzeitwirkung wesentlich weniger häufig appliziert werden muss.
Aus Erythropoetin in der Onkologie : Dr. med. Hermann Dietzfelbinger, Dr. med. Fuat S. Oduncu M.A.phil. Medizinische Ringvorlesung bei GSK-MED  2001


Wie Mäuse mit einem Hämatokrit von 80% leben

Gassmann M

Physiologisches Institut der Universität Zürich

Zur Untersuchung der Wirkung eines erhöhten Hämatokrits auf die Blutgefäße haben wir das Erbgut einer Maus gezielt dahingehend verändert, dass die Maus übermäßig viel EPO produziert. Unsere transgenen Mäuse haben einen etwa 20 Mal erhöhten EPO-Gehalt im Blut im Vergleich zu den normalen Kontrolltieren. Dieser erhöhte Gehalt führt zu einer massiv gesteigerten Erythrozyten-Produktion, zu einer Verdoppelung des Blutvolumens und zu einem Anstieg des Hämatokrits von rund 42% auf etwa 80%. Unerwarteter weise führt dieses visköse Blut weder zu einer Hypertonie noch zu Blutgerinnseln. Die Untersuchung dieser Mäuse ergab, dass die Blutgefäße der transgenen Mäuse stark erweitert sind. Wir konnten feststellen, dass die Produktion und Stickstoffmonoxid in den endothelialen Zellen stark erhöht ist. Blockiert man die NO-Produktion, so können unsere Tiere nicht mehr adaptieren. Insgesamt lieferten diese Beobachtungen den Beweis, dass NO eine schützende Rolle im lebenden Organismus ausübt. Es lag auf der Hand, ebenfalls die „sportliche Leistung“ unserer Maus mit einem Hämatokrit von 80% zu bestimmen. So wurde die Schwimmgeschwindigkeit der Tiere zwei Minuten lang in digitalisierter Form aufgenommen. Im Vergleich zu den wildtyp Kontrollgeschwistern konnten die transgenen Tiere während 40 Sekunden mithalten. Danach aber nahm die Schwimmleistung rapide ab. Wir vermuten, dass hohe Viskosität des Blutes den Transport in den Blutgefäßen zu stark beeinträchtigt. Trotz der hohen Sauerstofftransportkapazität ist also die „sportliche Leistung“ der Tiere massiv eingeschränkt.
37. Deutscher Kongress für Sportmedizin und Prävention - Prävention durch Bewegung und Sport -
26. bis 30. September 2001 in Rotenburg a. d. Fulda


Meldung vom 19.11.2000  
Hinweise auf Blutdoping machen Eisschnelllauf-Szene nervös

Berlin/Oslo/Amsterdam - Hinweise auf mögliche Manipulationen mit dem Blutdopingmittel EPO haben am Wochenende nun auch die Eisschnelllauf-Szene aufgeschreckt.
Nach Aussagen des norwegischen Arztes Jim Stray Gunderson sollen bei der Mehrkampf-Weltmeisterschaft in Milwaukee und der Einzelstrecken-Weltmeisterschaft in Nagano nicht weniger als zehn bis 15 Prozent der Bluttests anormale Werte aufgewiesen haben.
Die erhöhten Hämatokritwerte, die Rückschlüsse auf die Einnahme von EPO zulassen, sowie weitere Indikatoren seien allerdings keine direkten Beweise, erklärte der Mediziner im norwegischen Fernsehen und gegenüber der niederländischen Zeitung «De Telegraaf». «Die Ergebnisse lassen jedoch auf einen großzügigen Gebrauch verbotener stimulierender Mittel schließen», fügte er hinzu. Die Namen von Betroffenen wollte der Norweger nicht preisgeben. «Das ist eine Sache des Weltverbandes», sagte er.
Die Nachricht aus Oslo schlug wie eine Bombe vor allem im niederländischen Eisschnelllauf-Team ein. «Gunderson ist ein guter Mann, aber seine Aussagen sind rücksichtslos. Sie gefährden die gesamte Sportart. Solange er nicht die Namen nennt, setzt er alle Eisschnellläufer ins schlechte Bild», erklärte Ab Krook, der frühere deutsche Bundestrainer und heutige Sportdirektor des Niederländischen Eissportverbandes (KNSB). Er zeigte sich erstaunt von den jetzt bekannt gewordenen Test-Resultaten. «In Milwaukee und Nagano beglückwünschte Gunderson noch alle Teilnehmer zu dem bestandenen Test. Und jetzt kommt er mit solchen Spekulationen.»
ISU-Vizepräsident Gerd Zimmermann zeigte sich «sehr irritiert» von den Aussagen Gundersons, vermutet aber, dass da «einige Dinge fehlinterpretiert und aufgeblasen» wurden. «Es handelte sich bei den Untersuchungen nicht um Doping-Kontrollen, sondern Tests. Diese hatten zwei Funktionen: Wir wollten die Athleten rechtzeitig an intensive und ernsthafte Blut-Kontrollen gewöhnen und zum Zweiten die Ergebnisse eines modernen Testverfahrens bestätigen lassen», so der Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) in Berlin.
Gunderson hatte im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem amerikanischen Arzt Joel C. Shobe erstmals Bluttest mit dem Apparat Bayer Advia 120 durchgeführt. Der Bayer-Konzern hatte das Gerät ursprünglich für die EPO-Behandlung von Dialysepatienten entwickelt. Um die notwendige EPO-Dosis festzustellen, misst der Apparat neben dem Hämatokritwert noch sieben weitere Parameter, so auch den Hämoglobingehalt und kann das Alter der roten Blutkörperchen ermitteln. Bei einem hohen Anteil von sehr jungen roten Blutkörperchen kann Blutdoping unterstellt werden.
Bereits bei den Einzelstrecken-WM hatte es hinter vorgehaltener Hand geheißen, dass elf Sportler zu hohe Hämatokritwerte aufgewiesen hätten. Zimmermann bezeichnete die nun auch vom niederländischen Arzt Hans van Kuyk genannte Zahl von elf Athleten, mit überhöhten Hämatokritwerten, als reine Spekulation. Bekannt wurde nur der Fall von Doppel-Olympiasiegerin Marianne Timmer, die bei den Tests einen Wert von 47,4 aufwies. Der Weltverband ISU hatte den Höchstwert für Frauen auf 47 festgelegt. Ein hartes Vorgehen der ISU kündigte Zimmermann an, falls die Drohungen von Athleten, wie des Niederländers Erben Wennemars, wahrgemacht würden, künftig die Bluttests zu boykottieren. «Dafür hat der Verband überhaupt kein Verständnis. Dagegen würden wir vorgehen», so der ISU-Vizepräsident. Antidopingverstöße sollen in der ISU weiterhin streng geahndet werden. Jedoch diskutiere man im Verband noch über juristisch wasserfeste Grenzwerte. Zimmermann erklärte, es sei vorgesehen gewesen, als EPO-Test die in Frankreich entwickelte, kombinierte Urin-Blutkontrolle zu akzeptieren. Durch einen aktuellen IOC-Beschluss sei dies jedoch derzeit noch nicht möglich.


Die «Alte Dame» gedopt
Die Fussballspieler von Juventus Turin jahrelang
systematisch mit EPO versorgt


ph. Die grosse Squadra von Juventus Turin mit Vialli, Roberto Baggio, Del Piero und Zidane ist in den neunziger Jahren systematisch gedopt worden. Die jetzt veröffentlichte schriftliche Begründung des Urteils gegen den Teamarzt Ricardo Agricola, der am 26. November 2004 in Turin mit 20 Monaten Gefängnis bestraft wurde, deckt auf, wie der Dottore die gesamte Mannschaft der «Alten Dame» ohne medizinische Indikation mit EPO, mit Unmengen von nicht verbotenem Kreatin und mit dem Schmerzmittel Voltaren aufpäppelte. Agricolas Apotheke umfasste 281 Medikamente und hätte zur «Versorgung einer Kleinstadt» ausgereicht, wie ein Sachverständiger sagte. In der untersuchten Zeitspanne von 1994 bis 1998 gewann Juventus drei Meistertitel und 1996 die Champions League. Parallel dazu sabotierte damals das nationale Kontrolllabor in Acquacetosa sämtliche Dopingproben aus der Serie A, sie wurden ungeöffnet weggeworfen.

Mit der Augenwischerei ist es nun vorbei. Der Fall Juventus belegt, dass im Fussball nach medizinischer Strategie gedopt wird, wie in Radrennställen und in der Leichtathletik, und nicht nur versehentlich Einzeltäter ertappt werden - auch wenn der Fifa-Generalsekretär Urs Linsi unlängst noch schwadronierte, «es» bringe nichts. Der Turiner Einzelrichter Casalbore hielt es für «wahrscheinlich», dass der Juventus-CEO Giraudo in die Affäre verwickelt oder zumindest Mitwisser war, «schon wegen der hohen Pharmapreise». Aber den schlüssigen Beweis dafür konnte er nicht liefern. Hingegen droht den Spielern ein Prozess wegen Falschaussage. Zum Handeln gezwungen gegen den mächtigsten Klub Italiens werden endlich auch der italienische Fussballverband, der bisher respektvoll zugeschaut hat, sowie der Europäische Fussballverband. Denkbare Sanktionen wären die Aberkennung der Titel und nachträgliche Sperren der noch aktiven Fussballspieler, möglicherweise auch ein Punkteabzug in der nächsten Meisterschaft. Oder Schwamm drüber wegen Verjährung.26. Februar 2005, Neue Zürcher Zeitung
 


Doping auch im Nachwuchs
16-jähriger Südafrikaner der EPO-Einnhame überführt

Johannesburg - Der erst 16-jährige südafrikanische Nachwuchs-Radfahrer Michael Van Staden ist wegen Blut-Dopings mit Erythropoietin (EPO) für sechs Monate gesperrt worden. Van Staden war 2004 bei einem Test im Rahmen der U16-Tour durchgefallen. Die Welt-Antidoping-Agentur WADA hatte eine obligatorische Wettkampf-Sperre von zwei Jahren gefordert.
Der internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne entschied sich wohl unter Berücksichtigung des Alters für eine kürzere Sperre.(APA/SIZ/AFP)
2. Juli 2005


Arzt facht Doping-Diskussion weiter an
06.10.2005
Ein ehemaliger Arzt des früheren Armstrong-Teams US-Postal hat in der französischen Sportzeitung "L'Equipe" schwere Doping-Vorwürfe gegen große Teile der Radsport-Szene erhoben. Prentice Steffen, der 1996 Mediziner beim US-Rennstall war, erklärte, es sei bei einigen Teams gängige Praxis, sich vor Wettkämpfen mit EPO angereichertes Eigenblut injizieren zu lassen.
Dieses sei zuvor in Trainingslagern entnommen und konserviert worden, um bei möglichen Kontrollen die erlaubte Obergrenze des Hämatokritwertes nicht zu überschreiten.
Konserviertes Blut
"Vor dem Start der letzten Tour de France haben Fahrer aus bestimmten Teams in ihren Trainingslagern EPO genommen, um ihre Hämatokritwerte klettern zu lassen. Dann nimmt ihnen ein Arzt Blut ab, konserviert dies in speziellen Verpackungen. Die Blutparameter der Fahrer sinken derweil wieder auf die normalen Werte", sagte Steffen, der bei US Postal bereits entlassen war, als Lance Armstrong 1997 zum Team wechselte.
Kurz vor dem Start zu entscheidenden Etappen würde das Eigenblut dann wieder injiziert: "Nach dem Rennen wird das Blut wieder verdünnt, sodass sie kein Risiko haben beim Schlafen und vor allem auch keines bei Kontrollen am nächsten Morgen."
UCI beruft Prüfer
Derweil gab der Weltverband UCI bekannt, dass man im "Fall Armstrong" weitere Untersuchungen einleiten werde. Der niederländische Anwalt und Doping-Spezialist Emile Vrijman wurde beauftragt, die Vorwürgen den inzwischen zurückgetretenen siebenmaligen Tour-de-France-Sieger zu untersuchen. "L'Equipe" hatte Mitte August enthüllt, dass eingefrorene Urinproben des Texaners von 1999 bei Tests im vergangenen Jahr EPO-Spuren aufgewiesen hätte. http://www.zdf.de


Doping-Fahnder stellen bei Hausdurchsuchungen
Aufputschmittel sicher


Doping-Fahnder haben bei Hausdurchsuchungen in Flandern große Mengen Aufputsch-Mittel sichergestellt. Ermittler beschlagnahmten das Blut-Doping-Präparat EPO und das Wachstums-Hormon Clenbuterol. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft wurden die Arzneien zur Leistungsförderung im Profi-Radsport verwendet. Insgesamt 13 Aktive wurden von der Polizei verhört, unter ihnen Dave Bruylandts, Gert Omloop und Peter Van Zandfliedt.
Zu Festnahmen kam es nicht.  24.03.2006


EPO und seine Wirkung nach Einführung in den Radsport

Die Verwunderung und das Misstrauen der Öffentlichkeit wuchs jedoch stetig weiter: http://www.cycling4fans.de/index.php?id=1424
Man grübelte über die Explosivität des im Spätherbst seiner Karriere stehenden Ugrumov, der jahrelang zuvor nicht aufgefallen war, man rätselte über Evgeni Berzin, der wie aus dem Nichts die gesamte Klassiker- und Rundfahrten-Weltelite in Grund und Boden fuhr, man fragte sich, wie es sein konnte, dass ein alternder Moreno Argentin die Dolomitenpässe spielerisch leicht wie nie zuvor nehmen konnte, …
Nicht nur die Skeptiker vermuteten ein flächendeckendes EPO-Doping in diesem undurchschaubaren Wald, gerade im Zuge des Ferrari-Interviews…
Jahre später lagen der rückwirkend ermittelnden italienischen Staatsanwaltschaft folgende Zahlen auf dem Tisch

Hämatokritwerte der Gewiss-Ballan-Fahrer

Fahrer  
15. Dezember 1994  
24. Mai 1995  
Differenz 
Bobrik  
42,7  
53  
10,3 
Cenghialta  
37,2  
54,5  
17,3 
Frattini  
46  
54  
Volpi  
38,5  
52,6  
14,1 
Gotti  
40,7  
57  
16,3 
Furlan  
38,8  
51  
12,2 
Minali  
41,7  
54  
12,3 
Santaromita  
41,4  
45  
3,6 
Ugrumov  
42,8  
60  
17,2 
Berzin  
41,7  
53  
11,3 
Riis  
41,1  
56,3  
15,2 

Quelle: membres.lycos.fr/cyclingworld/dopage/italie.htm

Diese Zahlen dokumentierten die Hämatokrit-Werte der Gewiss-Ballan-Fahrer zwischen 1994 und 1995. Der natürliche Wert, so sagt man, liegt in der Regel unter 50. Doch selbst wenn sich der Anteil der roten Blutkörperchen auf natürlicher Basis höher als dieser Schwellenwert befindet, sind solche Sprünge wie in dieser Tabelle absolut unnatürlich und daher ein fast eindeutiges Zeichen von Medikamentenmissbrauch – sprich EPO.

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Praktische Höhenmedizin.
Two-in-one-edition.

von Andrew J. Pollard, David R. Murdoch
Preis: EUR 24,95

Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 1998
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Doping im Spitzensport (2000)
Andreas Singler, 
Gerhard Treutlein
Preis:EUR 15,23
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Hormon Report
Jürgen Hoffmann
Preis:  EUR 20,42
Taschenbuch - 112 Seiten (1999) 
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Hormone im Ausdauersport
"EPO, Steroide,
Wachstumshormone" 
Arthur Thomas
Preis: EUR 20,40 
Taschenbuch - 260 Seiten (Dezember 1999) 

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Blut und/oder Urin zur Dopingkontrolle.  
Manfred Dönike
Preis:  EUR 13,70 Taschenbuch
210 Seiten (1996) 
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Doping im Spitzensport (2000)
Andreas Singler, 
Gerhard Treutlein
Preis: EUR 15,23
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Hormon Report
Jürgen Hoffmann
Preis:EUR 20,42
Taschenbuch - 112 Seiten (1999) 
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Doping. 
Dick Francis
Preis:  EUR 8,64
Taschenbuch - 352 Seiten (2000) 
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Doping (2000)
Michael Gamper, Jan Mühlethaler, Felix Reidhaar
Preis:  EUR 24,54
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D
as Buch zur TOUR Wahrheit 
29,90 DM
Willy Voet
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Der Klassiker zum
DDR-Staatsdoping


Doping. 
Von der Forschung zum Betrug
Brigitte Berendonk
Preis:  EUR 8,64
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Doping. Martin Krauß
Preis:  EUR 7,61
Taschenbuch - 150 Seiten (2000) 
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Dieter Holz
Trainingstagebuch. Schwimmen,
Radfahren, Laufen, Skilanglauf.
 

Taschenbuch - 105 Seiten (November 1997)

Preis:  EUR 7,56 
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Handbuch Medikamente. Vom Arzt verordnet - Für Sie bewertet. Stiftung Warentest

Preis: EUR 39,88
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Ernährung im Sport.  
Georg Neumann
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Handbuch Nahrungsergänzungen 
Preis: EUR 25,03 
Gebundene Ausgabe - 170 Seiten (Dezember 1999) 
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Das Profibuch!
Ernährungsmedizin. Nach dem Curriculum

Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer. 
Hans K. Biesalski, Peter Fürst, Heinrich Kasper
Preis: EUR 50,62 
Taschenbuch (1999) 
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Vom gleichen Author in als
Taschenatlas der Ernährung  

Hans Konrad Biesalski, Peter Grimm
Preis: EUR 25,51 
Taschenbuch (Oktober 1998) 
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Ernährung des Menschen. 
Ibrahim Elmadfa, Claus Leitzmann
Preis:     EUR 50,11 
Taschenbuch - 627 Seiten (1998)

Forever Young Fitneß-Drinks plus Eiweiß   Ulrich Strunz      Jetzt bestellen!  
Preis:  EUR 7,61  Taschenbuch -
62 Seiten (2000)

Kalorientabellen.
Preis: EUR 6,60
Sondereinband 128 Seiten
Erscheinungsdatum: 2001
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Checkliste Ernährung  von Suter
Preis: EUR 30,12

Taschenbuch
- Thieme, Stgt.
Erscheinungsdatum: November 2001
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Leitfaden der Ernährungsmedizin. 
Volker Pudel, Manfred J. Müller

Preis:    EUR 27,95
Gebundene Ausgabe (1998) 
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Handbuch Sportlerernährung. 
  Kurt-Reiner Geiß, Michael Hamm 
  Preis:    EUR 10,17 
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Die Anabole Diät 
Klaus Arndt, Stephan Korte
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Taschenbuch (1997)

Magnesium und Calcium. 
Hans-Jürgen Holtmeier
Preis:   EUR 43,97 
Taschenbuch - 256 Seiten (1995) 
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Magnesium und Gesundheit 
Ana M. Lajusticia Bergasa, Ana M. Lajusticia Bergasa
Preis:  EUR 11,66 
Taschenbuch (1996)   
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Kurzbeschreibung 
Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Magnesiummangel,der Zunahme von Arthrose, Herzinfarkt und Krebserkrankungen und viele anderen modernen Gesunheitsproblemen!

Melatonin. 
Schlüssel zu ewiger Jugend,Gesundheit und Fitneß? 
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Taschenbuch - 284 Seiten (1996)  Hier bestellen!

Ullrich Strunz
Für 20,90 Euro
Forever Young
Der Klassiker
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Forever young, Das Ernährungsprogramm
von Ulrich Strunz
Preis: EUR 12,90Taschenbuch
128 Seiten - Gräfe u. U., Mchn.
Erscheinungsdatum: 2000
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Mehr Leistung durch optimale Ernährung 
Wolfgang Peer  Preis: EUR 11,76 
Gebundene Ausgabe (1997) 
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Abnehmen? Fatburner. Marlisa Szwillus
Preis: EUR 9,95 Hier bestellen!
Taschenbuch - 93 Seiten (2000) 
 
Creatin

von Dirk Schulte-Weber
Preis:  EUR 17,36
Sondereinband - Klaus Arndt 1996
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Fatburner.
So einfach schmilzt das Fett weg.
 
Marion Grillparzer 
Preis: EUR 10,17
Taschenbuch - 96 Seiten (1999) 
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Trink dich fit. Handbuch für das richtige Trinken im Sport
Günter Wagner, Johannes M. Peil, Gerhard Paul Schupp 
Preis:   EUR 12,80
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Taschenbuch - 156 Seiten (1993)

Brainfood. Fitmacher für kluge Köpfe.  Michael Hamm 
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Taschenbuch - 96 Seiten (1999) 
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Fett ja - aber wenig und richtig.  Michael Hamm 
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Taschenbuch - 95 Seiten (1999) Hier bestellen!

Sporternährung.
von Peter Konopka 
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Oktober 2000
Taschenbuch - 191 Seiten 

HIGH ENERGY FÜR CHAMPIONS.
Sporternährung in neuer Sicht.
Erwin Kaussner Dezember 1999 
Preis: EUR 11,76 Hier bestellen!

Fettarm genießen.
August Oetker Gebundene Ausgabe 
Preis: EUR 5,11

Neue Diätpillen. Präparate und Kombinationen für beschleunigten Fettabbau.
von Klaus Arndt
Preis: EUR 20,43

Taschenbuch - 83 Seiten
Erscheinungsdatum: 1998

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Burgersteins Handbuch Nährstoffe. Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung.von Lothar Burgerstein
Preis: EUR 39,95
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Taschenbuch - 492 Seiten
Erscheinungsdatum: 2000

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Neue Power durch weniger Fett und Kalorien.
Mit ausführlichen Lebensmittel- Tabellen.
  von Sonja Carlsson
Preis: EUR 10,00

Gebundene Ausgabe
- 157 Seiten
Erscheinungsdatum: 2000
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Geo Wissen Ernährung - Gesundheit und Genuss.
Preis: EUR 8,08

Taschenbuch
- 196 Seiten -
Erscheinungsdatum: 2002
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Eisenstoffwechsel, Anämien. Therapie und Diagnose. Neue Konzepte bei Renaler Anämie und Rheumatoider Arthritis
von M. Wick, W. Pinggera, P. Lehmann
Broschiert
- 218 Seiten -
Erscheinungsdatum: September 2000
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Ernährung, Immunität, Krebsvorsorge. Gesund durch natürliche Lebensmittel
von L. Horst Grimme 1995
Preis:   EUR 17,33
Broschiert
- 213 Seiten
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Fit durch Proteine. Powernahrung für Fitness und Vitalität.
von Klaus Oberbeil
Preis: EUR 15,95
Taschenbuch
- 200 Seiten
Erscheinungsdatum: 2000
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Wasser und Salz. Urquell des Lebens.
von Barbara Hendel, Peter Ferreira
Preis: EUR 20,35
Taschenbuch - 232 Seiten
Erscheinungsdatum: Oktober 2001
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Lexikon Nahrungsergänzungsmittel im Trend.
von Hendrik Hannes Preis: EUR 9,90
Taschenbuch
- 173 Seiten
Erscheinungsdatum: 1999
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Der Anti- Aging- Plan. Nahrungsergänzungsmittel zur Zellverjüngung.
von Eberhard J. Wormer
Taschenbuch
- 96 Seiten

Preis: EUR 9,90

Erscheinungsdatum: 2000
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Forever young,
Meine 15 besten Fitness-Tipps

von Ulrich Strunz
Taschenbuch - 32 Seiten
Erscheinungsdatum: 2001
Preis: EUR 5,90
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Die Diät. Forever young-
das Erfolgsrezept vom Fitness- Papst
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Taschenbuch - 400 Seiten
Erscheinungsdatum: 2002
Preis: 20,00 Euro
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Forever young, Quickies für Kopfarbeiter
von Ulrich Strunz
Taschenbuch
- 62 Seiten
Erscheinungsdatum: 2001
Preis: EUR 7,90
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Handbuch Protein und Aminosäuren
Klaus Arndt, Torsten Albers
Preis:
EUR 25,94

Gebundene Ausgabe - 292 Seiten
Erscheinungsdatum: 2001
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GU Kompass Kalorien und Fette 2001/02. Dickmachern auf der Spur.
von Ulrich Klever Taschenbuch - 128 Seiten
Erscheinungsdatum: September 2000
Preis: EUR 6,50
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Die große GU Vitamin und Mineralstoff Tabelle.
von Ibrahim Elmadfa, Doris Fritzsche
Taschenbuch
- 96 Seiten
Erscheinungsdatum: 1998

Preis: EUR 9,90

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Low Fat 30. Essen macht Spaß. Das Basisbuch zum Abnehmen ohne Diät.

von Gabi Schierz, Gabi Vallenthin
Taschenbuch
- 368 Seiten
Erscheinungsdatum: 2002

Preis: EUR 8,90

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Das grosse GU LOW FAT Buch.

von Angelika Illies, Martina Kittler, Brigitta Stuber Gebundene Ausgabe - 239 Seiten
Erscheinungsdatum: 1999
Preis: EUR 19,90
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Sportmedizin.
Physiologische Grundlagen. 
Markworth
EUR 10,50 
Taschenbuch - 
317 Seiten (1999)
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Lehrbuch der Sportmedizin.
von Richard Rost, Hans-Joachim Apell, Christine Graf
Preis: EUR 69,95
Gebundene Ausgabe
683 Seiten - Dt. Ärzte-Vlg., Köln
Erscheinungsdatum: 2001
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Sport und Immunsystem.
von Holger H. W. Gabriel 2000
Preis:  EUR 22,50 Gebundene Ausgabe - 252 Seiten 
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Lexikon der Sportmedizin.  
Hollmann
EUR 54,95
Gebundene Ausgabe (1995) 

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Medizin und Sport. 
Jochen Scheibe, Franz Greiter, Norbert Bachl 
Preis:  EUR 14,31 Taschenbuch - 204 Seiten (1990)
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Sportmedizin in der  ärztlichen Praxis.
von Karl-Hans Arndt 

Preis:  EUR 30,12
Gebundene Ausgabe Erscheinungsdatum: 1998
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Immunologie und Sport.
von Hans-Wolf Baenkler 
Preis: EUR 60,33
Gebundene Ausgabe 
Erscheinungsdatum: 1996
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Sportbiologie
von Jürgen Weineck

 

 

 

Preis: EUR 39,80
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Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum: September 2004

Grundlagen Sportwissen,
Arbeitsheft zum Lehrbuch

von Wolfgang Friedrich

 

 

 

Preis: EUR 7,80
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Broschiert - 50 Seiten - Spitta
Erscheinungsdatum: 2003

 

 

 

 

Jan Ullrich, Wieder im Rennen
von Andreas Burkert
Preis: EUR 8,95

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Broschiert - 192 Seiten - 
Erscheinungsdatum: Dezember 2003
 


 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doping. Martin Krauß
Preis:EUR 7,61
Taschenbuch - 150 Seiten (2000) 
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Doping ist die Anwendung verbotener leistungssteigernder Wirkstoffe. Im Hochleistungssport wird Doping als "natürliche"
Begleiterscheinung angesehen. Die Medien verurteilen gedopte Sportler, aber das Publikum verlangt nach immer neuen Rekorden und es geht um viel Geld. Der Sportjournalist Martin Krauss beschreibt die Geschichte des Dopings, informiert ausführlich über die Methoden des Dopinggebrauchs und untersucht die sportpolitischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte des Umgangs mit Doping.