Diuretika

 

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Dopingliste      D. Diuretika

Verbotene Wirkstoffe der Gruppe D schließen folgende Beispiele ein:
Acetazolamid, Bumetanid, Chlortalidon, Etacrynsäure, Furosemid, Hydrochlorothiazid, Mannitol*, Mersalyl, Spironolacton, Triamteren
... und verwandte Wirkstoffe.
* Verabreichung durch intravenöse Injektion verboten.

Diuretika / Diurétiques Diuretika sind im und ausserhalb des Wettkampfes als maskierende Substanzen verboten. Zudem werden in den folgenden Sportarten, in denen Einteilungen nach Gewichtsklassen vorgenommen werden oder in denen ein Gewichtsverlust eine Leistungssteigerung bedeuten kann, keine medizinischen Bewilligungen gemäss den Regeln über die Verwendung von verbotenen Medikamenten zu therapeutischen Zwecken gewährt: Body-Building (IFBB), Boxen (AIBA), Gewichtheben (IWF), Judo(IJF), Karate (WFK), Powerlifting (IPF), Ringen (FILA), Rudern (FISA) [Leichtgewicht], Ski(FIS) [lediglich Skisprung], Taekwondo (WTF), Wushu (IWUF).

Diuretika
Diuretika sind die einzigen Dopingmittel, die keine Leistungsstärkung, sondern viel eher eine Schwächung der Leistung des Athleten hervorrufen.
Ihre Wirkung besteht darin, dass sie den größten Teil des im Körper gespeicherten Wassers abführen, da sie die Nierenfunktion verändern. Beispiele für verbotene Mittel
sind Acetazolamid, Furosemid und Marsalyl. Anwendungen finden Diuretika in Sportarten mit Gewichtsklassen wie Judo und Ringen, bei denen der Sportler unbedingt sein Gewicht halten muss da er bei Wettkämpfen sonst nicht startberechtigt ist. Auch beim Skispringen und im Pferdesport wird dieses Dopingmittel eingesetzt, da die Sportler extrem leicht sein müssen, um gute Leistungen zu erzielen. Im Bodybuilding finden Diuretika ihre Anwendung, da möglichst viele Muskeln des Athleten sichtbar sein sollten. Wird der Körper entwässert, verringert sich auch die Größe von Fettzellen um Muskeln, da diese Wasser speichern. Dies hat zur Folge, dass der Muskel besser zu sehen ist. Starke Diuretika sind in der Lage in wenigen Stunden einen starken Wasserverlust herbeizuführen,
der eine Gewichtsverringerung von ein bis drei Kilogramm mit sich bringen kann. Durch die schnelle Dehydrierung gehen dem Körper viele Mineralien verloren.
Dies schwächt die Leistung des Sportlers und kann zu Muskelkrämpfen und Nierenschäden führen. Weiterhin kann es bei Männern Impotenz hervorrufen und bei Frauen tritt ein Ausbleiben der Monatsblutung auf. In Dopingkontrollen sind Diuretika schwer nachzuweisen, da sie größtenteils mit dem Urin aus dem Körper gespült werden. Aufgrund dieser Wirkung werden Diuretika oftmals benutzt, um den Nachweis anderer Dopingmittel zu erschweren. In der Medizin werden sie eingesetzt, um Ansammlungen von Wasser im Gewebe zu verringern. http://matheboard.de

Beste Turnerin der Welt verlor Gold

ARD Sydney 2000
Sydney (dpa) - Ein falsches Rezept hat die beste Turnerin der Welt die olympische Goldmedaille gekostet. Die 16-jährige Rumänin Andrea Raducan ist durch die Fahrlässigkeit ihres Mannschaftsarztes unverschuldet zur Doping-Sünderin und unglücklichsten Athletin der Sydney-Spiele geworden.
Vor ihrem Olympiasieg im Vierkampf-Finale am vergangenen Donnerstag hatte sie wegen einer Erkältung Tabletten verschrieben bekommen, die das verbotene Stimulanzmittel Pseudo- Ephedrin enthielt. »Es tut uns leid für das Mädchen. Wir haben uns deshalb die Entscheidung nicht leicht gemacht«, sagte Thomas Bach, Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am Dienstag.
In Schutz nahm auch der Präsident des rumänischen Nationalen Olympischen Komitees (NOK), Ion Tiriac, die 1,48 m kleine und 37 kg leichte Athletin. »Wir glauben, dass der Fall komplett irrelevant ist«, sagte der Ex-Manager von Boris Becker, »diese Medizin fördert das Leistungsvermögen nicht, sondern reduziert es eher.« Dass Andrea Raducan so zierlich sei, könne außerdem zum positiven Testergebnis beigetragen haben. Im Urin der Turnerin war ein überhöhter Wert von 25 Nanogramm pro Milliliter Pseudo-Ephedrin analysiert worden.
Andrea Raducan hatte den olympischen Vierkampf vor ihren Teamkolleginnen Simona Amanar und Maria Olaru gewonnen, die nun auf die Gold- und Silberränge vorrücken. Neue Bronzemedaillengewinnerin ist die zuvor viertplatzierte Xuan Liu (China).
Im Turnen ist es der erste Doping-Fall in der Geschichte der Olympischen Spiele. Andrea Raducan musste in Sydney als zweite Athletin Gold wegen Medikamentenmissbrauchs zurück geben. Zuvor war der bulgarischen Gewichtheberin Isabela Dragnewa der Olympiasieg aberkannt worden. Silber und Bronze verloren ihre Heber-Team- Mitglieder Iwan Iwanow und Sewdalin Minchew. Das Trio hatte entwässernde Diuretika-Mittel eingenommen.
Insgesamt war es der sechste Doping-Fall der Sydney-Spiele.


29.08.2004 -- Tages-Anzeiger Online
Diuretikafälle von den 23 Doping-Fällen in Athen
9. August: Zwei Spieler des griechischen Baseball-Teams sind positiv. Bei James Brack wird das Steroid Stanozolol nachgewiesen, bei Derek Nicholson sind es Diuretika.
20. August: Kugelstösserin Olga Schtschukina aus Usbekistan wird die Einnahme des anabolen Steroids Clenbuterol nachgewiesen. Die indische Gewichtheberin Sanamacha Chanu wird mit Diuretika überführt.
Athen 2004 – Donnerstag, 10. Februar 2005


Wieder ein Dopingfall
Gastgeber Griechenland droht nach dem Kenteris-Skandal wieder eine Doping-Affäre. Der Olympia-Dritte im Gewichtheben, Leonidas Sampanis, wurde bei einer Kontrolle positiv getestet. Bei dem 32-Jährigen seien erhöhte Testosteron-Werte festgestellt worden. Er wäre der achte Dopingfall im Gewichtheben, kurz zuvor war die Inderin Sanamachu Chanu als Doping-Sünderin genannt worden. Die 25-Jährige wurde der Einnahme eines Harn treibenden Mittels (Diuretika) überführt.21. August 2004 erliner Morgen http://morgenpost.berlin1.de


Franzose Vittoz nach Weltcupsieg mit positiver A-Probe
Vittoz wurde die Einnahme des verbotene Diuretikums Furosemid nachgewiesen
Paris - Zwei Wochen vor dem Beginn der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Oberstdorf droht im Skilanglauf ein neuer Dopingfall.
Beim Franzosen Vincent Vittoz, der im WM-Winter schon zwei Rennen gewonnen hat, wurde nach seinem Erfolg in Nove Mesto am 15. Jänner das verbotene Diuretikum Furosemid nachgewiesen.
Der 29-Jährige ging am Donnerstag selbst mit dieser Nachricht an die Öffentlichkeit, eine Stellungnahme will er aber erst nach Vorliegen des Resultats der B-Probe abgeben.
Profitiert Christian Hoffmann?
Wird das positive Ergebnis des ersten Tests bestätigt, dann droht Vittoz, der im Dezember auch in Ramsau triumphiert hatte, die Disqualifikation sowie eine Sperre. Im Falle einer Streichung des Skating-Spezialisten würde erneut Christian Hoffmann profitieren.
Der Oberösterreicher, der nach Disqualifikation des gedopten Johann Mühlegg in Salt Lake City 2002 nachträglich Olympia-Gold erhalten hat, würde als Zweitplatzierter des 15-km-Rennens in Nove Mesto auf den ersten Rang nachrücken.

"Ausspülens" des Körpers
Furosemid dient einerseits der Entwässerung (und damit der raschen Gewichtsabnahme) und wird deshalb immer wieder in Sportarten wie Rhythmische Gymnastik, Gewichtheben, Judo etc. nachgewiesen.
Anderseits könnte dieses Mittel aber durch den Effekt des "Ausspülens" des Körpers auch zur Verschleierung von anderen Dopingsubstanzen verwendet werden und steht auch deshalb auf der Verbotsliste.

Hoffmann: "Wirft schlechtes Licht"
Christian Hoffmann reagierte betroffen auf den möglichen Dopingfall. "Ein Wahnsinn, wenn sich das bestätigt, wirft es ein schlechtes Licht auf unseren Sport", sagte der 30-Jährige.
Jürg Capol, Renndirektor der FIS für Langlauf, wollte den Fall vor Vorliegen der B-Probe nicht kommentieren.
"Unser Kontrollsystem funktioniert immer besser", meinte der Schweizer nur. http://www.sport1.at

B-Probe entlastet Langläufer Vittoz
Der französische Skilangläufer Vincent Vittoz gibt dem Kölner Dopingkontroll-Labor
Rätsel auf.

Nachdem die positive A-Probe des derzeit Zweiten der Gesamtweltcup-Wertung das Diuretikum Furosemid enthielt, ist die B-Probe nun negativ ausgefallen. "Bei der A-Probe muss ein Fehler vorliegen", erklärte der 29-Jährige am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in seinem Heimatort La Clusaz.
Bis auf eine Ausnahme, bei der das Geschlecht verwechselt wurde, sind widersprüchliche Ergebnisse in A- und B-Proben noch nie vorgekommen.
“Sie kommen allenfalls bei quantitativen Messungen vor“, sagte Hans Geier vom Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule in Köln.
Beim Nachweis von Furosemid kommt es jedoch nicht auf Grenzwerte an, sondern auf die Feststellung der verbotenen Einnahme eines Mittels.
Sarah Lewis, die Generalsekretärin des Weltverbandes (FIS) kündigte bereits an, dass das Kölner Labor detaillierte Untersuchungen anstellen werde.
"Natürlich wollen wir wissen, wie das zu Stande gekommen ist", so Lewis.
Vittoz, der nun zu den größten Konkurrenten der deutschen Athleten bei der WM in Oberstdorf (15. bis 27. Februar) gehört, war die Probe nach
seinem Erfolg über 15 Kilometer im freien Stil beim Weltcup in Nove Mesto (Tschechien) am 15. Januar abgenommen worden. Furosemid, das zur
Gruppe der Diuretika gehört und unter anderem bei Bluthochdruck verabreicht wird, dient als Verschleierungsmittel verbotener Substanzen.
09. Februar 2005 http://www.sportgericht.de

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Doping ist die Anwendung verbotener leistungssteigernder Wirkstoffe. Im Hochleistungssport wird Doping als "natürliche"
Begleiterscheinung angesehen. Die Medien verurteilen gedopte Sportler, aber das Publikum verlangt nach immer neuen Rekorden und es geht um viel Geld. Der Sportjournalist Martin Krauss beschreibt die Geschichte des Dopings, informiert ausführlich über die Methoden des Dopinggebrauchs und untersucht die sportpolitischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte des Umgangs mit Doping.