DOPINGFÄLLE

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Zur Bücherecke

Mittwoch 6. September 2000 China sperrt 27 Athleten Sydney 
seit den 60er Jahren Doping-Praktiken
9. März 2000 Keine Anklage gegen Italiens Radprofis 
6. März 2000 Doping sorgt für Wirbel bei der FIFA
  Das Mittel Nandrolon sorgt überall für Konfusion 
13. Januar 2000, 18:33 Uhr Doping-Vorwürfe gegen chinesische Schwimmer 
1. Januar 2000 Niederländische Rad-Profis gaben Doping in großem Stil zu 
2. Januar 2000 Hollands Radprofis geben Doping offen zu 
Bei den Olympischen Spielen im Jahr 2000 wird es keine Tests auf Wachstumshormone (HGH) geben
17.11.1999 Ben Johnson zum dritten Mal positiv
Friedek beschuldigt Konkurrenten des Dopings 10.11.1999
26.5.1998 Drei Beta-Mimetika gelten nicht als Doping-Mittel
"Die Athleten, die sich dopen, sind den Fahndern immer einen Schritt voraus"7.11.1999
Wer nicht dopen wollte, flog raus - das war auch im Westen so
8.9.1999 Anabolika / Leichtathletik-Britischer Verband spricht Christie vom Doping-Vorwurf frei
31.8.1999 Doping - greifen die Kontrollen wirklich?
Focusbericht 38/ 1999 Prozeß um den gedopten Fußballprofi ThomasZiemer-  Tribulus Terrestris 

Doping im Spitzensport (2000)
Andreas Singler, 
Gerhard Treutlein
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Hormon Report
Jürgen Hoffmann
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Eiskalt erwischt: In allen Wintersportarten wird gedopt

Den größten Skandal erlebte der finnische Skilanglauf bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft im eigenen Land

Von Pete Smith  Ärzte Zeitung, 08.02.2002

Der finnische Skilanglauf erlebte bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2001 in Lahti den Super-Gau: Sechs einheimische Stars, darunter der Olympiasieger und Weltmeister Mika Myllylä, wurden im Februar vergangenen Jahres als Dopingsünder entlarvt. Ausgerechnet Finnland. Ein Mythos wurde zerstört und der weiße Sport endgültig seiner scheinbaren Unschuld beraubt.

Doping im Wintersport - lange Jahre war das kein Thema für Schlagzeilen. Dabei lag der Verdacht nahe, daß auch Bobfahrer ihre Muskelkraft mit Anabolika aufpeppen, Skispringer mittels Diuretika abnehmen und Skilangläufer ihre Ausdauer mit Hilfe von Erythropoetin (EPO) erhöhen. Erst mit der Ausweitung der Kontrollen kamen immer mehr Fälle ans Licht. Betroffen sind nahezu alle Disziplinen - eine Übersicht:

  • Snowboard: Die Südtirolerin Carmen Ranigler gibt drei Wochen vor Olympia zu, Anabolika konsumiert zu haben. Ihr Physiotherapeut habe ihr ein Präparat verabreicht, ohne sie darüber aufzuklären, was es sei.
  • Bob: Nur wenige Wochen vor den Olympischen Winterspielen meldet der Bob-Weltverband FIBT mehrere Dopingfälle: Bei dem WM-Vierten Sandis Prusis aus Lettland sind bei einer Dopingkontrolle Anfang Dezember Spuren von Nandrolon analysiert worden. Prusis wird für drei Monate rückwirkend gesperrt, darf aber in Salt Lake City starten, weil seine Sperre am 9. Februar endete (die "Ärzte Zeitung" berichtete).  Die ehemalige Hürden-Weltmeisterin Ludmila Engquist, die in Salt Lake City als Bobfahrerin an den Start gehen wollte, hat vor wenigen Monaten unter Tränen zugegeben, bewußt anabole Steroide zu sich genommen zu haben. Sie war 1993, damals noch als Läuferin, schon einmal gesperrt worden. Der amerikanische Bobfahrer Paul Jovanovic wird von einem US-Schiedsgericht für neun Monate gesperrt. Der Anschieber des favorisierten Bobteams von Todd Hays ist der Einnahme des Anabolikums Norandrostendion überführt worden.
  • Eisschnell-Lauf: Schon im März 2001 protestieren 100 Aktive gegen den möglichen Olympia-Start der zweimal wegen Dopings gesperrten russischen 1500-Meter-Spezialistin Swetlana Fedotkina, deren lebenslängliche Sperre 1999 in eine dreijährige Sperre umgewandelt worden ist.
  • Skilanglauf:Bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft im finnischen Lahti wird der Finne Jari Isometsä des Gebrauchs des Blutplasma-Expanders HES überführt. HES steht auf der internationalen Verbotsliste, damit kann die Einnahme von EPO verschleiert werden. Im Zuge der Ermittlungen wird der größte Dopingskandal der finnischen Sportgeschichte aufgedeckt. Im Koffer des Mannschaftsarztes werden Dopingpräparate entdeckt, sechs Langläufer später für jeweils zwei Jahre gesperrt. Vier Monate nach dem Skandal wird der ehemalige Skilanglauf-Cheftrainer Kari-Pekka Kyro wegen des Verdachts, Drogen geschmuggelt zu haben, verhaftet. Sein Verband hat ihn lebenslänglich gesperrt.
  • Biathlon: Die Internationale Biathlon-Union weitet nach Gerüchten um eine Zunahme von EPO-Doping ihre Kontrollen aus. Künftig wird jeder ertappte Athlet für zwei Jahre und im Wiederholungsfall lebenslänglich gesperrt.
  • Skispringen: Im Februar 2001 wird der erste Dopingfall in der Geschichte des Skisprungs offiziell bestätigt: Der Internationale Skiverband FIS sperrt den 21jährigen Russen Dmitri Wassiljew wegen der Einnahme von Diuretika für zwei Jahre.
  • Eiskunstlauf: Im März 2000 wird der Eiskunstlauf durch seine ersten Dopingfälle erschüttert: Der russischen Paarläuferin Elena Bereschnaja (gemeinsam mit Anton Sicharulidse Welt- und Europameisterin) wird ebenso wie dem usbekischen Paarläufer Ewgeni Swiridow die Einnahme verbotener Stimulanzien nachgewiesen. Beide sind geständig und erklären, eine Erkältung und eine Bronchitis bekämpft zu haben. Beresch-naja wird später der Europameister-Titel aberkannt.
  • Eishockey: Bill McDougal, kanadischer Spieler der Münchner Barons, wird im März 2000 der Einnahme von Pseudo-Ephedrin überführt. Der Stürmer erklärt, er habe ein kanadisches Hustenmittel eingenommen.
  • Rodeln: Der internationale Rodelsport meldet im September 1999 seinen ersten Dopingfall: Der amerikanische Doppelsitzer-Pilot Christian Niccum, vierfacher Junioren-Weltmeister, ist ein halbes Jahr zuvor positiv getestet worden. Unbestätigten Angaben zufolge soll es sich um Drogenmißbrauch handeln. Niccum wird für zwei Jahre gesperrt.
    Erst im Oktober 2000 beschließt der Rodel-Weltverband FIL, auch außerhalb der Wettbewerbe Dopingkontrollen vornehmen zu lassen.

Mittwoch 6. September 2000   China sperrt 27 Athleten  Sydney -
Schon im Vorfeld der olympischen Spiele wirft ein chinesischer Doping-Skandal lange Schatten auf das Großereignis. Vermutlich aus Furcht vor den verschärften Dopingkontrollen in der Olympia-Stadt zog das Nationale Olympische Komitee (NOK) Chinas 27 für die Spiele gemeldete Sportler zurück. Zu erklären ist dieser dramatische Schritt vor allem mit der Bewerbung Pekings um die Olympischen Spiele 2008. Die chinesische Führung befürchtet offenbar, dass die Chancen der Metropole bei der IOC-Wahl im kommenden Juli in Moskau durch Dopingfälle in Sydney stark beeinträchtigt werden könnten. Erstmals in der Geschichte Olympischer Spiele werden in der australischen Metropole Tests auf das Blutdopingmittel Erythropoietin (EPO) vorgenommen. Aus dem Verkehr gezogen wurde mit der Einer-Ruderin Zhang Xiuyun auch eine Favoritin. Die chinesische Skullerin hatte die Sydney-Generalprobe vor einigen Wochen auf dem Luzerner Rotsee gewonnen. Zu den Gesperrten gehören auch Langläuferinnen aus der Gruppe des umstrittenen Trainers Ma Junren. «Ma's Familien-Armee», wie sein Team in China genannt wird, hatte ein Trainingslager im tibetanischen Hochland nach vier Dopingtests abgebrochen. Ma Junren gilt als rücksichtsloser Trainer, der den Erfolg mit allen Mitteln sucht. Er steht für das Bestreben des chinesischen Sports zu Beginn der 90er Jahre, auch durch massiven Doping-Einsatz Weltniveau erreichen zu wollen. Ma Junren stand nicht auf der in Peking veröffentlichten Liste des chinesischen Begleitpersonals für Sydney. Der chinesische Rückzug wird von Juan Antonio Samaranch und weiteren führenden IOC-Mitgliedern als großer Erfolg der Anti- Doping-Politik gewertet. Es sei eine gute Nachricht. Sie bedeutet, dass das Anti-Doping-System funktioniert, sagte der IOC-Präsident. Das Ziel seien saubere Spiele, und das sei ein guter Beginn. Auch Exekutiv-Mitglied Jacques Rogge (Belgien) hofft, dass von dem Rückzug ein sehr wichtiges Signal ausgehen wird. Es würden die «Spiele mit dem geringsten Dopingbetrug» bevorstehen. Rogge lobte China für «seit Jahren verschärfte Kontrollen». Von einem «Staatsdoping» könne längst keine Rede mehr sein. In Sydney sind bei den Spielen 2700 Doping-Kontrollen geplant, davon allein 2000 Wettkampf-Tests. Allerdings kann bei den Spielen noch nicht das offenbar ebenfalls verbreitete Doping mit Wachstumshormonen (HGH) wegen des
Fehlens einer verlässlichen Methode aufgespürt werden. Experten gehen davon aus, dass ein Teil der Athleten längst von EPO auf HGH umgestiegen ist. 



Doping:
In der Bundesrepublik Deutschland gab es im Spitzensport schon seit den 60er Jahren Doping-Praktiken. Dies ist eins der Ergebnisse von Untersuchungen des Heidelberger Wissenschaftlers Prof. Gerhard Treutlein und des Diplomsportlehrers, Trainers und jetzigen freien Journalisten Andreas Singler, die sie in ihrem Buch «Doping im Spitzensport veröffentlichen. (dpa, 22.07.2000)

9. März 2000     Keine Anklage gegen Italiens Radprofis 
(sid)- Im italienischen Radsport erleidet der Kampf gegen Doping einen Rückschlag. Ein Verfahren gegen vier verdächtige Sportlereinzuleiten,wurde vom nationalen Radsportverband abgelehnt,nachdem ein Antrag vom Nationalen Olympischen Komitee (Coni)gestellt wurde. Der Verband erklärte sich nicht für den Falldes zweimaligen Giro-Siegers Ivan Gotti zuständig, da dieser unter Monaco-Lizenz fährt. Nach monatelangen Untersuchungen durch die Staatsanwaltschaft in Bologna waren die Coni-Verantwortlichen zu der Überzeugung gekommen, dass alle Indizien auf systematischen Dopingmissbrauch hindeuteten. Gegen die Profis Gotti, Gianni Faresin, Gianluca Bortolami, Alessandro Bertolini und Giorgio Furlan wurde ein Verfahren beim Radsportverband beantragt. Italiens Verband lehnte nach ersten Informationen das Verfahren ab, weil die Vorwürfe "nicht stichhaltig" seien. Die Coni-Führung wollte die schriftliche Begründung abwarten, ehe man weitere Schritte, wie eine Berufung beim Radsport-Weltverband UCI, in Erwägung ziehen könnte. 
Montag, 6. März 2000    Doping sorgt für Wirbel bei der FIFA

Paris/Zürich - Das Mittel Nandrolon sorgt überall für Konfusion. Wie die Doping-Sanktionen des Internationalen Fußball-Verbandes(FIFA) bei Nandrolon-Funden aussehen soll, kann nämlich keiner so genau sagen. Bei einem Informationsaustausch der FIFA mit dem französischen Ministerium für Sport und Jugend soll der Welt-Verband seine Absicht dementiert haben, mit Nandrolon positiv getestete Spieler vorerst nicht zu bestrafen. Dies geht aus einem Bericht des französischen Ministeriums hervor. Zuerst hatte FIFA- Sprecher Andreas Herren erklärt, auf Sperren zu verzichten, weil die bestehenden Grenzwerte für das anabole Steroid vor keinem Zivilgericht Bestand hätten. Schweizer Studien hätten die Sanktionierung über Grenzwerte in Zweifel gezogen. Nandrolon soll allerdings nicht von der Liste der verbotenen Substanzen für Sportler gestrichen werden. Dies bestätigte die FIFA in Zürich. Das Exekutivkomitee der Organisation werde sich bei seiner nächsten Sitzung am 23. und 24. März in Zürich mit dem Doping- Thema befassen. Erst dann sollen weitere Stellungnahmen zu den umstrittenen Sanktionen abgegeben werden. 



Donnerstag, 13. Januar 2000 Doping-Vorwürfe gegen chinesische Schwimmer
(sid)- Erneute Doping-Vorwürfe gegen chinesische Schwimmer: Der zweimalige Olympiasieger über 1.500 m Freistil, Kieren Perkins, hat erstmals indirekt Kritik an den Leistungen der chinesischen Schwimmer erhoben."Vor ein paar Jahren gehörten die Chinesen noch nicht zur Weltelite, aber jetzt, neun Monate vor den Olympischen Spielen in Sydney, treten unbekannte chinesische Athleten auf, die Spitzenleistungen bringen".Vor Perkins hatte sich auch schon der australische Cheftrainer Graeme McDonald skeptisch zu den starken Leistungen der chinesischen Akteuren geäußert. Ihn habe verwundert, dass die Chinesen keinerlei Ermüdungserscheinungen aufwiesen. Seine Frage an eine offizielle Dopingkontrolleurin, warum sich die chinesischen Athleten keinen Tests unterziehen müssen, blieb unbeantwortet.Chinas Schwimmerinnen waren bei den Weltmeisterschaften in Rom 1994 das erfolgreichste Team, sie gewannen zwölf von 16 möglichen Titeln. Nur einen Monat später erschütterte aber ein riesiger Dopingskandal die Asienspiele in Hiroshima: Sieben chinesische Schwimmer wurden positiv getestet. Bei den Weltmeisterschaften in Perth 1998 wurde Superstar Yuan Yuan und ihr Trainer bei der Einreise mit Wachstumshormen erwischt. Vier weitere Athletinnen wurden des Dopings überführt. Nach der WM wurden nochmals sechs Schwimmer und fünf Trainer überführt und gesperrt


2. Januar 2000   Hollands Radprofis geben Doping offen zu
(sid)- Der Radsport kommt nicht aus den Doping-Schlagzeilen heraus. Im Gegenteil: Das Geständnis dreier ehemaliger niederländischer Radprofis in einer TV-Dokumentation bringt eine neue Qualität ins Spiel. Unisono erklärte das Trio, dass in den 80er-Jahren in den Teams ihres Heimatlandes systematisch Doping gebraucht worden ist. Gegenüber dem Fernseh-Journalisten Bernard Krikke vom Sender KRO sagten Steven Rooks, Peter Winnen und Maarten Ducrot unabhängig voneinander, dass ihnen die Dopingmittel von ihren Teamärzten und Betreuern mit Wissen des jeweiligen Teamleiters gegeben worden seien. Zu den verbotenen Mitteln gehörten Anabolika wie Testosteron, Amphetamine und auch Psychopharmaka. Tour-de-France-Teilnehmer und Kletterspezialist Peter Winnen, einst Etappensieger in Alpe d"Huez, berichtete, dass er bei der Tour 1986 vor der Entscheidung stand, die Runde aufzugeben. Mit einer Kur Testosteron habe er dann das Ziel Paris doch noch erreicht.Maarten Ducrot, Straßenamateur-Weltmeister 1982, erzählte, dass er kurz nach seinem Wechsel zu den Profis mit Dopingmitteln versorgt wurde. "Besonders nach harten Trainings-einheiten und bei schweren Etappenkursen erhielten wir die Mittel", gab er zu. Die ehemaligen Teamleiter von Winnen und Ducrot, Jan Raas, Peter Post und Jan Gisbers zeigten sicxxyh überrascht von den Geständnissen ihrer ehemaligen Schützlinge. "Bei uns ist kein Doping angewendet worden. Davon wissen wir nichts", sagten sie.Doch der Journalist Krikke hat nach eigenen Angaben Beweise. Er besitze Tagebücher, die den Medikamentengebrauch einzelner PDM-Renner detailliert aufzeichnen würden.


1. Januar 2000 Niederländische Rad-Profis gaben Doping in großem Stil zu   
Berlin/Amsterdam (dpa) - In einer Dokumentation des niederländischen Fernsehens haben prominente Ex-Profis Doping in großem Stil zugegeben. Die bei Tour de France und Weltmeisterschaften erfolgreichen Steven Rooks, Peter Winnen und Maarten Ducrot haben eingestanden, dass in ihren Teams in den 80er-Jahren systematisch gedopt wurde.
In dem Fernseh-Beitrag erklärten die drei niederländischen Radprofis, dass ihnen die Dopingmittel von ihren Teamärzten und Betreuern mit Wissen der Sportlichen Mannschaftsleiter gegeben worden seien. Verabreicht wurden unter anderem Anabolika, Amphetamine und auch Psychopharmaka. «Ich gebe den Gebrauch verbotener Mittel zu, damit darüber in der Öffentlichkeit endlich offen gesprochen wird», sagte Rooks, Zweiter der Tour 1988 hinter dem Spanier Pedro Delgado. Maarten Ducrot, 1982 Amateur-Weltmeister, erklärte: «Besonders nach harten Trainingseinheiten und bei schweren Etappen erhielten wir die Mittel». Über die Tour de France habe er seiner Familie nichts erzählen wollen, sagte der heute als Psychologe tätige Ducrot: «Ich konnte doch nicht erzählen, dass ich in meinem Hotelzimmer im Bett lag und an einer Infusion hing, um am nächsten Tag wieder bärenstark zu sein. Das sind ganz schreckliche Erinnerungen für mich.»


1. Januar 2000    Niederländische Ex-Profis bestätigen Doping ihrer Teams
Berlin/Amsterdam - In einer Dokumentation des niederländischen Fernsehens haben prominente Ex-Profis Doping in großem Stil zugegeben. Die bei Tour de France und Weltmeisterschaften erfolgreichen Steven Rooks, Peter Winnen und Maarten Ducrot haben eingestanden, dass in ihren Teams in den 80er-Jahren systematisch gedopt wurde. In dem Fernseh-Beitrag erklärten die drei niederländischen Radprofis, dass ihnen die Dopingmittel von ihren Teamärzten und Betreuern mit Wissen der Sportlichen Mannschaftsleiter gegeben worden seien. Verabreicht wurden unter anderem Anabolika, Amphetamine und auch Psychopharmaka. Rooks, Zweiter der Tour 1988 hinter dem Spanier Pedro Delgado betonte, dass er diese Angaben macht, damit verstärkt dagegen vor gegangen werden kann. Maarten Ducrot, 1982 Amateur-Weltmeister,verwies darauf, dass besonders nach harten Trainingseinheiten und bei schweren Etappen die Mittel verabreicht wurden. Die früheren sportlichen Leiter von Winnen und Ducrot, Jan Raas, Peter Post und Jan Gisbers zogen sich auf allseits bekannte Verteidigungslinien zurück. Es hätte kein Doping gegeben. Die drei Teamchefs waren in den 80er und Anfang der 90er Jahre auch Arbeitgeber für die ehemaligen deutschen Profis Rolf Gölz (Bad Schussenried), Olaf Ludwig (Gera) sowie den noch aktiven Uwe Ampler (Leipzig), der gerade eine Doping-Sperre absitzt.


1992  Doping: Neues Mittel kaum nachzuweisen (IGF-1)
Dpa  München- Kurz vor den Spielen in Atlanta ein neues Dopingmittel auf dem Markt. Die Substanz mit dem Namen IGF-1(insulin-like growth-factor) ." Die Situation ist frustriend, wir haben keine vernünftige Methode,um IGF-1 im Blut oder Urin nachzuweisen." sagte Wilhelm Schänzer, Leiter des Kölner Institutes für Biochemie.Bei IGF-1 handelt es sich um ein insulinähnliches Peptidhormon, das weit stärker als das Wachstumshormon HGH wirken soll.Der Münchner Endokrinologe Christian Straßburger hat eine auf dem Schwarzmarkt gekaufte IGF-1 Probe analysiert und zum Schluß: " Diese Substanz wirkt im Körper als würde man Stangen von Dynamit an jede Muskelzelle legen und anzünden."Das in Deutschland und USA erhältliche Präparat wird in Australien,Litauen  und Mexico hergestellt.Bislang wurde IGF-1 nur zu Forschungszwecken zur Behandlung von zwergwüchsigen Menschen eingesetzt.
Ärzte Zeitung, 17.11.1999  Ben Johnson zum dritten Mal positiv      Doping / Diuretikum
Zum dritten Mal in seiner Karriere ist der kanadische Sprinter Ben Johnson positiv getestet worden. Nach Agenturberichten wurde bei einer Trainingskontrolle im Urin des 37jährigen, der 1988 in Seoul für den spektakulärsten Dopingskandal in der olympischen Geschichte gesorgt hatte, ein Diuretikum entdeckt. Diuretika stehen auf der Liste der verbotenen Substanzen. Johnson war 1993 ­ er hatte seine erste Strafe gerade verbüßt ­ das zweite Mal wegen Dopings gesperrt worden. (Smi)
Olympische Spiele 2000      Rückschlag im Kampf gegen Doping  3.11.99
Sydney (ner). Einen Rückschlag im Kampf gegen Doping hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) hinnehmen müssen:
Bei den Olympischen Spielen im Jahr 2000 wird es keine Tests auf Wachstumshormone (HGH) geben, berichtet die Neue Züricher Zeitung
.

Gründe dafür seien Verzögerungen bei den Forschungsprojekten, sagte der britische Professor Peter Sönksen auf dem 5. Sportwissenschaftlichen Kongreß des IOC in Sydney. „Wir haben seit März keinen nennenswerten Fortschritt gemacht“, gab Sönksen zu. Mit insgesamt fünf Millionen Dollar war das Forschungsprojekt vom Internationalen Olympischen Komitee unterstützt worden.In einer Erklärung des belgischen Vorsitzenden der Medizinischen Kommission des IOC, Prinz Alexandre de Merode, heißt es, die Forschungen würden noch zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen. Dabei erwähnte er allerdings nicht die Forschungsergebnisse des Münchner Humangenetikers Dr. Christian Strasburger, dem es Anfang dieses Jahres gelungen war, im Körper produziertes HGH von künstlichem zu unterscheiden (wir berichteten).
"Die Athleten, die sich dopen, sind den Fahndern immer einen Schritt voraus"
Ärztezeitung 7.11.1999      Von Susan Mulley und Roland Fath

"Athleten in allen Bereichen testen den Nutzen von leistungsfördernden Mitteln", erklärte Professor Randy Eichner von der University of Oklahoma in Oklahoma City bei einem sportmedizinischen Kongreß in Kona auf Hawaii, der aus Anlaß des Extrem-Triathlon-Wettbewerbes "Ironman" stattfand. Obwohl die Doping-Kontrollen bei großen Wettbewerben immer weiter verstärkt würden, gehe man davon aus, daß heute mehr illegale Leistungs-Stimulanzien eingenommen würden als je zuvor. Es sei sehr schwer, den Athleten, die sich dopen, den Betrug nachzuweisen. "Die Athleten sind immer einen Schritt weiter als die, die sie zu fangen versuchen", sagte Eichner. Zu den bevorzugten Leistungsförderern gehören vor allem körpereigene Substanzen wie Testosteron,Wachstumshormon oder Erythropoietin (EPO), da der Nachweis solcher Substanzen schwerer fällt als der synthetischer Mittel. "Solche endogenen Substanzen werden zunehmend von Athleten zur Leistungssteigerung versucht", erklärte der deutsche Doping-Experte Professor Wilhelm Schänzer vom Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule in Köln auf Anfrage der "Ärzte Zeitung". Und zum Nachweis der mißbräuchlichen Einnahme von EPO und Wachstumshormon fehlten bislang immer noch geeignete Methoden. Nur für wenige der zur Leistungssteigerung benutzten Substanzen ist allerdings dieser erwünschte Effekt auch eindeutig belegt. Eine Substitution von Wachstumshormon sei wahrscheinlich bei den Personen mit einem Mangel an diesem Hormon leistungsfördernd, so Schänzer, habe aber wohl keinen Effekt bei Personen mit normalen Spiegeln. Dennoch gibt es Athleten, die von der Wirksamkeit dieser Substanz überzeugt sind. Andere Athleten schwören auf den Konsum von Koffein kurz vor dem Wettkampf oder die Supplementation von Kreatin, das allerdings nicht auf der Dopingliste steht. "Koffein hat zwar eine leicht stimulierende Wirkung auf Herz und Kreislauf, ob das jedoch zur Leistungssteigerung reicht, ist unklar", sagte Schänzer. Dennoch gebe es für Atheleten einen Koffeinspiegel, der nicht überschritten werden dürfe. Dieser Grenzwert sei an den Spiegeln bei normalen Kaffeetrinkern angelehnt. Klar ist ein Dopingeffekt bei der längerfristigen Einnahme von rekombinantem EPO (rEPO). Eine sechswöchige rEPO-Einnahme erhöht die aerobe Ausdauerleistung um etwa zehn Prozent, wie Dr. Bo Berklund vom Karolinska Hospital in Stockholm, ärztlicher Betreuer von Schwedens olympischem Kayak-Team, auf Hawaii gesagt hat. Die Behandlung, bei der pro Woche drei Injektionen gegeben werden, kostet nach seinen Angaben inzwischen nur noch 400 US-Dollar. Viele Athleten seien sich jedoch nicht der gesundheitlichen Risiken dieser Behandlung bewußt und würden auch nicht die richtige Dosierung und die Dauer der Behandlung kennen. rEPO erhöhe den Blutdruck deutlich. Mit rheologischen Komplikationen und unter Umständen auch mit einer hypertensiven Krise müsse gerechnet werden, so Berklund. Ein besonders trickreicher Weg zu unerlaubten Mitteln ist die Behauptung von Sportlern, unter Belastungsasthma zu leiden. Sie dürfen dann legal vor dem Wettkampf bronchialerweiternde Medikamente wie Salbutamol, Terbutalin und Salmeterol inhalieren, die nach Angaben von Schänzer "kurzfristig mehr Ausdauer" bringen. Der Anteil von US-amerikanischen Olympioniken mit Belastungsasthma ist von zehn Prozent bei den Sommerspielen 1984 auf fast 60 Prozent bei den Winterspielen 1994 gestiegen, wie Eichner berichtet hat. Die Diagnose Belastungsasthma werde nicht nach harten Kriterien überprüft, erklärte Schänzer.
Mittwoch, 10. November 1999, 15:17 Uhr
Friedek beschuldigt Konkurrenten des Dopings  10.11.1999
Düsseldorf - Dreisprung-Weltmeister Charles Friedek glaubt, einige seiner Konkurrenten könnten ihre Leistungen nur mit Hilfe von Doping bringen. Zahlreiche Springer kämen mit einem langsamen Anlauf sehr weit. Das sei nicht allein durch Krafttraining zu erreichen, sagte er in einem Zeitungsinterview. Friedek hatte mit 17,59 Metern den WM-Titel in Sevilla gewonnen. Mit seinen Beschuldigungen spielt er auch auf Vizewelt-meister Rostislaw Dimitrow an. Dem Bulgaren war bei der Hallen-WM in Japan die Einnahme von Ephedrin nachgewiesen und die Medaille aberkannt worden. Eine Sperre zog das Vergehen nicht nach sich. Dagegen hält Friedek den britischen Weltrekordler Jonathan Edwards für «sauber».
Ärzte Zeitung, 8.9.1999          
Anabolika / Leichtathletik-Britischer Verband spricht Christie vom Doping-Vorwurf frei

Neu-Isenburg (Smi). Der britische Sprinter Linford Christie ist in seinem Heimatland vom Vorwurf des Anabolika-Dopings freigesprochen worden. Das hat die Disziplinar-Kommission des britischen Leichtathletik-Verbandes nach einer Anhörung des 39jährigen Europarekordlers in London bekannt gegeben.Christie war nach einem Hallen-Meeting in Dortmund am 13. Februar positiv getestet worden. In seinem Urin fanden die Kontrolleure Spuren des androgenen anabolen Steroids Nandrolon (die "Ärzte Zeitung" berichtete). Der britische Verband gab sich damit jedoch nicht zufrieden. In einem offiziellen Statement zum Freispruch Christies heißt es, es sei nicht zweifelsfrei nachzuweisen, daß das anabole Steroid "von einer verbotenen Substanz abstammt". Noch vor dem Urteil des britischen Verbands hatte der Generalsekretär des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF,Istvan Gyulai, angekündigt, daß sich die internationale Dachorganisation notfalls über das Urteil des Landesverbandes hinwegsetzen würde. Gyulai: "Das Regelwerk der IAAF ist klar: Wenn verbotene Substanzen gefunden werden, ist es ein Doping-Fall." Außer Christie ist auch dessen Landsmann, der ebenfalls des Nandrolon-Dopings überführte Doug Walker, vom britischen Verband freigesprochen worden.
Diskussion während des 14. Sportwissenschaftlichen Hochschultags in Heidelberg /
Doping-Experte Professor Gerhard Treutlein:
Wer nicht dopen wollte, flog raus - das war auch im Westen so
Siegen um jeden Preis? Diese Maxime hat wie in der ehemaligen DDR auch in der Bundesrepublik gegolten, und noch heute folgt die Logik des Spitzensports dem allein erfolgsorientierten und nicht auf Nebeneffekte achtenden Handeln: Das ist das Resümee des Sportwissenschaftlers Professor Gerhard Treutlein aus Heidelberg und des Mainzer Journalisten Andreas Singler, vorgetragen beim 14. Sportwissenschaftlichen Hochschultag der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft in Heidelberg.Anabolikadoping habe sich im westdeutschen Spitzensport seit Anfang der 60er Jahre zuerst in Kraftsportdisziplinen, dann in Schnellkraftdisziplinen und später im Ausdauersport flächendeckend ausgebreitet, wobei das Frauendoping in der Bundesrepublik etwa zehn Jahre später als im Männersport systematisch
eingesetzt worden sei. Der Unterschied zwischen den beiden deutschen Staaten: "Im Westen gab es zwar Duldung, Mitwisserschaft und stillschweigende Förderung bis hin zu höchsten Funktionärkreisen, aber keine geschlossene Verbandskonzeption oder gar ein Staatsplanthema wie in der DDR", so die Referenten, die gerade deshalb das Handeln der Akteure im Westen als genauso perfide bezeichnen wie jenes im Osten. In der Aufarbeitung der Doping-Vergangenheit der Bundesrepublik habe man das Phänomen des "Drop-outs" durch Doping noch wenig beachtet, so Treutlein. Dies habe es aktiv wie passiv gegeben. "Dopingresistente" Sportler seien dadurch dem Spitzensport entweder aktiv (durch Austritt aus der Mannschaft) oder passiv (durch Nichtzulassung zu den Bundeskadern) verlorengegangen. Das Ausscheiden etlicher Dopinggegner seit Anfang der 70er Jahre hat nach Einschätzung der Doping-Experten den Anabolika-Mißbrauch eher noch beschleunigt, da die bremsenden Elemente aus dem Spitzensport weitgehend verschwunden waren. Die Bereitschaft, Anabolika zu konsumieren, scheint auch im westdeutschen Sport bereits in den Jugendkadern eine wichtige Rolle gespielt zu haben. So habe der Sportmediziner Theodor Hettinger bereits 1971 ein verbreitetes Nachwuchsdoping in bestimmten dafür anfälligen Disziplinen wie etwa dem Kraftsport beklagt. Diese Mahnung habe aber keineswegs der damals vorherrschenden Sportmediziner-Meinung entsprochen. Im Gegenteil sei von führenden Sportmedizinern wie dem heutigen Präsidenten des Deutschen Sportärztebundes,
Professor Joseph Keul, die Meinung vertreten worden, daß Anabolikaeinnahme in sogenannten therapeutischen Dosen und unter ärztlicher Kontrolle unbedenklich sei, sagte Treutlein. Im Laufe der vergangenen vier Jahrzehnte habe die Doping-Problematik groteske Züge angenommen, es komme zum Phänomen des Dopings wider Willen. Sportler sehen sich nicht als Betrüger, sondern als Opfer der Verhältnisse: Sie müßten dopen, um national und international mithalten zu können.
Ärzte Zeitung, 31.8.1999 Doping - greifen die Kontrollen wirklich?
Von Pete Smith
"Die Dopingkontrollen greifen." Fast siegessicher haben einige Sport-Funktionäre auf die Doping-Enthüllungen vor und während der Leichtathletik-Weltmeisterschaft reagiert. Daß Spitzensportler wie Merlene Ottey und Linford Christie in die Fallen der Fahnder getappt sind, wird bereits als Triumpf des sauberen Sports gefeiert. Dürfen wir mitfeiern? Mit Ottey, Christie und dem Niederländer Troy Douglas gab es kurz vor der WM drei Spitzensportler, die des Dopings mit anabolen Steroiden (Nandrolon) überführt worden sind. Während der WM ertappten die Fahnder den Nigerianer Davidson Ezinwa, der der Einnahme des ebenfalls anabol wirkenden Peptidhormons HCG verdächtig ist, und den Somalier Mohamed Ibrahim Aden, der anscheinend mit Ephedrin gedopt hat. Sowohl Anabolika als auch
Stimulantien sind über den Urin nachweisbar - Erythropoetin (EPO) und Wachstumshormone (HGH) jedoch nur über Blutkontrollen. So ist es nicht verwunderlich, daß am Ende der WM Verdachte keimen. Neue und alte. Im Zentrum der Spekulationen stehen diesmal die Spanier mit ihren Marathon-Weltmeistern Abel Antón (1999) und Martín Fi z(1995). Ihr ehemaliger Kollege Pablo Sierra hat das komplette spanische Marathonteam in der französischen Sportzeitung "L&grsquor;Equipe" des systematischen EPO-Dopings bezichtigt. Initiator sei der Verband, dirigiert werde das Ganze von zwei auch mit dem Radsport vertrauten Medizinern in Bilbao.Auch für Deutschland, das sich gern seines Kontrollsystems rühmt, startet ein Verdächtiger.3000-Meter-Hindernis-Läufer Damian Kallabis hat im vergangenen Jahr den Blutexpander HES verabreicht bekommen. Mit HES läßt sich der Blutverdikkung nach EPO-Konsum entgegenwirken. Vor der WM hat Kallabis wiederholt seine Unschuld beteuert. Doch keiner glaubt ihm.Verdachtsmomente gibt es auch gegen die US-Läufer, die in ihrem eigenen Land nur selten und dann oft mit   Ansage kontrolliert werden.Greifen die Dopingkontrollen also wirklich? Oder sind die Verlautbarungen der Funktionäre nur Nebelkerzen, gezündet im Vorfeld der Jahrtausend-Spiele von Sydney? Tatsache ist, daß die pompös angekündigte Anti-Doping-Agentur bislang nur auf dem Papier existiert. Und das schon seit über einem halben Jahr.
Ärzte Zeitung, 26.5.1998 Drei Beta-Mimetika gelten nicht als Doping-Mittel
Therapie bei Asthma / Terbutalin, Salbutamol und Reproterol sind von der Internationalen Doping-Kommission freigegeben
Berlin (aza). Bei Leistungssportlern mit Asthma sollte in der Auswahl des Beta2-Mimetikums auf die Unterschiede innerhalb dieser Substanzgruppe geachtet werden. Während einige Beta2-Mimetika in Deutschland zu den Doping-Mitteln gerechnet werden, sind andere überhaupt nicht meldepflichtig.Darauf hat der Pharmakologe Professor Niels-Peter Lüpke von der Universität Osnabrück bei den 20. Berliner Pneumologischen Gesprächen hingewiesen. Nach seinen Worten haben Beta2-Mimetika zwar alle keine direkt anabole Wirkung, doch für einige Vertreter dieser Substanzgruppe ist bei hochdosierter parenteraler Gabe eine Hemmung des Eiweißabbaus belegt. Auch dadurch könne indirekt eine Zunahme der Muskelmasse erreicht werden.Weil dieser Einfluß auf den Eiweißstoffwechsel nicht bei  allen Betamimetika nachweisbar ist, sind von der Internationalen Doping-Komission drei Substanzen aus dieser Gruppe zur Anwendung bei Leistungssportlern freigegeben: Terbutalin, Salbutamol und Reproterol. Diese drei unterliegen deshalb auch bei Wettkämpfen keiner Meldepflicht.Es gibt noch weitere Effekte, in denen sich die Beta2-Mimetika unterscheiden, so der Osnabrücker Pharmakologe auf einem vom Unternehmen Asta Medica AWD unterstützten Workshop. So können
einige Betamimetika, die er als Beta-Mimetika vom Reproterol-Typ bezeichnete, als Radikalfänger wirken und die bei der Entzündungsreaktion verstärkt gebildeten Peroxid-Ionen neutralisieren. Darüber hinaus entwickelt diese Untergruppe von Beta2-Mimetika synergistische Effekte mit entzündungshemmenden Substanzen, wie zum Beispiel DNCG, während bei den Betamimetika vom sogenannten Fenoterol-Typ dieser Effekt nicht nachweisbar ist. Der Synergismus von DNCG und Reproterol ist auch ein wichtiger Grund, warum fixe Kombinationen dieser beiden Wirkstoffe, zum Beispiel die von dem Frankfurter Unternehmen als Allergospasmin® angeboten wird, als sinnvoll angesehen werden und Teil der Empfehlungen der Deutschen Atemwegsliga zur Therapie bei Asthma sind.

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Doping, von der Analyse zur Prävention
von Andreas Singler, Gerhard Treutlein 
Preis: EUR 15,24 (2001)
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Hormon Report
Jürgen Hoffmann
Preis: EUR 20,42
Taschenbuch - 112 Seiten (1999) 
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Doping im Spitzensport (2000)
Andreas Singler, 
Gerhard Treutlein
Preis:   EUR 15,23
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Das Buch
 
zur TOUR Wahrheit

Blut und/oder Urin zur Dopingkontrolle.  
Manfred Donike
Preis:   EUR 13,70 
 Taschenbuch - 210 Seiten (1996) 

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Verlorene Spiele.
Journal eines Doping- Prozesses.

von Ines Geipel 
Preis: EUR 15,24
Gebundene Ausgabe - 160 Seiten   2001
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Allein im Jahr 1988 wurden laut Protokoll
der Stasi-Kreisdienststelle Jena 60.000
Tabletten von der Anabolika-Substanz
»STS 646« vom Sportmedizinischen
Dienst der DDR bestellt.
Das reichte für etwa 30.000
Behandlungstage an Leistungssportlern
.

Hormone im Ausdauersport "EPO, Steroide,
Wachstumshormone" 

Arthur Thomas
Preis: EUR 20,40 
Taschenbuch - 
260 Seiten (Dezember 1999)
 

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Die Grenzen der Dopingverbote. 
Clemens Prokop 
Preis: EUR 50,11
Taschenbuch - 315 Seiten (2000) 
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Doping. 
Dick Francis
Preis: DM 16,90 EUR 8,64
Taschenbuch - 352 Seiten (2000) 
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Sterbliche Maschinen.
Doping und die Unmenschlichkeit
des Hochleistungssports

John M. Hoberman  
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Preis:EUR 19,43  
Gebundene Ausgabe - 384 Seiten (1994) 

Rekorde durch Doping?
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Wie Athleten legal und illegal
ihre Leistung verbessern.
 

Melvin H. Williams Preis:   EUR 15,24 

Doping im Hochleistungssport.
Anpassung durch Abweichung. 

Karl-Heinrich Bette, Uwe Schimank
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Preis: EUR 14,21 
Taschenbuch - 407 Seiten (1995) 

Doping (2000)
Michael Gamper,
Jan Mühlethaler, Felix Reidhaar
Preis: EUR 24,54
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Doping im Bodybuilding. 
Andreas Bredenkamp

Preis: EUR 15,24 
Gebundene Ausgabe - 128 Seiten (1993) 
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Der Klassiker zum
DDR-Staatsdoping

Doping. 
Von der Forschung zum Betrug
Brigitte Berendonk
Preis:  EUR 8,64
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Doping. 
Dick Francis
Preis:  EUR 8,64
Taschenbuch -
352 Seiten (2000) 
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Doping. Martin Krauß
Preis:EUR 7,61
Taschenbuch -150 Seiten (2000) 
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Mörderische Saison.
Der Radsport- Krimi. Greg Moody 
Preis:  EUR 15,23
Taschenbuch - 352 Seiten (2000)
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Tödliche Tour.
Der Radsport- Krimi. 
Greg Moody 
Preis:  EUR 15,23
Taschenbuch - 319 Seiten (1999)
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Doping im Hochleistungssport. 
Anpassung durch Abweichung.
 
Karl-Heinrich Bette, Uwe Schimank 
Preis:  EUR 14,21
Hier bestellen!
Taschenbuch - 407 Seiten (1995)

Doping im Spitzensport.
STH, Steroide, EPO,
Pro- Hormone und
mögliche Alternativen.
 
Franz Mares 
Preis:  EUR 20,96
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Taschenbuch - 280 Seiten (2001)

Muskel-Guide
von Frederic Delavier
Preis: EUR 20,38
Broschiert
- 123 Seiten
Erscheinungsdatum: 22. März 2000
Auflage: 2., durchgesehene Auflage 2000
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Die Verfassungsmäßigkeit
von Anti-Doping-Bestimmungen

von Ralf Lenz
Preis: EUR 35,28

Taschenbuch
- 155 Seiten
Erscheinungsdatum: 2000
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Lebenslauf.
von Dieter Baumann
Preis: EUR 19,90

Gebundene Ausgabe
270 Seiten
Erscheinungsdatum: 2002
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Das Doping-Problem.
von Jürgen Kern Preis: EUR 35,00
Gebundene Ausgabe
- 240 Seiten
Erscheinungsdatum: 2002
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Doping. Spitzensport
als gesellschaftliches Problem.

von Michael Gamper,
Jan Mühlethaler, Felix Reidhaar
Preis: EUR 24,54
Sondereinband - 280 Seiten
Erscheinungsdatum: 2000

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Doping. Martin Krauß
Preis:  EUR 7,61
Taschenbuch - 150 Seiten (2000) 
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Doping ist die Anwendung verbotener leistungssteigernder Wirkstoffe. Im Hochleistungssport wird Doping als "natürliche"
Begleiterscheinung angesehen. Die Medien verurteilen gedopte Sportler, aber das Publikum verlangt nach immer neuen Rekorden und es geht um viel Geld. Der Sportjournalist Martin Krauss beschreibt die Geschichte des Dopings, informiert ausführlich über die Methoden des Dopinggebrauchs und untersucht die sportpolitischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte des Umgangs mit Doping.