EPHEDRIN
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EPHEDRIN im Doping - Wirkung und Missbrauch Ephedrin ist eine natürlich vorkommende Stimulanz für das Zentralnervensystem aus der Pflanze Equisetina-Ephedra. Es wird heutzutage hauptsächlich synthetisiert, das synthetische Produkt das in Form von einem Salz vermarktet wird, ist Ephedrinsulfat. Es ist ein weißes kristallienes Puder mit einem bitterem Geschmacken, löslich in Wasser und sehr löslich in Spiritus. Ephedrin ist in der Struktur Amphetaminen ähnlich, obgleich seine ZNS-Tätigkeiten weniger stark und auch nicht so lang wie die des Benzedrins sind. Ephedrin ist ein adrenergische Medikament, die Wirkt, indem es Alpha- und und Betarezeptoren anregt, welches die Freisetzung von Norepinephrin verursacht. Sein peripheral Stimulanztätigkeit sind ähnlich aber weniger stark als die des Epinephrin (Adrenaline). Ephedrin ist die orale Form von Epinephrin oder Adrenalin. Ephedrin hat gemäßigt starke Bronchialmuskel entspannende Eigenschaften und wurde folglich für symptomatische Entlastung in den milderen Fällen von asthmatischem Krämpfen verwendet. Es wurde auch verwendet, um die Gefahr der akuten Krämpfe in der Behandlung des chronischen Asthma zu verringern, aber neuere Medikamente mit weniger Nebenwirkungen haben es abgelöst (z.B. Clenbuterolhydrochlorid). Die typische Erwachsendosis beträgt ca. 30-60mg, das oral, drei bis viermal pro Tag in Form von Tabletten eingenommen wird. Es wird auch verwendet, um niedrigen Blutdruck zu behandeln, weil es die Herztätigkeit anregt. Höhere Dosen (Überdosis) kann Unruhe und Angst, Übelkeit, Schlaflosigkeit, Tremor, Pulsrasen, Schwitzen, Atmemschwierigkeiten, Durcheinander, Halluzinationen, Delerium und (sehr selten) Krämpfe verursachen. Die gefährlichsten Symptome einer Überdosis sind unnormal hoher Blutdruck und schneller, unregelmäßiger Herzschlag. Eine Dosis Ephedrine nur zwei bis drei mal höher als die des therapeutischen Maximums kann eine deutliche Zunahme des Blutdruckes verursachen. Älteren Personen sind besonders empfindlich für Überdosen und es hat einige Todesfälle unter solchen Patienten gegeben. Schließlich eine Anzahl an Fällen von Psychose, klinisch ähnlich der Benzedrinpsychose, sind aus chronischer Überdosis resultiert Mißbrauch. Ephedrin das mit Koffein und Aspirin genommen wird, ist eine angenehmere Stimulanz, hier merkt man deutlich das ECA eigentlich nur als Pusher zusammen gestellt wurde und der Nebeneffekt war, dass die Nutzer feststellten das die thermogenesen Eigenschaften des Ephidins darurch gesteigert wurden. Man gewöhnt sich an Ephidrin, aber nach temporärer Enthaltsamkeit stellt die Empfindlichkeit wieder her.
Zusammenfassung von Grenzwerten
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Beste Turnerin der Welt verlor Gold
ARD Sydney 2000
Sydney (dpa) - Ein falsches Rezept hat die beste Turnerin der Welt die
olympische Goldmedaille gekostet. Die 16-jährige Rumänin Andrea Raducan ist
durch die Fahrlässigkeit ihres Mannschaftsarztes unverschuldet zur
Doping-Sünderin und unglücklichsten Athletin der Sydney-Spiele geworden.
Vor ihrem Olympiasieg im Vierkampf-Finale am vergangenen Donnerstag hatte
sie wegen einer Erkältung Tabletten verschrieben bekommen, die das verbotene
Stimulanzmittel Pseudo- Ephedrin enthielt. »Es tut uns leid für das Mädchen.
Wir haben uns deshalb die Entscheidung nicht leicht gemacht«, sagte Thomas
Bach, Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am
Dienstag.
Die Schülerin aus der rumänischen Medaillenschmiede Deva kämpft allerdings
vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Sydney um ihren Ruf. »Ich
bin informiert worden, dass die Rumänen das CAS angerufen haben«, bestätigte
Hans-Jürgen Zacharias, deutscher Vizepräsident des Turn-Weltverbandes (FIG).
Der Sportgerichtshof will an diesem Mittwoch entscheiden, ob es den Fall
annimmt. Über die juristischen Erfolgschancen sagte der Funktionär aus
Kleve: »Die Dosis des Dopingmittels war wohl gering, doch die Regeln sind
klar.« Das Reglement der FIG verbietet das Stimulanzmittel nicht. Allerdings
hat der Weltverband den Medical Code des IOC anerkannt, in dem das
Amphetamin verboten ist. »Der Fall ist nach den IOC- Regeln eindeutig. Wenn
eine verbotene Substanz in einem Körper entdeckt wird, ist es ein
Doping-Fall«, meinte IOC-Generaldirektor Francois Carrard.
Das IOC-Exekutivkomitee hat nach Angaben von Bach das Gold trotz allen
Mitgefühls aberkennen müssen, um die sauberen Athleten zu schützen. Die
Untersuchung in diesem Fall hatte ergeben, »dass die Schuld eindeutig beim
Arzt« liegt. Aus diesem Grund erkannte das IOC auf mildernde Umstände und
sah von einer Disqualifikation der zweifachen Weltmeisterin ab. Sie durfte
deshalb ihre Mannschafts- Goldmedaille sowie die Silberne aus dem
Sprung-Wettbewerb behalten, zumal sie nach diesen beiden Starts bei
Doping-Tests negativ gewesen war. Der rumänische Olympia-Arzt Ioachim Oana
wurde vom IOC mit dem Ausschluss von diesen und den Olympischen Spielen 2002
und 2004 bestraft.
In Schutz nahm auch der Präsident des rumänischen Nationalen Olympischen
Komitees (NOK), Ion Tiriac, die 1,48 m kleine und 37 kg leichte Athletin.
»Wir glauben, dass der Fall komplett irrelevant ist«, sagte der Ex-Manager
von Boris Becker, »diese Medizin fördert das Leistungsvermögen nicht,
sondern reduziert es eher.« Dass Andrea Raducan so zierlich sei, könne
außerdem zum positiven Testergebnis beigetragen haben. Im Urin der Turnerin
war ein überhöhter Wert von 25 Nanogramm pro Milliliter Pseudo-Ephedrin
analysiert worden.
Andrea Raducan hatte den olympischen Vierkampf vor ihren Teamkolleginnen
Simona Amanar und Maria Olaru gewonnen, die nun auf die Gold- und
Silberränge vorrücken. Neue Bronzemedaillengewinnerin ist die zuvor
viertplatzierte Xuan Liu (China).
Im Turnen ist es der erste Doping-Fall in der Geschichte der Olympischen
Spiele. Andrea Raducan musste in Sydney als zweite Athletin Gold wegen
Medikamentenmissbrauchs zurück geben. Zuvor war der bulgarischen
Gewichtheberin Isabela Dragnewa der Olympiasieg aberkannt worden. Silber und
Bronze verloren ihre Heber-Team- Mitglieder Iwan Iwanow und Sewdalin Minchew.
Das Trio hatte entwässernde
Diuretika-Mittel
eingenommen. Insgesamt war es der sechste Doping-Fall der Sydney-Spiele.
Rumäniens Politiker protestieren gegen Dopingstrafe
ARD Sydney 2000, dpa, 27.09.2000
Die rumänische Regierung und Opposition haben am Mittwoch gegen die
Aberkennung der Olympia-Goldmedaille für die Turnerin Andrea Raducan wegen
Dopings protestiert, meldete der rumänische Rundfunk. Eine endgültige
Entscheidung darüber wird am Donnerstag in Sydney seitens des
Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) erwartet.
In Rumänien herrscht Wahlkampf mit Blick auf die Mitte November
bevorstehenden Parlaments- und Präsidentenwahlen.
Die stärkste Oppositionspartei, die ex-kommunistische PDSR, schrieb einen
Protestbrief an das Parlament des Europarats in Straßburg. Sportminister
Crin Antonescu von der mitregierenden Nationalliberalen Partei sagte, dies
zeige, dass alle Rumänen auf der Seite von Andrea Raducan stehen.
Der parteilose Ministerpräsident Mugur Isarescu, der mit Unterstützung der
Christdemokraten für das Präsidentenamt kandidiert, beschloss, die
Sportlerin aus seiner persönlichen Budget-Reserve mit 30 000 US-Dollar zu
belohnen, falls sie ihre Medaille nicht wiederbekommt.
Rumäniens NOK: Doping-Strafe rechtmäßig aber inhuman
Der Vizepräsident des rumänischen Nationalen Olympischen Komitees (NOK),
Cristian Gatu, hat die Aberkennung der Goldmedaille für die Turnerin Andrea
Raducan am Dienstag als «rechtmäßig aber unmenschlich» bezeichnet. Das
meldete die amtliche rumänische Nachrichtenagentur Rompres.
Raducan hatte ihre Mehrkampf- Goldmedaille zurückgeben müssen, weil sie
positiv auf Doping getestet wurde. Gatu verurteilte die Gleichgültigkeit
derjenigen, die auf den Inhalt der Medikamente hätten achten müssen, die der
Tunerin verabreicht wurden. In der südrumänischen Stadt Craiova
demonstrierten am Dienstag mit einer Straßenkundgebung hunderte Schüler
gegen die Bestrafung der Sportlerin und riefen: «Wir wollen die Medaille
wieder».
Bei Raducan hatten die Doping-Kontrolleure in Sydney den Stoff
Pseudo-Ephedrin in unerlaubt hoher Konzentration nachgewiesen. Raducan und
der rumänische NOK-Präsident Ion Tiriac wollten die Sanktion des
Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am Mittwoch vor dem
Internationalen Sportgerichtshof anfechten.
Raducan hatte, wie ihre Teamkolleginnen auch, ein pseudo- ephedrinhaltiges
Mittel gegen Erkältung geschluckt. Anders als bei ihren Kolleginnen war bei
ihr daraufhin die Konzentration dieses Stoffes unerlaubt hoch. Als Grund
dafür gab das rumänische NOK Raducans geringeres Körpergewicht an.
Stellungnahme von André Bour zur positiven Dopingprobe.
"Ich bin am 5.6.2004 beim Powerman Italien gestartet und wurde
anschließend zur Dopingprobe gebeten. Nach zwei Monaten bekam ich die
Nachricht, dass ich in Italien positiv auf Ephedrin
getestet wurde. Als ich das Schreiben las, fiel ich aus allen Wolken, da ich
dieses Mittel nicht zu mir genommen hatte. Danach habe ich noch einmal
überlegt und alles durchgesehen, was ich vor dem Wettkampf zu mir genommen
hatte und mir fiel ein, dass ich wegen einer Erkältung Wick Medinait
genommen hatte, um trotz Erkältung besser schlafen zu können. Als ich die
Packungsbeilage las, musste ich zu meiner Überraschung feststellen, dass
dieses Produkt Ephedrin enthält. Mir ist als Leistungssportler völlig klar,
dass in Schnupfen- und Hustenmitteln Substanzen enthalten sein können, die
auf der Dopingliste stehen. Aber dass in Wick Medinait, einem Mittel, das
man als nicht-verschreibungspflichtiges Medikament überall (und nicht nur in
der Apotheke) erhalten kann und das sogar Kinder zu sich nehmen, eine
Dopingsubstanz enthalten ist, habe ich nicht geahnt. Mir ist natürlich klar,
dass ich versäumt habe, das zu kontrollieren. Aber ich hoffe auch, dass man
mir glaubt, dass ich Wick Medinait nur wegen meiner Erkältung genommen habe
um besser schlafen zu können und nicht um meine Leistung zu steigern. Ich
hätte eher erwartet, dass ich wegen der Erkältung oder wegen eines Mittels,
bei dem die Werbung einen besseren Schlaf bei einer Erkältung verspricht,
eine schlechtere Leistung zu erwarten habe. Ich habe nach Erhalt des
Schreibens sofort bei einem Apotheker und bei Wick nachgefragt
(Antwortschreiben siehe unten), die zu meinem Leid bestätigten, dass man bei
der in der Packungsbeilage empfohlenen Dosis durchaus über den Grenzwert von
10µg/ml kommen kann. Ich erkenne an, dass ich fahrlässig und unvorsichtig
gehandelt habe und bin bereit alle Sachverhalte offen zu legen und habe bei
der DTU um eine milde Strafe gebeten, da keine böse Absicht, sondern
Fahrlässigkeit und Unvorsichtigkeit hinter meinem Handeln steckte. Mir ist
klar, dass Unwissenheit nicht vor Strafe schützt, aber ich hoffe dass nicht
auch noch mit Anfeindungen in der Öffentlichkeit für eine Sache bestraft
werden, die ich wirklich nicht mit Absicht getan habe."
André Bour
Antwort von Wick auf die Anfrage bezüglich der Mengendosierungen
Sehr geehrter Herr Bour,
entsprechend unserem soeben geführten Telefonat möchte ich Ihnen bestätigen,
dass bei Aufnahme von etwa 20 mg Ephedrin (3x6,2mg) durchaus eine
Ephedrinkonzentration von etwa 10 Mikrogramm pro ml Urin auftreten kann.
Ephedrin wird mit einer Halbwertszeit von 3 bis 6 Stunden zum größten Teil
unverändert über die Nieren ausgeschieden. Näherungsweise und modellmäßig
kann man deshalb sagen, dass sich bei einem 24-Stunden-Urin von etwa 2 Liter
eine aufgenommene Menge von 20mg Ephedrin auf diese 2 Liter verteilt. Dies
entspricht 10 Mikrogramm pro ml. Unter Beachtung der Ausscheidungskinetik,
wonach anfangs mehr und später entsprechend weniger Ephedrin ausgeschieden
wird, ist bei einer Urinprobe kurz nach der Einnahme sogar mit einem
entsprechend höheren Wert zu rechnen.
Es würde mich freuen, wenn diese Auskünfte Ihrem Anliegen Rechnung tragen
könnten.
3athlon Kommentar
Entscheidend bei der Beurteilung des Statements sind die Faktoren
"aufgenommene Arzneimittelmenge" und "Zeitpunkt der Einnahme" vor der
Dopingkontrolle, die den Leser der Argumentation des Athleten folgen ließe.
Um bei einer Dopingkontrolle im Ziel Werte wie sie bei Bour (>30
Mikrogramm/Liter) gefunden wurden zu erzielen sind rechnerisch im Grunde
vielfache Mengen der empfohlenen Tagesdosis zugeführt worden. Dies ist auf
Basis der begleitenden Inhaltsstoffe nicht zu empfehlen und lässt die
gesamte Argumentationskette von Bour wanken. Entweder hat er seinem Körper
eine "Überdosis" des Medikamtents zugeführt, oder das Ephedrin rührt aus
anderen Quellen.
Für eine Nachprüfung wäre eine Offenlegung dieses ermittelten Wertes
erforderlich, der den Grenzwert von über 10 Mikrogramm Ephedrin je Liter
Urin deutlich überschritten hat. Wenn man annimmt, dass die DTU in ihrer
Urteilsfindung per Überschlagsrechnung vom tatsächlich ermittelten Wert der
Urinkonzentartion auf den Zeitpunkt und die Menge des eingenommenen
Medikaments geschlossen hat, könnte es noch immer plausibel sein.
Schliesst man jedoch die kurze Halbwertszeit (3-6h) unter Berücksichtigung
der Einnahme am Abend vor dem Rennen und die Höhe des nachgewiesenen Stoffs
in die Überlegungen mit ein kommt man zu dem Schluß, dass die Substanz auf
anderem Wege im Rennen oder kurze Zeit zuvor zugeführt worden sein könnte.
Die Vermutung liegt nahe, dass seitens der DTU nicht korrekt nachgerechnet
wurde. In der Folge wäre die ausgesprochene reduzierte Strafe ebenfalls
hinfällig und eine Fehlentscheidung, die umgehend revidiert werden sollte.
(Kai Baumgartner)
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Doping ist die Anwendung verbotener leistungssteigernder Wirkstoffe. Im Hochleistungssport wird Doping als "natürliche" Begleiterscheinung angesehen. Die Medien verurteilen gedopte Sportler, aber das Publikum verlangt nach immer neuen Rekorden und es geht um viel Geld. Der Sportjournalist Martin Krauss beschreibt die Geschichte des Dopings, informiert ausführlich über die Methoden des Dopinggebrauchs und untersucht die sportpolitischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte des Umgangs mit Doping. |
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