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AMPHETAMINE Dopingnachweis:
Amphetamin wird nach oraler Gabe überwiegend
unverändert in den Urin ausgeschieden. Die
Probenvorbereitung für den Nachweis von Amphetamin ist entsprechend schnell und
relativ einfach. Das Amphetamin kann mit einem organischen Lösungsmittel
unter alkalischen Bedingungen aus dem Urin extrahiert
werden und dann direkt mit der Gaschromatographie-Analyse erfasst werden.
Herstellung, Stoffe
Amphetamine werden durchweg synthetisch aus einfachen
Ausgangschemikalien hergestellt.
Man unterscheidet:
- Amphetamin, Methamphetamin (Szene-Jargon: "Speed")
- Medikamente mit amphetaminartiger Wirkung:
> Fenetyllin (Captagon) = BtM
> Methylphenidat (Ritalin) = BtM
> Amphetaminil (AN 1) = verschreibungspflichtig
Die Wirkung dieser Medikamente, die als Psychostimulanzien
und Dopingmittel Verwendung finden, beruht z.T. auf der Freisetzung von
Amphetamin bei der Körperpassage.
Erscheinungsbild
Weiße bis beigefarbene, selten gefärbte Pulver, Kapseln
oder Tabletten. Illegal gefertigte Amphetamine besitzen oft einen intensiven
"chemischen" Geruch nach den Ausgangschemikalien !
Konsummuster, Dosierung
Während der Einstiegsphase in den Amphetamin-Mißbrauch
meist orale Aufnahme. Dosis ab 10 Milligramm. Später zunehmend oder ausschließlich
intravenöse (i.v.) Injektion, verbunden mit Toleranzentwicklung und deshalb
Dosissteigerung bis zu mehreren Gramm/Tag. Gelegentlich inhalativ (Rauchen).
Akutes Wirkungsbild, Wirkungsdauer
Vom Konsumenten empfundene Wirkungen
- Zentrale Stimulation (aufputschend), gleichbedeutend mit einer
Antriebssteigerung und damit verbundener Stimmungsaufhellung (früher fanden
Amphetamine auch als Dopingmittel im Sport Verwendung)
- Euphorie ist eher wenig ausgeprägt
- Appetitlosigkeit, mangelndes Durstgefühl
- Subjektives Gefühl der gesteigerten Konzentrationsfähigkeit
- Entwicklung eines fast krankhaften Willens zum Zuendeführen einer Tätigkeit.
Dabei muß die ausgeübte Tätigkeit durchaus nicht sinnvoll sein, z.B.
endloses, seitenweises Schreiben von Briefen ohne sinnvollen Inhalt
Nach außen hin feststellbare
Wirkungen
- Nervosität
- Geschwätzigkeit
- Motorische Unruhe (Zappelphilipp!)
- Objektive Unfähigkeit, sich zu konzentrieren (Ideenflucht)
- Unfähigkeit, folgerichtig zu denken
- Erweiterte, lichtstarre Pupillen
- Zähneknirschen
- Zittern, Schlaflosigkeit
- Todesfälle durch Überdosierung kommen vor
Wirkungseintritt, -dauer
Wirkungseintritt (intravenös): Innerhalb von Sekunden, oral
innerhalb von Minuten.
Wirkungsdauer: Einige Stunden
Sie wirken aufputschend, vermindern die
Ermüdbarkeit, steigern vorübergehend die körperliche Leistung durch Wegfall
der körpereigenen Schutzmechanismen. Sie werden genommen, um euphorische
Gefühle zu erzeugen, um gut zu funktionieren und die Leistungsfähigkeit zu
steigern. Amphetamine hemmen den Appetit, wurden einige Zeit dazu medikmentös
eingesetzt, wegen hoher Nebenwirkungsrate aber aus dem Handel gezogen. Auch ist Doping
mit diesen Substanzen möglich, aber leicht nachweisbar.
Die psychische Abhängigkeit kann ein hohes Maß erreichen. Auf die Dauer
eingenommen, führen die Amphetamine zu Unrast und Schlaflosigkeit, wobei
Wahnvorstellungen auftreten können. Der Bezug zur Realität geht verloren.
Wegen der inneren Unruhe werden oft Schlafmittel eingenommen. Bei
Langzeitgebrauch kann es zu einer Amphetamin-Psychose kommen - die nur schwer zu
heilen ist - sowie zu Lungenhochdruck mit Kreislaufschädigung. Besonders ist
das Risiko der unkontrollierbaren Rauschdauer und -intensität sowie der
Nebenwirkungen, weil Reinheitsgrad und Zusammensetzung bei illegaler Produktion
fast nie bekannt sind. Amphetamine, in der Szene als "Speed"
bezeichnet, werden häufig anderen illegalen Drogen zur Wirkungsverstärkung
beigemischt.
Mögliche Auswirkungen chronischen
Amphetamin-Konsums
Bei mehrmaliger Aufnahme binnen kurzer Zeit läßt die Wirkung deutlich nach
Hierdurch bedingte Dosissteigerung bis in den Bereich von mehreren Gramm pro
Tag infolge Gewöhnung und Toleranzentwicklung gegenüber der Drogenwirkung
Übergang zum wiederholten i.v. Konsum über mehrere Tage und Nächte.
Danach pathologischer Schlafzustand über einige Tage, gefolgt vom
Entzugs-Syndrom
Bei Dauerkonsum Ausbildung massiver psychischer Abhängigkeit vom
Amphetamin-Typ. Keine ausgeprägte körperliche Abhängigkeit !
Halluzinatorisch-paranoide Psychosen, Gewalttätigkeit
Depressionen
Subjektiver Ausweg: erneuter Konsum
Wechselnde Anwendung von aufputschenden und schlafinduzierenden Mitteln
(Schlaf- und Beruhigungsmittel bzw. Alkohol) bei entgleistem
Schlaf-Wach-Rhythmus ("uppers" und "downers"), ein Weg in
die Polytoxikomanie
Abmagerung, körperliche Auszehrung
Entzugssyndrom
Keine ausgeprägten körperlichen Entzugserscheinungen.
Erschöpfungszustände
Pathologisches Schlafbedürfnis
Schwere bis schwerste Depressionen
Suizidneigung
Heißhunger
Toxikologischer Nachweis in Körperflüssigkeiten
Im Blut: etwa 1 Tag nach letztmaligem Konsum
Im Urin: etwa 2 bis 3 Tage nach letztmaligem Konsum
Durch eine Haaranalyse kann - beispielsweise zur Beurteilung
der Fahreignung - ein gewohnheitsmäßiger bzw. monatelang zurückliegender
Konsum nachgewiesen bzw. bestätigt werden.
Vergiftung durch Amphetamine
Ecstasy
Symptome
In den meisten Fällen relativ milder Verlauf:
- Agitiertheit
- Angst
- Halluzinationen
- Mydriasis
- Hypertonie
- Tachykardie
- Tachypnoe
bei schwerem Verlauf zusätzlich
- Hyperthermie
- Delir
- Krämpfe
- Arrhythmien
- Kollaps
- Koma
- Azidose
- Rhabdomyolyse
- Myoglobinurie
- akutes Nierenversagen (Exsikkose)
- Lungenödem
Therapie
- allgemeine intensivmedizinische Maßnahmen
- Sauerstoffzufuhr
- bei Agitiertheit, Halluzinationen und Krämpfen: Diazepam
- bei Hypertonie: Nitroprussid, Nifedipin (Adalat®)
- bei Tachyarrhythmie: Propranolol (Inderal®)
- Ausgleichen von Azidose und Exsikose
http://www.drogeninfo.de
Methamphetamine
Hamburg - Methamphetamine gehören zur Gruppe der Stimulanzien und werden gemäß
der vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und der
Welt-Antidoping-Agentur (Wada) geführten Verbotsliste mit einer empfohlenen
Sperre von bis zu drei Monaten für Ersttäter geahndet. Sie wirken über das
Nervensystem und gelten als extrem starkes Aufputschmittel, das vor allem von
Lkw-Fernfahrern benutzt wird, um länger wach zu bleiben. Bekannter sind
Methamphetamine unter der Szene-Bezeichnung "Speed". Sie werden unter den Namen
Chrystal und Yaba Shabu als Pulver oder in kristalliner Form vertrieben. Sie
wirken bis zu 30 Stunden und damit um 30 Prozent länger als Amphetamine. Schon
erste Versuche mit der stark stimulierenden Droge können bei den Konsumenten zu
einer psychischen Abhängigkeit führen. Beim Entzug kommt es häufig zu
Depressionen. Keine Anzeichen gibt es dagegen bislang für körperliche
Abhängigkeit. Methamphetamine verleihen laut Fachliteratur ein Gefühl von
Stärke, Schnelligkeit und sexueller Erregung. Sie wirken ähnlich wie Kokain. Die
Ausschüttung der körpereigenen Botenstoffe Noradrenalin und Dopamin wird erhöht.
Dies setzt Schmerzempfinden, Schlaf- und Hungerbedürfnis herab. Ein gesteigertes
Selbstvertrauen ("Ego-Droge") sowie eine verstärkte Aufmerksamkeit und
Wachsamkeit sind weitere Effekte. Diese euphorische Phase wird allerdings von
einer stark depressiven, aggressiven Stimmung abgelöst. Die Droge verursacht
Organschäden bis hin zum Herzstillstand. Im paranoiden Wahn kommt es häufig zu
Selbstmordversuchen und amokartigen Panikattacken. Deshalb gelten
Methamphetamine als eine der gefährlichsten Drogen der Welt. SPIEGEL ONLINE -
06. März 2002
Aufputschmittel Carphedon
Berlin - Carphedon ist ein selten verwendetes aufputschendes Präparat, das bei
Doping-Proben weltweit erst fünf Mal nachgewiesen wurde.
Es steigert die «physische Leistungsfähigkeit und hebt auch die Toleranzschwelle
gegen Kälte», erklärte Wilhelm Schänzer, der Chef des Kölner Anti-Doping-Labors.
Carphedon wirke ähnlich wie Bromatan, das in den 90er Jahren «wohl für das
russische Militär entwickelt wurde» und gehöre in die Gruppe der Amphetamine.
Bromatan, das Soldaten der russischen Armee auch im Afghanistan-Krieg bekamen,
hatte bei den Olympischen Spielen 1996 für Schlagzeilen gesorgt, als es bei vier
russischen Athleten nachgewiesen wurde. Der legendäre usbekische Sprinter
Djamolidin Abduschaparow wurde in den 90er Jahren bei der Tour de France positiv
auf dieses Dopingmittel getestet.
Carphedon kann vornehmlich über südostasiatische Internetseiten bestellt werden
und soll schon wenige Stunden nach der Einnahme im Urin nicht mehr nachzuweisen
sein.14.04.2005
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»STS 646« vom
Sportmedizinischen Dienst der DDR bestellt.Das reichte für
etwa
30.000 Behandlungstage an Leistungssportlern.

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Doping im Spitzensport.
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