BLUTDOPING

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Höhentraining. Das Erfolgskonzept der Ausdauersportarten. von Ulrich Fuchs, Manfred Reiß Preis: EUR 13,29 Taschenbuch - 128 Seiten Erscheinungsdatum: 1990 Hier bestellen! 


§4.1 Blutdoping                                                        Blutersatzstoffe

Mit dem Begriff Blutdoping werden Methoden zur künstlichen Erhöhung der Hämoglobinkonzentration im Blut umschrieben. An das Hämoglobin der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) binden in der Lunge Sauerstoffmoleküle, sodass ein Mehr an Hämoglobin zu einer verbesserten Sauerstoffaufnahme führt. Die Ausdauerfähigkeit nimmt zu.
Welche Methoden fallen unter das Dopingverbot? Naheliegenderweise sämtliche Manipulationen mittels Transfusionen: sowohl die Fremdblutspende (homologe Transfusion)1 als auch die Eigenblutspende (autologe Transfusion)2.Nicht betroffen ist das Höhentraining, bei dem in Höhen von mehreren 1000 Metern trainiert wird. Der dortige geringere Sauerstoffgehalt der Luft veranlasst den Körper, mehr Erythrozyten zu produzieren, um trotz des geringen Sauerstoffangebotes seinen Sauerstoffbedarf decken zu können. Zurück in normalen Höhen vergehen einige Wochen, bevor der Anteil der roten Blutkörperchen im Blut wieder Normalniveau erreicht hat. Die Erhöhung der Erythrozytenzahl im Blut führt allerdings auch zu einer Erhöhung des Feststoffanteils im Blut: es wird dickflüssiger. Damit wächst die Gefahr, dass sich Blutgerinsel bilden und Gefäßverschlüsse (Thrombosen) entstehen. Als kritische Grenze wird ein Hämotakrit von 55% angesehen. Nur wenige Menschen haben einen Wert, der diesem nahe kommt. Bei den meisten liegt er bei ca. 40%. Bei ungenügender Flüssigkeitszufuhr während eines (Ausdauer-)Wettkampfes stillt der Körper seinen Flüssigkeitsbedarf durch Eindickung des Blutes, damit steigt der Hämatokrit. Deshalb wurde der Grenzwert, bei dem Sportler aus medizinischen Gründen vor einem Wettkampf für diesen gesperrt werden, auf einen Hämatokrit von 50% festgelegt - jener viel genannte Wert des EPO-Skandals während der Tour de France 1998.

Fußnoten:
1) Hier besteht zudem das Risiko der Übertragung schwerwiegender Erkrankungen wie AIDS, Hepatitis, einer Tropen- oder Geschlechtskrankheit.
2) Hierbei wird dem Sportler mehrere Wochen vor einem Wettkampf Blut entnommen. Der Körper bildet in den darauffolgenden Wochen dieses Blut neu, sodass der Sportler nach der Rücktransfusion des Blutes (oder auch nur der Erythrozyten) für einige Wochen von einer größeren Sauerstoffaufnahme und damit einer besseren Ausdauer profitieren kann.

Bluttransfusionen/ Blutdoping---EPO

Während Bluttransfusionen die (HB) unmittelbar erhöhen, erhöht EPO-dem Hauptregulator der Erybildung im Knochenmark- das HB-Volumen allmählich über eine längere Zeit.Die Gabe von rhEPO kann die Leistung sowohl bei anämischen Patienten sowie Gesunden mit zuvor normalen HB erhöhen.Der leistungssteigernde Effekt scheint dabei von der gleichen Größenordnung zu sein wie beim Blutdoping, vorausgesetzt, das HB-Volumen erreicht identische Werte. 
So ist es mehr als wahrscheinlich, daß auch rhEPO in den letzten 10 Jahren bei verschiedenenen Sportveranstaltungen zur Leistugssteigerung eingesetzt wurde (34).Da sowohl BD als auch rhEpo die Leistung in Ausdauersportarten zu steigern vermögen, ist es außerordentlich wichtig,daß diese beiden Therapieformen nur bei strenger medizinischer Indikation angewandt werden und nicht bei gesunden Athleten zur Behandlung einer sogenannte "Sportanämie"* zur bewußten Leistungssteigerung.Bei Athleten stellen sowohl BD als auch die Anwendung von rhEpo den ethisch zu verurteilenden Versuch dar, eine Medizinische Therapie zu benutzen, um sich einen sportlich unfairen Vorteil im Wettkampf zu verschaffen.Diese Verfahren Daher gegen die ethischen Grundsätze sowohl der Medizin wie auch des Sports. Es ist klar. daß sowohl BD wie auch rhEPO als Gefahr für einen fairen Wettkampf in Ausdauersportarten gelten, vor allem da bis heute keine adäquaten eindeutigen Nachweismethoden für den einzelnen Athleten BD wie auch rhEPO sind nach den Dopingrichtlinien des IOC, ausdrücklich verboten.

Bluttransfusionen/ Blutdoping
Transfusion und Konservierung des entnommenen Blutes
 Man unterscheidet zwei Arten der Bluttransfusion.
-von einem adäquaten Spender (homologe Transfusion oder Reinfusion von früher entnommenen Blut (autologe Transfusion)-Das Blut wird üblicherweise in einem Kühlschrank (Blutbank,+4 C) oder Auch tiefgefroren konserviert. Bei Aufbewahrung in der Blutbank muß das Blut innerhalb von 4-5 Wochen reinfundiert werden, da die Anzahl lebensfähiger Erythrozyten ständig abnimmt. Wird das Blut unter Anwendung der Glycerin--Gefriertechnik bei -85 C tiefgefroren (1) so kann das Intervall zwischen der Entnahme und Reinfusion auf mehrereJahre ausgedehnt werden. Vor diesem Hintergrund erlaubt die letztere Methode einen kompletten Ausgleich des HB-Volumens vor der Reinfusion.

Auswirkungen von Blutdoping auf die Leistungsfähigkeit

Die autologe Reinfusion von nur einer entnommenen Bluteinheit konnte keine signifikante Leistungssteigerung bewirken (38).Sprie et al.(36) gaben zunächst 2 Einheiten und etwas später eine weitere Bluteinheit. Verglichen mit der Kontrollsituation stieg die V02-max dabei um 3.9 % bzw. 6,7%.Bei jungen hochtrainierten Sportlern scheint eine lineare Korrelation zwischen (HB) und VO2max bis zu einer (HB) von 20,5 g/ 100 mg zu bestehen ( 12). In Feldversuchen konnte die autologe Reinfusion von 1350 ml Blut (3 Einheiten) 4Wochen nach Phlebotomie die Leistungsfahigkeit von Skilangläufern beträchtlich steigern. Die Zeitverbesserung über 15 km lag bei 5,3 % nach 3 Stunden und bei zwei 3,1% zwei Wochen nach der Infusion ( 4). Ein 10.000 m-Lauf (Leichtathletik) soll nach Reinfusion von 400 ml autologen zuvor eingefrorener Erythrozythen ungefähr 1 min schneller zu absolvieren sein (9). (Bezüglich weiterer Daten siehe Überblick 23).

Nebenwirkungen von Blutdoping
Bluttransfusionen fuehren - unabhängig von der Art - zu einem Anstieg der Gesamterythrozytenmasse und damit zu einem Anstieg von HB, HKT und Viskosität. In der Normalbevölkerung (27) und bei Patienten mit primärer Polyzythämie steigt das Risiko eines kardiovaskulären Todes exponentiell mit der HB oder dem HKT. Dabei war das relative Risiko in der Gruppe mit den höchsten Konzentrationen 6-fach hoeher als bei der Gruppe mit den niedrigsten (HB) und HKT-Werten (27).Bei Patienten mit Polyzythämie ist eine erhöhte Viskositat mit einem Abfall der Leistungsfahigkeit verbunden.Trotzdem scheint bei jungen männlichen Athleten (12) die Zunahme des arteriellen Sauerstoffgehaltes zusammen mit peripheren Anpassungen die negativen Effekte einer zunehmenden Viskosität auf die VO 2-max zu Übersteigen (Zumindest bis zu einem Grenzwert der (HB) von 20,5 g/100 ml). BD führt zu einer Zunahme des enddistaliastolischen linksventrikulären Volumens und der Blutviskosität, aber, im Gegensatz zur Anwendung von EPO gibt es keine Anzeichen für eine Erhöhung des Blutdrucks (BP) (siehe auch unten) (12, 36).Da Erythrozyten eine begrenzte Lebenserwartung haben, führt die Konservierung von Blut zu einem progressiven Abbau der roten Blutkörperchen (Hämolyse) bereits vor der Reinfusion, der unmittelbar nach Infusion aufgrund einer erhöhten Fragilität noch einmal zunimmt. Diese Hämolvse kann einen leichten vorübergehenden asymptomatischen Iktertus hervorrufen. Eine weitere Folge der Infusion hämolysierten Erythrozyten ist die Freisetzung von Eisen, so daß häufiges BD zu einer Eisenüberladung führen kann (30).Homologe Transfusionen können -wenn nicht exakt kontrolliert - mit der Übertragung verschiedener Viren wie Hepatitis, HIV, CMV und -anderer einhergehen. Auch können Unverträglichkeiten verschiedener Art gelegentlich Probleme bereiten. (15). Jede Blutzelle besitzt verschiedene Oberflächenantigene, so daß die Zellen des Spenders sich mit Sicherheit von denen des Empfängers unterscheiden. Glücklicherweise löst die Transfusion von Erythrozyten oder Plasma das fremde Antigene enthält, nur dann eine akute Reaktion beim Empfänger aus, wenn dieser den entsprechenden Antikörper besitzt. Dabei spielen Antikörper auf Erythrozytenantigene die bedeutendste Rolle bei Bluttransfusionen, da das Volumen der roten Blutkorperchen höher als das anderer Blutzellen ist. Bei einem Patienten unter Bewußtsein löst schon die Übertragung von wenigen ml an AB0 inkompatiblem Blut bereits innerhalb von 1-2 min Symptome aus. Der Empfänger wird unruhig und klagt häufig über Angstzustände und abdominale Schmerzen. Auch werden Hypotonie, Blutungen und Oligurie beobachtet. Inkompatible Blutkörperchen können 30-60 min nach Beginn der Transfusion Fieber hervorrufen, und jedes Blutprodukt, das Plasma enthält, kann eine Urticaria auslösen.Da autologe Transfusionen weder mit der Übertragung von Krankheiten noch mit Unverträglichkeiten verbunden sind, wurde vor allein dieses Verfahren in den Studien der letzten Jahre verwandt.


Eigenblut - Gewinnung und Anwendung

1. Was ist Eigenblut?
Als Eigenblut versteht man das patienteneigene Blut, das diesem einige Wochen vor einer geplanten Operation abgenommen und aufbereitet wird, und das wenn notwendig während oder nach der Operation demselben Patienten wieder zurückgegeben wird. Im eigentlichen Sinn ist Eigenblut nicht das gesamte Blut, sondern eine Anreicherung von roten Blutkörperchen (Erythrozytenkonzentrat).

2. Wofür wird Eigenblut benötigt?

Bei einer Reihe von orthopädischen Operationen, wie Hüftgelenksprothese, gynäkologischen Operationen (Kaiserschnitt, Gebärmutterentfernung) und urologischen Operationen (Prostataentfernung) besteht öfters die Notwendigkeit, daß der Operateur Blut zuführen muß. Der Operateur bevorzugt dabei patienteneigenes Blut (Eigenblut).

3. Was sind die Vorteile von Eigenblut?
Eigenblut stammt von dem Patienten, dem es in Form von angereicherten Erythrozyten (roten Blutkörperchen) wieder zurückgegeben wird. Unverträglichkeitsreaktionen sind daher nicht zu erwarten und die mögliche Übertragung von Viren und Bakterien wird ausgeschlossen. Bei der Übertragung von Blut von einem anderen Spender (Fremdblut) kann eine Übertragung von infektiösen Krankheitserregern nicht ganz ausgeschlossen werden, obwohl Fremblutkonserven zuerst auf eine Vielzahl von Viren und Bakterien getestet werden, bevor sie zur Transfusion freigegeben werden.

4. Wie läuft die Eigenblutgewinnung ab?
Der Arzt, der die Operation plant, entscheidet, wieviel Eigenblut für den vorgesehenen Eingriff benötigt wird. Etwa sechs Wochen vor dem Operationstermin wird der Patient von diesem Arzt in die Abteilung für Eigenblutgewinnung des Labor Birkmayer überwiesen. Es wird ein Terminplan erarbeitet, der die Bereitstellung der gewünschten Anzahl von Eigenblutkonserven ermöglicht. Beim ersten Termin im Labor Birkmayer wird der Patient auf seine Spendetauglichkeit untersucht. Ist diese gegeben wird dem Patienten unmittelbar danach erstmals Blut abgenommen. Nur zur ersten Blutspende soll der Patient nüchtern kommen. Der eigentliche Blutspendevorgang dauert höchstens 30 bis 40 Minuten; eine weitere halbe Stunde sollte der Patient nach Beendigung der Blutabnahme noch im Warteraum in Beobachtung verweilen. Für einen Blutspendetermin sollten Sie sich also insgesamt eine Stunde Zeit nehmen. Nach der ersten Blutspende werden weitere Termine zur Blutspende vereinbart, wenn mehr als die beim 1. Termin gewonnene Menge an Blut vom Operateur benötigt wird. Vor der Operation werden die Eigenblutkonserven in das betreffende Krankenhaus geliefert, wo sie für den Patienten bereitstehen. Bevor mit der Eigenblutgewinnung begonnen wird erhält der Patient dieses Informationsblatt sowie Erläuterungen vom blutabnehmenden Arzt und Antworten auf allfällige Fragen. Außerdem erhält der Patient eine schriftliche Einverständniserklärung, und der Patient bestätigt, daß er mit der Eigenblutgewinnung einverstanden ist. Auch wenn er die Einverständniserklärung unterschrieben und dem Arzt abgegeben hat, kann der Patient jederzeit, auch während der Eigenblutgewinnung, sein Einverständnis zurückziehen und die Blutabnahme abbrechen lassen, wenn er dies wünscht.

5. Was kostet eine Eigenblutgewinnung?
Die Eigenblutgewinnung kostet dem Patienten nichts. Die Kosten für Eigenblutkonserven werden wie die für Fremdblutkonserven von dem Krankenhaus getragen, in dem der Patient operiert wird. Sollte die Operation jedoch auf Wunsch des Patienten nicht durchgeführt werden, so können die Kosten nicht vom Krankenhaus getragen werden und müßten dem Patienten in Rechnung gestellt werden. Bei unverschuldetem Versäumnis der Operation (z.B. durch Krankheit) empfehlen wir Ihnen, mit dem Arzt, der die Operation durchgeführt hätte, Rücksprache zu halten.

6. Allfällige, noch offene Fragen?
Wenn Sie noch weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die Aufnahme und fragen Sie nach einem für Eigenblut zuständigen Arzt.


Künstliches Blut bald marktreif
Erstmals hat eine Firma künstliche Sauerstoffträger unter "echten" Produktionsbedingungen hergestellt. Bald soll das synthetische Blut marktreif werden, verkündet die SanguiBioTech AG Witten. Das auf Schweine-Hämoglobin basierende Produkt wurde bereits im Juni 2000 beim Deutschen Patentamt München zum Patent eingereicht. "Wir haben alle Zwischenschritte auf dem Weg zur Herstellung der künstlichen Sauerstoffträger zu einer Produktionskette erbracht", so Bernd Fiedler, Leiter der Entwicklungsabteilung des Unternehmens. In einer nächsten Stufe soll die Herstellung größerer Mengen vorbereitet werden. Fiedler bezeichnet die erfolgreiche Pilotproduktion als Meilenstein für eine industrielle Herstellung von künstlichem Blut. Bei Tierversuchen haben sich die künstlichen Sauerstoffträger bereits bewährt. Die Einsatzmöglichkeiten des neuen Produkts sind vielfältig, beispielweise in der Notfallmedizin. Das künstliche Blut ist in großen Mengen verfügbar, ermöglicht also Unabhängigkeit von Spenderblut. Auch bei chronischem Sauerstoffmangel von Geweben, wie nach akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einem Schlaganfall könnte das künstliche Blut eingesetzt werden.  In der Krebstherapie ist ein Einsatz als Blut-Additiv (Blutzusatz) denkbar. Durch verbesserte Sauerstoff-Versorgung von Tumoren wird die Wirksamkeit der Strahlen- und Chemotherapie erhöht. Im kosmetischen Bereich sind Anwendungen in Form von Gelen und Emulsionen zur Regeneration der Haut denkbar.  Das Marktpotenzial für den künstlichen Sauerstoffträger ist nach. Angaben des Unternehmens, ein Tochterunternehmen der Sangui BioTech Inc. Santa Ana in Kalifornien, riesig. Allein in den USA wird das Potenzial auf jährlich 1,5 Milliarden Dollar geschätzt. 
http://www.wissenschaft.de  Jutta Perkert   09.03.2001

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Radsport und Doping

Cofidis-Affäre beschäftigt Justiz und Politik  - "Wir haben Namen und weitere Spuren"

PARIS, 22.01.04 (rsn) - Der französische Radsport wird von der Dopingaffäre um die Cofidis-Equipe erschüttert, die mehr und mehr auf andere Teams überzugreifen droht. Die These, dass nach EPO-Orgien der Neunziger und der Festina-Affäre 1998 im Profi-Radsport alles besser wurde, erweist sich als trügerische Hoffnung. Aus Ermittlerkreisen verlautete am Donnerstag, die im Zusammenhang mit der Cofidis-Affäre verhafteten Profis Cedric Vasseur und Philippe Gaumont hätten "mehr oder weniger zugegeben", dass Doping "allgemeine Praxis im Peloton" sei.
"Ehemalige und aktuelle Cofidis-Profis haben mehr oder weniger kapituliert unter dem Gewicht der Beweise der Polizei. Einige schienen geradezu erleichtert (nach ihren Aussagen). Wir haben Namen und weitere Spuren, denen wir jetzt nachgehen", sagte einer der Fahnder der Pariser Drogenfahndungsbehörde Brigade des stupéfiants ("stups"), die seit neun Monaten im Stillen ermittelte und vergangene Woche spektakulär zuschlug. Von Beginn an sagten die Fahnder, das "Peloton der Tour de France" könne in die Affäre reingezogen werden.
Vergleiche mit der Festina-Affäre von 1998, bei der ein ganzes Team gründlich und professionell das Doping organisierte und finanzierte, werden zurückgewiesen von Fahrern und Teamverantwortlichen bei Cofidis. Doch auch wenn es kein umfassend organisiertes Dopingsystem bei Cofidis gibt, so steckt die Mannschaft auch so schon tief genug im Dopingsumpf.
Bekannt wurde jetzt im Zusammenhang mit der Cofidis-Affäre eine neue Form des Blutdopings. Dabei sollen angeblich Fahrer "gutes" Blut von anderen Fahrern mit gleicher Blutgruppe kaufen und sich dann als Transfusion geben lassen. So sollen die Dopingkontrollen umgangen werden. Die Abhör-Protokolle der Telefongespräche des polnischen Ex-Cofidis-Profis Marek Rutkiewicz mit dem Cofidis-Pfleger Bogdan Madejak, die die französischen Fahnder monatelang belauschten, seien eine "reichhaltige Quelle" gewesen, hieß es in Ermittlerkreisen. Das französische Magazin Le Point veröffentlichte daraus Auszüge. In einem Gespräch fragt Madejak Rutkiewicz nach seiner Blutgruppe und rät ihm dann, sich an einen anderen Fahrer mit gleicher Blutgruppe zu wenden.
Die jüngsten Enthüllungen zeigen deutlich, dass die "Kultur des Dopings" (der französische Sportminister Lamour) , die im Profi-Radsport eine schon jahrhundertalte Tradition hat, noch lange nicht verschwunden ist. Bei Doping handelt es sich im Profi-Radsport eben nicht um bedauernswerte Einzelfälle, sondern nach wie vor um die allgemeine Praxis. Der französische Staat, der Doping unter Strafe stellte und sich besonders im Kampf gegen Doping engagiert, fühlt sich herausgefordert. Die französische Justiz geht akribisch allen Spuren nach, die Politik will noch drastischere Strafen einführen, den Kampf gegen Doping auch mit internationalen Initiativen intensivieren. Der Präsident des französischen Radsport-Verbands (FFC), Jean Pitallier, forderte am Donnerstag angesichts der neuen Dopingaffäre im Profi-Radsport, Dopingsünder müssten ins Gefängnis kommen, Bewährungsstrafen reichten nicht. "Da muss ein Exempel statuiert werden", so der Verbandschef. "Wir haben seit 1998 Fortschrite gemacht, aber es gibt weiter viele schwarze Schafe. Bei einigen Fahrern ist die Botschaft noch nicht angekommen."

"...dann gibt es kein Team mehr"

Die Cofidis-Affäre köchelt derweil weiter. Die Stars der Mannschaft, allen voran Weltmeister Igor Astarloa und Zeitfahr-Weltmeister David Millar blieben bisher von den polizeilichen Ermittlungen verschont. Der am Dienstag verhaftete Gaumont, Gent-Wevelgem-Sieger von 1997, wurde am Donnerstag gegen Kaution freigelassen. Cedric Vasseur, der 1997 das Gelbe Trikot der Tour de France trug, durfte nach seinen umfangreichen Aussagen gehen.
Für den Sponsor der französischen Mannschaft, das Kreditunternehmen Cofidis, wird die ganze Affäre immer mehr zum Albtraum. Mit Manipulationen, Betrug und Verhaftungen in Zusammenhang gebracht zu werden, ist gerade für ein Kreditinstitut nicht sehr schön. Unternehmenschef Francois Migraine beteuerte am Donnerstag, er bleibe im Radsport engagiert. Er habe Vertrauen zu dem Gros der Fahrer und zur Teamleitung. "Wenn ich rausgehe, wird im Radsport dadurch auch nichts besser. Aber wenn sich herausstellt, dass im Team alle 25 Fahrer gedopt haben, dann gibt es kein Team mehr."


Olympiasieger Tyler Hamilton soll mit Fremdblut gedopt haben
Wenn sich der Verdacht bestätigt, wäre der US-Radprofi der erste Sportler, dem eine Fremdbluttransfusion nachgewiesen wurde
NEU-ISENBURG (Smi). Der US-Radprofi Tyler Hamilton, Olympiasieger von Athen, soll seine Leistung durch infundiertes Fremdblut manipuliert haben. Sollte sich der durch eine A-Probe gestützte Verdacht bestätigen, wäre dies der erste nachgewiesene Fall seiner Art in der Geschichte des Dopings.
Den Stein ins Rollen brachte ein Dopingtest während der zur Zeit stattfindenden Vuelta. Hamilton, der für das Schweizer Team Phonak startet, hatte die achte Etappe der Spanienrundfahrt gewonnen und wurde zum Bluttest gebeten. Hier konnten die Kontrolleure im Blut des US-Athleten eine erhöhte Anzahl von Erythrozyten nachweisen. Mittlerweile hat Hamilton - angeblich aufgrund von Verletzungen - die Vuelta beendet.
Auf einer Pressekonferenz am Dienstagabend beteuerte Hamilton seine Unschuld. "Ich bin am Boden zerstört, daß ich überhaupt hier sein muß", sagte er. "Ich kann 100prozentig garantieren, daß ich unschuldig bin. Radsport ist mir zwar sehr wichtig, aber nicht so wichtig. Wenn ich jemals gezwungen wäre zu dopen, hätte ich vorher meine Karriere beendet."
Gegen den Olympiasieger spricht, daß schon eine A-Probe nach seinem Sieg im olympischen Zeitfahren am 19. August Hinweise auf eine Bluttransfusion gegeben hat. Dies hat inzwischen die Phonak-Teamleitung bestätigt. Nun muß Hamilton, früher Teamkollege von Tour-de-France-Gewinner Lance Armstrong (US-Postal), auf die B-Probe warten. Bislang können nur zwei der vom Internationalen Olympischen Komitee akkreditierten Dopinglabore Manipulationen mit Fremd- und Eigenblut nachweisen, und zwar jene in Lausanne und Athen.
In der Vergangenheit war immer wieder darüber spekuliert worden, wieviele Ausdauersportler ihre Leistung mit autologen Transfusionen oder Fremdblut manipulieren. Bei der Eigenbluttransfusion läßt sich ein Sportler bis zu einem Liter Blut abzapfen. Dieses wird konserviert und tiefgekühlt gelagert.
Währenddessen wird die Produktion der Erythrozytenbildung durch Erythropoetin (Epo) stimuliert und nach etwa vier Wochen das gelagerte Blut infundiert, womit sich der Erythrozyten-Anteil im Blut erhöht. Über die Risiken eines zu hohen Hämatokrits hinaus riskieren Athleten, die sich Fremdblut infundieren, auch eine Infektion mit Hepatitisviren oder HIV.
Ist das Testergebnis wirklich zweifelsfrei?

Erstmals in der Geschichte des Sports scheint der Nachweis über eine Manipulation mit Fremdblut gelungen zu sein.
Der Fall des US-Radprofis Tyler Hamilton, der gleich bei zwei Dopingtests aufgefallen ist, wird bereits als Sieg der Rechtschaffenen über die Betrüger gefeiert - und das noch bevor der durch zwei A-Proben gestützte Verdacht mit den B-Proben bestätigt worden ist.
In der Tat wäre ein zweifelsfreier Nachweis wie dieser ein bedeutender Schritt im weltweiten Kampf gegen Doping. Doch noch ist Zurückhaltung geboten. Denn die Betonung liegt auf "zweifelsfrei".
Bislang sind weltweit nur zwei vom IOC akkreditierte Dopinglabore in der Lage, eine Transfusion von Fremd- oder Eigenblut nachzuweisen. Die Erfahrungen der Vergangenheit haben gelehrt, daß die Eindeutigkeit der Testergebnisse bei neuen Verfahren zunächst in Zweifel gezogen wird. Wahrscheinlich ist, daß am Ende auch hier die Gerichte das letzte Wort haben.Ärzte Zeitung, 23.09.2004


Bode Miller ist für Doping statt Stürze - Hält Doping für kaum gefährlich
Ski-Weltcupsieger Bode Miller (27) sorgt augenblicklich mit Doping-Aussagen für Aufregung: "Mich erstaunt, dass es illegal ist."
Hermann Maiers Biografie erscheint unter dem Titel "The Race Of My Life" nun auch in den USA. Dort, wo auch Bode Millers neueste Autobiografie demnächst auf den Markt kommt. Der eigenwillige Weltcupsieger rührte unlängst mit bemerkenswerten Doping-Aussagen die Werbetrommel - wohl ungewollt.
"Mich erstaunt, dass es illegal ist", sagt Miller auf der website www.skiracing.com . Der Doppelweltmeister von St. Moritz und Bormio ist der Ansicht, dass ein "relativ geringes Gesundheitsrisiko" in Kauf genommen werden könnte, wenn etwa dank des Blutdopingmittels Erythropoietin der Sicherheitsaspekt für den Läufer steigen würde.
Miller erklärt das so, dass dadurch die Chance, "im Finish eines Rennens Fehler wegen Erschöpfung zu machen und sich dadurch umzubringen", verringert wird. "Wenn dein Hirn aber müde wird, weil du zwei Minuten die Luft anhältst, wird es schwer, Entscheidungen zu treffen."
Beim Ski-Weltverband FIS hat man bereits reagiert. "Man weiß ja, dass Bode immer für ungewöhnliche Sachen gut ist. Dass er sich jetzt für Aussagen über Dopingregeln qualifiziert sieht, ist zumindest bemerkenswert", sagte Generalsekretärin Sarah Lewis.
Sollten die für den Weltcup Verantwortlichen in Hinkunft allerdings den Eindruck haben, dass Athleten von einer Piste überfordert seien, würden sie technische Teile an der Strecke ändern, so Lewis. Substanzen wie die von Miller angesprochenen zu verwenden, sei aber nicht nur Betrug, sondern hätte auch desaströse Auswirkungen auf die Gesundheit eines Athleten.
06.10.2005 http://www.tirol.com


Arzt facht Doping-Diskussion weiter an
06.10.2005
Ein ehemaliger Arzt des früheren Armstrong-Teams US-Postal hat in der französischen Sportzeitung "L'Equipe" schwere Doping-Vorwürfe gegen große Teile der Radsport-Szene erhoben. Prentice Steffen, der 1996 Mediziner beim US-Rennstall war, erklärte, es sei bei einigen Teams gängige Praxis, sich vor Wettkämpfen mit EPO angereichertes Eigenblut injizieren zu lassen.
Dieses sei zuvor in Trainingslagern entnommen und konserviert worden, um bei möglichen Kontrollen die erlaubte Obergrenze des Hämatokritwertes nicht zu überschreiten.
Konserviertes Blut
"Vor dem Start der letzten Tour de France haben Fahrer aus bestimmten Teams in ihren Trainingslagern EPO genommen, um ihre Hämatokritwerte klettern zu lassen. Dann nimmt ihnen ein Arzt Blut ab, konserviert dies in speziellen Verpackungen. Die Blutparameter der Fahrer sinken derweil wieder auf die normalen Werte", sagte Steffen, der bei US Postal bereits entlassen war, als Lance Armstrong 1997 zum Team wechselte.
Kurz vor dem Start zu entscheidenden Etappen würde das Eigenblut dann wieder injiziert: "Nach dem Rennen wird das Blut wieder verdünnt, sodass sie kein Risiko haben beim Schlafen und vor allem auch keines bei Kontrollen am nächsten Morgen."
UCI beruft Prüfer
Derweil gab der Weltverband UCI bekannt, dass man im "Fall Armstrong" weitere Untersuchungen einleiten werde. Der niederländische Anwalt und Doping-Spezialist Emile Vrijman wurde beauftragt, die Vorwürgen den inzwischen zurückgetretenen siebenmaligen Tour-de-France-Sieger zu untersuchen. "L'Equipe" hatte Mitte August enthüllt, dass eingefrorene Urinproben des Texaners von 1999 bei Tests im vergangenen Jahr EPO-Spuren aufgewiesen hätten. http://www.zdf.de


Hämatologische Grenzwerte im Ausdauersport
Sinn und Unsinn von hämatologischen Grenzwerten im Ausdauersport
- Folgerungen aus den Dopingskandalen von Turin 2006
Schmidt W1, Prommer N1, Steinacker JM2, Böning D3
1 Abt. Sportmedizin/Sportphysiologie, Universität Bayreuth
2 Sektion Sport und Rehabilitationsmedizin, Universitätsklinikum Ulm
3 Institut für Sportmedizin, Charité- Universitätsmedizin, Berlin

In allen Ausdauerdisziplinen stellen Blutmanipulationen ein gravierendes, möglicherweise sogar existenzielles Problem dar. In den vergangenen Jahren standen die autologen und homologen Bluttransfusionen sowie die Anwendung von rekombinantem Erythropoietin (rhEPO), welches aus Hamsterzelllinien gewonnen wird, im Vordergrund. Während unmittelbar nach der Markteinführung von Erythropoietin hohe Dosierungen angewandt wurden, besteht die Strategie nun eher darin, mit langfristig niedrig dosiertem rhEPO die Nachweisschwelle des direkten Urintests nicht zu überschreiten. Mit der Entwicklung von menschlichem rhEPO wird zudem ein spezifischer Nachweis äußerst schwierig, da eine Unterscheidung zwischen dem endogenen und von außen zugeführten EPO kaum mehr möglich ist. Verschärft wird die Situation dadurch, dass sich zusätzlich zum menschlichen Blutmanipulationen im Ausdauersport rhEPO Substanzen in der Entwicklung oder bereits in der klinischen Prüfung befinden, welche die endogene Produktion von EPO über HIF-1 stimulieren und somit noch nicht detektiert werden können. Auch die genetische Manipulation, wie z.B. durch Repoxygen, ist bereits im Tierexperiment erprobt und in der Sportpraxis schon bekannt. Das Ziel aller dieser Manipulationsarten ist es, die totale
Hämoglobinmenge (tHb) des Körpers und damit die Sauerstofftransportfähigkeit zu erhöhen.
Die Effizienz dieser Maßnahmen wird durch Querschnittuntersuchungen
an nicht gedopten Athleten bestätigt, die eine enge Abhängigkeit der VO2max von der tHb (2, 4, 11) und dem Blutvolumen (2, 11) beschreiben. Ausdauersportler zeigen physiologischerweise schon um
bis zu 100 % höhere tHb und Blutvolumenwerte, wohingegen die Hämoglobinkonzentration [Hb] und der Hämatokrit (Hkt) infolge eines überproportional erhöhten Plasmavolumens reduziert sind.
Wie die jüngsten Ereignisse der Olympischen Spiele in Turin zeigen, ist das Problem der Blutmanipulation im Ausdauersport bei weitem nicht gelöst. Die als Screening Verfahren genutzten Grenzwerte für [Hb] und Hkt sind erneut in die Diskussion gekommen, da sie zum Teil starken
kurzfristigen Schwankungen unterliegen, die von den Regeln der einzelnen Verbände kaum oder nicht beachtet werden. Zu einer physiologischen Veränderung der Grenzwertgrößen tragen die Tageszeit, die Körperposition, der ernährungsbedingte und höhenabhängige Hydratationszustand
und eine Trainingskarenz bei. Variationen im Hkt um über 3 % und in der [Hb] um über 1g/dl können folglich nicht nur durch manipulative Maßnahmen, sondern auch durch Plasmavolumenschwankungen erklärt werden. Da zudem in Zukunft eine Vielzahl von erythropoietischen Substanzen verfügbar sein wird, deren Missbrauch nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, ist es umso wichtiger, ein Verfahren zu entwickeln, welches die totale Hämoglobinmenge als zentrale Zielgröße einer jeden Manipulation kontrolliert. Durch eine flächendeckende wiederholte Anwendung dieses Verfahrens könnten Veränderungen der Dopingzielgröße kontinuierlich verfolgt werden, ohne dass Variationen im Plasmavolumen als Störgröße auftreten.
Jahrgang 57, Nr. 2 (2006) DEUTSCHE ZEITSCHRIFT FÜR SPORTMEDIZIN
 


Hämatologische Grenzwerte im Sport
sind nur begrenzt aussagefähig

Der Radsport wird seit Wochen durch einen Dopingskandal erschüttert. Dutzende von Fahrern sollen in einem spanischen Labor ihr Blut haben anreichern lassen (die "Ärzte Zeitung" berichtete). Blutdoping hat im Radsport und in anderen Ausdauerdisziplinen wie Skilanglauf Tradition. Das betrifft autologe und homologe Bluttransfusionen genauso wie die Manipulation mit Erythropoetin (EPO).
Daher haben die betroffenen Verbände Grenzwerte für den Hämatokrit (Hkt) und die Hämoglobinkonzentration (Hb) festgelegt, die jedoch von Experten zunehmend in Frage gestellt werden. Einer dieser Experten ist Professor Walter Schmidt, Leiter der Abteilung Sportmedizin/Sportphysiologie am Institut für Sportwissenschaft der Universität Bayreuth, der kürzlich mit Kollegen die hämatologischen Grenzwerte im Ausdauersport unter die Lupe genommen hat ("Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin" 2, 2006, 54)
Der internationale Radsportverband UCI hat bei Männern einen Hämatokrit von 50 Prozent als Obergrenze festgesetzt (Frauen: 47 Prozent). Der Welt-Skiverband FIS dagegen zieht die Hämoglobinkonzentration zurate und sieht die Obergrenze bei 17 g/dl (Frauen: 16 g/dl). Die Internationale Skater Union schließlich setzt 18 g/dl (Männer) und 16,5 g/dl (Frauen) als Obergrenzen fest. Offiziell dienen die Grenzen dem Schutz der Sportler. Ein Überschreiten der Werte führt nicht zu Doping-, sondern zu Schutzsperren der Athleten. Die Grenzen sollen jedoch auch die Manipulationen einschränken.
Allerdings, so führt Schmidt aus, können die Grenzwerte von mehreren Faktoren maßgeblich beeinflußt werden. Schwankungen der Werte sind auf Veränderungen des Plasmavolumens zurückzuführen. So sinken die Werte in der Nacht um fünf bis sechs Prozent, ebenso wenn man sich tagsüber hinlegt.
Trinkt man einen Liter isotone Kochsalzlösung, führt dies dazu, daß die Blutwerte nach einer Stunde um acht Prozent gesunken sind. Zudem sinken die Werte bei längerfristigen Trainingsperioden. Bei akuter Belastung, Trainingspausen und in der Höhe dagegen steigen die Werte.
Veränderungen in Hb oder Hkt, folgern Schmidt und seine Kollegen, seien keine sicheren Hinweise auf ein Dopingvergehen. Als Mindestforderung sprechen sie sich daher für eine Standardisierung der Blutentnahme (Körperstellung, Tageszeit, Belastung und Höhe) aus, schlagen aber vor: "In Anbetracht der zukünftigen Manipulationsmöglichkeiten, die eine spezifische Detektierung in vielen Fällen nicht erlauben werden, wäre aber ein einfach durchzuführendes zuverlässiges Sceeningverfahren wünschenswert, welches die manipulierte Zielgröße direkt, das heißt die totale Hämoglobinmenge (tHb), bestimmt." So könnte die tHb während der Karriere eines Athleten mehrfach pro Jahr bestimmt und in einem Blutpaß festgehalten werden.
Ärzte Zeitung, 07.07.2006