WACHSTMSHORMONE

Sportmedizinische Newsletter
zu Vitaminen, Doping, Antioxidantien und Sportmedizin eintragen! 
oder über diese Mail anfordern
 
E-mail Adresse hier eintragen!

Zur Bücherecke


Somatotropin, somatotropes Hormon 
Syn.: Wachstumshormon, human growth hormone

Abk.: STH       Abk.: HGH
in <alpha>-Zellen des Hypophysenvorderlappens gebildetes Peptid, dessen Ausschüttung durch den Somatotropin-releasing-Faktor
(SRF = GRH, GRF) u. Somatostatin gesteuert wird. Die stärkste Ausschüttung erfolgt während des Schlafes, v.a. in der Pubertät.
Ist unentbehrlich für das normale Längenwachstum; 
die Wirkung wird überwiegend indirekt durch IGF-I (insulin-like growth factor I) = Somatomedin C hervorgerufen. (Ist ferner Stimulator für Proteinsynthese, Lipolyse, Blutzuckeranstieg; hat u.U. sogar diabetogene u. tumorstimulierende Wirkung.) Bei Minderproduktion resultiert hypophysärer Zwergwuchs, bei Überproduktion, z.B. bei somatotropem Adenom des HVL, Gigantismus bzw. Akromegalie;
S.-Resistenz = Laron* Syndrom. Wird für die therapeutische Anw. heute gentechnologisch hergestellt. E: somatotropin.

Hormone im Ausdauersport 
"EPO, Steroide, Wachstumshormone" 
Arthur Thomas
Preis:   EUR 20,40 
Taschenbuch - 
260 Seiten (Dezember 1999)

Hier bestellen!


Das "Wachstumshormon" oder Somatotrope Hormon (STH) ist eine natürliche, körpereigene Substanz, welches vom Hypophysenvorderlappen gebildet wird und nicht auf ein spezifisches Zielorgan wirkt.  Aus ungenügender STH-Produktion entsteht im Kindes- und Jugendalter Zwergwuchs. Beim Erwachsenen wird es zwar immer noch produziert, aber es wirkt nicht mehr wachstumsfördernd sondern leicht anabol, d.h. muskelbildend sowie stärkend auf Bindegewebe und Sehnen. Seit einigen Jahren wird zur Behandlung des Zwergwuchses humanes Growth Hormone (hGH) gentechnologisch hergestellt. Irgendwann kam dann ein Arzt auf die Idee, hGH als Dopingmittel einzusetzen.  hGH hat im Körper eine kurze Halbwertszeit und ist deshalb rasch nicht mehr nachzuweisen, abgesehen davon, dass es sehr schwierig ist, körpereigene Substanzen, die gespritzt oder geschluckt werden, nachzuweisen. Die Herstellerfirma von hGH, Novo Nordisk, habe jetzt einen Test griffbereit, hiess es diesen Frühling. Wird die Einnahme gestoppt, lässt die Wirkung aber auch schnell nach, deshalb muss es dauernd eingenommen werden. Da mit der künstlichen Zufuhr von hGH die körpereigene Produktion stark zurückgeht, muss dauernd für Nachschub gesorgt werden. Darum haben die Chinesen wohl auch hGH im Gepäck mit nach Perth genommen.  Ein weiterer Nachteil ist, dass man sich nach dem Absetzen der Zufuhr von hGH sehr rasch müde und schlapp fühlt. Als Schäden sind bekannt: Diabetes, Leber- und Knochenschäden .
Das Buch
zur TOUR
Wahrheit
 
Hier bestellen!

Übersicht einiger Artikel
Extra:Der Handel mit illegalem Dopingmittel:Wachstumshormon

1.Doping mit Wachstumshormonen jetzt nachweisbar 1999
2.Bei den Olympischen Spielen im Jahr 2000 wird es keine Tests auf Wachstumshormone (HGH) geben
3.HGH-Mangel: Probleme des Übergangs von der Kindheit zum Erwachsenenalter
4.Substitutionstherapie mit humanem Wachstumshormonen bei Erwachsenen - 
    eine Studie mit 1000 Patienten
5.Wachstumshormon (HGH-Somatropin) aus Pflanzen
6.Kann die Ausschüttung von HGH gefördert werden? 

Human Growth Hormone (HGH)

Hormone sind kleine chemische Botenstoffe, die kontinuierlich von den endokrinen Drüsen in den Blutkreislauf ausgeschüttet werden, damit sie die Aktivität lebenswichtiger Organe regulieren. Der Begriff Hormon stammt aus dem Griechischen und bedeutet "stimulieren". Hormone stimulieren eine Vielzahl von lebenspendenden Prozessen im ganzen Körper und sorgen so für Gesundheit, Harmonie, Wachstum, Heilung und Regeneration.
Das bekannteste Hormon ist das Insulin, das in der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Wenn die Produktion abnimmt oder versiegt, entsteht Diabetes. Wissenschaftler entdeckten vor etlichen Jahren einen Weg, Insulin herzustellen und durch regelmäßige Injektionen die Diabetes und ihre Symptome unter Kontrolle zu halten.
Das Wachstumshormon, das von der Hypophyse ausgeschüttet wird, ist ein kleines, proteinartiges Hormon (Peptid), ähnlich dem Insulin. Es wird als menschliches Wachstumshormon oder "HGH" (human growth hormone) bezeichnet und ist sehr schwer direkt zu messen. HGH wird in sehr kurzen Impulsen während der ersten Stunden des Schlafes ausgeschüttet und bleibt nur wenige Minuten im Kreislauf. Es gelangt schnell in die Leber und wird in Somatomedin-C umgewandelt, ein anderes kleines Peptidhormon (auch bekannt als insulinartiger Wachstumsfaktor 1 oder IGF-1).
Somatomedin-C ist verantwortlich für die meisten Aktivitäten des Wachstumshormons im Körper. Der Somatomedin-Spiegel ist sehr viel stabiler und kann im Labor gemessen werden.
Während der Pubertät, wenn man am schnellsten wächst, ist die Produktion des HGHs sehr hoch. Darum wird es "Wachstumshormon" genannt. Aber auch, wenn das Wachstum beendet ist, müßte das Hormon (wenn auch etwas weniger) für die physische und psychische Gesundheit und das Wohlbefinden das ganze Leben über weiter produziert werden. Die Wiederherstellung von Gewebe, die Heilung, Zellsubstitution und Gesundheit der Organe, die Knochenfestigkeit, Gehirnfunktion und Enzymproduktion, die Gesundheit von Haaren, Nägeln und Haut - für all diese Prozesse und Funktionen müssen andauernd genügend Wachstumshormone zur Verfügung stehen. Ab zwanzig nimmt die Wachstumshormonproduktion immer mehr ab, durchschnittlich um 14 Prozent innerhalb von zehn Jahren. Mit sechzig ist es nicht ungewöhnlich, daß ein 75prozentiger Verlust oder mehr gemessen wird. Der physische Verfall im Alter korreliert direkt mit der verminderten Ausschüttung des Wachstumshormons durch die Hypophyse.
Kinder mit einem sehr frühen Wachstumshormondefizit der Hypophyse können nicht normal wachsen und werden zwergwüchsige Erwachsene, wenn man sie nicht behandelt. Die Wachstumshormon-Therapie wurde ursprünglich entwickelt, um diese Kinder zu behandeln, damit sie wachsen und normale Erwachsene werden konnten. Zunächst waren die Substitute begrenzt, teuer und manchmal verseucht. Es gab nicht genug Wachstumshormone, um alle Kinder, die sie brauchten, behandeln zu können. Durch die Entwicklung der rekombinierten DNA-Technologie steht heute mehr HGH in einer sehr reinen Form zur Verfügung, aber es ist immer noch sehr teuer. Trotzdem eröffnet das in immer größerer Menge zur Verfügung stehende Wachstumshormon eine neue Dimension der Gesundheitsfürsorge.
Etwa alle drei Jahre erneuern sich 90 Prozent aller Zellen des menschlichen Körpers. Der Körper ist eine Komposition aus mehr als 100 Trillionen Zellen, die kontinuierlich absterben und ersetzt werden. Nur im Gehirn und im Nervensystem bleiben die Originalzellen (Neuronen) erhalten, aber im Gehirn werden kontinuierlich Proteine produziert, um Erinnerungen an jede neue Erfahrung zu speichern. Lernfähigkeit, Gedächtnis und Intelligenz sind abhängig von einer adäquaten Menge an Wachstumshormonen. Wenn sie mit dem Alter abnehmen, werden auch alle vitalen Organfunktionen reduziert.
Heute steht die Substitutionstherapie des menschlichen Wachstumshormons zur Verfügung, und die altersbedingten Symptome physischer und mentaler Reduzierungen können umgekehrt oder verlangsamt werden. Durch die Messungen der Wachstumshormonspiegel (Somatomedin-C) im Blut älterer Erwachsener, oder auch jüngerer, denen es trotz anderer Therapien nicht gut geht, hat die Gesundheitsvorsorge und die Präventivmedizin einen ganz neuen Vorteil gewonnen. Wenn der Somatomedin-C-Spiegel bei gesunden jungen Erwachsenen normal ist, ist eine HGH-Substitution nicht gerechtfertigt. Wenn aber der Spiegel niedrig ist, kann die Substitution von großem Nutzen sein.
Zu den positiven Wirkungen der Wachstumshormonsubstitution, die in die wissenschaftliche Literatur eingeflossen sind, gehören das Anwachsen der Muskelmasse, eine gesteigerte körperliche Kraft, weniger Erschöpfungszustände, weniger Fett (speziell abdominales Fett), gewachsene Knochenfestigkeit und die Revitalisierung der Leber, der Nieren, der Milz und der Gehirnfunktionen. Die Haut gewinnt ein jugendlicheres Aussehen zurück und hat weniger Falten, die Sexualfunktionen werden verbessert. Das Cholesterin wird gesenkt, die Gelenkknorpel werden stärker und es gibt Verbesserungen bei Osteoporose und der Alzheimerkrankheit. Auch für Aidspatienten resultiert aus der HGH-Substitution eine merkliche Verbesserung ihrer Lebensqualität.
H.T., ein 62jähriger Geschäftsmann, hat sich seit drei Jahren täglich HGH injiziert. Er sagt dazu: "Meine Energie, mein Durchhaltevermögen und mein sexueller Antrieb entsprechen denen eines Dreißigjährigen. Mein Muskeltonus hat sich phantastisch verbessert. Mein Taillenumfang schrumpfte von 107 cm auf 86 cm, und der Fettanteil von 28% verringerte sich auf 12%. Ich sehe morgens in den Spiegel und kann nicht glauben, daß dieser Typ dort ich selber bin, ich sehe wieder aus wie damals, als ich 30 war. Die Lähmung meiner Hand ist verschwunden, ich habe meine Bifokalgläser weggelegt, und meine Haut, die so dünn wie Seidenpapier war, ist nun jugendlich."
J.H., eine vierzigjährige Geschäftsfrau, litt viele Jahre unter chronischer Erschöpfung und Kiefer- und Kopfschmerzen, die durch eine Degeneration der Oberkiefergelenke hervorgerufen wurden. Nach den täglichen HGH-Injektionen berichtete sie:" Ich war eine vierzigjährige Frau in einem sechzigjährigen Körper. Durch die HGH-Therapie sind meine Schmerzen vollständig verschwunden, ich habe mehr Energie und Ausdauer, weniger Fett, und ich fühle mich viel lebendiger, innerlich erblüht und beinahe euphorisch."
1991 führte Dr. Daniel Rudman am Medical College of Wisconsin ein wissenschaftliches Forschungsprojekt durch. Er gab dabei älteren Männern Wachstumshormoninjektionen. Die Untersuchungsergebnisse wurden im New England Journal of Medicine publiziert. Dr. Rudman sagte in einem Interview:" Wir kehrten 10 bis 20 Jahre des Alterungsprozesses um ... das Fett wurde reduziert, das Muskelgewebe wuchs an."
Ein weiterer wichtiger Nutzen der HGH-Substitution ist die Stärkung des Immunsystems.   Infektionen nehmen ab, die Genesung von Krankheiten wird unterstützt, Allergien werden besser, und mit dem Immunsystem zusammenhängende Krankheiten wie Arthritis sind weniger lästig. Das Immunsystem ist wichtig zur Verteidigung gegen Krebs, und es scheint logisch, daß das Wachstumshormon bis zu einem gewissen Grad vorgebeugend wirken kann. Alle Spekulationen, daß dieses Hormon Krebs fördern könnte, wurden in der klinischen Praxis nicht bestätigt. In Wirklichkeit vermindert eine verbesserte Immunität logischerweise das Risiko eines bösartigen Krebses und beschleunigt die Heilung bei Krebsbehandlungen.
Nebenwirkungen, die in der medizinischen Forschung dokumentiert wurden, waren meist auf sehr hohe Dosierungen zurückzuführen. Die Dosierungen in diesen Studien waren achtmal höher als die Menge, die normalerweise von der Hypophyse produziert wird. Solche Überdosierungen verursachten das Karpaltunnelsyndrom, eine verminderte Glukosetoleranz (eine gewachsene Tendenz zu Diabetes), Brustvergrößerungen (sogar bei Männern) und Flüssigkeitsretentionen.
Wenn die Wiederherstellung des Gewebes, die Heilung und das Ersetzen der Zellen durch die Wachstumshormonsubstitution beschleunigt werden, wächst der Bedarf an Nährstoffen aller Art. Die Proteinaufnahme muß adaequat sein, um neues Gewebe zu bilden. Vitamine, Mineralien und Spurenelemente werden in größeren Mengen verwertet, wenn die Stoffwechselrate ansteigt. Wenn der Körper nicht genügend essentielle Nährstoffe hat, kann ein vermehrtes Zellwachstum Mangelerscheinungen noch verschlimmern oder hervorrufen. Darum ist es weise, einen Arzt oder eine Ärztin auszuwählen, die sich auch mit Ernährungsberatung und Präventivmedizin auskennen, wenn man eine Wachstumshormontherapie machen möchte.
Wenn jemand beispielsweise ein Defizit an dem essentiell wichtigen Vitamin B6 hat, kann das Wachstumshormon in einigen Fällen das mit dieser Mangelerscheinung zusammenhängende Karpaltunnelsyndrom hervorrufen. Nebenwirkungen können folglich durch einen Nährstoffmangel verursacht werden.
Die Wachstumshormontherapie in niedriger Dosierung ist klinisch effektiv und ohne signifikante Nebenwirkungen. Nebenwirkungen, die dennoch auftreten, wie leichte Flüssigkeitsretentionen, verschwinden gewöhnlich innerhalb weniger Wochen, wenn der Körper auf eine jüngere Stoffwechselrate eingestellt wird.
Langlebigkeit   und Gesundheit sind extrem komplizierte Ziele, die von vielen Faktoren beeinflußt oder beeinträchtigt werden. Eine Rolle spielen dabei Vererbung, Streß, Ernährung, Antioxidationsmittel, der Lebensstil, schädliche Gewohnheiten, Tabak, exzessiver Alkoholkonsum und chemische und Umweltverschmutzung. Das sind zusätzliche Belastungen zur altersbedingten Abnahme der Hormonproduktion. Die übliche "Gesundheitsversorgung" ist größtenteils auf Medikamente oder chirurgische Attacken gegen Krankheiten orientiert, eine negative Methode, die üblicherweise keine Nährstoff- und Homonsubstitution oder Entgiftung beinhaltet, was die natürliche Heilung und Regeneration stimuliert. Das Wachstumshormon unterstützt die Gesundheit, den Heilungsprozeß und die Instandsetzung der Zellen.
Ein vernünftiges Wachstumshormon-Therapieprogramm sollte auf einer medizinisch empfohlenen     Ernährung   auf Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen       fußen, eine Chelat-Therapie, die Messung und Substitution anderer defizitärer Hormone (Schilddrüsenhormon, DHEA etc.) und Antioxidationsmittel gegen freie Radikale beinhalten, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Substitutionstherapie mit humanem Wachstumshormonen bei Erwachsenen -
eine Studie mit 1000 Patienten am Palm Springs Life Extension Institute

L. Class Terry, M.D., Ph.P., Pharm.D.
Medical College of Wisconsin , Milwaukee, WI
Edmund Chein, M.D.
Palm Springs Extension Institute, Palm Springs, CA

In dieser Studie werden die Wirkungen einer Behandlung mit humanem Wachstumshormon (HGH) beschrieben, die sie auf den Cholesterin-, den Triglyzerid- und den insulin-like growth factor (IGF)-Spiegel, die Inzidenz der Nebenwirkungen und die Inzidenz von Krebs ausübt. Sie basiert auf Selbstbeurteilungen bezüglich physischer und psychischer Veränderungen während einer Hormonsubstitutionstherapie. Dr. Terry und Dr. Chein arbeiteten zusammen an der Studie, die eine der größten medizinischen Studien ist, die jemals über die Substitutionstherapie mit humanem Wachstumshormon bei Erwachsenen durchgeführt wurde. In dieser großen klinischen Prüfstudie wurden retrospektiv mehr als 1.000 Patienten untersucht, die am Palm Springs Life Extension Institute mit HGH wegen eines HGH-Mangelsyndroms bei Erwachsenen behandelt wurden ("adult GH deficiency syndrome" = AGHDS, definiert als ein IGF-Spiegel < 350 ng/ml). Das Ziel der Studie war, die IGF-Blutspiegel auf Werte zu erhöhen, die normalerweise bei jungen Erwachsenen vorkommen (> 350 ng/ml), und dennoch innerhalb normaler Konzentrationen zu halten. Die Studie baute auf Dr. Rudmans bahnbrechenden Arbeiten auf, der ein Freund und Kollege Dr. Terrys ist und ein Pionier auf dem Gebiet der Wachstumshormonforschung. Zusammen mit anderen Kollegen vom Medical College of Wisconsin berichtete Dr. Rudman, daß eine verminderte HGH-Sekretion mitverantwortlich ist für den Verlust an magerer Körpermasse, einer Zunahme des Körperfetts und einem Dünnerwerden der Haut, das im Alter auftritt (NEJM 323:1, 1990). Diese Studie wäre ohne Dr. Rudmans Arbeit nicht zustande gekommen. Dr. Rudmans Studienaufbau von 1989 bestand darin, den Patienten eine bestimmte Anzahl von Einheiten Wachstumshormon pro Woche zu verabreichen in drei Dosen aufgeteilt (dreimal die Woche). Im Gegensatz zu Dr. Rudmans Methode HGH hochdosiert in großen Abständen zu verabreichen, imitierte die Methode , die am Palm Springs Life Extension Institut angewandt wurde, besser die natürlichen täglichen und nächtlichen Ausschüttungsmuster des Wachstumshormons. Das humane Wachstumshormon wurde vor dem Schlafengehen und nach dem Aufwachen an 6 von 7 Tagen verabreicht. Die Dosierung, die Dr. Edmund Chein anwandte, war viel niedriger und in kürzeren Abständen verabreicht. Dieses High-Frequency-Low-Dose-Schema brachte das IGF in 1 bis 2 Monaten wirkungsvoll auf jugendliche Werte. Die hervorstechendsten Ergebnisse ergaben sich in Bezug auf eine Verbesserung der Muskelkraft, der Belastungsdauer und einem Verlust an Körperfett. Es wurden auch deutliche Verbesserungen der Haut, der Wundheilungskapazität, des sexuellen Antriebs und des sexuellen Leistungsvermögens, des Energieniveaus, der Psyche und der Einstellungen sowie des Gedächtnisses registriert. In der Regel traten diese Verbesserungen innerhalb von 1 bis 3 Monaten auf und steigerten sich noch über 6 Monate hinweg.
Die ursprüngliche Methode, die Dr. Rudman anwandte, bestand darin, montags, mittwochs und freitags humanes Wachstumshormon subkutan zu spritzen. Dies hatte eine Anflutung der Serumspiegel des humanen Wachstumshormons zu Folge, wie sie der Körper auf natürlichem Weg nicht erfährt. Das Schema , das Dr. Chein wählte und das Dr. Terry empfahl, besteht darin, häufiger d. h. zweimal täglich viel niedrigere Dosen zu verabreichen. Normalerweise ist das eine Dosis subkutan morgens beim Aufwachen und eine Dosis subkutan abends vor dem Schlafengehen. Es wird zweimal täglich an sechs von sieben Tagen Wachstumshormon gegeben. Es wird gewöhnlich mit einer 27 Gauge / 0,5 cc Kanüle, wie man sie auch für Insulin benutzt, gespritzt. Es ist so schmerzlos wie ein Mückenstich. (Die ausgewerteten Daten basieren auf der Arbeit von Dr. Chein, der seit 1994 über 3 Jahre lang AGHDS- Patienten am Palm Springs Life Extension Institut behandelt hat.)


HGH-Mangel: Probleme des Übergangs von der Kindheit zum Erwachsenenalter
Ergebnisse einer Expertendiskussion
Prof Dr.Michael B Ranke, Univ. Kinderklinik,Tübingen; PD Dr Markus Bettendorf, Univ.Kinderklinik, Heidelberg; Prof.Dr. Otfried Butenandt, Univ.Kinderklinik (Hauner) , München; Prof.Dr. Helmuth G Dörr, Univ.Kinderklinik, Erlangen; PD Dr. Berthold P Hauffa, Univ.Kinderklinik, Essen; PD Dr. Wieland Kiess, Univ.Kinderklinik, Giessen; Prof.Dr. Otto Mehls, Univ.Kinderklinik. Heidelberg; PD Dr. Eckhard Schönau, Univ. Kinderklinik,Köln; Prof. Dr. Hans-Peter Schwarz, Univ.Kinderklinik (Hauner),München; PD Dr. Carl-Joachim Partsch, Univ.Kinderklinik, Kiel; Prof.Dr. Nikolaus Stahnke, Univ. Kinderklinik, Hamburg
Der Wachstumshormon (GH) - Mangel im Kindesalter manifestiert sich durch ein mehr oder weniger charkteristisches Erscheinungsbild ("Puppenhaftigkeit"), metabolische Veränderungen (z.B. Hypoglykämie), ein vermindertes Wachstum mit proportioniertem Kleinwuchs im Kindes- und Erwachsenenalter sowie Veränderungen der Körperzusammensetzung (z.B. reduziertes intravasales Volumen, verminderte Muskelmasse, vermehrte Fettmasse). Leitsymptom ist der progressive Kleinwuchs, der in Abhängigkeit vom Ausmaß des GH-Mangels früher oder später augenfällig wird. Die Ursachen einer verminderten GH-Sekretion sind vielfältig. Die vorliegenden Störungen können teils anatomischer Art (Anlagestörung der Hypophyse, Zustand nach Operation), teils funktioneller Art sein und in diesen Fällen ganz unterschiedliche Ursachen (Genverlust, GH-Releasing-Hormon- mangel, u.a.m) haben. Oft bleibt die Ursache im Dunkeln (sog. idiopathischer GH-Mangel). In jedem Falle liegt aber eine verminderte (oder gänzlich fehlende) Sekretion von GH vor, die in Abgrenzung von klinisch und auxologisch ähnlichen Wachstumsstörungen nachgewiesen werden muß.

Diagnostik
Im Kindesalter bereitet die Diagnosestellung immer dann besondere Schwierigkeiten, wenn die Ursache nicht evident erscheint. Die Diagnose scheint hingegen eher wahrscheinlich nach Operationen im Bereich der Hypophyse oder bei Fehlanlagen in der Region, die durch NMR gut nachweisbar sind, und wenn andere hypophysäre Ausfälle bestehen. Der Mangel an Wachstumshormon muß durch den Nachweis einer verminderten Sekretion gesichert werden. Dem stehen eine Reihe von Problemen im Wege: 1. GH-Assays sind variabel, 2. die GH-Sekretion ist nicht stetig sondern pulsatil, was erfordert, daß GH nach Stimulation oder unter spontanen Sekretionsbedingungen seriell gemessen wird, 3. die GH-Sekretion ist von bestimmten Bedingungen (Alter, Geschlecht, Ernährungszustand, Sexualhormonen, Emotion, u.a.m.) abhängig, und 4. die Übergänge zwischen normal und pathologisch sind fließend, so daß fixe Grenzwerte eher als empirische Richtlinien denn als reale "cut-offs" angesehen werden können. Eine besondere Bedeutung für die Diagnostik hat heute die Messung der GH-abhängigen Faktoren Insulin-like Growth Factor-I [IGF-I] und IGF-Binding Protein - 3 [IGFBP-3]. Im Vergleich zum Alter völlig normale Werte (> - 1 SDS) dieser Parameter schließen einen GH-Mangel im Kindesalter mit größter Wahrscheinlichkeit aus.

Therapie
Eine weitere Schwierigkeit stellt die Therapie mit GH dar, welche heute ausschließlich mit rekombinantem GH durchgeführt wird. Die primären Ziele der Behandlung sind: 1. rasche Normalisierung der Körpergröße im Kindesalter, 2. Erhaltung einer normalen Körpergröße in der gesamten Kindheit und Adoleszenz, und 3. Erreichen einer normalen Erwachsenengröße. Diese Ziele sollten mit dem geringsten Nebenwirkungspotential, das sich bei der Substitionsbehandlung aus der Dosis und der nicht physiologischen Art der Darreichung (z.B. nicht wie physiologisch pulsatil sondern 1x tgl. als s.c. Bolus) ergibt, und mit möglichst geringen Kosten erreicht werden. Während hinreichend Erfahungen zur Optimierung der Therapie im ersten Behandlungsjahr vorliegen (Orientierungsdosis: 0.5 IE/kg Wo) gibt es keine hinreichenden Erfahrungen über die notwendige Dosisanpassungen über längere Zeiträume, insbesondere während der Pubertät. Bei gleichzeitig bestehendem Gonadotropinmangel ergibt sich zudem das Problem einer adäquaten (Präparat, Dosis) Zusatztherapie, die sich an den Notwendigkeiten des Wachstums und den Bedürfnissen an einer altergerechten Sexualentwicklung orientieren muß. Es kann allerdings heute davon ausgegangen werden, daß ein Kind mit GH-Mangel, wenn rechtzeitig und sachgerecht behandelt, eine normale Erwachsenengröße erreichen kann.

Langzeitperspektive
Strittig ist auch, wann eine nur das Wachstum berücksichtigende Therapie in der Adoleszenz beendet werden kann/soll. Die Antworten divergieren zwischen zwei Extremen: der 3. Größen-perzentile für Erwachsene einerseits und der völligen Ausschöpfung des möglichen Wachstumspotentials andererseits. Es ist dies heute allerdings eine eher nachgeordnete Frage, da zwei wichtige Erkenntnisse das Verständnis von der Natur des GH-Mangels entscheidend geprägt haben: 1. nicht alle GH-abhängigen Erwicklungsvorgänge sind zwangsläufig mit Ende des Wachstums abgeschlossen, und 2. der GH-Mangel führt im Erwachsenenalter zu einem charakteristischen Krankheitssyndrom. Letzteres zeigt, daß der Terminus Wachstumshormon ein Misnomen ist, welches die generelle Funktion des GH als somatotropes - der Erhaltung von Körperfuntionen und Gewebsstrukturen dienendes - Hormon fälschlicherweise auf die Förderung des Größenwachstums im Kindesalter beschränkt hat.Somit stellt sich die Frage, welche Konsequenzen sich aus dieser Sicht der GH-Wirkungen für den Kinderarzt ergeben. Die Antworten zu dieser Frage können, da es über konkrete Vorgehensweisen noch keinen allgemeinen Konsens gibt, zum jetzigen Zeitpunkt nur allgemein formuliert werden. Der Versuch soll hier summarisch gemacht werden:

1. Die Behandlung des GH-Mangels muß schon während der Kindheit und Adoleszens auf die Normalisierung aller GH-abhängigen Funktionen bzw. Strukturen abzielen, und darf sich nicht ausschließlich am Größenwachstum orientieren. Die bedeutet, daß Parameter, welche z.B. die Entwicklung der Körperkompartimente (Flüssigkeit, Fett, Muskulatur und Knochen) dokumentieren, während der Therapie gemessen werden sollten. Gleichzeitig ist aber auch die psychosoziale Gesamtsituation der Kinder zu berücksichtigen.

2. Die Entwicklung des Adoleszenten ist erst dann als abgeschlossen anzusehen, wenn die sexuelle Reife und das geschlechtsspezifische Erscheinungsbild voll entwickelt sind. Diese werden, wie wir heute wissen, von GH bzw. dem GH-abhängigen IGF-System beeinflußt. Es erscheint daher folgerichtig, daß eine Substitutionsbehandlung mit GH erst dann beendet/unterbrochen wird, wenn der Jugendliche einen Entwicklungsstand erreicht hat, der dem normalen Adoleszenten am Ende der Entwicklung entspricht. (Mädchen ca. 16 Jahre; Jungen ca. 18 Jahre).

3. Ist die auf Wachstum und Entwicklung abzielende Substitutionstherapie mit GH erfolgreich abgeschlossen, sollte die Diagnose des GH-Mangels nach einer Therapiepause (3-6 Monate) erneut überprüft werden. (Bei organisch bedingtem GH-Mangel scheint das aber aus rein medizinischer Sicht nicht zwangsläufig.) Welche Vorgehensweise hier gewählt werden soll, ist derzeit jedoch nicht völlig geklärt. Während Pädiater neben der Messung von IGF-I und IGFBP-3 eine große Anzahl von Stimulationstest und die Spontansekretion des GH zur Diagnostik einsetzen, plädieren Erwachsenenendokrinologen derzeit vordringlich für die Verwendung des Insulin-Tests. Der Clonidin-Test hat im Erwachsenenalter offenbar keine Aussagekraft. Auch die Bestimmung von IGF-I (IGFBP-3) hat für die Diagnostik des GH-Mangels im Erwachsenenalter eine geringere Wertigkeit. Ob dies mit der sich wandelnden Physiologie des Erwachsenen zusammenhängt oder aber mit der besonderen Population von Patienten mit GH-Mangel, die im Erwachsenenalter auftreten (Z.n. nach Entfernung eines Hypophysenadenoms), ist derzeit nicht geklärt. Es scheint daher in der jetzigen Situation m.E. sinnvoll, daß junge Erwachsenen, bei denen in der Kindheit ein GH-Mangel diagnostiziert wurde, sowohl mit dem ursprünglichen diagnostischen Arsenal, in jedem Fall aber auch mittels Insulin-Test, nachuntersucht werden. Dabei sollten andere hypophysäre Defizite vor erneuter Testung medikamentös ausgeglichen sein. Um Unterschiede bei der Bestimmung von GH gering zu halten, sollte in Zukunft darauf geachtet werden, daß die Methoden gegen den internationalen Referenzstandard IRP 88/624 ( 1mg = 3.0 U) abgeglichen werden. Es ist in diesem Zusammenhang bemerkenswert, daß sich die Diagnose des GH-Mangels, die in der Kindheit gestellt wurde, bei einem bemerkenswerten Teil der Patienten (ca. 20%) - insbesondere bei isoliertem GH-Mangel - nicht bestätigen läßt. Ob es sich in diesen Fällen überwiegend um Fehldiagnosen im Kindesalter, um eine transitorisch verminderte GH-Sekretion, um Unterschiede in den Definitionen oder aber um Fehldiagnosen im Erwachsenenalter handelt, werden weitere Studien ergeben.

4. Der primär behandelnde Pädiater muß sich überlegen, zu welchem Zeitpunkt und in welche Hände er seine erwachsenen Patienten übergibt. Der Zeitpunkt mag je nach Gegebenheiten variieren, wird aber nicht zuletzt durch die Rahmenbedingungen der Gesundheitsstrukturgesetze bestimmt. Ein Erwachsener kann nicht auf Dauer vom Pädiater betreut werden, selbst wenn dieser die nötigen Fachkenntnisse hätte und der Patient dies aus "lieber Gewohnheit" auch wünschen mag. Die Frage, in welche fachkundigen Hände der Pädiater seine Patienten mit GH-Mangel übergibt ist weniger einfach zu beantworten. Sicher haben Internisten, Praktiker und Endokrinologen stets Säuglinge, Kinder und Jugendliche mit hormonellen Störungen betreut (ohne durch ärztliche Vorschriften eingeschränkt zu sein). GH ist aber für diese Gruppe von Kollegen ein noch relativ neues Hormon, mit dem noch keine großen Erfahrungen gesammelt wurden. Die Zahl der Fachleute auf dem Gebiet ist also noch eingeschränkt und wird erst allmählich wachsen.

5. Anders als im Kindes und Jugendalter ist das Ziel der Therapie mit GH im Erwachsenenalter weniger exakt definiert. Selbst wenn mangelnde Muskelmasse und - kraft, Osteoporose, Atherosklerose, Adynamie und verminderte Lebensqualität Merkmale des GH-Mangel-Syndroms des Erwachsenen sind, ist die Objektivierung, insbesondere wenn die Veränderungen zum Guten oder Schlechten sich sehr langsam vollziehen, an ein umfangreiches methodisches Arsenal geknüft, das nicht überall und in gleichbleibender Qualität über Jahre zur Verfügung steht. Die im Erwachsenenalter notwendige Substitutionsdosis liegt niedriger als beim Kind und Jugendlichen (ca. 1/3) und wird durch Bestimmungen des IGF-I im Blut titriert. Im Erwachsenenalter muß der mit GH behandelte Patient zwangsläufig im Rahmen eines stringenten Nachsorgeprotokolls geführt werden. Dieses muß auch derart beschaffen sein, daß an großen Patientenzahlen Erfahrungen gesammelt werden können. Es ist schlechthin kaum vorstellbar und auch wegen der materiellen Kosten nicht vertretbar, daß ein erwachsener Patient ohne Einbindugn in ein übergreifendes Qualitätskontrollprogramm mit GH therapiert wird.

6. Gleiches gilt auch für diejenigen Patienten, bei denen sich der kindliche GH-Mangel nicht bestätigt hat oder die an einer Weiterführung der Behandlung - evtl. vorübergehend - nicht interessiert sind. Auch diese Patienten müssen systematisch nachuntersucht werden, teils um die durch den GH-Mangel sich entwickelnden Störungen rechtzeitig zu erkennen, teils um Spätfolgen der Grunderkrankung oder der Therapie zu erfassen.

7. Es ist zudem erforderlich, daß die Informationsvermittlung vollständig erfolgt und nicht nur der Fall sondern der Patient im wahrsten Sinne des Wortes in die Hände eines anderen Kollegen gelegt wird.

Zusammenfassung
Es ist aus diesem kurzen Abriß abzuleiten, daß die Übergangsphase vom Pädiater zum Endokrinologen komplexe Probleme aufwirft. Es sind dies durch beide Fachgruppen allerdings lösbare Probleme. Voraussetzungen sind primär Offenheit und Kooperationsbereitschaft auf beiden Seiten. Der Pädiater muß auch lernen, seine Patienten loszulassen und sich in die Welt der Erwachsenenmedizin mit einem viel längeren Betreuungszeitraum hineinzudenken. Der Internist und Endokrinologe hingegen muß bereit sein, auf den bereits gemachten Erfahrungen mit dem Patienten und seiner Krankheit aufzubauen. Pädiater behandeln Kinder mit GH schon seit 40 Jahren. Zudem scheint es wichtig, daß auch von Seiten der Gesundheitspolitik Stukturen gefördert werden, welche die fach- und altersübergreifende Betreuung von Patienten erleichtert.

Referenzen
Andersson AM, Örskov H, Ranke MB, Shalet S, Skakkebaek NE
(1995) Interpretation of GH provocative tests: comparison of cut-off values in four European laboratories. Eur J Endocrinol 132:340-343
Korbonits M, Besser M (1996) Diagnosis of growth hormone deficicency in adults. Horm Res 46:174-187
Ranke MB (1995) Growth hormone therapy in children: When to stop ? Horm Res 43:122-125
Ranke MB (1994) Growth hormone insufficiency: Clinical features, diagnosis, and therapy. In: Endocrinology 3rd Ed. (L DeGroot, ed.) WB Saunders, Philadelphia, pp 330-340
Rosenfeld RG, Albertsson-Wikland K, Cassorla F, Fraisier SD, Hasegawa Y, Hintz RL, Lafranchi S, Lippe B, Loriaux L, Melmed S, Preece MA, Ranke MB, Reiter EO, Rogol AD, Underwood LE, Werther GA (1995) Diagnostic Controversy: The diagnosis of Childhood growth hormone deficiency revisited. J Clin Endocrinol Metab 80:1532-1540
Rosenfeld RG (1996) Biochemical diagnostic strategies in the evaluation of short stature: The diagnosis of insulin-like growth factor deficiency. Horm Res 46:170-173


Wachstumshormon (HGH-Somatropin) aus Pflanzen
Gentechnisch veränderte Chloroplasten bilden Somatropin ( Wachstumshormon) 2000

Erbmaterial wird in transgenen Pflanzen verankert. In einem neuen Verfahren wird dieses nicht wie bisher im Zellkern, sondern in andere Zellorganellen, den Chloroplasten - den Solarkraftwerken der Pflanzen - übertragen. Eine Pflanzenzelle besitzt hunderte dieser Chloroplasten und dient daher hervorragend als biotechnische Eiweißfabrik.. Mit fremden Genen ausgerüstet können diese, angetrieben vom Sonnenlicht, große Mengen der gewünschten Substanzen synthetisieren. Bei den großen Mengen an  Wachstumshormon entfielen auf das Somatropin bis zu sieben Prozent des gesamten löslichen Proteins. Die Konzentration ist somit 300 mal höher als nach herkömmlichen Gentranfers in den Zellkern ( Nature Biotechnology Bd. 18, S.333)
Mit diesem Verfahren haben jetzt amerikanische Wissenschaftler transgene Tabakpflanzen erzeugt, die das menschliche Wachstumshormon - Somatropin- erzeugen.


Kann die Ausschüttung von HGH gefördert werden?
Bei der Supplementierung mit einzelnen freien Aminosäuren in Grammmengen
muss stets auf die potentiellen Gefahren aufmerksam gemacht werden, welche unter Supplemente - BCAA diskutiert werden. Praktisch alle Aminosäuren können in freier Form auf dem Markt erworben werden. Arginin, Ornithin und Lysin wird eine anabole Wirkung zugesprochen. Dies beruht auf der Tatsache, dass  Arginin die Sekretion des menschlichen Wachstumshormons fördert. Interessanterweise fördert aber Schlaf wie auch hartes Training die Sekretion des menschlichen Wachstumshormons mehr als eine Arginineinnahme. Die vielmals zitierte Arbeit von Isidori et al (1981), in welcher bereits nach einer minimalen Gabe an Arginin und Ornithin (1.5 g) eine massive Erhöhung des Blutgehaltes an Wachstumshormon beobachtet wurde, ist suspekt. Der Gehalt des Wachstumshormons nach der Supplementierung war bspw. dreimal so hoch wie nach einer Infusion von 30 g Arginin (Knopf et al, 1966). Auch lag der Ausgangsgehalt des Wachstumshormons wesentlich über den normalen Grenzwerten. In den Studien, in welchen die Effekte einer oralen Einnahme von Arginin, Ornithin oder Lysin untersucht wurden, konnte kein gesicherter Einfluss auf Körperfett, fettfreie Körpermasse, Kraft oder Ausdauer beobachtet werden (Williams, 1998).
Einer Supplementierung mit Aspartat wird eine Verminderung des Ammoniakgehaltes im Blut und eine verbesserte Fettsäureoxidation zugesprochen. In ein paar Arbeiten wurden solche Effekte auch beobachtet. Doch stellt sich hier eine grundlegende Frage. Aspartat scheint beinahe
vollständig bereits in der Darmwand oxidiert zu werden (Reeds et al, 1998), sodass praktisch kein Aspartat aus der Nahrung bzw den Supplementen die Blutbahn je erreicht. Diese Ergebnisse wurden zwar am Schwein beobachtet, sind aber auch im Mensch bestätigt worden (Colombani et al 1994). Können die geforderten Effekte überhaupt stattfinden, wenn Aspartat praktisch nicht aufgenommen wird? Vielleicht wird diese Frage in der nahen Zukunft beantwortet werden können.
Literatur
Colombani P et al. Nährstoffpräparate bei Kraftsportlern. Einfluss von
L-Arginin-L-Aspartat auf den Stoffwechsel von Kraftsportlern während und
nach einer intensiven Trainingseinheit. Schweiz Z Sportmed Sporttraum 4,
22-30, 1994.


Der Handel mit illegalem Dopingmittel
Wachstumshormon
gilt bei Leistungssportlern zur Zeit als der Renner unter den Dopingmitteln. Denn bislang verzichtete das Internationale Olympische Komitee (IOC) auf einen Test. Kein Wunder, dass der internationale Schwarzmarkt boomt und die Pharmafirmen kräftig mitverdienen. Als Einkäufer deutscher Olympia-Athleten getarnt, begab sich ein ZDF-Team auf die Spuren der Schwarzmarkthändler
. Erschienen unter:
http://www.zdf.de/wissen/dokumentation/index.html
http://www.zdf.de/wissen/dokumentation/40168/index.html
Doping mit hohem Risiko 
Unter den Dopingmitteln gewinnen Wachstumshormone immer mehr an Bedeutung. Ein Beispiel: Somatropin. Es wird zur Behandlung von Kindern mit Wachstumsstörungen eingesetzt. Bei ausgewachsenen Menschen führt das Präparat aber zum Wachstum der Muskeln. Diese anabolische Wirkung macht das rezeptpflichtige Medikament zu einem begehrten Dopingmittel. Nicht nur Wettkampf-Bodybuilder, auch Leistungssportler setzen verstärkt auf das teure Präparat, weil es als gewissermaßen "natürliche" Substanz bei Dopingtests lange Zeit nicht entdeckt werden konnte.
Allerdings: Die Somatropin-Dosierungen, die sich Athleten vor Wettkämpfen spritzen oder von ihren Sportärzten spritzen lassen, können erhebliche Nebenwirkungen haben. Unter Bodybuildern hat es bereits diverse Todesfälle gegeben. Nicht nur die Muskeln wachsen, sondern auch die inneren Organe - und das kann verheerende Folgen haben.

Martin Bidlingmaier, Mediziner und Hormonexperte am Uniklinikum München: "Man beobachtet ein Wachstum an Nase und Kinn, eine wulstige Stirn oder vergrößerte Ohren. Die Patienten zeigen aber auch ein deutliches Wachstum von inneren Organen. Das ist mit einem stark erhöhten Risiko von Herz-Kreislauf- Erkrankungen verbunden."

Eine weitere Gefahr: Immer noch kursieren Präparate aus Litauen auf dem Schwarzmarkt, die Wachstumshormon aus den Gehirnen menschlicher Leichen enthalten. Sie bergen das tödliche Risiko, sich mit der Creutzfeld-Jakob-Krankheit zu infizieren.

"Saubere Spiele" 

IOC blockt Bluttest ab
Der Hormonexperte Martin Bidlingmaier und seine Kollegen am Münchener Uniklinikum haben vor fast zwei Jahren ein Nachweisverfahren für Wachstumshormon im Blut entwickelt. Anfang 1999 schlug das Münchner Team dem IOC sein Testverfahren zur systematischen Kontrolle der Athleten in Sydney vor. Zeitgleich war auch ein internationales Forscher-Konsortium (GH 2000) mit einer anderen Test-Methode zum Erfolg gekommen.

Christian J. Strasburger, Chef des Teams vom Uniklinikum München, das den neuen Test entwickelt hat: "Das IOC hat nicht reagiert. Wir haben diese Arbeit dann im März 1999 in der renommierten wissenschaftlichen Zeitschrift Lancet veröffentlicht. Und das IOC hat weiterhin nicht reagiert. Es hat zur gleichen Zeit einen Folgeantrag erhalten, in dem wir uns mit dem Konsortium GH 2000 zusammengetan und Vorschläge gemacht haben, was man tun sollte, um den Wachstumshormon-Nachweis bis zu den Spielen in Sydney zur Einsatzreife weiterzuentwickeln - und die Antwort war: Schweigen."

Nur auf internationalen Druck hin hatte das IOC 1999 überhaupt der Gründung der Welt-Antidoping-Agentur (WADA) zugestimmt. Ebenso nur auf öffentliche Kritik beschloss das Gremium, die Athleten schon in Sydney auf das Blutdopingmittel EPO zu testen. IOC-Präsident Samaranch sagte danach, die Spiele würden "zu 100 Prozent sauber sein". Sein Vize und Chef der WADA Richard Pound stößt ins gleiche Horn.

Doch obwohl das Münchener Doping-Test-Verfahren im Lancet und damit in einer anerkannten medizinischen Zeitschrift veröffentlicht worden ist und international als zuverlässig gilt, zögern die Verantwortlichen, es einzuführen.

Christian J. Strasburger: "Die Olympischen Sommerspiele in Atlanta wurden inoffiziell die Wachstumshormon-Spiele genannt, nachdem vorher in Athletenkreisen zirkulierte, dass im Gegensatz zu den anabolen Steroidhormonen Wachstumshormon nicht nachweisbar sei. Es ist schwer nachvollziehbar, warum das IOC in Kenntnis dieser Wachstumshormon-Doping-Problematik den offensichtlich benötigten Nachweis für Wachstumshormon eher verzögert als unterstützt hat. Über die Motivation kann man eigentlich nur spekulieren. Und die Spekulationen müssen mit einbeziehen, dass das IOC kein Interesse hat, zu erwartende Weltrekorde nicht in Sydney zu sehen und vielleicht dann lieber die zweiten Wachstumshormon-Spiele in Sydney inszenieren wollte."

Freiwillige Kontrolle
Das deutsche Zehnkampfteam hat sich freiwillig dem neuen Bluttest aus München unterzogen, um der Öffentlichkeit zu zeigen, dass es sauberen Sport gebe, so Dirk-Achim Pajonk, Zehnkämpfer und Mediziner. Auch Christian Tröger, Schwimmer und Olympia-Teilnehmer in Sydney, macht sich seit Jahren für den "sauberen Sport" stark. Er könne sich eine Initiative zur freiwilligen Kontrolle auf Wachstumshormon wie bei den Zehnkämpfern durchaus vorstellen. Doch es gebe dafür zu wenig Interesse beim Deutschen Schwimmverband, DSV.

Christian Tröger: "Wir versuchen, Testverfahren anzustrengen, wie es auch die Zehnkämpfer machen. Wir wollen zeigen: Egal, welche Leistung die Schwimmer bringen, sie werden clean erbracht. Damit wollen wir das Image des DSV und auch der Verbände und des Nationalen Olympischen Komitees zu verbessern.
Grundsätzlich ist es aber natürlich so, dass die Förderungshöhe eines Verbandes immer danach bemessen wird, wie gut die Medaillen-Ausbeute ist. Wenn wir sauberen Sport betreiben, dafür aber drei, vier, fünf Medaillen bei Olympia weniger erringen können, ist natürlich die Grundlage für eine Förderung der Kategorie 1 entzogen."

Ob zum Doping oder als Therapeutikum bei Sportverletzungen - Wachstumshormon ist heiß begehrt. Immer mehr Pharmafirmen produzieren entsprechende Präparate ...

Mittel gegen Sportverletzungen

Die Sporttraumatologie von Sportmediziner Prof. Armin Klümper in Freiburg genießt bei vielen Leistungssportlern einen exzellenten Ruf. Klümper weiß sogar schwere Verletzungen des Muskel- und Bewegungsapparates erfolgreich zu behandeln. Inzwischen steht fest: Klümper setzt das Wachstumshormon Genotropin ein.
Prof. Armin Klümper in einer Stellungnahme:
"Die Erfolge, die wir bei Sportinvaliden mit Genotropin erzielt haben, sind dokumentiert und bislang nicht veröffentlicht."
Christian J. Strasburger vom Uniklinikum München: "Mit der selben Begründung könnte jeder, der Sport treibt und sich großen Belastungen aussetzt - und welcher Sportler tut das nicht - dann zur Behandlung von Mikrotraumen an Muskel und Knorpel Wachstumshormon verschrieben bekommen. Dies wäre dann vollständig legalisiert. Man könnte dann überhaupt keine Grenze mehr ziehen und müsste Wachstumshormon zum Doping freigeben. Und da die Behandlung von Sportverletzungen durch Wachstumshormon in keiner Weise eine systematisch überprüfte und zugelassene Indikation darstellt, bin ich ganz klar dagegen, dass hier dem Doping Tür und Tor geöffnet werden."
Illegale Kanäle 
Mit Wachstumshormon sind lukrative Geschäfte zu machen. Der Schwarzhandel floriert, und er ist sehr gut organisiert. Unter Sportlern kursiert eine so genannte schwarze Bibel für den illegalen Gebrauch von Anabolika, mit genauen Dosierungsempfehlungen. Ein Kapitel darin beschäftigt sich mit Wachstumshormon, ein anderes listet E-Mail-Adressen internationaler Lieferanten auf, darunter diese Anschrift: nabal@maptel.es. Dahinter steckt ein international tätiger spanischer Dopingring. Die Dealer sitzen in Madrid. Das ZDF-Team kontaktiert sie per Mail, getarnt als Einkäufer deutscher Olympia-Athleten, und erhält prompt Antwort. Der Handel werde über eine Kontaktperson organisiert, die Zugang zu den Herstellerfirmen habe, so die spanischen Dealer. Die genannte Kontaktperson beliefere Privatkliniken mit Arzneimitteln und müsse dafür bei den Herstellern keine Rezepte vorlegen. Auf diese Weise könnten Athleten in den USA und in Europa versorgt werden.
 
Legale Quellen
Auch das dänische Unternehmen Novo-Nordisk vertreibt neben anderen Medikamenten Somatropin, Wachstumshormon, zur Behandlung kleinwüchsiger Kinder und seltener Wachstumsstörungen bei Erwachsenen. Die Arzneimittel werden auf Bestellung an den Großhandel geliefert und gelangen von dort in die Apotheken. Nirgendwo auf diesem strikt kontrollierten Vertriebsweg könne das Präparat für den Schwarzmarkt abgezweigt werden, heißt es bei den Herstellern unisono. Und doch tauchen die Dopingmittel auf dem Schwarzmarkt auf. Eine Packung des Wachstumshormons Genotropin wird dem ZDF-Team von einem Informanten zugespielt. Auch dieses Präparat ist eines der Mittel, die auf dem Schwarzmarkt auftauchen. In der Apotheke kostet es rund 6.500 Mark. Es stammt aus dem Auslieferungslager Erlangen der Firma Pharmacia & Upjohn. Eine plausible Erklärung, auf welchem Wege es in dunkle Kanäle geraten sein könnte, kann das Unternehmen nicht anbieten. In einer Stellungnahme der Firma heißt es: "Wir unternehmen keinerlei Aktivitäten, um diesen Missbrauch zu erforschen oder gar zu fördern."
Ein Interview lehnt Pharmacia & Upjohn ab.
Martin Bidlingmaier vom Uniklinikum München:"Vorsichtige Schätzungen gehen davon aus, dass ungefähr 30 Prozent des weltweit hergestellten Wachstumshormons außerhalb medizinisch kontrollierter Anwendung verbraucht wird."
Pharmacia & Upjohn hat rund 50 Prozent Marktanteil in Deutschland, die restlichen 50 Prozent teilen sich vier weitere Hersteller. Der Umsatz beträgt hierzulande bis zu 160 Millionen Mark pro Jahr - bei den geschätzten 30 Prozent würde der Schwarzmarkt fast 50 Millionen Mark ausmachen. Weltweit ist Wachstumshormon sogar ein Milliardengeschäft. Ob die Hersteller wollen oder nicht, sie verdienen mit beim Doping.
Satte Gewinne locken
Im Internet bieten unzählige anonyme Arznei-Händler, wie zum Beispiel die so genannte Pharma-Group, Somatropin-Präparate an. Die Hersteller versichern, rigoros gegen diesen illegalen Vertrieb vorzugehen.
So auch Marc Heinrichs von Novo Nordisk Deutschland GmbH: "Wir würden keinerlei Risiko eingehen, um Wachstumshormon auf irgendwelchen illegalen Wegen zu unterstützen. Es ist primär Ruf schädigend, wenn Graumarkt- oder Schwarzmarkthändler unser Präparat anbieten. Es ist also unser ureigenes Interesse, gegen diese Leute vorzugehen." Mit Grandis Biotech drängt ein weiterer Somatropin-Produzent auf den lukrativen Markt. Mit einer aggressiven Strategie: Denn eine Zulassung für das Präparat hat Grandis bislang weder in Deutschland noch in der EU - wohl aber im fernen Georgien. Dort wird das Wachstumshormon Granditropin vertrieben - auch in deutscher Sprache. Granditropin sei in Georgien zugelassen und werde in einigen Ländern auf Verschreibung bezogen, zum Beispiel in Deutschland, so Grandis auf Anfrage. Ein sicher ungewöhnliches, aber legales Verfahren. Die Gefahr, dass Granditropin aus Georgien in den osteuropäischen Doping-Schwarzmarkt einsickern könnte, sieht man bei Grandis nicht.
Gute Beziehungen zum Hersteller
Ein neues Präparat der Firma Serono findet zur Zeit reißenden Absatz in der ganzen Welt. Es heißt Serostim, ist eigentlich für ausgezehrte AIDS-Patienten gedacht, unter Athleten aber sehr beliebt. Aus Spanien ist auch die Lieferung großer Mengen möglich. Die Dealer in Madrid versorgen damit zum Beispiel mehrere Profi-Football-Teams in den USA. Dank der "ausgezeichneten Beziehungen" der Kontaktperson zu Serono, wie die Spanier selbst betonen. Das Serono-Hauptquartier in Genf ist dazu zu keiner Stellungnahme bereit. Dem ZDF-Fernsehteam bietet der Mittelsmann 100 Ampullen für rund 28.000 Mark und 500 Ampullen für 130.000 Mark an. Allerdings sei gerade einer ihrer Kuriere, Flugbegleiter einer amerikanischen Airline, auf dem Flughafen Miami aufgeflogen, mit mehr als 200 Ampullen im Gepäck. Jedoch rechtzeitig vor den Spielen in Sydney sei man wieder lieferfähig. Auch nach diesem Treffen mit den Mittelsmännern des spanischen Dopingrings und nach Vorlage von Dokumenten und Fotos mit der Bitte um Unterstützung, den Dopingring in Madrid zu sprengen, bleibt es nur bei einer schriftlichen Stellungnahme der Firma Serono: "Es ist Unternehmenspolitik, den Missbrauch in keiner Weise zu unterstützen oder zu dulden."

Beitrag von Egmont R. Koch, bearbeitet für ZDF.online


Doping ist so alt wie der Sport!        Genotropin ist ein Wachtumshormonpräparat (Somatropin)

Der Report aus dem Jahre 1905 belegt, daß Doping so alt ist wie der moderne Sport, und auch Kenner der Szene des antiken Sports haben genügend Beispiele dafür gefunden, daß auch damals Leistungen gern durch Medikamente manipuliert wurden. Fast täglich liest man bis heute ausführliche oder knappe Nachrichten über Dopingfälle, doch ein Fall ist aufgrund der offensichtlich vorsätzlich erzeugten dürftigen Faktenlage nur mühsam zu rekonstruieren. Birgit Wolf-Hamann, 100-m-Hürdensprinterin des TV Wattenscheid, Mitglied der deutschen Olympiamannschaft in Atlanta, schied dort bereits im Vorlauf aus. Gewissenhafte Statistiker haben ihre erzielte Zeit (13,08 s) in Relation zu der ihrer Rivalinnen gesetzt und ihr danach Rang 26 zuerkannt. Es war unbestritten ein für sie und wohl auch für die verantwortlichen Funktionäre enttäuschendes Resultat. Die olympischen Leichtathletik-Wettbewerbe endeten am 4. August 1996. Am 25. November, also 112 Tage danach, schrieb der Verbandsarzt des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV), Dr. Graff, einen Brief an den Leiter der Sporttraumatologischen Spezialambulanz in Freiburg, Prof. Klümper, und forderte ihn auf zu erklären, wie er die Behandlung von Brigitte Wolf mit den Dopingbestimmungen in Übereinstimmung bringen würde. Klümpers Klinik hatte der Sprinterin ein Attest zu den Spielen mitgegeben, das sie für den Fall einer Dopinguntersuchung dem kontrollierenden Arzt aushändigen sollte. Inhalt: Birgit Wolf war intramuskulär mit dem Präparat Dephimix behandelt worden. Dieses Medikament steht auf jeder Liste der verbotenen Dopingpräparate. Dr. Graff fuhr in dem Brief fort: »Von Ihnen wurde Frau Wolf im Vorfeld von Atlanta mehrfach das Präparat Genotropin verabreicht. Das ging eindeutig aus der Karteikarte hervor, die dem in Ihrer Abwesenheit behandelnden Arzt bei der letzten Behandlung von Frau Wolf vor Atlanta vorlag. Frau Wolf-Hamann betont ausdrücklich, daß ihr dieses Präparat ohne ihr Wissen verabreicht wurde. Genotropin ist ausweislich auf der >Roten Liste< ein Wachtumshormonpräparat (Somatropin), für das es medizinisch bei einer 26jährigen, gesunden Athletin keinerlei medizinische Indikation gibt. Es gibt nur einen Grund, dieser Athletin dieses Präparat zu verabreichen, nämlich die unerwünschte Leistungssteigerung durch verbotene anabole Hormone, also >klassisches Doping<. Die Situation« - noch immer Wortlaut des Briefes von Graff an Klümper - »wird dadurch noch brisanter, da sie nach Athen heiraten und schwanger werden wollte. Frau Wolf ist mittlerweile (...) schwanger (...) Als leitender DLV- Verbandsarzt erwarte ich von Ihnen bis zum 10. 12. 1996 eine schriftliche Stellungnahme.« Noch einmal: Die olympischen Leichtathletikwettbewerbe endeten am 4. August, der geschilderte Sachverhalt war dem DLV spätestens zu diesem Zeitpunkt bekannt. Nichts geschah, niemand in der Öffentlichkeit erfuhr eine Silbe, kein Boulevardblatt widmete der Tatsache, daß die wohl bekannteste deutsche Spitzensportlerklinik eine Athletin »klassisch gedopt« nach Atlanta geschickt hatte. Daß sie dort aufgrund ihrer mäßigen Leistung in keine Kontrolle geriet, ist für den Sachverhalt völlig belanglos, noch dazu in einem Land, das sich der Welt gegenüber ständig als Vorbild und Spitzenreiter im Kampf gegen Doping ausgibt. Die Affäre wurde also - niemand wird das leugnen können - zunächst verheimlicht. Unklar blieb, was zu der plötzlichen Briefaktion Graffs am 25.11.1996 führte und vor allem zu der kurzen Frist, die Klümper gestellt wurde: faktisch zwölf Tage. Klümper hielt diese Frist nicht ein und antwortete erst am 16. Dezember. Der Brief ist sehr lang. Auf den Inhalt kommen wir noch zurück. Aber auch dieser Brief wurde geheimgehalten. Man lese und staune: am 2. September 1997 - nicht nur dem Fachmann wird nicht entgehen, daß es sich um ein Datum nach den Athener Weltmeisterschaften handelt - publizierte das »Offizielle Organ des Deutschen Leichtathletik-Verbandes e. V.« plötzlich einen »Offenen Brief« Graffs »an die deutschen Leichtathleten, das Präsidium und die Leistungssportabteilungen des DLV, an das NOK, an die Verbandsärzte und mitarbeitende Ärzte des DLV, Olympiaärzte und an die Gesellschaft für orthopädisch- traumatologische Sportmedizin (GOTS).« In einer Schriftgröße, die die der handelsüblichen Kursbücher unterschreitet, wiederholte Graff seine Vorwürfe gegen Klümper und raffte sich auch zu folgender Feststellung auf: »Der Leistungssport ist in einer Situation wie vor den Olympischen Spielen in Seoul (1988 - d. A.). Damals gab es im Vorfeld der Olympischen Spiele ernste Anzeichen dafür, daß flächendeckend und zunehmend gedopt wurde (...) Der Nachweis, daß der 100-m-Olympiasieger 1988 mit Anabolika gedopt war, war ein Skandal, jedenfalls wurde es so dargestellt. Nach diesem Ergebnis kam es zu einer Vielzahl von Verdächtigungen, Selbstbezichtigungen und 1989 wurde bekannt, daß in der ehemaligen DDR politisch toleriert und ärztlich kontrolliert gedopt wurde. Ich möchte betonen, daß wir uns davor hüten sollten, durch die Betonung des systematischen Dopings in der DDR die Situation in der übrigen Welt und auch in der damaligen Bundesrepublik zu verdrängen ... Die Dopingmentalität ist ungebrochen. Der Anreiz, sich unerlaubte Vorteile zu verschaffen, sind nicht geringer geworden, sondern eher größer (...)«

Doping ist nicht gleich Doping

Gewagte Feststellungen in einem Augenblick, in dem ebenso eifrige wie allerdings auch ahnungslose Staatsanwälte in Berlin an einem Prozeß zimmern, der nachweisen soll, daß die DDR der Super-Doping-Sünder war. Zum Beispiel, weil dort Athleten Dopingmittel verabreicht worden waren, ohne daß sie über deren Wirkung aufgeklärt wurden. Nun wird also mit - Verdacht nährender - Verspätung bekannt, daß eine BRD-Athletin ohne ihr Wissen gedopt nach Atlanta geschickt worden war. Wohlgemerkt: Dieser eine Fall wurde ruchbar. Dr. Karlheinz Graff: »Es gibt derzeit keine Hinweise, daß weitere Athleten verbotene Substanzen erhalten haben.« Derzeit? Keine Hinweise? Formulierungen, die den Tatbestand nicht ausschließen. Prof. Klümper bestreitet - wofür Verständnis aufzubringen nicht schwer fällt - daß er verbotene Anabolika verabreicht hat. Seine Version der Affäre klingt allerdings recht abenteuerlich: »Die Athletin, Brigit Wolf, gab mir spätestens seit August 1994 zu verstehen, daß eben >alle anderen Athleten< mit zusätzlichen - verbotenen - Medikamenten ihre Leistungen steigern würden und sie damit selbst ohne

>Ernährung< oder Medikamente die Leistungen der anderen

Athleten nicht erreichen könne.« Er sei die Andeutungen »leid gewesen«, schreibt Prof. Klümper und »habe ihr zu verstehen gegeben, daß wir nun eine besondere intramuskuläre Injektion durchführen würden.« Er habe ihr eine harmlose Kochsalzlösung injiziert und eines Tages gesehen, wie die Athletin - sich unbeobachtet glaubend - die Karteikarte studierte, auf der die Injektion vermerkt worden waren.

Dem Professor ist die Dopingliste unbekannt

»Bei der nächsten Wiedervorstellung am 28. 09. 1994 hat sie mir dann unverblümt zu verstehen gegeben, daß sie (...) nicht wisse, was denn das >besondere< Präparat sei. Sie hätte in der Karteikarte keinen entsprechenden Eintrag gefunden. Daraufhin habe ich nachträglichfür den 22.08. zum ersten Mal in die Karteikarte Genotroping eingetragen, in Gänsefüßchen ...« Diese »Erklärung« ist letztlich keine, denn Prof. Klümper ist ebensowenig wie jeder andere Arzt verpflichtet, seinen Patienten die sie betreffenden Karteikarten zu zeigen. Zudem hätte er auch ein anderes Medikament eintragen können. Nicht auszuschließen aber ist, daß Genotropin damals noch nicht auf der Liste der verbotenen Dopingmittel stand und in der Bundesrepublik allgemein verwendet wurde. Daß Prof. Klümper an anderer Stelle behauptet, in seiner Klinik sei man über die aktuelle Dopingliste nicht im Bilde und das kurz vor den Spielen gespritzte Delphimix hätte »einer unserer jüngsten Assistenten« verabreicht, der offensichtlich nicht im Bilde war, sind Erklärungen, die die ohnehin verworrene Situation nur noch undurchsichtiger erscheinen läßt. Der Sachverhalt, noch einmal gerafft beschrieben, ist also folgender: Eine Spitzenathletin eröffnet einem der führenden Sportmediziner 1994, daß alle anderen Athletinnen, ihre Konkurrentinnen also, besondere Mittel nehmen. Der Mediziner schickt die Athletin nicht etwa mit der Antwort nach Hause, daß derlei Mittel bekanntlich verboten wären, sondern gibt ihr »zum Schein« eine Kochsalzlösungsspritze. Einzig mögliche Schlußfolgerung: Der Mediziner mußte damit rechnen, daß die Athletin zu einem anderen Arzt geht und sich dort die Spritze holt. Ein unerfahrener Assistent erweitert die Dopingpalette durch eine weitere Injektion. Das geschah am 15. Juli 1996. Am 24. Juli begannen die olympischen Leichtathletikwettbewerbe. Wem fällt es nicht schwer zu glauben, daß eine Olympiakandidatin neun Tage vor dem Auftakt in Atlanta von einem unerfahrenen Assistenten mit einer Spritze versorgt wird? In einem Land, in dem ständig beschworen wird, daß Spitzenathleten nur Buttermilch trinken? Der Assistent gibt der Athletin eine Bescheinigung nach Atlanta mit, die sie vorweisen soll, wenn sie kontrolliert würde. Das alles kommt ans Licht. Nach vier Monaten bundesweitem Schweigen verlangt der Verbandsarzt plötzlich eine schriftliche Erklärung von dem Klinikchef, in dem die Athletin behandelt worden war. Hatte jemand etwas bemerkt, fürchtete man eine undichte Stelle und versuchte sich mit diesem Schritt in die Öffentlichkeit zu retten? Die Antwort wird nicht etwa sogleich publiziert, um die Affäre endlich aus der Welt zu schaffen, sondern verschwindet erneut in Schubläden, und erst, als der nächste sportliche Höhepunkt - nämlich die Weltmeisterschaften in Athen - vorüber ist, wird ein »Offener Brief an alle« abgeschickt. Inzwischen liegt die erste Injektion länger als drei Jahre zurück, die vorolympische länger als ein Jahr. Wen interessiert das alles noch? Nicht einmal die Staatsanwälte, die in Berlin seit Jahr und Tag einen Dopingprozeß vorbereiten. Sie interessiert es schon deshalb überhaupt nicht, weil sie die Aufgabe haben, nachzuweisen, daß in der DDR ohne Wissen der Athleten gedopt wurde. (von klaus Huhn)


Freitag, 05. Dezember 1997 Beriner Morgenpost
Der Freiburger Professor Armin Klümper gerät immer mehr in Doping-Verdacht. Die Staatsanwaltschaft Freiburg wird im Fall der Hürdensprinterin Birgit Hamann, die von dem Traumatologen ohne ihr Wissen das Wachstumshormon Genotropin verabreicht bekommen haben soll, ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung einleiten. Dies bestätigte gestern Oberstaatsanwalt Wolfgang Maier. Währenddessen hat der Heidelberger Doping-Experte Prof. Werner Franke das Vorgehen von Klümper, der Genotropin über den Deutschen Sportbund abrechnen wollte, als eine Sache bezeichnet, "die von vorne bis hinten stinkt". Franke sagte: "Für den Einsatz von Genotropin gibt es in diesem Fall keine - ich unterstreiche dieses Wort dreimal - medizinische Indikation, die das rechtfertigen würde."Nach Angaben von Franke ist Genotropin nur sinnvoll, zugelassen und über die Krankenkasse abzurechnen bei Minderwuchs von Kindern, wenn dieser abhängig von Wachstumshormonen sei. Nach seinen Schätzungen sind davon etwa 2000 Kinder in Deutschland betroffen. Mitunter werde Genotropin als "Jungbrunnen-Mittel" bei reichen Managern eingesetzt. Erprobt werde das Medikament derzeit zudem auf seine Wirkung bei Herzwand-Schäden. Es gebe jedenfalls keine biologischen Gründe für Klümper, die den Einsatz dieses Mittels bei Sportlern gerechtfertigen würden.


DAS JAPANISCHE GESUNDHEITSMINISTERIUM ERTEILT SEROSTIM® (Somatotropin) DIE ZULASSUNG FÜR DIE BEHANDLUNG VON AIDS-ASSOZIIERTEM KATABOLISMUS 
Genf, Schweiz, 27. April 1999 - Ares-Serono gab heute bekannt, dass das japanische Gesundheitsministerium Serostim® (Somatotropin aus rDNA zur Injektion) die Marktzulassung zur Behandlung von AIDS-assoziiertem Katabolismus und Kachexie erteilt hat. Die Zulassung in Japan folgt auf die Registrierung des Medikamentes in den Vereinigten Staaten und Kanada, wo bereits über 12'000 Patienten mit Serostim® behandelt worden sind. Ares-Serono strebt weitere Registrierungen von Serostim® in Europa, Australien und Lateinamerika an.„Dank der Zulassung von Serostim®, des ersten und einzigen biotechnologisch hergestellten Medikamentes gegen AIDS-assoziierten Katabolismus, werden AIDS-Patienten in Japan nun eine wirksame Behandlung für dieses Krankheitsbild erhalten" sagte Ernesto Bertarelli, Generaldirektor der Ares-Serono-Gruppe. Bei HIV/AIDS-assoziiertem Katabolismus, einer der Haupttodesursachen bei AIDS-Patienten, verbrennt der Körper fälschlicherweise fettfreie Körpermasse einschliesslich lebensnotwendiger Muskeln und Organgewebe statt Fett. Ohne die kritische fettfreie Körpermasse werden HIV/AIDS-Patienten häufiger krank und haben eine geringere Lebenserwartung als Patienten, die keine fettfreie Körpermasse verlieren. Die Behandlung mit Serostim®, einem anabolischen (proteinaufbauenden) und antikatabolischen (proteinschonenden) Medikament, führt zu einer signifikanten Vermehrung der fettfreien Körpermasse und einer Verminderung der Fettmasse. In klinischen Studien mit Serostim® hat sich gezeigt, dass die Verhinderung des kontinuierlichen Abbaus sowie die Förderung der Zunahme der fettfreien Körpermasse entscheidend zur Verbesserung der Lebensqualität und physischen Funktion beitragen. Die häufigsten Nebenwirkungen von Serostim® waren Schmerzen, Schwellungen und Steifheit, meist der Hände und Füsse. Diese schwachen bis mässig starken Symptome liessen im allgemeinen im Laufe der weiteren Behandlung nach. Eine gleichzeitige antivirale Behandlung ist notwendig.

Doping. Martin Krauß
Preis:  EUR 7,61
Taschenbuch - 150 Seiten (2000) 
Hier bestellen!
Doping ist die Anwendung verbotener leistungssteigernder Wirkstoffe. Im Hochleistungssport wird Doping als "natürliche"
Begleiterscheinung angesehen. Die Medien verurteilen gedopte Sportler, aber das Publikum verlangt nach immer neuen Rekorden und es geht um viel Geld. Der Sportjournalist Martin Krauss beschreibt die Geschichte des Dopings, informiert ausführlich über die Methoden des Dopinggebrauchs und untersucht die sportpolitischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte des Umgangs mit Doping. 

Wachstumshormon- Der Nachweis!
Wie bei EPO besteht beim Wachstumshormon (HGH) die Schwierigkeit zwischen dem HGH, das der Körper selber produziert und dem HGH; das von außen, zwecks Doping, zugeführt wurde, zu unterscheiden. Das humane sowie das gentechnisch hergestellt HGH sind in ihrer Peptidstruktur, der Aminosäuresequenz, 100% identisch. Im Gegensatz zum EPO besitzt HGH keine Kohlenhydratanteile, wo Unterschiede theoretisch möglich wären. Zur Zeit werden Nachweisverfahren für HGH entwickelt, wobei Änderungen verschiedener HGH-abhängiger Blutparameter individuell erfasst werden. Nach HGH-Anwendung kommt es zu einer Erhöhung des Insulinähnlichen Wachstumsfaktors 1 (IGF-1) sowie des Knochenwachstumsfaktors (Präcollagen III) . Weitere Methoden bestimmen die Konzentration an 22 kD Wachstumshormon (Molekulargewicht 22.000) zu einem 20 kD Wachstumshormonanalogen (Molekulargewicht 20.000) (13) oder einem 17 kD Wachs-tumshormon (Molekulargewicht 17.000). Da das gentechnische HGH ein Molekulargewicht von 22 kD aufweist, erhöht sich nach HGH-Applikation nur die 22 KD-Anteil, während der 20 kD und 17 kD-Anteil relativ konstant bleiben soll. Eine Differenzierung zwischen Dopinganwendung und Körperproduktion wäre demnach möglich, da bei einer natürlichen Stimulation der HGH-Produktion, wie nach körperlicher Belastung, alle HGH-Varianten erhöht produziert werden, ihre Verhältnisse aber keiner großen Änderung unterliegen. Dieses wäre eine ähnliche Methode wie die T/E-Quotienten Methode.


Kreatinaufnahme steigert die Wachstumshormonsekretion
Bei 6 Probanden wurden die Auswir-kungen einer einmaligen Kreatinaufnahme (20g) auf die Kreatin- und die Wachstumshormonkonzentration im Blut im Vergleich zu Kontrollbedingungen untersucht. Nach der Substitution kam es zu einem signifikanten Anstieg (83± 45%) der Wachstumshormonkonzentration, deren Ausprägung aber interindividuell variierte. Bei den meisten Probanden wurden Maximalwerte innerhalb von 2-6 Stunden nach der Aufnahme gemessen, die Kreatinkonzentration erreichte ihr Maximum im Blut 1-3 Stunden nach Aufnahme Die Ergebnisse legen nahe, dass unter Ruhebedingungen hohe Dosen von Kreatin auf das Wachstumshormon ähnlich wie starke Belastung wirken und einen Anstieg der Sekretion hervorrufen. Andere Autoren berichten,  dass sich der Effekt einer Kreatinaufnahme erhöht, wenn gleichzeitig belastet wird. Auch wird vermutet, dass Belastung einen Cofaktor benötigt, um das Wachstumshormon zu aktivieren. Diesen Cofaktor könnte möglicherweise dass Kreatin darstellen. Als Nebeneffekte der Kreatinaufnahme zeigten sich eine Flüssigkeitsretention und erhöhter Anstieg der freien Fettsäuren im Blut. Eine weitere Gemeinsamkeit besteht darin, dass sowohl die Kreatinaufnahme wie das Wachs-tumshormon auf die Typ II-Muskelfa-sern wirkt. U.K. (Schedel JM et al.: Acute creatine loa-ding enhances human growth hormone secretion. J Sports Med Phys Fitness 40 (2000) 336-342) Zeitschrift für Sportmedizin 3/2001


Melatonin – Thymus – Schilddrüse und adrenerge Innervation
Magnesium (Mg2+) stimuliert die Melatoninsynthese. Umgekehrt unterdrückt Melatonin Prolaktin. Deprenyl verhindert die Noradrenalindegraduierung durch die Monoaminooxydase. Dadurch wird auch Melatonin gesteigert, da der Abbau des Seratonins durch die MAO gehemmt wird. Das verbleibende Seratonin kann so vermehrt in Melatonin umgewandelt werden. Melatonin unterdrückt die Schilddrüse, was dadurch belegt ist, daß eine Pinealektomie zu einer Vergrößerung der Schilddrüse führt. Über die Schilddrüse wirkt das Melatonin damit antistreßmodulierend und immunmodulierend.
Thymus, Epiphyse und Schilddrüse haben eine gemeinsame adrenerge Innovation, was den physiologischen Zusammenhang dieser drei Hormone erklärt.

Zink
stimuliert die Aktivität des Thymus, Zinkmangel ist gleichzeitig auch mit einem Mangel an
Wachstumshormon und TSH verbunden. 
Auch hier zeigt sich der Zusammenhang zwischen Thymus, Epiphyse und Hypophyse: Thyroxin, Somatotropin und LHRH restituieren die Thymusfunktion.


Neuer Hormondopingnachweis für Wachstumshormon?
Der direkte Nachweis von Wachstumshormon (GH) ist bislang sehr schwierig. Dies ist auf die kurze Halbwertszeit und und die inkonstante Urinausscheidung zurückzuführen.Da das rekombinante GH jedoch zu einer nachhaltigen Beeinflussung des Kollagen - und Knochenstoffwechsels führt, scheint die Veränderung von Kollagen und Knochenstoffwechselmarkern erfolgversprechend für den Nachweis des Mißbrauchs zu sein.
Gemessen wurden Osteocalci-, PICP-, PIIIP- und der ICTP_Spiegel bei 99 Gesunden die über 28 Tage doppelblind 0,1 und 0,2 I.E./kg KG Wachstumshormon erhielten. Es fanden sich langanhaltende dosisabhängige Erhöhungen der Stoffwechselmarker.
Longobardy et al., J Clin Endocrinol Metab 85 (2000) 1505-1512


Mehr als illegal: Doping birgt Todesgefahr
Köln (dpa/lnw) - Zunehmende Erkrankungen von Herz, Leber und Nieren, Veränderungen der Sexualorgane, Depressionen und eine wachsende Zahl von Todesfällen: Die gesundheitlichen Nebenwirkungen und Folgen von Doping sind selten so fundiert, plakativ und gebündelt dargestellt worden wie auf dem internationalen, von der EU geförderten Anti- Doping-Symposium an der Deutschen Sporthochschule in Köln. «Was wir zu den biochemischen Nebenwirkungen gehört haben, zeigt, dass das Wissen darüber ausreichend zugenommen hat», resümierte der Organisator der Tagung, Prof. Horst Michna. Für Athleten, die verbotene Mittel zur Leistungsteigerung nehmen oder nehmen wollen, ist dies eine Botschaft, die viele angesichts der Aussicht auf Erfolg, Ruhm und Geld
nicht hören wollten. Neben Stimulanzien, Narkotika und anabolen Steroiden ist die Gesundheit der manipulationswilligen Sportler im besonderen Maße durch Wachstumshormon-Einnahmen gefährdet. «Man kann erwarten, dass die Zahl der Herzinfarkte, Diabetiker, möglicherweise auch Krebskranken unter den Sportlern durch Wachstumshormone steigen wird», warnte Dr. Martin Bidlingmaier. Er gehört zur Forschergruppe um den Münchner Christian Strasburger, die im Auftrag des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ein Nachweisverfahren für Wachstumshormone entwickeln soll. Erste Ergebnisse erwartet Bidlingmaier nicht vor Dezember. Eine Gefahr droht den Sportlern nicht nur dadurch, dass sie etwas nehmen. Oft ist nämlich nicht das in der Medikamenten-Packung, was sie gekauft zu haben glauben. Bei der Untersuchung einer auf dem schwarzen Markt erworbenen Schachtel mit angeblichen Wachstumshormonen war nach Angaben Bidlingmaiers in einer Ampulle der angegeben Stoff, in einer weiteren eine Kombination von Präparaten und in der dritten nichts. «Das zeigt, was für Probleme Athleten haben», meinte der Forscher. Und kostspielig seien diese «Hormon- Kuren» auch: Sportler, die einen Monat lang jeden Tag vier Einheiten spritzen wollen, müssen 5000 Mark für regulär zirkulierende Präparate berappen - auf dem Schwarzmarkt kosten Produkte nur ein Viertel. Die Wissenschaft kann mit immer weit reichenderen Erkenntnissen über die Folgen von Doping und verfeinerten Kontroll-Methoden die verbotene Leistungsmanipulation nur eindämmen helfen. Deshalb blickt Prof. Charles Yesalis von der Universität in Pennsylvania/USA skeptisch in die Zukunft. «Ich bin nicht optimistisch. Es ist zu wenig Geld im Spiel. Wir bräuchten 200 Millionen Mark pro Jahr, um den Kampf gegen Doping voranzubringen, und viel mehr Kontrollen», meinte der Amerikaner. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat 2001 zehn Millionen Mark für Forschungsprojekte zur Verfügung gestellt. netdoctor 25. Juli 2001


Test auf gentechnisch hergestellte Wachstumshormone soll es
nun erst bei den Olympischen Spielen 2004 geben 
 
Wachstumshormone (human Growth Hormone, hGH) zählen außer Erythropoetin (EPO) und neuerdings künstlichen Sauerstoffträgern im Spitzensport zu den beliebtesten, weil schwer nachweisbaren Dopingpräparaten. Bislang gibt es kein vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) zugelassenes Testverfahren auf hGH, dies soll sich jedoch bald ändern. Denn das IOC hat jetzt einer Münchener Forschungsgruppe um den Endokrinologen Privatdozent Christian Strasburger 425 000 DM zur Entwicklung eines Serientests bewilligt. Der Zusage aus Lausanne ist ein jahrelanger Streit zwischen dem IOC und den Wissenschaftlern aus der Arbeitsgruppe Neuroendokrinologie an der Medizinischen Klinik Innenstadt des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München vorausgegangen.  Bereits 1999 hatten Strasburger sowie seine Kollegen Dr. Martin Bidlingmaier und Dr. Zida Wu im "Lancet" ein Nachweisverfahren vorgestellt, das vom IOC jedoch schlichtweg ignoriert wurde. Hintergrund: Damals arbeitete das internationale Konsortium GH 2000 mit Unterstützung des IOC und der Europäischen Union ebenfalls an einem Testverfahren, das es jedoch nicht zur Serienreife gebracht hat.  Strasburger kündigte öffentlich an, sein Team könne bis zu den Olympischen Spielen von Sydney 2000 einen Test entwickeln, der auch vor Gericht Bestand hätte. Darauf gingen die Verantwortlichen beim IOC jedoch nicht ein. Der Münchener warf ihnen daraufhin in der "Ärzte Zeitung" Vogel-Strauß-Politik vor: "Die sperren sich, weil sie offenbar Angst davor haben, daß da zu viel hoch kommt."  Anfang dieses Jahres schließlich wagte Patrick Schamasch, Medizinischer Direktor des IOC, den "Gang nach Canossa" (die "Ärzte Zeitung" berichtete): In München überzeugte er sich selbst von den Fortschritten der deutschen Wissenschaftler beim Nachweis von hGH und kündigte daraufhin eine Förderung des Projekts mit 460 000 Dollar an.  Jetzt ist also knapp die Hälfte des Geldes für das zunächst auf zwei Jahre angelegte Forschungsprojekt bewilligt worden. Strasburger und seine Kollgen stellen die Serienreife des von ihnen zu entwickelnden Verfahrens jetzt für die Olympischen Spiele 2004 in Athen in Aussicht. Gentechnisch hergestelltes hGH ist von jenen Wachstumshormonen, die die Hypophyse produziert, kaum zu unterscheiden, da die Hauptform in beiden Fällen absolut identisch ist. Allerdings schüttet die Hirnanhangdrüse außer der hGH-Hauptform auch verschiedene minimal unterschiedliche Varianten von hGH aus, die im synthetisch hergestellten Wachstumshormon nicht vorkommen. Das Münchener Nachweisverfahren basiert auf der unterschiedlichen Zusammensetzung von Haupt- und Nebenformen des hGH in natürlichen und gentechnisch produzierten Wachstumshormonen. Führt also ein Athlet gentechnisch hergestelltes hGH seinem Körper zu, so weist sein Blut eine überdurchschnittlich hohe Konzentration der hGH-Hauptform auf. Gleichzeitig bremst die Hypophyse die Produktion von eigenem hGH, da genug Wachstumshormone vorhanden sind. Dies führt zu einer weiteren Verminderung der hGH-Varianten im Blut. Gemessen werden die Unterschiede mit Hilfe monoklonaler Antikörper. Um das bereits entwickelte Verfahren wasserdicht, also für die Dopingkontrolleure in der Praxis nutzbar zu machen, sollen die Ergebnisse mit einer weiteren, noch zu entwickelnden Methode bestätigt werden. Hierbei soll versucht werden, die unterschiedlichen Varianten des körpereigenen hGH auch nach ihren physikalisch-chemischen Eigenschaften aufzutrennen. Entscheidend sind bei dieser Methode die minimalen Unterschiede der Moleküle in der Größe (Molekulargewicht) und der elektrischen Ladung (Isoelektrischer Punkt). Diese Eigenschaften werden mit der Technik der zweidimensionalen Elektrophorese untersucht. Trotz bisher fehlender Nachweisverfahren gibt es deutliche Hinweise auf den Konsum von Wachstumshormonen im Leistungssport. So haben australische Zöllner im Gepäck eines usbekischen Trainers vor Olympia 2000 mehrere hGH-Ampullen gefunden; und auch beim diesjährigen Giro stellten Polizisten im Sportler-Gepäck Wachstumshormone sicher.
human Growth Hormon (hGH)
Das Wachstumshormon (human Growth Hormone, hGH) ist eine körpereigeneSubstanz, die vom Hypophysenvorderlappen gebildet wird und am stärksten während des Schlafs ausgeschüttet wird. Es gelangt schnell in die Leber und wird dort in Somatomedin-C umgewandelt, besser bekannt als Insulin-like Growth Factor 1 (IGF-1). Seit einigen Jahren wird hGH zur Behandlung von Kindern mit Zwergwuchs gentechnisch hergestellt und seither aufgrund seiner anabolen Wirkung bei Erwachsenen auch als Dopingsubstanz im Leistungssport mißbraucht. hGH hat eine kurze Halbwertszeit und ist deshalb nach kurzer Zeit nicht mehr nachzuweisen. Wird die Einnahme gestoppt, läßt die Wirkung rasch nach, weshalb hGH dauernd eingenommen werden muß. Das Hormon kann unter anderem Leber und Knochen schädigen. Von Pete Smith Ärzte Zeitung, 08.08.2001


Creutzfeldt-Jakob-Gefahr durch Behandlung mit Wachstumshormonen
-Niederländische Studie: Todesfall 38 Jahre nach Hormongabe

Rotterdam/Paris, 22. Mai (AFP) - Nach dem Creutzfeldt-Jakob-Tod eines 47-jährigen Mannes, der als Kind mit Wachstumshormonen behandelt worden war,  befürchten Wissenschaftler eine Vielzahl ähnlicher Todesfälle. Niederländische  Ärzte stellen in der Fachzeitschrift "Journal of Neurology, Neurosurgery and
Psychiatry" den Fall vor, bei dem durch Gehirnanalysen eindeutig die  Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) als Todesursache festgestellt wurde. Der  Mann, dessen genaue Identität nicht bekannt gegeben wurde, hatte mit neun  Jahren geringe Mengen Wachstumshormone (HGH) gegen Zwergenwuchs erhalten. Eine  CJK-Gefährdung durch HGH-Behandlung ist bereits seit längerem nachgewiesen.  Allerdings wurde die Inkubationszeit auf maximal zwölf Jahre veranschlagt. Die  lange Zeit zwischen der Hormongabe und dem Tod dieses Patienten begründet die  Befürchtung, dass zahlreiche weitere Menschen betroffen sein könnten. In dem konkreten Fall dauerte die Behandlung nur fünf Tage und umfasste  eine kleine Dosis der Wachstumshormone. Die Ärzte kamen nach der Testphase zu  der Einschätzung, der Junge benötige keine umfassende Hormonbehandlung und  setzten die Hormongabe ab. "Da unser Patient weltweit einer der ersten war,
der Wachstumshormone erhielt, deutet dieser Fall darauf hin, dass in den  kommenden Jahren mit weiteren CJK-Patienten gerechnet werden muss", erklärt  die Forscherin Cornelia Van Duijn von der Universität Rotterdam. Die  Creutzfeldt-Jakob-Krankheit macht sich ähnlich wie die Rinderseuche BSE durch  Bewegungsstörungen und geistigen Verfall bemerkbar, bevor nach einigen Monaten  der Tod eintritt. Bei einer 1999 unter französischen HGH-Patienten angestellten Untersuchung  wurde festgestellt, dass bei 1361 Hormon-Behandelten 55 CJK-Fälle aufgetreten  waren. Die Inkubationszeit lag im Schnitt bei knapp zehn Jahren. Die  französische Betroffenenvereinigung France Hypophyse geht davon aus, dass seit  1989 insgesamt 81 Patienten durch die Behandlung mit Wachstumshormonen starben.


Nachweis von Wachstumshormonen (hGH) verbessert gelungen

Dresden (dpa) - Dem Institut für Dopinganalytik und Sportbiochemie  (IDAS) in Kreischa ist ein großer Schritt im Kampf gegen das Doping  mit Wachstumshormonen (hGH) gelungen. Das vom Internationalen  Olympischen Komitee (IOC) akkreditierte Labor hat eine Methode  entwickelt, um den Missbrauch teilweise offen zu legen. "Es ist ein  Beitrag zur besseren Nachweisbarkeit", erklärte IDAS-Leiter Klaus  Müller bei der Vorstellung des Verfahrens am Montag in Dresden im  Rahmen eines Symposiums zur Wiedereröffnung des Instituts vor zehn  Jahren.
Das neue Verfahren, an dem das Labor in Kreischa rund sieben Jahre  gearbeitet hat, sei vergleichbar mit dem indirekten Test zum Nachweis  von Erythropoietin (EPO), erläuterte Müller. Bei der  von der Dresdner  Chemikerin Astrid Knieß erforschten Methode werden verschiedene  Vorgänge im Organismus analysiert, darunter der Knochen- sowie der  Kollagenstoffwechsel in Weichgeweben. Anhand veränderter Daten kann  von außen zugeführtes hGH nachgewiesen werden. Beim indirekten EPO-  Test werden fünf verschiedene Parameter im Blut gemessen, die eine  gesteigerte Produktion von EPO widerspiegeln.  Bislang gilt das von außen zugeführte so genannte human Growth  Hormone (hGH) eigentlich als nicht nachweisbar. "Wir wissen über den  wahren Missbrauch von hGH noch sehr wenig", räumte Müller ein. Das  IOC hat das vom Münchner Wissenschaftler Christian J. Strasburger  entwickelte Verfahren zur Unterscheidung von rekombinanten, also  nicht im Körper produzierten, und körpereigenen Wachstumshormonen  noch nicht anerkannt. Die vom IOC finanziell unterstützte Londoner  Studie "GH 2000" brachte nicht den zu den Olympischen Spielen in  Sydney erhofften Test auf den illegalen Einsatz von  Wachstumshormonen.
Die Knieß-Methode eigne sich besonders zu Trainingskontrollen. Einen großen Aufwand erfordere der Test nicht, betonte Müller.  Endgültige Sicherheit könne eine Kombination der Verfahren aus  München und Kreischa erst dann liefern, "wenn man einen Versuchsballon aufsteigen lässt", hofft Müller auf eine praktische  Anwendung. Dabei setzt der Bundesbeauftragte für Doping-Analytik vor  allem auf eine schnelle Umsetzung durch die Welt-Anti-Doping-Agentur  (WADA). "Ich hoffe, dass die WADA konsequenter ist als das IOC."  Müller schraubte jedoch gleichzeitig die Erwartungen herunter, "denn  auch die WADA steht erst am Anfang".  Mit "gedämpftem Optimismus" sieht der Kreischaer Labor-Leiter auch  dem möglichen Problem der Gen-Manipulation zur unerlaubten  Leistungssteigerung entgegen. Den geklonten Sportler oder die  Genveränderung noch vor der Geburt wertete er zwar als "Science-  Fiction". "Angst müssen wir aber davor haben, dass Genmanipulationen  an Organen vorgenommen werden", so der Wissenschaftler. Denn sobald  die Gentherapie in der Medizin zum Wohle des Menschen eingesetzt  werden könne, "gibt es auch den Missbrauch".
Demnach wäre der Körper beispielsweise in der Lage, EPO nicht mehr  nur am eigentlichen Ort in den Nieren zu produzieren, sondern in jedem beliebigen Muskel. "Aber wir werden in die Vorwärtsverteidigung
gehen", kündigte Müller bereits an: "Es gibt allerdings  Befürchtungen, dass da noch Einiges auf uns zukommt."
Berichtigung: Im 3. Absatz in der 7. und 8. Zeile wurde berichtigt:  "Londoner Studie "GH 2000" - statt: Projekt "GH 2000" im Londoner Doping-Labor)    12.06.2002


Zweifel an der Wirkung der Hormonsubstitution bei jugendlichem Kleinwuchs
PARIS. Weltweit sollen 100 000 Kindern mit Wachstumshormonen behandelt werden, weil sie zu klein sind. Die Behandlung war vor allem in Frankreich recht beliebt. Doch die dortigen Erfahrungen zeigen, dass das erhoffte Wachstumsziel in der Regel nicht erreicht wird (BMJ 2002; 325: 70–6).
In Frankreich wurden zwischen 1987 und 1992 insgesamt 2 852 Kinder, bei denen ein idiopathischer isolierter Wachstumshormonmangel diagnostiziert worden war, mit Wachstumshormonen behandelt. Diese Zahl ist genau bekannt, weil jede Rezeptierung einer Genehmigung durch die Association France-Hypophyse bedurfte. Der Grund hierfür liegt in den Risiken der Behandlung. Das Hormon wurde ursprünglich aus Leichen-Hypophyse gewonnen, was eine Reihe von iatrogener Creutzfeldt-Jakob-Krankheit nach sich zog. Heute steht ein in dieser Hinsicht unbedenkliches gentechnisches Präparat zur Verfügung. Nicht bei allen Kindern wurde die Behandlung bis zum Erreichen der endgültigen Körpergröße durchgeführt. 1 328 Kinder brachen die Therapie, aus welchen Gründen auch immer, vorzeitig ab. Geschadet hat es ihnen sicher nicht, denn sie sind heute mit 167 Zentimeter im Schnitt genau so groß wie die Kinder, welche die Behandlung planmäßig zu Ende führten. Bei Abbruch der Therapie waren die Kinder noch elf Zentimeter kleiner, doch dann setzte bei vielen ein pubertärer Wachstumsspurt ein, sodass sie aufschlossen.
Die Autoren vermuten deshalb, dass die meisten Kinder gar nicht an Wachstumsstörungen litten, sondern dass bei ihnen nur der pubertäre Wachstumsschub verzögert war. Nach den Daten der Studie ist eine Hormonsubstitution nur bei einer kleinen Gruppe mit einem extremen Hormonmangel vertretbar. Die Indikation zur Behandlung sei in der Vergangenheit viel zu großzügig gestellt worden.(15.07.02) DEUTSCHES ÄRZTEBLATT


Doping-tour de France 2002        Rumsas-Frau mit 37 verschiedenen Medikamenten

12.09.02 (rsn) - Wenn man vom Zoll mit einem Kofferaum voller Dopingprodukte gestoppt wird und man sagt, das alles sei "für die Schwiegermutter", ist das nie sonderlich glaubwürdig. Im Falle der am 28.Juli verhafteteten Ehefrau des Tour de France-Dritten Raimondas Rumsas um so mehr, als sie nicht weniger als 37 verschiedene Medikamente durch die Gegend fuhr, wie die Pariser Sportzeitung L'Equipe am Donnerstag aufzählt.   Unter den Medikamenten, die Edita Rumsas am Schlusstag der Tour de France von Frankreich nach Italien, wo die Familie ein Haus hat, bringen wollte, waren neben erlaubten Vitaminpräparaten insbesondere Dopingprodukte wie Anabolika, Kortikoide und Wachstumshormone. Gegen die 28-jährige Mutter dreier Kinder läuft in Frankreich ein Strafverfahren. Die Ehefrau des litauischen Lampre-Rennfahrers sitzt seit ihrer Verhaftung in Untersuchungshaft. Mehrere Anträge auf Freilassung gegen Kaution wurden abgelehnt. Sie steht unter Verdacht, organisierten Handel mit Dopingprodukten betrieben zu haben. Ihr drohen im Falle einer Verurteilung bis zu sieben Jahre Haft. Raimondas Rumsas weigert sich, nach Frankreich zu reisen, weil er befürchtet, dort ebenfalls verhaftet zu werden. Er beteuert, nie gedopt zu haben und verweist auf die "negativen" Ergebnisse seiner Dopingkontrollen.

Die Liste der 37 verschiedenen Produkte:

  1. Fläschchen Norditropin penset 24 (Wachstumshormone)
  2. Fläschchen TAD 600
  3. Fläschchen Norditropin
  4. Injektion Actrapid Novolet (Insulin)
  5. Drei Fläschchen Actovegin
  6. Eine Packung Spascupreel
  7. Eine Packung Albumine 20%
  8. Drei Packungen Testis Compositum (Hormonextrakte)
  9. Eine Packung Ubichinon Compositum (Ko-Enzym Q)
  10. Zwei packungen Thyreoida Compositum (Hormonektrakt)
  11. Drei Ampullen Ketonal
  12. Zwei Ampullen Koffein
  13. Eine Ampulle Celestone (Entzündungshemmend)
  14. Ampulle Benexol B12 5000 (Vitamine)
  15. Drei Fläschchen Kenacort retard (Korticoide)
  16. Packung Toco 500 (Vitamin E)
  17. Flasche Chlorure de sodium 0,9
  18. 15 Einheiten Durvitan (Koffein)
  19. 10 Ampullen Pentohexal 300
  20. Packung MAG 2 (Magnesium)
  21. 12 Einheiten Ozothine
  22. 15 Einheiten Optalidon
  23. 2 Einheiten Eurythrox 50
  24. 3 Einheiten No Spa Forte
  25. 6 Einheiten und 1 Ampulle Alphalipon
  26. 2 Tabletten Stilnox
  27. 4 Einheiten Oltramp
  28. 30 Einheiten Bentelan (Korticoid)
  29. 30 Einheiten/Ampullen Voltaren
  30. 3 Einheiten Praxilen
  31. Cafiaspirina (Koffein-/Aspireinpräparat)
  32. 2 Packungen Immunoferon
  33. Packung Androderm (Testosteron)
  34. 2 Packungen Trofalgon
  35. Fläschchen Geref (regt Produktion von Wachstumshormonen an)
  36. Ampulle mit sterilem Wasser
  37. Fläschchen Haes-Steril

Quelle: L'Equipe


Gefährliche Dopingmittel
PADUA (mp). Bei italienischen Radamateuren sind jetzt Wachstumshormone entdeckt worden, die aus der Hypophyse toter Rinder gewonnen worden sind. Dies ergab eine Analyse jener Ampullen, die italienische Gesundheitscarabinieri und die Finanzpolizei bei einer Razzia am 10. Mai in Neapel beschlagnahmt haben. Die Operation wurde laut Internetseite "SportPro" von Untersuchungsrichterin Paola Cameran aus Padua geleitet, die die im Umlauf befindlichen Mittel als "besonders gefährlich" einstuft. Ärzte Zeitung, 21.05.2003


Nachweis für Wachstumshormone entwickelt
Southampton (dpa) - Britische Wissenschaftler haben ein Verfahren zum Aufspüren von Doping mit Wachstumshormonen (HGH) entwickelt. Damit soll ein Nachweis noch 84 Tage nach der Einnahme von HGH mit einem kombinierten Blut- und Urin-Test möglich sein, erklärte Cathy McHugh von der Universität in Southampton.
Bereits seit Jahren versuchen Wissenschaftler, eine Methode zum Nachweis von verbotenem HGH-Doping zu entwickeln. Das Southamptoner Testverfahren basiert nach Angaben der Forscher auf der Analyse zwei in der Leber produzierter Proteine. Ihr Level sei «drei bis fünf Mal höher» bei Menschen, die Hormone eingenommen haben. Es sei denkbar, dieses neue Kontrollverfahren bereits bis zu den Olympischen Spielen 2004 in Athen zur Anwendungsreife zu bringen.
Der neue HGH-Test soll im März kommenden Jahres dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) präsentiert werden.
 «Wenn das IOC damit zufrieden ist, könnte er in Athen angewendet werden», meinte McHugh. Die Erforschung des Verfahrens wurde von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) mit 1,2 Millionen Dollar (1,03 Millionen Euro) gefördert. 2. Juni 2003


Wachstumshormone: Zuverlässiger Dopingtest in Athen

Berlin (dpa) - Bei den Olympischen Spielen in Athen (13. bis 29. August) werden Athleten erstmals zuverlässig auf Doping durch Wachstumshormone getestet werden können. Das erklärte Christian Strasburger von der Medizinischen Klinik und Poliklinik der Berliner Charité auf einem Gesprächsforum im Deutschen Olympischen Institut (DOI) in Berlin. Strasburger hatte nach den so genannten Wachstumshormon-Spielen 2000 in Sydney ein neues Testverfahren mit Unterstützung des Bundesinstituts für Sportwissenschaft, des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und der Welt-Anti-Doping- Agentur WADA entwickelt. Nach Strasburgers Methode kann der Unterschied zwischen dem körpereigenen und dem gentechnisch hergestellten Wachstumshormon festgestellt werden. Während die körpereigene Hirnanhangdrüse verschiedene Formen des Hormons ausschüttet, sei in den Ampullen, die zur Behandlung kleinwüchsiger Kinder, aber auch zum Doping angewandt werden, nur eine Form des Wachstumshormons enthalten, erklärte der Wissenschaftler. «Unsere Methode ist eine von vielen und wahrscheinlich nicht die schlechteste», sagte Strasburger am Dienstagabend. «Im Konzert von IOC und WADA besteht die Aussicht, dass in Athen das Wachstumshormon nicht mehr als unnachweisbar durchgeht.» Strasburger hat in den vergangenen Wochen das Anti-Doping-Labor in Athen sowie die Einrichtungen in Köln, Sydney und London mit dem neuen Testverfahren vertraut gemacht. Der Berliner Arzt und Forscher geht davon aus, dass das Wachstumshormon, das bisher als nicht nachweisbar galt, nach wie vor bei Spitzensportlern «sehr populär» ist. Diese Form des Dopings sei nur 24 bis 36 Stunden nachweisbar. Deshalb sollten verstärkt Trainingskontrollen durchgeführt werden, empfahl er. «Offensichtlich werden von vielen Athleten die sehr hohen Kosten für eine Wachstumshormon-Gabe zur Leistungssteigerung billigend in Kauf genommen», sagte Strasburger. Nach Expertenschätzung müssen für konsequentes Doping durch Wachstumshormone monatlich mindestens 4000 Euro aufgewendet werden.13. Mai 2004


Wachstumshormon
Wachstumshormon (Somatropin, HGH=Human Growth Hormone) fördert den Zellumbau
jeder Körperzelle, ist notwendig für das Knochenwachstum und ermöglicht den
Abbau von Fettgewebe. In der Medizin wird dieses Hormon in gentechnisch hergestellter
Form vor allem bei kleinwüchsigen Kindern bzw. Erwachsenen mit Hypophyseninsuffizienz
angewendet. Es kommt also in der Therapie zum Einsatz, wenn der Körper nicht
selbstständig in der Lage ist, körpereigenes Wachstumshormon zu produzieren.
Wachstumshormon aus gentechnischer Produktion hat im Hochleistungssport breite Verwendung
gefunden. Es ist zwar weniger wirksam als anabole Steroide, hat aber den „Vorteil“,
dass das IOC zumindest bis 2003 keine Nachweismethode anerkannt hat.
Wachstumshormon ist sehr teuer. Insider gehen deshalb davon aus, dass es heute ein
Zweiklassensystem des Dopings gibt: Athletinnen und Athleten, die sich die teuren und
schwerer nachweisbaren Medikamente leisten können, und solche, die aus Kostengründen
zu den leichter nachweisbaren Medikamenten greifen wie den anabolen Steroiden.

In Italien wird weit mehr Wachstumshormon verkauft als zu medizinischen Zwecken benötigt.
In zwei Untersuchungen wurde geprüft, wie viel HGH in Sizilien und der Lombardei verkauft worden
waren. Wenn das Medikament nur im Bereich der Medizin verwendet worden wäre, so lautete das
Ergebnis, müsste jeder siebte Einwohner Siziliens und der Lombardei zwergwüchsig sein.
Dahinter
steckt vor allem Doping. In einer Untersuchung des Italienischen Olympischen Komitees (CONI) vom
Frühjahr 2000 an allen potenziellen 550 italienischen Olympiateilnehmern wurde auch nach Wachstumshormon
gesucht. Mit in der Medizin gebräuchlichen Methoden können Spezialisten erkennen, wessen
Körper körperfremdes Wachstumshormon aufweist. Die Forscher waren sich bei 61 der 550 Sportler
hundertprozentig sicher, dass sie Wachstumshormon verwendet hatten, darunter alle fünf italienischen
Olympiasieger der Olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney. Bei weiteren ca. 150 Sportlern war die
Wahrscheinlichkeit des Dopings sehr hoch. Betroffen waren ganze Disziplingruppen, sodass auch
eine Systematik erkennbar wurde.

Der Endokrinologe Christian Strasburger entwickelte schon 1999/2000 einen Test zum Nachweis von Wachstumshormon.
Ein Jahr später stellte ihm das zunächst ablehnend eingestellte IOC 460 000 Dollar zur Entwicklung eines gerichtsfesten Nachweisverfahrens von HGH zur Verfügung: „Das Doping mit HGH ist und bleibt ein Riesenproblem. Ein Überschuss an Wachstumshormonen über lange Zeit kann zum Tod durch Herzversagen und zum Darmkrebs führen. (…) Wenn das IOC gewollt hätte, wären Tests auf Wachstumshormone schon in Australien [gemeint sind die Olympischen Spiele 2000] ohne Probleme möglich gewesen“ (Frankfurter Rundschau, 11. 6. 2003).

http://www.bewegung.ac.at


Handbuch Medikamente.
Vom Arzt verordnet -
Für Sie bewertet.
Stiftung Warentest

Preis: EUR 39,88

Jetzt bestellen!

Doping, von der
Analyse zur Prävention

von Andreas Singler,
Gerhard Treutlein 
Preis: EUR 15,24 (2001)
Hier bestellen!

Hormon Report
Jürgen Hoffmann
Preis: EUR 20,42
Taschenbuch - 112 Seiten (1999) 
Hier bestellen!

Doping im Spitzensport (2000)
Andreas Singler, 
Gerhard Treutlein
Preis:   EUR 15,23
Hier bestellen!

Das Buch
 
zur TOUR Wahrheit

Blut und/oder Urin zur Dopingkontrolle.  
Manfred Donike
Preis:   EUR 13,70 
 Taschenbuch - 210 Seiten (1996) 

Hier bestellen!

Verlorene Spiele.
Journal eines Doping- Prozesses.

von Ines Geipel 
Preis: EUR 15,24
Gebundene Ausgabe - 160 Seiten   2001
Hier bestellen!
Allein im Jahr 1988 wurden laut Protokoll
der Stasi-Kreisdienststelle Jena 60.000
Tabletten von der Anabolika-Substanz
»STS 646« vom Sportmedizinischen
Dienst der DDR bestellt.
Das reichte für etwa 30.000
Behandlungstage an Leistungssportlern
.

Hormone im Ausdauersport "EPO, Steroide,
Wachstumshormone" 

Arthur Thomas
Preis: EUR 20,40 
Taschenbuch - 
260 Seiten (Dezember 1999)
 

Hier bestellen!

Die Grenzen der Dopingverbote. 
Clemens Prokop 
Preis: EUR 50,11
Taschenbuch - 315 Seiten (2000) 
Hier bestellen!

Doping. 
Dick Francis
Preis: DM 16,90 EUR 8,64
Taschenbuch - 352 Seiten (2000) 
Hier bestellen! 

Sterbliche Maschinen.
Doping und die Unmenschlichkeit
des Hochleistungssports

John M. Hoberman  
Hier bestellen!        
Preis:EUR 19,43  
Gebundene Ausgabe - 384 Seiten (1994) 

Rekorde durch Doping?
Hier bestellen! 
Wie Athleten legal und illegal
ihre Leistung verbessern.
 

Melvin H. Williams Preis:   EUR 15,24 

Doping im Hochleistungssport.
Anpassung durch Abweichung. 

Karl-Heinrich Bette, Uwe Schimank
Hier bestellen!
Preis: EUR 14,21 
Taschenbuch - 407 Seiten (1995) 

Doping (2000)
Michael Gamper,
Jan Mühlethaler, Felix Reidhaar
Preis: EUR 24,54
Hier bestellen!

Der Klassiker zum
DDR-Staatsdoping

Doping. 
Von der Forschung zum Betrug
Brigitte Berendonk
Preis:  EUR 8,64
Hier Bestellen!

Doping. 
Dick Francis
Preis:  EUR 8,64
Taschenbuch -
352 Seiten (2000) 
Hier bestellen! 

Doping. Martin Krauß
Preis:EUR 7,61
Taschenbuch -150 Seiten (2000) 
Hier bestellen!

Mörderische Saison.
Der Radsport- Krimi. Greg Moody 
Preis:  EUR 15,23
Taschenbuch - 352 Seiten (2000)
Hier bestellen!

Tödliche Tour.
Der Radsport- Krimi. 
Greg Moody 
Preis:  EUR 15,23
Taschenbuch - 319 Seiten (1999)
Hier bestellen!

Doping im Hochleistungssport. 
Anpassung durch Abweichung.
 
Karl-Heinrich Bette, Uwe Schimank 
Preis:  EUR 14,21
Hier bestellen!
Taschenbuch - 407 Seiten (1995)

Doping im Spitzensport.
STH, Steroide, EPO,
Pro- Hormone und
mögliche Alternativen.
 
Franz Mares 
Preis:  EUR 20,96
Hier bestellen!
Taschenbuch - 280 Seiten (2001)

Muskel-Guide
von Frederic Delavier
Preis: EUR 20,38
Broschiert
- 123 Seiten
Erscheinungsdatum: 22. März 2000
Auflage: 2., durchgesehene Auflage 2000
Hier bestellen!

Die Verfassungsmäßigkeit
von Anti-Doping-Bestimmungen

von Ralf Lenz
Preis: EUR 35,28

Taschenbuch
- 155 Seiten
Erscheinungsdatum: 2000
Hier bestellen!

Lebenslauf.
von Dieter Baumann
Preis: EUR 19,90

Gebundene Ausgabe
270 Seiten
Erscheinungsdatum: 2002
Hier bestellen!

Das Doping-Problem.
von Jürgen Kern Preis: EUR 35,00
Gebundene Ausgabe
- 240 Seiten
Erscheinungsdatum: 2002
Hier bestellen!

Doping. Spitzensport
als gesellschaftliches Problem.

von Michael Gamper,
Jan Mühlethaler, Felix Reidhaar
Preis: EUR 24,54
Sondereinband - 280 Seiten
Erscheinungsdatum: 2000

Hier bestellen!

Ernährung im Sport.  
Georg Neumann
Preis: EUR 17,38 
Jetzt bestellen!


Handbuch Nahrungsergänzungen 
Preis: EUR 25,03 
Gebundene Ausgabe - 170 Seiten (Dezember 1999) 
Hier anschauen und bestellen!

Das Profibuch!
Ernährungsmedizin. Nach dem Curriculum

Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer. 
Hans K. Biesalski, Peter Fürst, Heinrich Kasper
Preis: EUR 50,62 
Taschenbuch (1999) 
Jetzt bestellen!

Vom gleichen Author in als
Taschenatlas der Ernährung  

Hans Konrad Biesalski, Peter Grimm
Preis: EUR 25,51 
Taschenbuch (Oktober 1998) 
Jetzt bestellen!

Ernährung des Menschen. 
Ibrahim Elmadfa, Claus Leitzmann
Preis:     EUR 50,11 
Taschenbuch - 627 Seiten (1998)

Forever Young Fitneß-Drinks plus Eiweiß   Ulrich Strunz      Jetzt bestellen!  
Preis:  EUR 7,61  Taschenbuch - 62 Seiten (2000)

Kalorientabellen.
Preis:EUR 6,60
Sondereinband 128 Seiten
Erscheinungsdatum: 2001
Jetzt bestellen!

Checkliste Ernährung  von Suter
Preis: EUR 30,12

Taschenbuch
- Thieme, Stgt.
Erscheinungsdatum: November 2001
Hier bestellen!

Leitfaden der Ernährungsmedizin. 
Volker Pudel, Manfred J. Müller

Preis:    EUR 27,95
Gebundene Ausgabe (1998) 
Jetzt bestellen!

Handbuch Sportlerernährung. 
  Kurt-Reiner Geiß, Michael Hamm 
  Preis:    EUR 10,17 
Jetzt bestellen!

Die Anabole Diät 
Klaus Arndt, Stephan Korte
Preis: EUR 20,42
Taschenbuch (1997)

Magnesium und Calcium. 
Hans-Jürgen Holtmeier
Preis:   EUR 43,97 
Taschenbuch - 256 Seiten (1995) 
Hier bestellen!

Magnesium und Gesundheit 
Ana M. Lajusticia Bergasa, Ana M. Lajusticia Bergasa
Preis:  EUR 11,66 
Taschenbuch (1996)   
Hier bestellen!

Kurzbeschreibung 
Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Magnesiummangel,der Zunahme von Arthrose, Herzinfarkt und Krebserkrankungen und viele anderen modernen Gesunheitsproblemen!

Melatonin. 
Schlüssel zu ewiger Jugend,Gesundheit und Fitneß? 
Preis: EUR 7,62 
Taschenbuch - 284 Seiten (1996)  Hier bestellen!

Ullrich Strunz
Für 20,90 Euro
Forever Young
Der Klassiker
jetzt  bestellen

Forever young, Das Ernährungsprogramm
von Ulrich Strunz
Preis: EUR 12,90Taschenbuch
128 Seiten - Gräfe u. U., Mchn.
Erscheinungsdatum: 2000
jetzt  bestellen

Mehr Leistung durch optimale Ernährung 
Wolfgang Peer  Preis: EUR 11,76 
Gebundene Ausgabe (1997) 

Hier bestellen!

Abnehmen? Fatburner. 
Marlisa Szwillus
Preis: EUR 9,95
Hier bestellen!
Taschenbuch - 93 Seiten (2000) 
 
Creatin

von Dirk Schulte-Weber
Preis:  EUR 17,36
Sondereinband - Klaus Arndt 1996
Hier bestellen!

Fatburner.
So einfach schmilzt das Fett weg.
 
Marion Grillparzer 
Preis: EUR 10,17
Taschenbuch - 96 Seiten (1999) 
Hier bestellen!

Fettabbau. Schlank werden und bleiben. 
Volker Klein 

Preis: EUR 18,89
Hier bestellen!
Taschenbuch - 123 Seiten (1991) 

Trink dich fit. Handbuch für das richtige Trinken im Sport
Günter Wagner, Johannes M. Peil, Gerhard Paul Schupp 
Preis:   EUR 12,80
Hier bestellen!
Taschenbuch - 156 Seiten (1993)

Brainfood. Fitmacher für kluge Köpfe.  Michael Hamm 
Preis: EUR 10,17
Taschenbuch - 96 Seiten (1999) 
Hier bestellen!

Fett ja - aber wenig und richtig.  Michael Hamm 
Preis: EUR 10,17
Taschenbuch - 95 Seiten (1999) Hier bestellen!

Sporternährung.
von Peter Konopka 
Hier bestellen!
Preis: EUR 17,38
Oktober 2000
Taschenbuch - 191 Seiten 

HIGH ENERGY FÜR CHAMPIONS.
Sporternährung in neuer Sicht.
Erwin Kaussner Dezember 1999 
Preis: EUR 11,76
Hier bestellen!

Fettarm genießen.
August Oetker Gebundene Ausgabe 
Preis: EUR 5,11

Neue Diätpillen. Präparate und Kombinationen für beschleunigten Fettabbau.
von Klaus Arndt
Preis: EUR 20,43

Taschenbuch - 83 Seiten
Erscheinungsdatum: 1998

Hier bestellen!

Burgersteins Handbuch Nährstoffe. Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung.von Lothar Burgerstein
Preis: EUR 39,95
DM 78,14
Taschenbuch - 492 Seiten
Erscheinungsdatum: 2000

Hier bestellen!

Neue Power durch weniger Fett und Kalorien.
Mit ausführlichen Lebensmittel- Tabellen.
  von Sonja Carlsson
Preis: EUR 10,00

Gebundene Ausgabe
- 157 Seiten
Erscheinungsdatum: 2000
Hier bestellen!

Geo Wissen Ernährung - Gesundheit und Genuss.
Preis: EUR 8,08

Taschenbuch
- 196 Seiten -
Erscheinungsdatum: 2002
Hier bestellen!

Eisenstoffwechsel, Anämien. Therapie und Diagnose. Neue Konzepte bei Renaler Anämie und Rheumatoider Arthritis
von M. Wick, W. Pinggera, P. Lehmann
Broschiert
- 218 Seiten -
Erscheinungsdatum: September 2000
Hier bestellen!

Ernährung, Immunität, Krebsvorsorge. Gesund durch natürliche Lebensmittel
von L. Horst Grimme 1995
Preis:   EUR 17,33
Broschiert
- 213 Seiten
Hier bestellen!

Wasser und Salz. Urquell des Lebens.
von Barbara Hendel, Peter Ferreira
Preis: EUR 20,35
Taschenbuch - 232 Seiten
Erscheinungsdatum: Oktober 2001
Hier bestellen!



Lexikon Nahrungs-ergänzungsmittel im Trend.

von Hendrik Hannes Preis: EUR 9,90
Taschenbuch
- 173 Seiten
Erscheinungsdatum: 1999
Hier bestellen!

IQ: Menge der Wachstumshormone entscheidend?

Wissenschafter der University of Bristol glauben die Ursache dafür gefunden zu haben, warum manche kleinere Kinder in der Schule schlechter abschneiden. Die Children of the 90s Studie soll ergeben haben, dass niedrige Werte bei den Wachstumshormonen mit einem niedrigen Intelligenzquotienten zusammenhängen. Die aktuelle im Fachmagazin Pediatrics veröffentlichte Studie legt nahe, dass die Hormonwerte über eine Diät erhöht werden könnten. Andere Experten wie Harvey Markovitch vom Royal College of Paediatrics and Child Health argumentierten, dass selbst wenn die Menge der Wachstumshormone eine Rolle spielte, sie nur ein kleiner Teil des Puzzles von Faktoren seien, die die menschliche Entwicklung beeinflussen.
Es ist bereits bekannt, dass sich Kinder mit einem geringen Geburtsgewicht langsamer entwickeln. Sie erreichen bestimmte Meilensteine der Entwicklung später und haben einen etwas geringeren IQ als normalgewichtige Babys. Kleinwüchsigkeit, die mit einem geringen Wachstum nach der Geburt und schlechter Ernährung zusammenhängt, wurde ebenfalls bereits mit einem schlechteren Abschneiden bei Tests zur intellektuellen Entwicklung und schulischen Leistungen in Zusammenhang gebracht.
Die Wissenschafter untersuchten jetzt, welche Vorgänge im Körper diese Zusammenhänge erklären könnten. Dabei konzentrierten sie sich auf das Wachstumshormon IGF-I (Insulin-like-growth-factor). Diese Werte werden durch eine Reihe von Faktoren wie der Ernährung beeinflusst und kontrollieren die Auswirkungen des Wachstumshormons auf Gewebe. IGFs spielen in der Kindheit eine entscheidende Rolle beim körperlichen Wachstum und der Entwicklung der Organe. Es wurde argumentiert, dass sie auch die Entwicklung des Gehirns beeinflussen könnten.
Für die aktuelle Studie ersuchten die Wissenschafter 547 Kinder im Alter von acht Jahren einen Intelligenztest zu absolvieren. Zusätzlich wurden die IGF-I Werte im Blut gemessen. Es zeigte sich, dass ein Anstieg von 100 Nanogramm pro Milliliter einem um drei Punkte erhöhten Verbal-IQ entsprach. Der leitende Wissenschafter David Gunnell erklärte, dass damit einige vorläufige Hinweise darauf erbracht seien, dass IGF-I eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des menschlichen Gehirns spiele und den Zusammenhängen von Geburtsgewicht und Größe mit dem IQ unterliegen könnten. Er betonte, dass weitere Untersuchungen erforderlich seien.
Da die IGF-I Werte durch Ernährung und andere umweltbedingten Einwirkungen modifiziert werden können, könnte eine mögliche Beeinflussung der neuralen Entwicklung durch das kindliche Umfeld gegeben sein. Zusätzlich würden diese Annahmen durch eine neue Studie unterstützt. 74 Kinder mit geringem Geburtsgewicht wurden mit Wachstumshormonen behandelt und mehr als zwei Jahre lang begleitet. Die Behandlung führte laut Gunnell nicht nur zu einem verbesserten Wachstum, sondern auch zu einer Verbesserung des IQ. 02.12.2005 Infos für Ärzte


Wissenschaftlicher Durchbruch.
Ab 2008 wird das Wachstumshormon THG bis zu 10 Tage nach Einnahme nachweisbar sein.

Wissenschaftlern in den USA ist ein bedeutender Fortschritt in der Doping-Jagd gelungen. Die Anti-Doping-Agentur der USA (USADA) teilte am Freitag mit, dass ein verlässlicher Test zum Nachweis des synthetischen Wachstumshormons THG zur Verfügung stehe.
Mit Jahresbeginn 2008 werde der Nachweis auch zehn Tage nach dessen Einnahme möglich sein.
USADA-Direktor Larry Bowers teilte mit, dass seine Behörde dabei sei, von Athleten persönliche Profile mit Testosteronspiegel, Cholesterin, Hämoglobin und vom Körper produzierten Steroiden zu erstellen. Jedes künftige Abweichen von diesen Werten würde auf Doping hindeuten.
THG war erstmals in Zusammenhang mit der so genannten BALCO-Affäre aufgetaucht, in die mehrere Topstars der US-Leichtathletik verwickelt waren.