DOPINGSTUDIEN

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Lakritz senkt Testosteronspiegel    (New Engl J Med) 
Neu Isenburg 11-10-99 DPA

Übermäßiger Genuß von Lakritz kann zu sexuellen Problemen und Libidostörungen bei Männern führen: Offensichtlich hemmt Lakritz Enzyme, 
die für die Produktion des Sexualhormons Testosteron zuständig sind
-nach 4 Tagen Lakritzabstinenz normalisieren sich die Testosteronspiegel wieder.
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Doping mit Wachstumshormonen jetzt nachweisbar 1999
Bisher konnte als Dopingmittel eingesetztes rekommbinantes menschliches Wachstumshormon (r-HGH), nicht von hypophysärem ( natürlichem) HGH (pit-HGH) unterschieden werden.Ein Immunessay schließt die Lücke. Hypophysäres Wachstumshormon liegt in der Blutstrombahn in verschiedenen Isoformen vor(22 kd-HGH u.a.).Assay-1 ermittelt die Isoform 22 kd-HGH,Assay-2 die gesamte HGH-Konzentration. Normalerweise liegt der Quotient aus gesamt-HGH zu 22 kd-HGH zwischen 0,2 und  0,8 .Die Gabe des rekombinierten HGH (Doping) hebt die Fraktion des 22 kd-HGH an, der Quotient steigt auf über 1,0.Bei Probandenuntersuchungen erwies sich der Test als sehr zuverläßig - allerdings nur ,wenn er innerhalb von 36 Stunden nach Injektion durchgeführt wird.
Literatur: Wu Z. et al.: Detection of doping with HGH.Lancet 353 (1999) 895

Totalrupturen fast nur bei degenerativen Veränderungen 1999   
Sportler ­ Sehnen-Riß aufgrund von Einnahme anaboler Steroide?
Freiburg (bd). Wenn Leistungs- und Freizeitsportler eine Sehnenruptur bekommen, sollte auch an einen möglichen Zusammenhang mit Androgenen und anabolen Steroiden gedacht werden. So berichtet Dr. Markus Morgenthaler aus Freiburg über den Fall einer distalen Bizepssehnen-Ruptur nach langjähriger Testosteronsubstitution infolge einer Geschlechtsumwandlung (Z Orthop 137, 1999, 368). Der
42jährige Patient war mit dem rechten Arm an einem Türrahmen hängengeblieben, und dabei war rechts die distale Bizepssehne gerissen. Vorerkrankungen oder Beschwerden im Bereich des betroffenen Ellenbogens wurden von dem Patienten verneint. Wie der Orthopäde ausführt, habe im geschilderten Fall eine exzentrische Kontraktion des M. biceps brachii den Riß verursacht. Ausgehend davon, daß bei Totalrupturen fast immer degenerative Veränderungen am Sehnengewebe nachweisbar seien, könne auch hier eine krankhafte Veränderung des Sehnengewebes zu dem Riß geführt haben. Dies sei durch den histologischen Befund mit fokal angedeuteten kalzifizierenden Degenerationsherden im Sehnengewebe bekräftigt worden. Nachdem alle bekannten auslösenden Faktoren für eine Sehnenschädigung ausgeschlossen werden konnten, ergab die Anamnese, daß sich der Patient zwei Jahre vor der Ruptur einer Geschlechtsumwandlung unterzogen hatte und seither mit Testosteron substituiert wurde. Tierexperimentell sei belegt, daß Androgene den Kollagenanteil der Sehnenmatrix schädigen können. Morgenthaler vermutet, daß bei Sehnenrupturen von Leistungssportlern möglicherweise anabole Steroide ursächlich sein können. Auch bei moderater Androgeneinnahme  ­ wie im geschilderten Fall ­ vermutet er einen solchen Zusammenhang.
Mehr zu Verletzungen http://www.sportmedinfo.de/inhalt.html


Haaranalysen (Forensic science Int 101 (1999) 209-216)
Zwei Bodybuilder wurden von franz. Zollbeamten wegen Besitzes großer Mengen anaboler Steroide festgenommen.2050 Tabletten Stanozolol,und Mesterolon,251 Ampullen Stanozolol,Testosteron,Metenolon und Nandrolon.Sie behaupteten diese seien für den Eigengebrauch.In Urin - und Haaranalyse fand sich Nandrolon,Stanozolol,Testosteron und deren Metaboliten,was für einen chronischen Gebrauch sprach.Urinanalysen liefern nur Momentaufnahmen.Haaranalysen könnten dagegen den chronischen Anabolika-Mißbrauch dokumentieren.


Gendoping: Nach der Flut der Doping-Fälle im Umfeld der Olympischen Spiele in Sydney gibt es eine neue Horrorvision: Das «Gendoping» und die fantastische Vorstellung vom geklonten Athleten-Monster. «Die Gentechnik könnte alles überschatten, was wir gegenwärtig unter Doping-Gesichtspunkten diskutieren», sagte Thomas Bach, Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), einmal. Das Damoklesschwert der modernen Wissenschaft schwebt auch über dem Sport. Führende deutsche Genforscher erwarten allerdings nicht, dass der Vorstoß in die neue Dimension der Leistungsmanipulation schnell gelingt. «Bei den
nächsten Olympischen Spielen wird es noch keine genmanipulierten Sportler geben», sagte Prof. Klaus Cichutek,
Vorsitzender der Kommission Gentherapie der Bundesärztekammer. Obwohl die drei Milliarden Bausteine des in der Desoxyribonucleinsäure (DNA) gespeicherten Erbguts entschlüsselt sind, bleibt die Funktion der rund 100 000 Gene im menschlichen Körper noch ein weitgehendes Rätsel. «Statt des (als Blutdopingmittel bekannte) EPO-Hormon könnte man das den Stoff produzierende Gen in den Körper geben», erklärte Cichutek, «doch man weiß noch zu wenig darüber, wie es
physiologisch zu regulieren und wie lange es aktiv ist.» Und für Doper sei es doch wichtig zu wissen, wann man den Stoff
absetzen muss. Außerdem gebe es momentan keine Medikamente, mit dem durch Gentransfer Krankheiten behandelt werden. «Die Science Fiction ist noch nicht da, aber vielleicht gibt es sie eines Tages», sagt der Professor am Paul-Ehrlich-Institut in Langen bei Frankfurt.(dpa, 04.10.2000)ol

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Allein im Jahr 1988 wurden laut Protokoll  der Stasi-Kreisdienststelle Jena 60.000  Tabletten von der Anabolika-Substanz »STS 646« vom Sportmedizinischen  Dienst der DDR bestellt. Das reichte für etwa 30.000 Behandlungstage an Leistungssportlern
.

 

 

 

 

 

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